Beiträge von Micha M.

    Nach einiger Zeit ist mir wieder mal gelungen, ein wenig von "Kydex-Werners" freier Zeit zu ergattern und ihn für mich eine Kydex für mein Al Mar Mini SERE Operator Fixed bauen zu lassen. Die von Al Mar mitgelieferte Cordura-Scheide ist mäßig und bietet vor allem nicht genug verschiedene Optionen für Befestigungen und Tragepositionen...




    (hier auf einem GEK-EDC mit einer ebenfalls von Werner gefertigten Scheide mit Vorderseite in Digital-Camo und einer grünen Rückseite, befestigt an einem Blackhawk-Paddle)


    Wie immer gab es vorher eine genaue Abstimmung, in welcher Position, Winkel, Seite, Höhe usw. das Messer getragen werden soll. Auf meinen Wunsch hin wurde eine Seite grün (für grünes und vor allem auch mein geliebtes Kongotarn-Feldzeug) und eine Seite schwarz (für mein schwarzes Arbeitszeug usw.) gefertigt, die Scheide wäre aber ohne unterschiedliche Farben zweireihig geworden - sowohl Werner als auch ich ziehen das vor...


    Es sind genug Hohlnieten auch für Befestigungen mit Paracord oder kleinen Kabelbindern vorhanden, die Abstände sind TekLok-kompatibel.



    Derzeitiges Befestigungssystem ist eine große Gürtelspange, die - im Gegensatz zu dem ähnlichen Modell von Spyderco - auch auf meine breiten Koppel aufgeschoben werden kann und die Scheide auch gut hält, wenn man die Spange auf den Bund meiner Kongo-Buxen (die ja keine Gürtelschlaufen haben...) aufschiebt.


    Ich freue mich sehr, daß man nun wieder bei Werner so etwas bekommen kann, ich habe über die Jahre rund 10 Scheiden von ihm anfertigen lassen, von denen mich noch keine enttäuscht hat...

    Als "Datensüchtiger" bin ich natürlich schon auf die genauere Vorstellung sehr gespannt - doch auch die ersten Bilder reichen hin, um zu sehen, daß Du da etwas sehr Schönes bekommen wirst.


    Kompliment an Murat, Glückwunsch an Dich!

    Nun sind die Grooves ja nur EINE Form der Oberflächenstrukturierung und stehen ja nicht allein als Alternative zu einer glatten Oberfläche, sondern neben Optionen wie Rändelung, Checkering, Rillen, Griffringen, Löchern im Griff, Strukturierung durch die Rillen einer einreihigen Griffwicklung oder sogar der Oberflächenstruktur einer verschränkten Griffwicklung usw.


    Die angesprochenen Metzgermesser beziehen den definierten Grip für den Anwender NICHT aus einer Oberflächenstrukturierung, das ist richtig - bei ihnen ist fast immer der Griff zweidimensional doppelt tailliert und bildet in der Mitte einen "Bauch" nach unten, hinten befindet sich zumeist eine das Abgleiten verhindernde "Machetennase" am unteren hinteren Griffende, vorn ist meist ein guter Handschutz ausgebildet.


    Gut, das funktioniert auch - andererseits sehe ich bei anderen Formen eines Griffs und eventuell auch anderen Bewegungsabläufen oft auch Vorteile einer Strukturierung. So helfen mir die Grifflöcher meines CRKT M16-14 z.B., ihn für den Benutzung des Flippers optimal zwischen die Finger zu bekommen.


    Geschickt und richtig angebrachte Grooves - wie beispielsweise bei meinem Blade Systems MOZ - bieten, zusätzlich zur Griffkonturierung, meinen Fingerkuppen nach Umfassen des Griffs einen angenehm definierten Anlagepunkt. DAS mag mechanisch ohne Auswirkung sein, es ist jedenfalls subjektiv - haptisch sehr angenehm und lohnt sich eventuell allein schon deshalb.


    Ich meine aber trotzdem, z.B. bei strukturierten Griffen insbesondere bei Benetzung des Griffs mit Wasser, Blut, Öl usw. einen sichereren Sitz des Messers in der Hand zu verspüren. Dabei bin ich nicht sicher, ob die Strukturierung nur erschwert, daß sich auf der glatten Oberfläche ein das Abrutschen begünstigender Film bildet - oder ob Finger und Handinnenfläche sich eventuell auch ein wenig in die Vertiefungen der Grooves einpressen und sich in diesem Bereich eine Längshaftung nicht nur durch Friktion ergibt, sondern durch eine Summe kleiner Widerlager in Bewegungsrichtung. Ich vermute eine Kombination dieser Effekte.


    Verwirft man einen subjektiv-haptischen Vorteil der Grooves und auch einen objektiv-mechanisch-ergonomischen, stellt man eigentlich auch viele andere Oberflächenstrukturierungen in Frage, selbst z.B. Wicklung und untergelegte Rochenhaut - und kann entsprechende Effekte nur über die Gestaltung der Griffkontur erzielen.


    Natürlich haben Grooves auch eine stilistische Komponente - sie sind eben optisch unterschiedliche Alternativen zu den anderen angesprochenen Formen der Strukturierung, die oft schon seit Jahrhunderten verwendet werden.


    Wo sie aber die gleiche Wirkung erzielen wie die anderen Strukturierungen - und für mich als Anwender bejahe ich das - mag ich ihnen ihren Nutzen nicht absprechen und mag einige Messer aus meinem Bestand mit Grooves (insbesondere von Martin Stierlin!) sehr!


    Ich sehe aber nicht NUR Vorteile in einer Griffstrukturierung...Insbesondere bei schweren Haumessern habe ich auch schon erlebt, daß ich einen unstrukturierten oder jedenfalls nicht gegroovten, dafür aber mit "Bauch" und Machetennase versehenen Griff, insbesondere aus prellschlagdämpfenden Materialien, vorgezogen hätte. Die kann man entweder sehr fest umfassen und sich fast "einpressen" - sie aber bedarfsweise auch ohne Scheuern in der Hand bewegen oder sogar auch in lockerer Handhalaltung ein wenig in der Hand gleiten lassen.


    Andererseits möchte ich bei Messern wie dem MOZ, dem Blade Systems Yoroi Doshi oder auch dem Mosier / B+ Small Trigonaut nicht auf die Grooves verzichten, ebensowenig wie auf die Griffringe meines Fairbairn-Sykes, die Strukturierung meines SOG Pentagon oder CRKT Hissatsu zusätzlich zur Form des Griffs oder auf die Grifflöcher in meinem CRKT M16-14....

    Roman, nur zur Klarstellung: Ich verstehe Deine Frage derzeit als ausschließlich auf "Griffoberflächen-Grooves" abgezielt, NICHT auf Fingermulden wie z.B. bei Randall oder Deinem M1 und Taiga....

    Andreas hat diesen Thread erst geöffnet, als alle angefertigten Messer längst bestellt und sogar auch schon ausgeliefert waren. Der Verkauf ist NICHT hier über das Forum gelaufen, die Messer wurden auch nicht hier beworben.


    Und Andreas hat ja sogar bislang alle Anfragen nach einem 2nd Run ausdrücklich abgewehrt und wirbt hier auch nicht für ne Neuauflage.


    In die Vorstellung hier hat ihn die Chatrunde von "Monty Pythons Armed Forces" einigermaßen hineingetrieben durch die begeisterte Präsentation der bereits erhaltenen und hier jetzt auch nicht mehr angebotenen oder auch nur verfügbaren Messer. Also keine "Konkurrenz" oder "Gratiswerbung" zum Nachteil der FoPa!


    Ich spreche sicher auch für die anderen Kumpels aus dieser Runde, wenn ich mich dafür entschuldige, daß dieser Thread nun durch unseren "Anschub" vielleicht mißverständlich herübergekommen sein mag. Das ist wohl zum geringsten Teil Schuld von Andreas selbst.

    Bis jetzt übersehen - und das ist ein Versäumnis! Das Messer sieht klasse aus!


    Würde es auch nicht beschichten lassen, das jetzige Finish paßt ausgezeichnet zur Form.


    Die Schrauben passen ebenfalls zum Gesamtbild - und lassen sich bedarfsweise sogar unterwegs nachziehen, während man meist gerade nicht den Spezialschlüssel für irgendwelche optisch spannenden exotischen Formate "zufällig" auch noch mit sich rumschleppt....


    Schönes Ergbnis des Workshops bei Jens, dessen eigene Arbeiten ich übrigens auch schätze :)

    Um das mit der Rinne mal auf eine sachliche Basis zurückzuführen:
    Nach einem tiefen Stich zieht sich so etwas leichter wieder, weil es sich nicht so "festsaugt" (siehe Gurkenglas-Deckel...:) ), zudem ermöglichst eine ausreichend dimensionierte Rille das Eindringen von Luft bei einem Stich in den Thorax, was die Wirkung erhöht (s. Pneumothorax).


    Daher findet man diese Gestaltung bei einigen Dolchen und vielen Bajonetten - aber längst nicht bei allen, und zwar auch bei Bajonetten aus Ländern, die alle gängigen Abkommen ratifiziert haben. Schaut Euch z.B. mal das berühmte M7-Bajonett aus den USA an, das Schweizer Bajonett und auch das für das AK-47. Und dann schaut Euch auch mal an, was z.B. Eickhorn für den internationalen Markt produziert - auch da findet sich keine "Blutrinne"....


    Ich vermute allerdings, Rille und Löcher sind schlichtweg im A.D.O., weil es so rassig ausschaut....
    SEHR schönes Messer übrigens :)


    Übrigens schätze ich Dolche auch sehr friedliche Allrounder: Mein SOG Pentagon schneidet bestens und regelmäßig Steaks (glatte Seite) und Brötchen (Wellenschliffseite) und wäre ohne den unsäglichen 42a sicher häufig in der EDC-Rotation mit dabei ;)

    Vor einiger Zeit hat Roman mich mit der Nachricht überrascht, er habe aus der Auswahl seiner Stock-Rohlinge einen Stock für mich ausgesucht und fertiggestellt. Er hatte ja meine Suche nach einem handlicheren und qualitativ ansprechenden "Nachfolger" für meinen CS Irish Blackthorne verfolgt und mir bei unserem Besuch im letzten Jahr eine Auswahl seiner Rohlinge gezeigt....


    Das war keine "Auftragsarbeit"....Roman fand das einfach passend und den Stock für mich richtig und hat losgelegt, wie das seine unvergleichliche Art ist.



    Das Ergebnis ist ein ca 100 cm langer Stock aus Weißdorn mit einem wunderschön gemaserten Knauf. Der Winkel des Knaufs paßt perfekt in meine Hand, wenn ich mich auf den Stock stütze - so natürlich geformt und ergonomisch optimal...


    Der Stock endet in einer ca. 12 cm langen handgeschmiedeten und sehr robusten Spitze, die dem Stock in Wald und Feld ebenso sicheren Halt geben wird wie im Schnee - für die Stadt werde ich dann wohl eine Gummikappe aufstecken müssen, damit ich weder als wildgewordener Harpunier noch als Fußboden-Vandale in unseren geliebten italienischen Altstädten eingefangen werde :) Von den 600 g Gewicht fällt eine gute Portion auf die Spitze, insgesamt liegt der Stock aber viel führiger in der Hand als das CS-Modell




    Tante Edit legt noch eins nach für den Troll: Zwischen Knauf und Spitze befindet sich ein Schaft....



    Roman, mein Freund, vielen Dank für diese tolle Idee, Deine Sorgfalt bei der Auswahl und Deine Kunstfertigkeit bei der Fertigstellung. Ich hoffe, mein kleines "Dankeschön" ist nach Deinem Geschmack - und ich hebe mein Glas auf Dich und wünsche ein gutes, langes Leben!

    Ultrataktisches, phöööööses Hawkbill.....



    Stelle mir gerade die Bewertung durch einen besonders sachkundigen Gutachter vor....


    "...Die Spitze ist für eine besonders arglistige Anwendung, den Aufschlitzangriff, sehr leistungsfähig nach unten gezogen. Die ganze Gestaltung läßt klar erkennen, daß das Messer allein für den überraschenden Angriff auf ein ahnungsloses Opfer entworfen wurde. Insbesondere ist es auch so scharf, daß man jemanden damit schneiden kann. Die heruntergezogene Klingenspitze ist eine Erfindung asiatischer Kampfkunst und in Mitteleuropa erst seit wenigen Jahrhunderten verbreitet. Der Griff ist im hinteren Teil gebogen, um beim meuchlerischen Pikal-Schlitzangriff den Daumen oben aufzulegen und die Biegung in den Daumenballen zu schmiegen. Insgesamt wird das Messer natürlich in der geschlossenen Faust geführt wie auch andere gemeingefährliche Werkzeuge wie Löffel und Gabel, die weltweit jährlich für Tausende von Todesfällen durch adipöse Folgeschäden sorgen....In seinem Gesamtzweck und seiner Gesamterscheinung ist das Messer fraglos eine Hieb- und Stoßwaffe, die wegen ihrer besonders arglistigen Gestaltung mit irgendwas gleichgestellt werden muß, das verboten ist: Z.B. hat es einen Griff, auch ein Nunchaku hat einen Griff, also ist es irgendwie sowas wie ein Nunchaku...und es hat eine Klinge, auch Faustmesser haben eine Klinge, also ist es mit Sicherheit auch ein Faustmesser. Dafür spricht auch, daß bei geschlossener Faust in natürlicher Haltung die Klingenspitze in Schlagrichtung zeigt...."


    Jaaa, das phöööse Messer ist tatsächlich ein Werkzeug des Todes (...und heißt sogar wie das des Sensenmanns....), links und rechts von ihm bleiben die erschlafften Leiber seiner niedergemähten Opfer zurück:



    Und außerdem: Der Mörder ist immer der Gärtner!!


    Eine kleine, praktische Opinel-Hippe, ein Gärtnerwerkzeug mit jahrhundertealter Tradition, mit ebenso traditioneller Opinel-Klingensicherung, also sogar der "feststellbaren Klinge", die doch derlei praktische Messer so in Verruf kommen ließ und natürlich auch zu nix als Meucheln gut sein kann....
    Ein anatomisch geformter Griff für Zugschnitte - man erinnere sich an angeblich so "sachkundige" Aufsätze, die eine besondere anatomische Griffgestaltung auch sehr gern und schnurstracks zum Waffenmerkmal hochstilisieren wollten - weil einem beim Metzeln natürlich ein Messer sicher in der Hand liegen muß, während es ja scheißegal ist, ob einem ein jeden Tag eingesetztes Handwerkzeug in den Fingern herumschlabbert....


    Ich mußte das kleine Ding einfach haben - schon auf den ersten Blick wurde mir wieder einmal klar, wie völlig sinnfrei und weltfremd viele angeblich so sachkundige "Argumente" sind, die ich in den letzten Jahren gelesen habe.


    Ein Verbrecher könnte sicher auch damit schlimmste Gewalttaten begehen - wie mit einem Küchengerät, einer Flasche, einem Stein....Bei uns wird es Gartendienste tun und mir mit seiner gestalterischen Ähnlichkeit zu angeblich so perfiden "Mordwerkzeugen" sicher noch häufiger ein (leider bitteres) Lachen entlocken.

    Ich verstehe Dein Interesse :)
    Seit Jahren habe ich ein Auge auf ein "Sniper" - habe aber völlig verblödeterweise die Chance an mir vorbeigehen lassen, eines aus 2.Hand für 250 zu bekommen.
    Ich denke, einer der Hürden ist eben der für ein Serienmesser zunächst relativ hohe Preis - mittlerweile nivelliert sich das aber angesichts anderer ebenfalls deutlich angestiegener Serienmesserpreise.


    Eine andere Sache ist der Griff - bei manchen Modellen sind die Griffe nur für große Hände wirklich geeignet - das gilt aber nicht für das Orion, eher beim Sniper und beim Equatorian für den Chili Handle...Außerdem gab es bei den mit Kydex gelieferten MercWorx immer wieder auch mal Kritik am suboptimalen Sitz in der Kydex....und noch nen Fuffi für ne wirklich taugliche Custom-Kydex draufzulegen, drückt eben den Preis dann doch aus dem Bereich des Interessanten...


    Zu dem von Dir benannten Händler wirst Du hier keine wirklich aussagekräftigen öffentlichen Statements bekommen können - da ist der Weg zur hektischen Androhung rechtlicher Schritte immer sehr kurz.


    Aber meine Privatmeinung werde ich dazu vielleicht äußern dürfen, ganz "wertfrei" :) : Ich habe dort noch nie gekauft und werde das auch nicht tun.....


    Hingegen habe ich bei Thomas Wahl (knifetom) schon seit Jahren diverse Male zu meiner vollen Zufriedenheit gekauft, ich schätze persönlich sowohl seine Sachkunde als auch seine Seriosität und hatte noch NIE Grund, das zu bedauern. Bei der einzigen Gelegenheit einer Beanstandung (die nicht an ihm lag!) war die Abwicklung so entspannt wie befriedigend.

    Battlecat, FKMD ist zuweilen ein Stück günstiger....aber besser habe ich da noch kein Modell gefunden.
    Die haben eine deutlich größere Modellauswahl, das Unternehmen in Maniago ist eben wirklich eine Nummer größer als ER in Prato - aber die jeweiligen Modelle von ER überzeugen mich qualitativ doch mehr.


    Ich benutze seit mittlerweile etwa 8 Jahren die großen ER-Folder, hatte auch in dieser Zeit mehr als ein halbes Dutzend ER-Fixed - das überzeugt mich einfach von der Qualität der ER-Messer...während eher die Preispolitik, insbesondere die vorgeschriebenen Mindest-VKs, für mich die Attraktivität einiger Modelle deutlich mindern.


    Was einem zu denken geben sollte: Professionelle Anwender ohne besondere Messer-Affinität sind meistens nicht bereit, für ein Einsatzmesser richtig zu latzen.....Trotzdem ist zumindest an meinem Dienstsitz das ER Fulcrum C bei Selbstbeschaffung das beliebteste Einsatzmesser....

    Ja, ich trag ja auch ein Nemesis, oder auch ein Al Mar Sere 3003 oder ein großes Fox Forest 577 mit jeweils über 300 g Gewicht....


    Aber ich kenn eben auch viele Leute, denen das zu groß und zu schwer ist. Die flachen Spydies sind ja auch nicht zufällig bei vielen Anwendern so beliebt, ebenso andere flache oder ziemlich leichte Folder. Da muß eben jeder für sich selbst erkunden, was ihm angenehm ist. Genau das habe ich ja auch geraten....

    Ich glaube schon, daß sich da noch Interessenten finden würden :)


    Das ist ein SEHR schönes Messer, und in dieser sehr interessanten Größe gibt es gar nicht mal sooo viele Ganzstahlmesser mit ansprechendem Design. Viele haben eine kürzere Klinge - oder sind dann schon wieder größer und voluminöser.


    Dieses Messer mit seiner sehr brauchbaren und vielseitigen und wirksamen Klingenlänge kann man angenehm diskret tragen, nicht nur im Stiefel :)

    Die beiden Messer finde ich nur begrenzt vergleichbar.


    Das Adamas mit immerhin mehr als 1,8 cm Griffstärke und ca. 220 g Gewicht und seinem sehr massigen, handfüllenden Rahmen ist eine andere "Gewichtsklasse" von Folder als das schlanke und gerade mal mit 130 g etwas mehr als halb so schwere BF2. Ein besserer Vergleich wäre da schon der des Adamas mit einem Fulcrum-Folder.


    Das BF wird sich - weil deutlich flacher und leichter - bequemer und diskreter tragen lassen, sein Liner-Lock und die 3mm-Klinge sind etwas für normale Schneidaufgaben. Also ein typisches EDC-Messer und ja nicht nur von der Namensgebung her ein "Basis-Modell".


    Das Benchmade mit der 1 mm stärkeren Klinge, dem sehr handfüllenden Griff und dem sehr stabilen Axis Lock ist für den Anwender vielleicht ein wenig "overdressed", der als EDC-Folder in Ergänzung eines Fixed ein Messer für Alltags-Schneidarbeiten sucht...und es will getragen sein. Ich liebe Folder der "Halbpfünder-Klasse", mein Arbeits-EDC ist ein ER Nemesis mit 225 g Gewicht und 6mm Klingenstärke...Aber ich kenne auch viele Anwender, die so etwas auf keinen Fall jeden Tag in der Tasche haben wollen. Zudem trägt sich ein derart "ausgewachsenes" Messer zuweilen in feinen Klamotten nicht so vielseitig und diskret wie in meinem Feldzeug....


    Beides sind gute, durchdachte und zuverlässige Messer - ich würde daher an Deiner Stelle einfach mit 2 beliebigen Foldern einmal prüfen, ob Dir ein eher schlankes oder doch ein eher üppiges Messer mit Maß und Gewicht angenehmer ist....


    Natürlich spielt auch eine Rolle, welche Anwendungen anfallen. Geht es häufig in den Bereich sehr belastender Anwendungen, meinetwegen als Tool im handwerklichen Bereich und nicht nur für den "Ottonormalverbraucher-Schneidarbeiten-Alltag", würde ich eher das Adamas genauer anschauen - im anderen Falle eher das ER.


    Das ER würde ich auch wählen, wenn der Folder nur als Zweitmesser zu einem Fixed getragen wird oder gezielt gerade in Situationen / bei ausgewählter Kleidung getragen werden soll, wenn das Fixed-Tragen nicht in Betracht kommt. Dann ist ein schlanker Folder sicher die naheliegendere Wahl.

    Ich mag einige SOG-Messer sehr.
    Mein Pentagon Fixed aus einer älteren Auflage ist gefühlt (auch wenn es für einen Dolch, und dann noch einen derart spitzen, paradox klingen mag) eines meiner praktischsten Messer und wäre ohne den unsäglichen 42a sicher häufig in der EDC-Rotation dabei. Mein Recon Bowie, glücklicherweise auch aus der alten Auflage mit Lederscheibengriff, ist nicht nur wunderschön, sondern hat eine sehr gute Handlage und Balance und ist insgesamt einfach ein tolles Messer....


    Aber viele der "Neuvorstellungen" von SOG sind eben nur Aufgüsse älterer Modelle - verkauft als "materialtechnisch modernisiert und verbessert", tatsächlich dadurch aber einfach in der Produktion günstiger geworden - aber leider auch mit weniger Reiz für mich als die "Originale" der alten Auflagen.


    Das gilt für das neue Pentagon, insbesondere aber für Modelle wie das Recon Bowie und das Scuba Demo...


    Dieses Jahr: Zweimal Brous in Serie, beim Snarl, Seriennachfolger des Silent Soldier, senkt das den Preis und macht die Sache mit dem Bezug bequemer, der ja zumindest direkt vom Macher zuweilen nicht unproblematisch war :)


    Das "Schlüsselmesser" ist nix für mich, ausgenommen für Durchsuchungsübungen. Bevor sich jetzt wieder jemand förchterbarlich echauffiert, daß ich ja jetzt den armen Opfern, die ich verschleppe, auch noch ihre gesamte persönliche Habe einschließlich völlig harmlosem Wohnungsschlüssel erst mal wegnehme, lohnt sich vielleicht der Blick, wo tatsächlich überall so eine Messerklinge drin sein kann....und in einem Bund würde der kleine Klingenrücken dann auch schon mal übersehen. Für einen letalen Halsschnitt reicht sowas allemal, wie die traurige Erfahrung der letzten Jahre gelehrt hat....Übrigens wird das Ding - hoch lebe die Logik des deutschen Waffenrechts, die sich ja gerade wieder beim TDI so wunderbar auslebt - in Deutschland absehbar KEINE verbotene Waffe sein, weil es ja eine kleine Gebrauchsmesserklinge und keine mit Waffeneigenschaft ist, die hier im Alltagsgegenstand verborgen ist. Gesetz und Realität sind nicht immer so gaaaaanz kongruent....


    Als Schlüsselbundmesser finde ich allerdings das Micron 2.0 interessanter (keine Neuerscheinung!) - neben das man allerdings bei 52 HRC dann besser gleich den kleinen Taschenschärfer mit an den Schlüsselring machen sollte. Also auch nicht soooo der Bringer....


    Insgesamt haut mich von den Neuerscheinungen nix vom Hocker, da hat es bei CS, CRKT und Spyderco für mich dieses Jahr mehr geweckte Begehrlichkeiten gegeben....

    Maik, sympathischer Zug an Dir, daß Du doch zwischendurch immer mal wieder die völlig "unvernünftige" Liebe zu so nem fetten Viertelzöller nicht verleugnest ;) :thumbup:


    Hab selbst das CQB F4D, das für die ihm zugedachten EDC-Schneidaufgaben auch keine 6 mm "gebraucht" hätte, allerdings auch ungewickelt schön satt und nicht drückend in der Hand liegt. Mag einfach das Gefühl, dieses massive Ding in der Hand zu haben :)


    Da viele von uns ja nicht nur mit einem Messer vor die Tür gehen, muß dann fürs Mett eben das "Erstmesser" ran - und das CQB spaltet halt nur die Hartwurst. Mir gefallen beide Modelle, das 5er ist natürlich auch wegen des geneigten Griffs ein interessantes kleines Ding. Viel Spaß damit!!