Beiträge von Micha M.

    Das ist das schönste Vietnam-Bowie, das ich bisher gesehen habe.
    Es läßt die niedrigeren und in den Bögen weniger akzentuierten SOGs und ihre diversen Abkömmlinge deutlich hinter sich für mich.
    Bei aller Präzision im Schliff kann da vom Gesamteindruck her selbst ein Hattori nicht mithalten.


    Die Kombination von konvexem "Commando-Handle" (...wie das bei Randall heißt...) und Finger Grooves ist ungewohnt - und SEHR spannend! Der interessanteste Lederscheibengriff, den ich kenne.


    Die gesamte Linienführung ist einfach rassig, auf seine Old-School-Art ein wunderschöner Fighter. Welche Vorteile in der Klingenwirkung eine deutlich mehr als anderthalb Zoll hohe Klinge hat, muß ich nicht im Detail ausführen :)


    Jeder Jeck is anders, okay - aber nach vielen Jahren Umgang mit Dutzenden von Einsatzmessern würde ich für so ein Vietnam-Bowie à la Juchten ohne Zögern die Nobelmarken des Tactical-Bereichs liegen lassen.....


    Dieses hier ist mit sechszweidrittel Zoll sehr nahe am historischen Vorbild und damit trotz einiger Masse sehr wendig. Vorstellen könnte ich mir so ein Messer aber auch mit 8 Zoll - da würde man sehen, was man an Kontur im Vergleich zum berühmten Randall 4-8 bzw. RKS-4 noch herausholen kann :)

    Ich würde elastischeren C-Stahl vorziehen. ER hatte anfangs mit den zu hoch gehärteten Kukris einige Probleme. Bei mehr als einem halben Meter Klingenlänge und hartem Anprall am Ziel oder insbesondere auch im Kontakt mit einer gegnerischen Klinge ist hinreichende Elastizität viel wichtiger als Korrosionsfestigkeit.


    Genaue Maße: Die Maße bei Funden sind entweder die von Einzelfertigungen eines individuellen Trägers, der nicht mit Dir übereinstimmen muß - oder solche von "Serienfertigungen" unter Berücksichtigung der damaligen römischen Durchschnitts-Körpermaße.


    Insofern würde ich mich da lediglich an einem ungefähren "Rahmen" orientieren und dann frei auf die eigenen Gegebenheiten anpassen, was die Klingenlänge angeht. Die Klingenhöhe ergibt sich dann aus den Proportionen der Vorbilder.


    Was hätte man von "Authentizität", wenn man dann tatsächlich ein Schwert eines zarten 1,58ers handhabt, das auch von den damaligen Schmieden anders gefertigt worden wäre für einen größeren Anwender? :)

    Ich hatte jetzt auch eher so rausgebrochene Placken erwartet wie bei einem bestimmten Camp-Knife Test von BFG :)


    Sind ja eher "Scharten".....und da gilt eben "zu scharf wird schartig", wie schon unsere Väter wußten, und unserer Väter Väter....und....lassen wir das....


    Die Schneide ist dünn ausgeschliffen, der Stahl hoch gehärtet, Bambus ist zudem berüchtigt für das Auslösen von Schneiden-Schäden, Teach hat ja den Grund schon benannt. Also im Grunde so ziemlich die ungünstigste Konstellation gewählt und Lehrgeld bezahlt :)....Aber das hält sich doch noch im Rahmen und ist reparabel!

    F.U.C.K., sieht das gut aus! :)


    Matthias legt ja hohen Wert auf Funktionalität und hat ja auch profunde eigene jagdliche Erfahrung - wenn das dann auch noch so ausgeführt wird, daß es aus Deiem Munde (mit den entsprechenden Vergleichsmöglichkeiten) ein solches Lob einfährt, will das was heißen!


    Gefällt mir "trotz" der Griffschalenfarbe, die mich ja ansonsten meist zu bösen Scherzen animiert :)
    (Aber praktisch ist sowas schon...)

    Joachim, das glaub ich auch. Du hast halt im Grunde ständig sowas wie einen diagonalen Andruck der Schneide, diesen Säbel- oder Guillotineneffekt, über den zuweilen geschrieben wird und der bei der Gestaltung des hochgezogenen vorderen Schneidenbogens z.B. auch bei vielen Bowies, aber z.B. auch bei der ansteigenden vorderen Schneide von Goloks usw. berücksichtigt wird.
    Die Schneide trifft im Hieb nicht wie eine Beilschneide auf, lediglich durch Andruck trennend, sondern wird schräg "in das Schneidgut hineingezogen".
    Kann es nicht besser beschreiben, sorry...


    Interessant ist aber auch die Spitze, die trotzdem nicht rückenhoch, sondern eingemittet ist. Dürfte auch gut penetrationsstark sein, schätze ich...


    Und der obere konkave Bogen ist natürlich ne gute Sache für "Trapping".....oder andererseits ein sicherer Bereich für den Anwender bei sehr körpernahem Einsatz....

    Gerade beim Stöbern bei Tourangelle entdeckt, leider finde ich noch nicht viele Infos zu diesen beiden neuen Serien-Modellen von Bastinelli...


    http://www.coutellerie-tourang…nelli-creation-m-202.html


    Hier mal ein Video vom Karamdrink:


    http://www.youtube.com/watch?v=vOpaIUmvNXY


    Da ja das BKA aktuell leider zum TDI meint, alles irgendwie Gebogene sei im Zweifel ein böses Faustmesser, sollte man da vielleicht ein wenig vorsichtig sein...Genau das werden die Herrschaften ja wohl auch wollen...


    Zum Assaulyte compact habe ich nur ein Video zum Custom-Modell gefunden, das sich dann zur besseren Unterscheidung Assaulite compact nennt :)


    http://www.youtube.com/watch?v=CfQFz9Eil5Q


    Man erkennt Analogien zum Echanis Warrior bzw. zur kleineren Taylor / Wanner - Version.


    Wieder sehr interessante Messer!

    Mit dem Bastinelli Raptor R.E.D. hat Viper jedenfalls ein Messer gefertigt, daß mich rundum überzeugt. SEHR sauber gemacht, wirkt deutlich wertiger, als man so etwas sonst zu vergleichbarem Preis vorgesetzt bekommt. Dieses hier ist nicht so ganz mein "Beuteschema", sieht aber ebenfalls sehr ordentlich aus!

    Ja, Street Beat wäre auch mein Tip gewesen....


    Oder dies hier, Blackjack Halo Boot Knife


    http://www.knifesupply.com/esh…d.asp?ProductCode=BCB12BM


    BJ und BR sind ja normalerweise immer haptisch sehr angenehm, und Du suchst ja ausdrücklich etwas mit kürzerem, handschmeichelnden Griff....


    Wenn es auch mit etwas weniger Klingenlänge geht, wäre auch das Small Trigonaut noch eine Alternative...Klinge ähnlich Sheepfoot, Griff eher zierlich, dabei aber gute Handlage....

    Die Klinge max. in Viertelzollstärke...und 20 mm weniger Klingenhöhe. Sonst schwingt sich das wie ein Vorschlaghammer, und das einhändig, weil der Griff ein beidhändiges Umfassen nicht gut zuläßt.


    Auch wenn der Praxisnutzen hier nicht unbedingt allein ausschlaggebend sein sollte, halte ich nicht soviel von Messern, die NUR wild ausschauen und kaum anwendbar wären.

    Weiß ich nicht, AJAX...finde es eher sehr spanned, daß es ein so breites Potential hat.


    Obwohl es sicher primär für "Deinen" Anwendungsbereich gemacht ist, ist so ein schneller Achtzöller mit diesem hochinteressanten Griff eben auch eine Option als großes Jagdmesser, aber auch als großer Fighter.


    Letzteres aus meiner Sicht eher nicht mit den Attributen, die Kodiak gewählt hat :)
    Für Rambo zuviel Eleganz, und diesen Zombie-Quatsch brauch ich nicht bei Überlegungen zu nem guten großen Fighter :)
    Hat für mich eher was à la James A. Keating....oder ich könnte es mir gut in so einer Auswahl zur Kaufberatung wie bei "Exposure" vorstellen :)

    Nächster Schritt: Einreichen einer Patentschrift an das US-Patentamt für


    "ein Werkzeug zum Zerteilen von Materialien durch anpressendes Darüberziehen eines mit einer angeschliffenen Arbeitskante (sog. "Schneide") versehenen Einwirkungsbereichs (sog. "Klinge"), mit am Hinterende des Werkzeugs angebrachter Vorrichtung zum Umfassen und Lenken des Werkzeugs (sog. "Griff")"


    Putzig! :)