Beiträge von Micha M.

    Dann überseh ich die schönen und interessanten Messer wenigstens nicht länger.
    Bei dem Titel dieses Threads ist mir lange entgangen, worum es eigentlich gehen sollte - und da hab ich einiges wirklich versäumt :)

    Ein paar weitere Infos wären auf jeden Fall interessant!


    Wir sehen hier ja leider nicht so sehr viele Messer von russischen Firmen und Machern - und aufgrund der rigiden Ausfuhrvorschriften landen auch nur sehr wenige hier.


    Nachdem vor einiger Zeit ja schon der "Rood"-Folder hier sehr gut angekommen ist, macht auch der Ersteindruck Deiner Messervorstellung hier einen sehr interessanten Eindruck. Mehr davon! :thumbup:

    Wenns vor allem schneiden soll, wäre ich auch fürs Müller....Sieht mit G10 doch auch "tactical" aus, und man hat sehr guten Klingenstahl.


    Wenns ein "grober Klotz" sein soll, stimme ich Roman zu. Das Pocket Bushman ist wirklich für kleines Geld ein robustes Tool, da tut Mißbrauch auch nicht so weh :) Und man hat wirklich was in der Hand!

    42a-konform oder nicht?
    Eher tactical oder old school?
    Größe min./max.?


    Getragen zusätzlich zu einem Fixed? Welches Fixed? Würde es nicht ggf. eher Sinn machen, z.B. als Ergänzung zu einem stabilen Fixed einen sehr schneidfreudigen Folder zu wählen?

    Zuerst einmal: Wieder ein tolles Review, stilistisch und inhaltlich "erste Sahne". Das liest sich so unterhaltsam wie informativ, und das ist bei Fachaufsätzen und -büchern ja nun wirklich keine Selbstverständlichkeit :) Mehr davon! :)


    Das Messer ist natürlich ein Achtzöller voll nach meinem Gusto. Was die feineren Arbeiten angeht, ist das natürlich zu einem Gutteil auch eine Frage der Gewohnheit. Positiv finde ich hier, daß die Schneide relativ nah vor der Hand beginnt - durch Umgreifen des Parierelements und seitliches Anlegen von Daumen und Zeigefinger an die Klingenflanken kann man mit so einem Messer bedarfsweise direkt vor den Fingerspitzen schneiden.


    Übrigens gibt es das Messer auch in einer "Hunter-"Variante mit einseitigem (unterem) Parierelement für die Anwender, die einen großen Guard unpraktisch finden.


    Kann Deine Begeisterung absolut nachvollziehen, die Begehrlichkeiten (leider :) ) auch. Schnell mal eine Runde mit meinem "Old Merc" spielen, sonst werde ich auch noch schwach :)

    Reine Vitrinenschätzchen wird man eh nicht mit dem Schwamm reinigen müssen, ansonsten bin ich für Gebrauchsmesser auch in der Spülschwamm-Fraktion.
    Und stimme, zum Jahresbeginn Friede auf Erden und den Gutmenschen ein Wohlgefallen, erschreckenderweise schon wieder meinem Vorredner vorbehaltlos zu :)


    Ohnehin oft ein Witz: Da werden Messer wegen ihrer angeblich besonderen Unverwüstlichkeit angeschafft, man läßt sich hochgelehrt über die unbezwingbaren Eigenschaften irgendwelcher PM-Stähle aus, und dann geht dem (Mehr-oder-weniger-)Anwender der Stift, das gute Stück, das fatalerweise beim Gebrauch dann doch mal schmutzig geworden ist, mit dem Schwamm zu reinigen....


    Ich mach das übrigens auch mit meinen diversen C-Stahl-Klingen, trockne sie danach gut, öle sie zuweilen (moderat) und habe ihnen in all den Jahren weder förchterbare Riefen mit dem Tuch in die zarten Wangen geschreddert noch sie zu braunem Gebrösel niedergemacht.
    Was spricht denn nun wirklich gegen ein sauberes Baumwolltuch? Das mit der Mikrofaser hat mir übrigens nur Spaß gemacht, weil es imo tatsächlich bei den unbeschichteten C-Stahl-Klingen bei gleichem Aufwand ein netteres Polierergebnis ergeben hat, mit "standesgemäßen" Pflegeprodukten hatte auch das nix zu tun :)

    Mußte erst zweimal schauen, ob das nun ein Espressokännchen ist oder ein Minitopf mit Stövchen für das kleine Käsefondue zwischendurch.
    Euch Schweizern ist ja kulinarisch ne Menge zuzutrauen :buds:


    Lass es Dir schmecken, Sacha....
    Üüüüübrigens.....so ein Schlückchen Morand, Etter oder Fassbind paßt da sicher gut :)

    Die Firma macht Weihnachtsferien, gerät die Lieferzeit da hinein, ist natürlich keiner "zum Kümmern" da. Das wäre aber bei jedem anderen Shop dann auch nicht anders. Bei mir hat es damals auch ein paar Tage gedauert, bis sie auf die Reklamation "angesprungen" sind, das wurde damals aber gemeinsam mit Bastien dann gewissenhaft in Kommunikation und Ausführung abgearbeitet.

    Ansonsten kann man ja evtl. auch mal nen Direktimport versuchen, angeblich beißen manche Zöllner nicht mal :)


    Major, es gibt unter den kleinen Fixed ja eine ganze Reihe mit "neutral" geformten Griffen ohne Mulden, Biegungen usw. Messer wie die kleinen Missions, das Obake oder Sweet KISS, der CS Scottish Spike oder das B-Plus/Nealy Kwaito lassen sich ebensogut als REK führen wie konventionell.


    Will man es mit noch mehr Werkzeugcharakter, ob nun zur Vermeidung von irgendwelchen Erklärungszwängen oder aus eigener Vorliebe, kann man z.B. viele Schnitzmesser mit kurzen Klingen auch bedarfsweise als REK gut verwenden - meinetwegen als Paketbandschneider oder zum inhaltsschonenden Verpackungsöffnen vom Inhalt weg....So etwas bietet beispielsweise Mora in zig Ausführungen an.


    Übrigens gibt es auch reine und erklärte Werkzeugmesser mit konturierten Griffen und REK-Schneide: bei den skandinavischen Messern die jagdlichen Aufbrechmesser mehrerer Hersteller, die es von einigen auch in einer spitzen Version gibt, ansonsten z.B. bei Mikov aus Tschechien im Bereich der Gärtnermesser (konturierte Griffe, REK-Schneide als Hippe oder Propfmesser....)


    Wer trotzdem Spaß am Ronin 2 findet (immerhin ist das Messer einigermaßen zum Klassiker geworden....), muß ein wenig darauf achten, der Spitze nicht zuviel zuzumuten im Alltagsgeschäft: von abgebrochenen Spitzen der extrem dünn ausgeschliffenen und relativ hoch gehärteten Messer hat man früher öfter mal gelesen. Ist halt ein "Spezialist", mit dessen Spitze man sehr wirksam und präzise auch feine Schnitte ausführen kann - aber kein Behelfsmeißel zum Gasbetonpopeln :)

    Das Messer durfte ich im Herbst schon im Entstehungsprozeß bewundern - das jetzige Endergebnis kommt also nicht überraschend, was den Genuß daran aber keineswegs mindert :)


    Trotz seiner Schlankheit liegt das übrigens beruhigend stabil gefertigte Messer ebenso vertrauenerweckend satt in der Hand, auch bei relativ geringer Griffhöhe.


    Eule, ich durfte es schon in der Hand halten: Der Griff ist lang genug und das Messer so gut balanciert, daß der Knauf im Handling nicht stört. Und wenn man damit schon stilecht einen König erdolchen will, tut man das elegant von hinten und muß keine panisch wegdrängenden Arme darniederdrücken (Tip ansonsten: Unterstützende Hand gegen einen Block nicht auf den Knauf drücken, sondern auf den Daumenballen der Primärhand :) ) Trotzdem teile ich ein wenig Deine Wehmut, daß der auffällige Knauf das Messer - neben seiner Schönheit - wohl zu einem Vitrinenleben verurteilt, obwohl man so etwas mit dieser nachgerade perfekten Kontur und Krümmung und der wunderschönen Hamon ansonsten sicher auch mal gern irgendwo ausführen würde :)


    Tolle Arbeit, Holger. Da ziehe ich wieder einmal Hut oder Piratentuch!

    Habe dort auch schon mehrfach bestellt. Lieferzeiten waren unterschiedlich lang, aber alles ist immer gut angekommen. Versandkosten waren moderat, ich erinnere mich an einen Zehner bei einer Sendung...
    Hatte eine Reklamation (Kydex wackelte), darum haben sie sich auch gekümmert und Kontakt mit dem Hersteller aufgenommen.


    Stelle dort immer wieder sehr gute EU-Preise fest.....

    Danke für den Hinweis! :thumbup:


    Sie tauchen gerade auch mit Bildern und Preisen auf den Händlerseiten auf:


    Bei Knifecenter.com gibt es die beiden Messer für je knapp 100 Bucks, das Tomahawk für sehr erstaunliche 160.....

    Bladehq.com hat unter "Coming soon" einige Spydies aufgelistet, die wir vielleicht - wenn es nicht wieder so lange dauert wie mit dem Szabo-Folder oder dem Pygmy Warrior - in 2015 erwarten dürfen:


    Erfreulich: Eine Neuauflage des Ronin von Michael Janich. Es freut mich ausgesprochen, diesen Klassiker hoffentlich auch bald als Fixed wieder verfügbar zu finden!


    http://www.bladehq.com/item--S…-Fixed-Blade-Knife--26849


    http://bladebarrelbezel.com/20…yderco-ronin-2-prototype/


    Auch sehr interessant, vor allem wegen seiner Ausführung ohne Spike, ein Hawk nach Design von Laci Szabo, sehr führig mit 700 g


    http://www.bladehq.com/item--S…k-12-Hand-Axe-G-10--26847


    http://www.bladeforums.com/for…zabohawk-D2-Spyderco-Hawk!


    http://szaboinc.com/new_stuffs/spec-hawk/


    An den zu erwartenden Preis dafür denken wir mal lieber nicht..


    Weiterhin angekündigt: Ein "Reversed Fixed Blade", von dem ich aber noch nirgends nähere Infos auftreiben konnte, auch keine Bilder.


    http://www.bladehq.com/item--S…-Fixed-Blade-Knife--26848


    Das Messer wurde von "Southnarc" und Michale Janich gestaltet und kann wie eine Fixed-Version des P'Kal geführt werden, erlaubt aber auch ein Umdrehen der Schalen, um das Messer bedarfsweise auch konventionell anwenden zu können. Das klingt ziemlich interessant! Serien-REK-Fixed sind ja nun wirklich dünn gesät, ShivWorks-Modelle sind rar auf dem Gebrauchtmarkt, die alte Seite "ReverseEdgeKnives" wohl auch nicht mehr am Netz...


    Weiß dazu schon jemand mehr??

    Nach mehr als 4 Jahrzehnten Umgang mit Schneidwaren gestehe ich freimütig, mit einem Bankstein mehr Schaden als Nutzen anzurichten. Handwerklicher Totalversager, erfülle als Tintenpisser voll das Klischee...


    Für einige Messer gönne ich mir daher gern fachmännisches Nachschärfen und habe glücklicherweise einen Profi in bequemer Reichweite. Wenn ich mir gut will, denke ich an die Samurai zurück, die das ja auch gern dem Klingenpolierer überließen :)


    Ansonsten gibt es wohl recht gute Erfahrungen mit dem dem Edge Pro, der jedoch recht kostspielig ist. In der Bucht ist auch ein "inspiriertes" Produkt erhältlich, das dort als "Edge Pro Apex Style" firmiert. Einige hier nutzen es wohl auch schon mit guten Ergebnissen.


    Das Problem bei "freihändigen" Lösungen ist stets, daß man ein zufriedenstellendes Schärfergebnis erst nach gewährleistetem immer gleichen Winkel des Ziehens über das Schleifgerät erzielt. Das ist auf einem Bankstein schwierig, erfordert zumindest Erfahrung, vielleicht auch ein wenig Talent :)


    Beim Lansky begünstigt den gleichen "Anlegewinkel" eben das senkrechte Halten des Messers am vorgegebenen Schleifstab im entsprechenden Schleifwinkel, beim Edge Pro wird entsprechend eingespannt....


    Was die V-förmigen Wolframkarbid-Schärfer angeht: Verwerfen will ich die nicht gänzlich, zuweilen sind ein paar vorsichtige Züge immer noch besser als ein zu stumpfes Messer....und wegen der Einfachheit und geringen Größe immer und überall zu machen. Ist halt grobmotorische Ersthilfe....