Beiträge von Micha M.

    Sehr interessantes Review! :thumbup:


    Bin auch schon auf einen - dann vielleicht auch hinsichtlich Ergonomie, Führbarkeit usw. unmittelbar vergleichenden? - Reviews zum neuen Fixed sehr gespannt.


    Mal ein Gedanke zu diesen REKs: Vermutlich wird da allgemein beim Antreffen Waffeneigenschaft unterstellt werden, und so werden "blöderweise" die meisten dieser Messer ja auch beworben. Daher mal als Hinweis: Es gibt solche Messer auch sowohl in gartenbaulichem als auch in jagdlichem Kontext, z.B. von Roselli, der als jagdliches Aufbruchmesser etwas herstellt, das sich sicher auch bei gar nicht dafür "vorgesehenen" P'kal-Techniken eine gute Figur machen würde :)


    Interessiert man sich also für diese Messerform, kann es ganz nützlich sein, so ein Messer eher in diesen Kontext stellen zu können als den des Meuchelns :)

    Andererseits war meine Orginalscheide beim RED auch "noch nicht" kaputt, als ich sie dann gegen eins von Wernersens Maßkleidchen ausgetauscht habe, und ich trag das Ding häufig.
    Bastiens Scheiden sind auch nicht solche Klapperdinge wie diese Boltaron-Eimerchen von Spyderco.
    Aber man kann Kydex doch sinniger falten und wertiger verbauen :)


    Und die Messer selbst sind für mich eindeutig auch ein Nachrüsten mit Custom-Kydex wert....

    Bei Custom würde ich Dir einen Blick ins TCU-UF anraten.
    Die Ganzstahlmesser von Andreas haben sich hier einen sehr guten Ruf erworben, Hosch findet hier wirklich sehr viel Anerkennung für eine schnörkellos-elegante Linienführung, die mich immer wieder an alte Yachten erinnert. Ein sehr schönes neckfähiges Hosch ist aktuell dort vorgestellt.


    Wenn es doch "taktisch" sein darf und Custom sein soll, lohnt sich ein Blick z.B. auf die Seiten von Crawford und auch von Barry Dawson (falls es auch japanisch daherkommen mag insbesondere...)


    Gelungen und dabei preisgünstig finde ich dies hier:


    http://www.arizonacustomknives…e%3D1%26ItemsPerPage%3D12


    Selbst hätte ich ausgesprochen gern dieses hier, es ist aber derzeit leider vergriffen:


    http://www.arizonacustomknives…aspx?product-listing.aspx


    Auch bei "Serie" geht ne Menge, insbesondere wenn man die teils sehr mäßigen oder zumindest neck-untauglichen Serienscheiden durch ne gute Custom-Kydex ersetzt.


    Das empfohlene Street Beat kriegt von mir dann ein "+1": handlich, handhabungssicher, schneidfreudig und für ein einschneidiges Messer übrigens auch erstaunlich durchstichstark.


    Ne andere Möglichkeit wären diverse kleine Bark-River-Modelle (ne große Modellauswahl kannst Du z.B. bei knivesshipfree.com bebildert nachschlagen), wenn man ne Neck-Kydex nachrüstet.


    Deutlich "taktischer" kommen Modelle wie das Spartan-Enyo oder das Strider ED-E8 herüber, die sich aber in dieser Größenklasse beide bei mir sehr gut bewährt haben, das Enyo ist eines meiner meistgetragenen Messer geworden. Auch das aktuell hier vorgestellt und diskutierte Freeman Neckie findet viel Zustimmung.


    Das WM-1 und das Izula sind bei den Serienmodellen hier sozusagen einigermaßen allgemeine Favoriten und haben hohen Gebrauchsnutzen, sind Dir aber vielleicht nicht "schön" genug - lassen sich andererseits aber durch ne gute Scheide und ggf. auch durch Custom-Griffe schon sehr "aufhübschen".


    Edit: Sehr interessant fände ich auch ein Fantoni Hide als Neckie!

    Die inländische Bestellung ist nach Porto und Steuern eindeutig die günstigere Option.


    Hab vorhin die Bestätigung von MSM bekommen, daß der Einzel-Frachtkostenanteil 38 Bucks beträgt, dann ist man locker bei nem Hunni nach Steuern...


    Frank, besten Dank für Deine Mühe! :)

    "Obwohl" ich ja schon selbst einige Reviews beigesteuert habe, bin ich immer wieder beeindruckt von der Akribie und auch der Professionalität sowohl in der Durchführung als auch in der Aufbereitung und Darstellung. Was wir hier zuweilen vorfinden, oft in einer Kombi aus Texten, Bildern und Videos, ist ja nicht nur inhaltlich informativ.


    Aber auch manches von der Darstellung her eher "schlankes" Review birgt immer wieder interessante Eindrücke, andere Blickwinkel, andere Erfahrungen, neue Herausforderungen für das Testgut -und daher kann ich mich LowEndDs Dank nur anschließen, der ja selbst zu den hier profiliertesten Review-Erstellern gehört.


    Man hat ja mit der Zeit sein eigenes Herangehen beispielsweise an ein Testmesser entwickelt, hat seine individuellen Präferenzen, was dessen Eigenschaften angeht - da ist immer wieder z.B. auch ein ganz anderes Herangehen und der individuelle Eindruck von Anwendern mit vielleicht ganz anderen eigenen Präferenzen wichtig: erstens für eine Fortentwicklung der eigenen Erprobungen, zweitens für einen noch besseren Eindruck von den Produkten. Und bei der Flut neuer potentieller Testkandidaten ist es ja auch gar nicht mehr möglich, sich von allem eine eigene praktisch unterlegte Meinung zu machen. Das KANN man einfach nicht mehr alles selbst in die Hand nehmen, und jedes Review - ob man nun die Prämissen teilt oder erkennt, daß man anders aufgestellt ist und andere Schwerpunkte setzt, ist dabei eine Hilfe, sich zu orientieren und z.B. eine Vorauswahl zu treffen.


    Also traut Euch, Eure Eindrücke durch methodisches Erprobungen und den Erwerb von Anwendungserfahrungen zu vertiefen - und teilt das mit uns, davon profitieren wir alle, vom knappen "Ersteindruck" bis hin zu Reviews, die mittlerweile eine Art Referenzcharakter erreicht haben, wie Arbeiten von David, launige Outdoor- oder jagdliche Videos von Geronimo oder das mittlerweile auch auf Händlerseiten verlinkte Phönix-Review von BFG.


    P.S. / Edit: Ich finde, dieser Thread gehört nicht in die allgemeine Kategorie, wo er leider irgendwann nach unten rutscht, sondern sollte im Review-Thread als Ansporn eines Mods und erfahrenen Review-Erstellers oben angepinnt werden, David! :)

    Das ließe sich in dieser Scheide sicher auch sehr gut z.B. aufgeschlauft auf der Kampfstiefel-Zunge tragen wie mein Enyo, sowohl hinsichtlich der Größe als auch der Befestigungspunkte an der Scheide.


    Für mich als "Solospieler" zu klein, als Sekundärmesser aber interessant.

    Zur Spitze, Jörg: Vermutlich wollte der Anwender eine besonders stabile Spitzengestaltung, um das Messer eben auch mißbräuchlich einsetzen zu können. Neben der Bruchgefahr einer feiner ausgezogenen Spitze hat man ja auch den Nachteil, sie ggf. beim Hebeln wie nen Dosenöffner durch das Schneidgut zu drücken, statt selbiges hochzudrücken. Da gibt es natürlich Bandbreiten, zwischen halbwegs normaler und einer Beitelspitze wie beim Wilson Cop Tool, den ABW von Eickhorn oder dem Becker Tac Tool....


    Wellenschliff: Gut, ist nicht jedermanns Lieblingslösung, aber es gibt durchaus ne Menge Anwender, die einen bissigen Wellenschliff schätzen, und er wird bei einer Vielzahl von Modellen angeboten. Will man also einen, ist Länge ein Vorteil, denn der Wellenschliff wirkt durch die Zahl der Zähne, die man durchs Schneidgut zieht, und nicht durch Druckschnitt. Dafür ist eigentlich nur oben noch Platz, wenn man eine hinreichend lange Hauptschneide für normale Schneidarbeiten behalten will. Und die "klassische" Lösung mit Teilwelle hinten wird ja auch immer wieder kritisiert, weil sie die Stelle "belegt", die man gern für ne normale Schneide an der Stelle der größtmöglichen Krafteinwirkung für normale Schneidaufgaben hätte.


    Noch ne Anmerkung: Hier geht es im ganzen bisherigen Austausch um Werkzeugfunktionen, trotzdem wird so getan, als wolle da jetzt einer mit nem Katana am Gürtel rumlaufen. Die Formgebung und Aufteilung hier folgt doch ersichtlich der üblichen und bewährten Aufteilung von Tauchermessern, von deren Anwendung Andreas übrigens profunde Kenntnisse hat.


    Erlaubt man sich dann doch mal einen Blick auf "ultima ratio" in einer Notwehrsituation, ist die Welle oben auch gut aufgehoben, die sie die Bewegung der Rückhand sehr wirksam unterstützt, die sich von den bogenförmigen Hiebmöglichkeiten der Vorhand eben unterscheidet.

    ACD: Ich hab - wie übrigens mittlerweile einige meiner Kollegen - ein Fixed der ER-C-Serie am Einsatzkoppel, einem Neuzugang hab ich gerade zu nem Eickhorn SEK verholfen. Trotzdem lauf ich noch frei rum, bis auf den Zwangsbesuch im "Kindergarten" an jedem Werktag. Klappmesser als Durchsuchungshilfsmittel hat JEDES meiner Teammitglieder, als Geschenk von mir.
    Und alle anderen im Haus haben auch eins, das ich besorgt habe.


    Willst Du Dir bei ner Durchsuchung eins von nem Beschuldigten leihen, der Dir das rechtlich gesehen gar nicht leihen muß und es außerdem in Deiner Anwesenheit doch besser gar nicht in der Hand hätte? Oder Dir was Kontaminiertes gibt, mit dem Du Dich dann verletzt? Nee, geht GAR nicht :)


    Zweischneidigkeit: Das bringt eben den Vorteil, auch einen ausreichend langen Wellenschliff zur Verfügung zu haben und nicht nur die üblichen 40 mm zum Anreißen. "Kabelbinder"-Einmalhandfesseln mit dem Messer durchzuschneiden, ist auch ein Unding, dafür gibt es Handfesselschneider oder Seitenschneider, ich selbst hab ein Multitool mit Scherenkopf.
    Trotzdem ist Welle für Kabelbinder gut, denn damit ist ja auch mal was fest- oder zugemacht, an das man ran muß.


    Was Gurtzeug angeht: Einige Absetzer aus polizeilichen SE ziehen da eindeutig ein zweischneidiges Messer vor, z.B. das Amphibian war recht verbreitet, jetzt das Eickhorn SEK. An nen Dritten oder ne ZP sollte man mit ner Klinge bei sowas eh nicht nah ran, beim Gurtschneiden sollte man dann den Gurt so weit wegziehen, z.B. bis aus der Tür raus, daß die zweite Schneide nicht mehr so schlimm ist.


    Ich schätze auch, das Messer resultiert in seiner Gestaltung nicht unwesentlich aus Kundenvorgaben -und wenn ich sehe, wie verschieden unsere jeweiligen Einsatzmesser sind, will ich da keinem vorschreiben, was für ihn jeweils sinnig ist.


    Das Messer ist kompakt, bietet aber viel Schneide. Die Spitze ist robust und gestattet auch Mißbrauch. Und damit ist das Messer für mich jedenfalls für die regelmäßig vorkommenden Schneidaufgaben und mißbräuchlichen Anwendungen im Einsatzalltag doch wohl nicht am Thema vorbei geplant, wenn es auch für manche Gestaltungsdetails immer ne Alternative gibt :)

    Crusader, läßt sich da irgendwie vor einer Bestellung sehen, wie hoch die Versandkosten werden?


    Bei 55 Bucks plus vielleicht 15 für Porto ist man nach Steuern hier ja auch schon bei 76,80 Euro, dank der Euro-Verfeuerung....


    Nimmt der moderate inländische Frachtkosten, ist das ja wirklich ne Alternative, zumal man ja noch ggf. den Weg zum Zollamt spart....


    Sobald ich konkrete Antwort von MSM mit Frachtkostenangabe habe, können wir das ja mal exakt gegenüberstellen.


    Kümmerst Du Dich um ne Anfrage beim deutschen Händler? :)

    Ich hab angefragt....und wenns auch nicht zum stilvollen fehlerfreien Parlieren mit Lordschaften reicht mit meinem Englisch, haben wir international damit noch immer die Richtigen weggesperrt bekommen. Also Messer, nix Huhn :)

    Ohne diesen Bilderthread jetzt durch eine Waffenrechtsdiskussion zumüllen zu wollen, sehe ich das anders. Allein eine mittelspitze Gestaltung macht aus einem Messer keine Waffe, sonst wäre ja jedes SAK auch eine. Es gibt eine Vielzahl von Messermodellen mit entsprechend schmalen Klingen, auch mittelspitz und auch mit oberer Schor, die eben NICHT als Waffe zweckbestimmt sind. Und ein Messer mit oberer Schor ist nicht "irgendwie auch ein Dolch".
    Es gibt auch von BR z.B. schöne ähnliche Modelle wie das alte Journeyman - auch das weit davon ab, eine Waffe zu sein.

    Zwischendurch mal der Hinweis, daß Lamnia.com, die ja seit einiger Zeit versandkostenfrei liefern, offenbar eine neue Lieferung von Messern von A&R Zlatoust sowie von Kizlyar Russia hereinbekommen hat....


    Da reizen mich wirklich einige Modelle, z.B. das kleine Strazh, ein Leder-Stalker oder die Modelle Korsar oder Rys von A&R...

    Selbst schuld, wenn Du so tolle Ledergriffe zauberst :)


    Mal abgesehen davon, daß sich Leder auch mit nassen oder sehr kalten Händen ausgezeichnet greift (nicht zufällig sind ja viele nordische Messer mit solchen Griffen ausgestattet), will ich damit ja auch keinen Marlin schlachten....und auch nicht Martin, womit es einer Rückenschneide auch nicht unbedingt bedarf....Was nicht heißt, daß das Messer in seiner vorliegenden Form, in der es als Waffe nicht bestimmt ist, notfalls nicht dazu geeignet wäre.


    Aber das ist ein richtig schönes, angenehmes Gebrauchsmesser, das ich im Moment wirklich sehr oft bei mir habe!!