Beiträge von Micha M.

    Die Sache mit der Masse und der Klingenstärke ist halt eine Frage der jeweiligen persönlichen Vorlieben. Für mich ist das nicht "schwer", ich mag ja größere, massive Folder.


    Aber wie so viele andere Entwürfe seit einiger Zeit schwimmt auch dieser auf der Welle eleganter Kantigkeit, das sieht konzeptionell alles eher nach Anzugtasche aus - und DANN ist das mit dem Gewicht DOCH wieder so eine Frage. Mir sind viele der neuen Entwürfe, ob bei ZT, den Russen oder Lionsteel, zu "schnieke".


    Und bei so einem Grundeindruck kommt dann die Sache mit dem temperaturabhängigen Farbwechsel der Schalen endgültig als modische Schnickschnack-Spielerei herüber.


    Andere Details, insbesondere die Kantenrundung, die Viper und Lionsteel wirklich gut draufhaben, sprechen mich an. Unterm Strich wird so ein "Chamäleon" aber wohl nicht in meinem Bestand landen...

    Bin momentan wg. Rechnerproblemen nur sporadisch online - und hab das hier bislang verpaßt. Und das ist ein echtes Versäumnis!


    Sehr schönes Projekt! :thumbup:


    Und natürlich kann man aus Interesse an Messertechnik und Kampfkünsten so etwas auch umsetzen, ohne sich von offenbar gänzlich Sachunkundigen diskreditieren lassen zu müssen, oder auch "nur" das Projekt.


    Es zeigt sich: Wer Sachkunde will, ist hier doch wohl eindeutig besser aufgehoben :)

    Schau vielleicht zunächst mal über die Vorschläge in diesem Thread hier:


    Suche Fixed EDC bis 100€


    Danch wirst Du sicher schon mal sagen können, ob überhaupt für Dich in Betracht kommt, mit einem Fixed herumzulaufen. Die Vorschläge dort betreffen alle ein gesuchtes EDC-Fixed in der Preisklasse bis 100 Euro.


    Außerdem wirst Du beim Vergleichen der Vorschläge auch schon zumindest herausfinden können, ob Dich eine der Formen besonders anspricht, Dir eher die größeren oder kleineren Modelle gefallen usw. Das hilft dann auch schon weiter. Vielleicht ist da ja dann auch schon "Deins" dabei. Das dort verlinkte "Amico" von Böker ist noch in der Weihnachts-Aktion und vergleichsweise sehr günstig zu haben...


    Ist das alles eher nix,kanns Du Dir nicht vorstellen, wirklich jeden Tag ein (kleines) Fixed dabei zu haben, müssen wir bei den Vorschlägen entweder auf Zweihand- oder nicht verriegelnde Folder umsteigen, auch dazu gibt es für den Start aber hier Threads, die zumindest eine gewisse Vorauswahl zulassen.

    Kann Smokehead nur zustimmen. Bevor hier nicht ein paar Eckdaten als Orientierung hinzukommen, bleibt eine "Beratung" ziemlich sinnlos. Außerdem ist es ehrlich gesagt auch ärgerlich, Links und Begründungen für etwas zusammenzusuchen und zu -schreiben, um dann zu hören, "eigentlich" habe man natürlich etwas Untaktisches / etwas im Preisbereich bis 30 Euro oder sonstwas gesucht, Tanto dürfe es nicht sein, schwarz auch nicht - oder müsse das. Nee, ein wenig mehr Orientierung brauch ich da schon....

    Ja, "sogar" mir hat das gut gefallen, obwohl ich nun wirklich nicht technik-affin bin und der Überflutung mit elektronischen Kommunikations-, Orientierungs- und Organisationshelfern mit einiger Skepsis begegne.
    Bei der "Generation Navi" nehme ich kopfschüttelnd ein Abnehmen eigener Orientierungs-Basics wahr, ein Gefühl für die geografische Lage von Orten oder Objekten zueinander scheint sich schlechter zu entwickeln, wenn man sich daran gewöhnt, sich "ans Händchen" nehmen und führen zu lassen wie ein Kleinkind.
    Panikattacken der Smartphone-Jugend, die sich im Funkloch gänzlich vom Leben abgeschnitten fühlt, machen mich ähnlich zweifelnd.
    Natürlich ist so ein Tracker bequem - aber er zeigt eigentlich auch, daß wir zunehmend sogar die Fähigkeit einbüßen, einfach mal uns selbst zu spüren und wahrzunehmen, ob wir uns an einem Tag zu sehr zurückgelehnt oder angestrengt oder auch überanstrengt haben.


    Die Misere, der wir mit solchen Hilfsmitteln entgegentreten wollen, hat sich doch gerade durch einen zunehmenden Verlust lebenskluger Selbstwahrnehmung ergeben - DER hat uns faul und fett gemacht, mich ausdrücklich eingeschlossen.


    Ich hab in den letzten Monaten dem ein wenig entgegengearbeitet, ohne Studio oder Tracker. Mein Maß war mein persönliches Gefühl durch die Anstrengung, das Gefühl beim Atmen, das Körpergefühl vor und nach den Trainingseinheiten, meinetwegen auch die durchgeschwitzten T-Shirts und ein schnöder Blick auf die Uhr....


    Andererseits sehe ich in einem vernünftigen Coaching natürlich auch Vorteile, man macht ja auch bei ausreichender Selbst(beob)achtung nicht automatisch alles richtig. Wo das Gerät also Mängel in der Ausführung bemerkt, sehe ich durchaus Vorteile darin.


    Und Dein Review war so differenziert, daß man daraus auch die Infos ziehen kann, ob zumindest dieser Bereich denn nun in der individuellen Situation einen Zugewinn bringt.


    Man darf sich dann halt von dem Ding nicht ZU sehr "ans Händchen" (ach ja, wahlweise ja auch beim Füßchen :) ) nehmen lassen....

    Gewohnt kundiges und informatives Review! :thumbup:


    Interessant mit seinen Bewertungen übrigens weit über den Einzelfall hinaus - denn die Abwägungen lassen ja auch allgemeine Schlüsse auf mehr oder weniger praxistaugliche Gestaltungsdetails zu.


    Und gerade bei diesen Details zeigen sich meist dann auch die Schwächen der eher "modisch" orientierten Jacken und Hosen im Tactical-Look: zu kleine, schlecht zugängliche, nicht ausreichend gesicherte oder schlichtweg sinnlose Taschen, unpraktische oder qualitativ minderwertige Reißverschlüsse usw.


    Spannend, hier einmal durch Direktvergleich zweier Serienmodelle - und zusätzlich einer modifizierten Version - sehen zu können, welche Lösungsansätze es für solche Details auf professioneller Ebene dann gibt.

    Stimme absolut zu, Balin.
    Genau diese Techniken sieht man dann ja auch meist bei den Russen.
    Und die kleineren Messer sind natürlich für den "taktischen" Einsatz hinsichtlich Mitführen und Anwendung durchaus gerechtfertigt.


    Meine Anmerkung bezog sich auf die eher "sportlichen" Aspekte.

    Nach meiner Erfahrung lassen sich kleinere, leichtere Wurfmesser eher von Fortgeschrittenen gut handhaben. Für jemanden mit wenig Übung ist oft ein größeres, schwereres Messer bei einem Wurf mit halber oder einfacher Drehung einfacher zu handhaben.


    Hat man bei einem Messer nach Art des Tru-Bal Bowie Axe einmal die richtige Distanz heraus, wirft sich das mit einer Drehung auch ohne viele Skills sehr gut. Roman "Juchten" hat mal so eins geschmiedet, mit dem wir auf einem Treffen geworfen haben. Wirft sich wie ein leichtes Hawk, sehr kontrolliert.


    Andererseits sieht man insbesondere auf Systema-Seiten sehr häufig sehr gutes Messerwerfen mit Messern in der von Dir nun vorgestellten Größe.


    Daher fände ich spannend - falls Du am Wurfmesserbau über ein Einzelprojekt hinaus interessiert bist - wenn Du vielleicht ein "Vergleichsmesser" in einer etwas höheren Gewichts- und Größenklasse bauen würdest :thumbup:


    Ah ja, gerade bei einem Wurfmesser wäre zusätzlich zu den Maßen auch noch eine Gewichtsangabe bei den Specs sehr interessant.

    Ja, mir gefällt es auch wirklich gut :thumbup:


    Finde es aufgrund persönlicher Vorlieben auch nicht ZU üppig.
    Geht halt konzeptionell in eine ähnliche Richtung wie die kleinen ER- oder Raidops-"Brechstangen".


    Löcher statt der rahmenförmigen Gestaltung wären eine Alternative, das ist als Orientierung für die umgelegten Finger sehr günstig, wenn man die Löcher richtig positioniert, etwa so, wie Andreas das macht....


    Und obwohl das sehr sorgfältig gemacht ausschaut, hinlänglich gerundet ist und funktional so sicher sehr gut klappt, fände ich - und sei es aus optischen Gründen - eine im Randbereich noch etwas gerundetere Form noch ansprechender. Da sprechen wir aber nur über einen geringen graduellen Unterschied.


    Insgesamt sehr schönes Projekt! :thumbup:

    Endlich wars dunkel....ich hatte es um nullsiebenhundert schon mal versucht, da wars ja auch dunkel - aber keine Chance.....
    Also warten...


    Dann ENDLICH das Glöckchen, und eine zuckersüße Weihnachtsfrau hat das hier gebracht:



    Mercworx Golgotha


    Schönes, rassiges Ding, der bei diesem Modell (viereinhalb Zoll Klinge) kleine Chili-Handle liegt gut in meiner Kinderhand.


    Wir schenken einander sonst eher nicht anlaßbezogen - dies hier hat aber ein spanischer Weihnachtsfrau-Zulieferer netterweise terminlich à point ins Angebot gestellt :)

    Joachim, weil der Flipper so einer Lösung wie der von mir beschriebenen im Wege wäre, der müßte ja dann "durch" so einen querliegenden Bolzen hindurch, wenn der direkt hinter dem hinteren Radius der Klingenwurzel liegt...


    Es MUSS aber nicht so sein, man könnte den Anschlag zweiteilen, von links und rechts im Rahmen, dazwischen ein spalt, durch den der dann zwangsläufig dünnere Flipper läuft.


    So KÖNNTE man sogar einen Backlock-Flipper bauen bei einer kräftig dimensionierten Klinge :)

    Vielleicht sollten wir warten, bis Stefan dazu was sagt, er hatte das Ding ja auseinander....


    Tatsächlich KANN ein innenliegender Klingenanschlag so ausschauen, MUSS aber nicht, da gibt es auch andere Möglichkeiten mit außen in der hinteren Klingenwurzel liegenden Einfräsungen.


    Tante Edit meint übrigens, im Rahmen einen quer liegenden Bolzen hinter der Klingenwurzel zu erkennen und eine Ausfräsung, die unten hinten an der Wurzel zu erkennen ist und den Anschlag beim Schließen darstellt. Imo liegt auf der gegenüberliegenden Seite eine entsprechende Ausfräsung von hinten oben in der Klingenwurzel, die den Anschlag beim Öffnen bilden müßte....

    Finde Deinen Beitrag weder affektiv noch affektiert :thumbup:


    Im Gegenteil war das mal eine sehr pointierte und zutreffende Darstellung darüber, daß man wohl tatsächlich jedes Gestaltungsdetail positiv oder negativ bewerten kann - und alle zitierten Argumente wurden hier ja in verschiedenen Modell-Diskussionen tatsächlich auch vorgebracht...und treffen aus dem jeweiligen Blickwinkel ja auch zu.

    Ich würde mir persönlich für das Geld auch eher ein MPC zulegen - aber jeder Jeck ist anders.


    Und die Einpreisung ist in der Diskussion halt eine unendliche Geschichte....
    Wie Du das mit diesem Preis nicht verstehst, verstehe ich z.B. kaum, warum Leute ähnliche Beträge für ein Hinderer ausgeben, das mich optisch weniger anspricht als dieses ER, und das dann "schlimmstenfalls" nicht mal so flüssig flippt wie ein schnödes M16-14 :)


    Oder für ein Medford 600 Ocken auf den Tisch legen, dessen D2 imo für den Praxisgebrauch auch nicht hochwertiger ist als N690....


    Bei so einer Kleinserie wie dieser hier sind es sicher auch nicht ausschließlcih technisch-funktionale Überlegungen, die die Kaufentscheidung beeinflussen. Die 6 mm resultieren imo viel eher aus dem Nimbus von ER bezüglich sprichwörtlichen "Panzern" wie Nemesis, MPC und Fulcrum.
    Sowas wollte man eben "in edel" für Sammler und Fans, Mit-Initiator war schließlich Collini als ziviler Händler, den ja nicht zuletzt den Sammlermarkt bedient.


    Vermutlich werden mindestens drei Viertel der 100 Folder aus Liebhaberei gekauft, und viele davon werden nie in die Verlegenheit geraten, praktisch die Überlegungen zu widerlegen, ob denn in einer 6mm-Klinge von drei Zoll Länge nun wirklich die Schrauben-Bohrung bei manuellem Mißbrauch zum Zerbrechen der Klinge führt - die werden nie benutzt und landen als Wertanlage in der Vitrine. Und diese Überlegung ist ja bei dieser kleinen Auflage auch gar nicht mal automatisch falsch, wenn man sich die Preisentwicklung von Messern anschaut, die vor Jahren ebenfalls von Einsatzmesser-Herstellern wie Gerber oder Al Mar aufgelegt wurden und nun für ein Mehrfaches des ursprünglichen Preises verkauft werden...

    Zuerst und vor allem: Nach längerer Zeit mal wieder ein Treffen mit Freund "Wernersen".
    War prima, wieder mal mit Dir zu plaudern, Großer! :thumbup:


    Und dabei hab ich dann auch gleich ein paar Kydex-"Upgrades" mitnehmen können, die Werner mir in seiner knappen Zeit gefertigt und meinen Messern auf den Leib geschneidert hat.


    Neben ein paar sehr praktischen Gürtelclips (die im Gegensatz zu Spyderco nicht nur an Bürogürtel passen, sondern auch an meine Koppel :) ) und zwei Adaptern zur tieferen Befestigung am Gürtel gab es:


    Einen Wickelgriff und vor allem eine grüne Kydex für mein Boye-Boat-Knife aus "Dendritic 440C", der in einem Gussverfahren hergestellt wird:



    Der Clip hält mit einem umgelegten Ende am Gürtel, aber auch auf dem Hosenbund meiner Kongo-Buxen, ist abziehsicher am Koppel. Und die Scheide ist - wie die anderen auch - heute noch mal wirklich "à point" auf den von mir gewünschten Ziehwiderstand eingestellt worden. Das Boye wird in dieser Konfiguration in den Club meiner "Wandermesser" aufgenommen, dafür war die werksmäßige geschlossene Cordura-Scheide mit Lasche imo nicht optimal, wenn sie auch für die Verwendung an Bord ihren Sinn haben mag...


    Mit dem Wickelgriff und in Kydex erinnert mich das Boye nun ein wenig an ein Strider SA....Das Boye ist übrigens - insbesondere für seine Klingenstärke - ein Schneidteufel :)



    Ebenfalls mit so einem Gürtelclip kam eine Kydex für das Kizlyar "Strazh", ein kleines und sehr führiges Messer mit angeblichem FSB-Background, das ich wirklich schätze.



    Die Kydex ergänzt nun die Werks-Lederscheide (mit einer Sicherungsschlaufe, die ich für instinktives Ziehen weniger schätze als das Rasten in einer Kydex...)


    Und weil ich das Messer mag und so ein kleines praktisches Ding natürlich auch im Dunkeln recht nützlich sein kann, hat die Kydex praktischerweise auch noch eine schwarze Seite:



    Und da die Werks-Plastikscheide des CRKT / Williams "Yukanto" imo nicht der ganz große Wurf ist und nur begrenzt bestimmte Trageweisen vernünftig zuläßt, wurde auch dieses Messer mit einem neuen Kleidchen aufgewertet:



    Die Originalscheide paßt auf MOLLE, aber wenn ich MOLLE-Klamotten trag, käme da wohl eher mein Hissatsu dran. Also bleibt für mich mit dem Original gerade mal Tipup-Tragen am Saum der Jacken-Innentasche oder Stiefel-Trageweise zwischen Ferse und Knöchel...


    Also mußte ne anständige Kydex her, um das "Yukanto", das sich hier im Kreise meiner Mitglieder der Williams-Familie zeigt, wirklich so vielseitig tragen zu können, wie die kompakte Bauweise zuläßt und für die sie ja extra so konzipiert wurde....


    Werner, vielen Dank, tolle Arbeit! :thumbup:
    Und besonderen Dank für die Geduld beim "Feinjustieren", bis es dann exakt so fluppte, wie ich es jeweils für Modell und vorgesehene Trageweisen haben wollte :)