Beiträge von Micha M.

    Das ist eine ausgezeichnet erarbeitete und verdiente Anerkennung, freut mich ausgesprochen für Dich! :thumbup:


    Mit Deinen hervorragenden Bildern und bei aller (sehr sympathischen!) Begeisterung immer sachlich-objektiven Berichten bekommst Du es hin, daß sogar mir Sebenzas gefallen :)


    Und es ist sicher nicht nur die - dazu geteilte - Wertschätzung für die Fixed, die für mich Deine Bilder davon zum Besten zählen läßt, was ich an Messer-Fotographie kenne :thumbup:

    Absolut....
    Bei diesem hier wäre sicher der Griff ein wenig zu üppig im Umriss für meine eigene kleine Hand, für eine größere ist das aber sicher top.
    Die flachen Nealy-Entwürfe eignen sich eben wunderbar für verdecktes Tragen, sogar auch unter "bürgerlicher Kleidung", wie ich zumindest mal mit Kollegen und ihren Plünnen ausprobiert habe :)


    Ich selbst hatte noch letztens ein Böker/Nealy Kwaiken in einer Cargo-Hosen-Tasche, mit nem Static Cord unten im Taschenwinkel angebunden. Machte sich weder im Laufen noch im Sitzen im Fahrzeug irgendwie störend bemerkbar, obwohl das Messer immerhin ja auch 4 Zoll Klinge hat...

    Geht ja nicht um 1:1 -Nachbauten, Jerry, sondern um Verwandtschaften, meinetwegen ein Weiterdenken.
    Hab ja noch nicht viele Bilder gesehen, aber was ich gesehen habe, steht für mich schon in der Nachfolge bzw. in einer Reihe des M3, dann des G3-Banonetts und nun solchen Modellen....Was ja nicht schlecht ist, wenn man bedenkt, wie sich diese Linie über Jahrzehnte bewährt hat...Aber nach dem Wenigen, das ich gesehen habe, sehe ich jedenfalls diese Ähnlichkeiten....

    Ja, spannend.
    Aber vielleicht ein kleiner gradueller Vorteil gegenüber anderen "ruralen" Camos....
    Da gibt es ja viel, und viel Gutes.


    Dafür immer noch problematisch: der urbane Einsatzraum....
    Hundertprozentig Überzeugendes will da nicht kommen, stattdessen geht da wohl derzeit der Trend sogar wieder zurück zu monochromen Einsatzanzügen, und man "streitet" allenfalls über Oliv-Varianten oder Grautöne....


    Ein schwieriges Thema, und auch urbane Umgebungen sind ja nicht einheitlich....Art der Bebauung, Lichtverhältnisse und ggf. auch Grad der Zerstörung der Umgebung wirken sich da stark unterschiedlich aus, ein intaktes Parkhaus im Klötenkötterland schafft eben einen komplett anderen Background als halbzerstörte Lehmziegelwände irgendwo in der "Buddelkiste".....


    Aber interessante Ansätze für wirksames Urban Camo fände ich wirklich noch spannender als ConCamo in Grün-/Brauntönen, einmal grundsätzlich wegen des Anteils an militärischen Aufgaben im urbanen Umfeld.....und natürlich auch für Aspekte eigener Arbeit :)

    Allerdings muß man ihnen lassen, daß sie daraus viele Modelle entwickelt haben, die nicht nur Präsentationszwecken gerecht werden, sondern hohen Gebrauchswert haben.
    Das ist mir immer noch lieber als der Trend zu überdesignten und dekor-orientierten Foldern, die momentan den Markt überschwemmen....
    Ich habe ja nun wirklich einen relativ hohen Tactical-Bestand, komme aber insbesondere beim Arbeiten dann doch immer wieder auf ER zurück. Robuste, zuverlässige Messer, sichere Gummigriffe an den C-Modellen, stabile Klingen. Mein Nemesis ist ja nicht zufällig optisch schon ein wenig "abgenudelt", sondern vom regelmäßigen Führen und Gebrauch. Und am Einsatzkoppel ist seit zig Jahren fast immer eine C-Klasse.....

    Seh ich so wie Du....


    Die Zusatzsicherung - und zwar hier ja nicht optional, sondern zwingend - hätte ich nun wirklich nicht gebraucht für ein Backup.
    Ich trag seit zig Jahren die C-Klasse in der alten Scheide tipup am Einsatzkoppel, verloren hab ich da nix, beim Ziehen muß ich aber auch nichts lösen....was übrigens bei Tipup-Trageweise auch manchmal gar nicht so einfach wäre...
    In die Staubsaugerdüsen passt dann auch nicht mal die Klinge des T4000C, da hat man die ansonsten bewährte volle Kompatibilität also auch verbaselt...


    In den beiden alten Scheiden, die ich noch für die C-Klasse habe, sind oben Schrauben blind oder fürs Lock durchgezogen, da ist nix gerissen. So etwas hätte man meinetwegen aus "richtigem" Kydex weiter bauen sollen. ein paar Löcher links und rechts, und ich schlauf sowas mit Paracord oder kleinen Kabelbindern überall fest.....

    Ich würde trotzdem zu einem vorgespannten Tool mit Karbidspitze raten für Deinen Gebrauch..


    Die kosten nicht mehr die Welt und passen an einen Schlüsselbund oder locker in die Mittelablage im Auto, sind zuverlässig in der Wirkung und bringen dem Ungeübten auch das geringste eigene Verletzungsrisiko.


    Ich hab durchaus schon miterlebt, daß sich Leute bei solchen Versuchen wehgetan haben...Haut man da mit Kawuffel irgendwas auf und hoffentlich durch die Scheibe, gerät man schnell mit der Hand in den Glasbereich. Handschuhe sollte man da eh anhaben, aber selbst dann ist man bei zuviel "Leidenschaft" schnell auch mal bis über den Handschuhrand im Scheibenbereich. Oder buffelt eben mit der Hand gegen eine Scheibe, die hält, knickt im Gelenk um, klemmt sich die Finger.....


    Wie gesagt, manchmal gehen die so beiläufig kaputt wie bei den Karbid-Demonstrationen, manchmal federn sie aber auch brachiale Gewalt einfach weg, wie man bei dem doppelspitzigen Tool gesehen hat. Ich hab, wie erwähnt, schon miterlebt, wie eine Scheibe diverse Schläge mit der dicken Vierer-Mag (Kopf, seitlich) aufgefangen hat...Kommt man da mit Hand entsprechend auf die Scheibe, wirds unangenehm...

    Hier mal ein Beitrag aus dem IWA-Thread mit der Einladung, hier mal Meinungen zur Entwicklung der Modellpolitik zu sammeln..:)


    Die Ähnlichkeit und Kompatibilität der Modelle war ja in der frühen Phase von ER eines der wesentlichsten Merkmale...nur 2 Sorten Griffe, kompatibel für alle C- und alle normalen Modelle, immer nur wenige Ausnahmen wie z.B. beim Praetorian, das ja nun völlig anders ausschaute.
    Mit der Zeit wurde das dann durch Spezialmodelle wie Adra und Suppressor ebenso weiter durchbrochen wie durch die aufgelegten an historische Messer angelehnten Messer wie 39-09, CN1, MK 2.1....modern gestaltet, aber z.B. in der Form der Griffe eben den Vorbildern ein Stück weit folgend...
    Auch bei den Foldern hat diese sehr ähnliche Bauweise in der Aufbauphase ja dann Modelle wie Fulcrum, Nemesis und MPC hervorgebracht, so weit "Baukasten", daß die Griffe von Nemesis und MPC ja sogar identisch sind....Auch hier ist das im Laufe der Zeit aber durch die verschiedenen weiteren Baureihen weiter durchbrochen worden, die BF und die MF-Modelle mit der noch immer typischen ER-"Handschrift", aber anderer Gestaltung als bei den großen Foldern...und dann auch GÄNZLICH anderen Modellen, wieder im Zuge des Revivals historischer Modelle, wie beim Resolza.
    Auch bei dem sieht man aber noch die ER-"Handschrift".


    Diese markentypischen Gestaltungsdetails mit hohem Wiedererkennungswert mag man mögen oder nicht. Ich geb zu, daß es mich z.B. bei Pohl sehr langweilt, bei ER finde ich aber genug Vielfalt und "Ausnahmen" und Varianten und langweile mich nicht.


    Mit den neuen schlanken Modellen ab Mamba, vor allem aber auch diesen Neuvorstellungen hier, meine ich eine Art "Generationswechsel" in den Modellen zu erkennen. Weiter die typischen ER-Fingermulden, weiter der Look mit viel Wiedererkennung - aber eine Abkehr von Maximalstabilität vor allen anderen Faktoren, vielleicht vor dem Hintergrund, daß man im "Brechstangenbereich" nun wirklich schon viel Auswahl in C und Normal hat und viele Anwender eben gern auch ein "schlankes" ER haben wollten, daß entweder an der Ausrüsstungsweste weniger aufträgt, das weniger wiegt und das man besser auch verdeckt führen kann. Es mögen auch Signale aus der Vitrinen-Fraktion gewesen sein, die ja nun mal einen wesentlcihen Teil des Umsatzes ausmacht :)


    Jedenfalls sind die Griffe nun schlanker geworden, die Klingen üw. auch, nicht mehr alles im gleichen Viertelzoll, sondern nun auch mal Fixed in 3/16....Ach mit den Scheiden hat man ja jetzt wieder mal eine neue Lösung versucht nach den alten Scheiden (die zuweilen rissen, wenn man sie oben nicht schraubte) und den Staubsaugerdüsen (die offenbar viele Anwender nicht schätzen und die die Schneiden auch unschön abstumpfen). Anbau an Molle und Ausrüstung ist angesagt...obwohl ich sowas auch mit allen anderen Scheiden auch so immer hinbekommen habe und es lieber gesehen hätte, wenn man das Abstumpfen besser in den Griff bekommen hätte, statt sich auf die Befestigung zu konzentrieren.


    Langweiig finde ich daher die neuen Modelle nicht, sie setzen eine gewisse Entwicklung und auch einen gewissen Umbruch fort....So ein Contact C würde mir schon gefallen, mittlerweile hab ich ja was Hebeltaugliches auf der anderen Seite des Koppels und MUSS nicht mehr immer mit dem Fulcrum hebeln können....Sucht man primär Backup / Schneidwerkzeug statt Multitool, sind das interessante Alternativen.
    Auch die schlanken Folder mit Dagger-Klinge finde spannend, auch wieder als Backup natürlich fürs Grobe habe ich immer noch nichts Besseres als Nemesis/MPC/RAO gefunden....
    Aber so ein schlankes Ding mit Guard, zweischneidig auch noch, reizt als Zivil-Backup schon.


    Ein Geschmäckle für die Szene ist natürlich, daß in EINER Saison wieder mal ER und Fox fast dasselbe Modell auflegen. Das war schon so mit Suppressor / Bellum Dage, mit den ersten Foldern von Borut Kincl, mit dem einen oder anderen Fox Tactical, das sehr in die Kerbe von ER schlug....Jetzt aber "zufällig" wieder mal bei beiden Firmen die Idee, einen Arditi-Dolch in Präsentations-Ausgabe und als User aufzulegen, naturgemäß sehr ähnlich ausschauend, wobei ER im Direktvergleich ein wenig mehr "moderne Zeiten" eingebracht hat als Fox, dafür aber sicher auch wieder ne Schüppe teurer sein wird...

    Ja, das ist für den Rettungs-/Bergungsfall ein Problem, aber natürlich auch für den Zugriff - vor allem in Verbindung mit der automatischen Verriegelung, die ja ebenfalls immer verbreiteter ist.


    Leider kann ja heute zuweilen ein Auto mit reglosem Fahrer Stunden auf dem Seitenstreifen stehen, ohne daß einer anhält, aber ich schau da immer noch zuweilen nach, wenns mir nicht geheuer ausschaut....
    Hat dann einer nen internistischen Notfall, geht für den Ersthelfer ohne robuste Ausstattung kostbare Zeit verloren....


    Ebenso, wenn wieder mal so ein Vollidiot so in die hochwichtigen Dinge seines Smartphones vertieft ist, daß er sein Kleinkind im glutheißen Hochsommer in der Karre vergisst...diese Deppen maulen ja schon, wenn man ihnen dann eine normale Tür entglast.....Ich hätte nun nicht unbedingt moralische Bedenken, da auch brachial mit Ramme / Feuerwehrbeil meinetwegen die Frontscheibe einzukloppen, aber sowas hat halt nicht jeder im Kofferraum.


    Ich erkenne für Insassen schon den Vorteil an, z.B. im stehenden Pkw durch diese Ausstattung auch vor Überfällen sicherer zu sein - aber für Rettung und Zugriff ist es halt ein Problem.

    Also, so ein "Kaputtstreichelstift" wär eine schöne Sache, muß aber leider noch erfunden werden :)
    Wo das so mühelos aussah, war das vermutlich ein Scheibenbrecher mit vorgespanntem Schlagstift. Den muß man dann tatsächlich nur moderat andrücken, dann kriegt er allerdings einen kurzen sehr harten Impuls, also ähnlich wie bei einem Federkörner.
    Das mit den Keramiksplittern geht übrigens auch, aber die nutzen sich beim Aufbewahren ab, der "Gag" daran sind nämlich die direkt nach dem Zerbrechen des Isolatorkörpers haarscharfen Kanten, die durch Mitführen schnell an Wirkung verlieren...ist also nicht wirklich zuverlässig.
    Übrigens sollte man eh wissen, ob die einzuschlagende Scheibe überhaupt noch "normale" Seitenscheibe aus vorgespanntem Sicherheitsglas ist oder - wie bei immer mehr hochwertigen modernen Fahrzeugen - Mehrschichten-Verbundglas wie bei einer Frontscheibe. Dann kann man solche Versuche eh vergessen...

    Keine gute Idee.


    Ich will jetzt nicht sagen, man könne eine Seitenscheibe NUR mit einer Karbid-Spitze einschlagen.
    Ich hab auch schon mal live gesehen, wie jemand eine Seitenscheibe mit der bloßen Faust eingeschlagen hat, man muß offenbar nur zugedröhnt genug sein....:)


    Aber grundsätzlich hat die Idee mit der Spitze viele Nachteile: In den meisten Fällen wird man am Auftreffpunkt nicht genug Aufprallenergie erzielen, was auch daran liegt, daß er sehr weit vor der Hand liegt.
    Zudem ist eine normale Spitze zu fragil und wird vermutlich brechen oder sich umlegen, und damit ist das meiste vom Effekt leider dahin. Glas ist erstaunlich widerstandsfähig. Wenn man mal gesehen hat, wie zig Schläge mit der Seite des Kopfes einer alten massiven Mag einfach nur weggefedert werden, schätzt man das so skeptisch ein wie ich.....


    Die Selbstverletzungsgefahr halte ich auch für ziemlich hoch, nicht nur durch mögliche Schnitte, sondern auch durch ein Wegrutschen der Klinge und dadurch Verdrehen der Hand, Aufschlagen aufs Glas usw.


    Im Net wird von vielen Fällen berichtet, in denen solche Versuche ohnehin fehlgeschlagen sind, mit oder ohne Zerstörung der Spitze, aber jedenfalls ohne Zerstörung der Scheibe.


    Schau z.B. mal hier.


    https://www.youtube.com/watch?v=peHInm6RypA


    https://www.bladeforums.com/th…-a-glass-breaker.1037735/


    https://www.spyderco.com/forumII/viewtopic.php?t=69806





    Viel bessere Alternative ist also ein Glasbrecher-Knauf am Fixed, am besten mit einer auswechselbaren Wolframkarbid-Spitze.


    Ich selbst hab schon mit Glasbrechern in Folder-Griffen, mit Glasbrechern in Lampen (es gibt einen speziellen Schraubdeckel mit einem Glasbrecher für die großen Mags...), mit Federkörnern usw. Seitenscheiben eingeschlagen, aber ich habe nie versucht, das mit einer Messerspitze hinzubekommen.

    Die Polen finden immer wieder sehr interessante Ansätze, vor allem sind ihre Camos alle auch in unseren Breiten tauglich, die "Helligkeitswerte" stimmen, die Camos zeigen sich dabei vielseitig.
    Das begann schon bei der polnischen Woodland-Variante, geht mit diesem Muster hier weiter und setzt sich schlüssig in dem von DWH kürzlich vorgestellten neuen Muster fort.


    Sehr interessant finde ich aber auch die Bilder mit dem ÖBH Steintarn!

    Ninja, das ist einfach individuell.
    Dass der C-Griff MEINER zarten Hand zusagt, ist selbsterklärend. Aber der Troll hat ja nun wirklich große Hände und kommt mit dem Griff gut zurecht.
    Andererseits kenn ich tatsächlich andere Anwender, die das gleiche Emfpfinden haben wie Du. Und die speziellen Kompakt-Versionen mit dem Normal-Griff mit 13 cm Länge wurden schließlich auch auf konkrete Kundenwünsche hin aufgelegt.


    Man muß es wohl wirklich einfach mal selbst ausprobieren...
    Bei mir wars beim Shrapnel "Liebe auf den ersten Griff" :)
    Und ich komm auch in dickeren Einsatzhandschuhen noch bestens damit zurecht - aber eben bei Gr. 8....