Beiträge von Micha M.

    Wieso sorry??


    Ausprobiert hab ich ihn ja auch noch nicht und fand das Konzept spannend und sinnvoll, als ich darauf aufmerksam gemacht wurde.
    Bei den Mitbewerber-Produkten scheints ja wohl auch sinnig zu klappen, im Video ja auch...
    Meins war vor der Abreise leider noch nicht da, also kann ich die Erprobung erst später starten und berichten.
    Aber wenn Kai und Du Probleme haben, mach ich mir schon Sorgen...Feinmotorisch geschickter als Ihr bin ich mit Sicherheit nicht.


    Wir werden sehen...

    Hier mal der aktuelle Urlaubs-EDC-Pool...



    Meine Klamotten sind immer in 10 min. zusammengepackt ...vor dem Messerregal steh ich aber meist wie die Klischee-Frau vor dem Schuhschrank :)

    Urlaubs-EDC gestern und heute, an beiden Tagen mit dem Böker Vollintegral Amboina, gestern in Kombi mit dem Maserin 155, heute für ne grosse Runde durch die Wälder mit dem NOKS Bootsmann.




    Der Rest vom Wander-Gear dann im und am Assault-Pack....TA-30, noch ein Mora, Haferkekse, so ein praktisch-kleines Biker-Ersthilfe-Set und diverser weiterer Kram, der mir jedenfalls notwendig genug schien, ihn fast 4 tolle Stunden durch den Wald zu tragen :)



    Für den Wald und die Temperatur wurden Mütze und Lampe noch maö angepasst, aus dem Boonie wurde ne Ushanka, aus der schlanken JetBeam die am Pack angeschlaufte Nextorch.....Nachher für den Orr wird wieder zurückgetauscht, da kommt die schlankerw Lampe wieder in die Jackentasche...

    Zunächst einmal habe ich gar nicht gesagt, dass man gar nichts tun soll oder darf - sondern nur meine Zweifel geäußert, daß dieser Konsumverzicht unter realistischen sonstigen Bedingungen den erwünschten Erfolg erzielen wird.


    Wir sind ja offensichtlich so unfähig zur Solidarisierung, daß wir nicht einmal wirksam damit unsere eigenen Bedingungen aktuell verbessern können, die erreichten Errungenschaften sind in der Vergangenheit erzielt. Unsere Gesellschaft ist oder wurde zielgerichtet aber zunehmend entsolidarisiert. Da kannst Du gern mit der Wunschvorstellung herumkommen "daß alle mitmachen oder zumindest ausreichend viele". Das wird nicht passieren, insbesondere wenn es auch noch zum Nachteil ihrer unmittelbaren eigenen Interessen wäre. Sie und wir tun es ja schon nicht FÜR unsere eigenen Interessen.


    Und sehr vielen ist da eben in der Realität das eigene Hemd näher....also z.B. Produkte zu einem Preis, zu dem sich auch die nicht wirtschaftlich privilegierte Mehrheit der Bevölkerung eine interessante Vielfalt von Produkten leisten kann.


    Klar wärs anders, wenn sie und wir alle edel, hilfreich und gut wären....aber solange man es zurückverfolgen kann, sind die Philosophen immer wieder daran verzweifelt, daß "sei" nicht "ist" ist...


    Und zunächst mal ist es nichts als Deine Wunschvorstellung, daß ein Konsumverzicht dieser Produkte dazu führen würde, daß die Besitzer der Produktionsmittel dann ein Einsehen haben und den Beschäftigten faire Löhne zahlen - was die Produkte natürlich verteuern würde....


    Das würde nur nicht zur sonstigen Wirtschafts-und Gesellschaftsordnung dieser Staaten passen, auch nicht zur Interessenlage der finanziellen und wirtschaftlcihen Schicht, die tatsächlich unsere Geschicke lenkt. Denn so eine Anpassung müßte ja ins gesamte soziale, politische und wirtschaftliche Gefüge der Herstellungsländer passen, um dort nicht neue Schieflagen zu schaffen. Denn was insgesamt "fair" ist, bestimmt sich ja nicht in der einzelnen Fabrik.


    Zudem ist alles andere als klar, ob die Konsumenten entsprechend verteuerte Produkte dann noch in der direkten Konkurrenz zu denen "fairerer" Schwellenländer überhaupt noch nachfragen würden. Viele dieser Produkte werden ja durchaus gekauft, WEIL sie so günstig sind.
    Dann allerdings hocken sie in Bangladesh wieder auf ihren Feldern, und alle, die es so gut gemeint haben, zucken die Schultern und ärgern sich über die unlogische und ungerechte Welt.


    Was hat man uns alles schon über edle Ideen vorgeträumt, und wie ist es dann gekommen....
    Obs nun um so eher marginale Sachen geht wie den Unsinn, den man uns über Umweltschutz durch Einwegpfand vorschwadroniert hat (vermutlich eher wirksam als Almosen für die Flaschensammler zusätzlich zu dem, was die Tafeln liefern in Ergänzung zu unserem ebenfalls bestens und schlüssig erklärten und gerechten sozialen System) - oder um die Wunschträume einer verbesserten Gesellschaft im Zuge großer zurückliegender Umwälzungen....die die Menschen trotz der vielen ach so schlüssigen Argumente im Regelfall auch wieder nur arm und unterdrückt zurückgelassen haben...und wir alle immer noch nicht edel und gut geworden waren, weder einsichtig noch sündenfrei noch altruistisch-marxistisch....


    Und da soll dann doch alles so einfach sein? Und da sind Zweifel eine unerwünschte Bremse Deines edlen Strebens?


    Ich hab übrigens auch nicht geschrieben, daß Abendland, Börse und freie oder mehr oder minder soziale Marktwirtschaft implodieren, wenn Du beim Krämer um die Ecke kaufst statt bei Online-Versandhändlern. Ich hab betont, daß ich das annehme, wenn wir nur noch konsumieren, was wir BRAUCHEN. Das ist hier ja in einer gewissen Vermengung von Problemen und Argumentationslinien vorgeschlagen worden. Ich hab längere Zeit von und mit sehr wenig gelebt und weiß, daß ich wenig "brauche". Ich brauche auch jetzt sehr viele der Dinge nicht, die anderen an moderner Technik und Komfort zunehmend selbstverständlich sind - aber ich störe das System nicht, denn ich bin (wie immer) eine kleine Minorität. Ich konsumiere jetzt haufenweise Dinge, ohne die ich leben könnte, mit denen mir aber das Leben mehr Spaß macht, ob es nun kulinarischer Genuß ist oder das ölfunddrölfzigste Messer. In meinem Fall würde an Konsum ansonsten recht wenig übrig bleiben an Waren und auch Dienstleistungen.
    Wenn Du nicht gerade Mitarbeiter in einem wissenschaftlichen Institut bist oder Cop, Lehrer oder Arzt, sondern blöderweise Waren oder verzichtbare Dienstleistungen an den Micha bringen mußt, würde es da eng, wenns Mainstream wird.


    Was viele von uns momentan praktizieren, ist selbstverständlich ein Stück weg vom kategorischen Imperativ, aber das Leben ist ein wenig komplexer geworden als im überschaubaren Königsberg, und viele hochmoralische Philosophen haben sich dann im realen Leben auch nur irgendwie durchgewurschtelt, sich mit ihrem Hirn prostituiert oder sind schlichtweg durchgedreht....Es ist meinetwegen eher ein moderater Hedonismus.
    Klingt schon wieder böse und zynisch, ist aber wohl recht realistisch...


    Jedenfalls lass ich Dich gern all die Dinge tun, mit denen Du Dich moralisch und verantwortlich und besser fühlst (ob es nun was bringt oder doch wieder nur ganz anders kommt wie so oft bei den vielen auf den ersten Blick schlüssigen weltverbessernden Ideen, sei es drum).
    Aber meine Zweifel daran lasse ich mir nicht nehmen und bin dann eben auch mal wieder der "Spielverderber", der nicht dem netten Liedchen und den geschwungenen Blümelein nachläuft.

    Idox, Du bist heute zu empfindlich und ich bin EHRLICH dankbar für Deinen Support.
    Und das mit der "Strategie" kam ohne bösen Hintersinn: Du hast Dir gedacht, dass das potenziell was für mich ist - und völlig richtig gelegen.


    Das mit dem Vergleich machen wir dann am besten so, daß ich Dir den Ring für die TA-30 schicke, nicht umgekehrt. Du hast die Lampe ja auch, das ist "so herum" viel einfacher, und mehr Ahnung von Lampen hast Du auch noch....:)

    Sehr interessant übrigens das Statement der Schweizer Armee zu den "hybriden Einsatzlagen".
    Selbst die doch eher als bedächtig und vergleichsweise konservativ eingeschätzten Schweizer erkennen die Zeichen der Zeit zur Einsatzerfordernissen. Soviel Einsicht würde man sich hierzulande sowohl bei Militär als insbesondere auch bei der Polizei und dem Zoll auch wünschen....

    Konvex, das geht mir ebenso, vor allem bei der Arbeit.


    Ich mag jetzt nicht für ALLE den anderen Konzepten mit teilf fünfmaliger Klickerei ihren Nutzen absprechen. ICH vermag das aber jedenfalls nicht unter Stress, jedenfalls nicht ohne Aufwendung erheblicher Aufmerksamkeit.


    In einer Einsatz-Stress-Situation läßt beim normal Trainierten die Feinmotorik aufgrund des Adrenalins nach, zudem ist das "Aufmerksamkeitskonto" begrenzt, jeden Handlung, auf die ich Sorgfalt und Überlegung aufwenden muß, kostet mich wertvolle Ressourcen. Und je komplexer die Handlung, umso mehr Chancen hat zudem auch noch Murphy....


    Ich mag nicht ausschließen, daß hochtrainierte SE-ler diese Auswahl-Geschichten auch im Einsatz-Stress ohne Probleme hinbekommen, für mich ist das aber nichts. Aus Selbsteinschätzung und eben auch Erfahrung mit Murphy bin ich eher Fan von KISS-Lösungen für mich selbst.


    Ich hab schon Lampen mit diversen Klick-Modi ausprobiert und sofort wieder zurückgegeben.
    Bei mir sind vor der TA-30 dann nach Beratung durch unsere "Erleuchteten" nur Lampen verblieben, die mir als technologischem "Höhlenmenschen" entsprachen: Wie ne Fackel - an oder aus :)


    Bei der TA-30 hab ich jetzt über den hinteren Druckschalter im Prinzip auch das: Draufdrücken, volles Licht - loslassen, Lampe aus. So brauch ich das insbesondere in Kombination mit der Waffe bei verschärfter Eigensicherung. Drück ich den Schalter ganz durch, ist Strobo geschaltet, auch das entspricht natürlichem Verhalten im Stress, überlegen muß ich da nix.
    Der Unterschied im Andruck ist erheblich, aber selbst wenn ich mich da "verdrücke", ist das im ersten Moment auch für eine schnelle taktische Schuß- und Sichtfeldausleuchtung erst mal kein Beinbruch, solange man auf der richtigen Seite der Lampe steht...


    Alles andere dann in Ruhe über den Drehschalter, wenn kein Stress ist. Und die zusätzliche Möglichkeit, dann in Ruhe einen niedrigeren Modus zu wählen, ist ja für mich dann auch ein Vorteil gegenüber den stressfesten One-Mode-Modelle, die dann zuweilen wiederum für das Ausleuchten einer Schublade oder fürs Lesen im dunklen Auto usw. zu hell wären.


    Das Ding ist also schon sehr durchdacht und entspricht zumindest MEINEN Möglichkeiten und Vorlieben.
    Wenn das mit dem Ring gut funktioniert, würde das dann aus den angesprochenen Gründen gerade auch in Bezug auf Stress-Festigkeit die Lampe noch weiter aufwerten - wir werden sehen :)

    Idox, NATÜRLICH kam der Hinweis wieder von den "Erleuchteten", in meinem Eifer hab ich den Hinweis darauf vergessen und bitte um Verzeihung :)


    Hatte dann aber zufällig in anderer Sache Kontakt mit Nextorch und hab das dann gleich mal "festgezurrt".


    Tobias, der dort zuständig ist, kenne ich seit langer Zeit als so engagiert wie kompetent, da war der Entschluß schnell gefaßt, so ein Ding auch durch einen wenig technikaffinen und grobmotorischen "Operator" auszuprobieren.


    Falls Du aber z.B. eigene Vergleichsmöglichkeiten mit den Mitbewerber-Produkten hast,können wir das gern mal austauschen!

    Heute mit der Ushanka überm Rauschebart von verschreckten neuen Postzöllnern abgeholt:


    NOKS "Bootsmann" aus Russland, ein allerdings brettharter Slipjoint, entworfen von Igor Skrilev, der der Messerwelt einige bemerkenswerte und oftmals auch auffällige bis kuriose Modelle beschert hat....



    Hier mal ein paar Specs vom Hersteller:



    Ab Rahmen-Vorderkante ist die Klinge allerdings 85 mm lang


    Daneben ein Zanoza-One-Piece-Multitool, ebenfalls von NOKS


    Hier einmal ein paar Links zu bewegten Bildern des "Bootsmann"


    https://www.youtube.com/watch?v=P7buPu4dCe0


    https://www.youtube.com/watch?v=xDC6v-N0xG0


    Manche von Euch wissen ja, daß ich - meinetwegen auch mit ein wenig Romantik und Nostalgie - russische Folder von NOKS oder Melita-K schätze und häufig verwende. Das OSA-C (siehe unten) ist vor allem hier im Haus häufig im Einsatz, das Melita-K "Mongoose" mit seinem Emerson-Wave ist seit längerer Zeit einer meiner liebsten Sekundär-Folder und SV-Messer.....das NOKS "Mangust-M" ist beim Arbeiten derzeit einer meiner liebsten Primär-Folder.
    Das "Bootsmann" interessierte mich vor allem, weil es als Slipjoint 42a-konform ist, aber alle sonstigen Merkmale an Gestaltung und Optik aufweist, die ich an den NOKS eben schätze.


    Die Verarbeitung der NOKS und Melita-K ist "rustikal", bei unseren aktuellen Standards schmunzeln viele vielleicht über meine Liebe zu den Dingern, die alles andere als "High-Tech" sind:


    https://www.youtube.com/watch?v=fb1DoqLXJ5k


    Diese komische Papier- oder dünne Plastescheibe ist mir aus meinem OSA-C mal samt Achsschraube rausgefallen, die Achsschraube sitzt jetzt dank LocTite bombenfest, das Messer funktioniert wunderbar auch ohne das Papierdingen....Orangensaft legt hier keine teuren Nadel- oder Rollenlager lahm, was da an 10-Cent-"Washern" drin ist, läßt sich mit Ako-Pads schnellstens wieder reinigen oder einfach gegen ne neue Unterlegscheibe austauschen :)


    Nein, für Mainstream-Geschmack sind sie nicht schön, die Materialien ohne Hype, aber sie machen bislang alle bei mir nen guten Job und mir nen Haufen Spaß. Toitoitoi hatte ich bislang auch nichts aus Chargen mit den beinahe legendären WB-Problemen der Vergangenheit, dank derer dann auch mal ein Smersh-5 an einer Hartwurst zerscherbte und das Video viral ging :)
    Meine flippen, klappen, die Locks mit den verdächtig dünnen Linern halten, die Klingen schneiden und haben bislang keinen Schaden genommen....auch die Achsen fallen jetzt nicht mehr raus :)
    Sie sprechen in der Hand zu mir, und die beiden "Mangusten" sind auch ohne romantische Ostalgie mit die besten SV-Folder in meinem Bestand.


    Am "Bootsmann" hab ich keine Mängel entdeckt, bis auf die üblichien kosmetischen Unvollkommenheiten eben.
    Der Dosenöffner ist ein wenig stumpf, der Marlspieker asymmetrisch angespitzt, dafür aber bretthart in der ausgeklappten Position und stabil gefertigt. Die Klinge läßt sich sicher einhändig öffnen, wenn man als Anwender T! heißt, ich freu mich schon auf den ersten Cop, der schauen will, ob "Panzerkreuzer Potemkin" ein Einhandmesser ist, und sich die Daumensehne zerrt. Ich selbst machs lieber zweihändig. Auch der Slipjoint ist "brontal" fest, umso besser für ein Arbeitsmesser.



    Hier mal "Michas russische Werkzeugkiste":



    v.l.:
    Melita-K "Mongoose" mit Emerson Wave;
    NOKS "Bootsmann" mit Klinge, Marlspieker, Dosenöffner und vorderer Hebelkante sowie griffintegriertem Schäkelöffner;
    NOKS "Zanoza"-Tool mit Ahle/Dorn, sowas wie einer Schneidkante (...theoretisch...), Kordeltrenner, Schäkelöffner/Schraubenlöser, Drahtbieger, Dosenöffner und Schlitzschraubendreher;
    NOKS "OSA-C" mit Klinge und kleiner Zange



    Hier die drei noch mal mit ausgeklappter Klinge. Zumindest mir liegen sie trotz flacher Bauweise alle gut in der Hand, durch die Grifflöcher findet man immer irgendwo Orientierung und rutschfesten Halt für die Finger....man fragt sich, warum man das bis auf Ausnahmen wie dem ATR z.B. bei Spyderco so selten findet :)





    Und dann hier mit dem sozusagen vierten Musketier, dem NOKS Mangust-M, einem vierzölligen massiven Tanto mit Emerson-Wave, Flipper und Daumenknopf in der Gewichtsklasse eines ER MPC...







    Das "Bootsmann" wird mich wohl künftig häufiger privat in die Stadt begleiten :)