Beiträge von Micha M.

    Mal als Nachsatz....Wir führen natürlich aber auch gerade wieder diese Diskussion ziemlich polarisiert und "schwarz-weiß"....


    Wie bei allen anderen Konstruktionsdetails muß man halt auch bei der Lagerung der Klinge schauen, wozu man das Messer einsetzen will und ob das dann Sinn macht.


    Ich hab ein Viper Maga, das auf einem Axiallager läuft - das Ding öffnet natürlich wie die Wutz, ob über den Emerson-Wave, den Flipper oder die seitliche Daumenauflage. Ist kein Messer zum Buddeln im Matsch, auch nicht zum Hacken oder ähnlichen groben Arbeiten.


    Für diesen Anwendungsbereich oder auch für eher "dezenten" Gebrauch muß ein Messer halt auch nicht unbedingt eine Klingenlagerung haben wie ein Strider AR oder ein ER MPC.....
    Und ich geb zu, das Maga macht mir Spaß, ich halte es für durchdacht konstruiert, einschließlich der Klingenlagerung...und das ist nicht gerade ein Zachel nur für Couch-Ninjas :)

    Man könnte ja auf den bösen Gedanken kommen, dass es zum Vermarkten teurer "High-Tech-Folder" darauf ankommt, neben "Superstahl" und verschwurbeltem Design eben auch möglichst viele andere beeindruckende technische Gimmicks aufzuhäufen.


    Und dass die Dinger dann eben eher einmal monatlich vom Samtkissen genommen und bespielt werden sollen und man dann schon beeindruckt ist, daß man sie aufpusten kann.


    Wenn ich mir manche dieser Folder so designmäßig anschaue, drängt sich dieser böse Verdacht zuweilen doch auf.


    Das schnöde reale Leben schlägt dann eben mit solchen Bosheiten zurück wie den Kugellagerkugeln, die sich in den Superstahl geduldig/bösartig hineinrollen.....oder der folderletalen Wirkung von ansonsten angeblich gesunden Fruchtsäften....oder Obst....oder überhaupt irgendwas richtig Praktischem mit Angriffspotenzial oberhalb dem von Kamelöl (oder wie das heißen mag...).

    Flipper brauchen kein Kugellager.
    Meine alten M16-14 flippen und flippen und flippen.....
    Und in meinem NOKS läuft die Klinge vermutlich auf Unterlegscheiben...vielleicht Lochverstärkungsringe...oder irgendwelche Gummidichtungen der Wasserversorgung von Wischniwaschniwomsk....und flippt zuverlässig und leicht.
    Das wuppt - vor allem, wenn man nicht unbedingt als Ausgleich zum Riesen-Smartphone dann ein 60g-Messer habe will, sondern eins mit einer Klinge mit ein wenig mehr Masse nimmt.

    Selbst beim billigen Ontario Pilotenmesser ist ein Stein dabei, bei den SOGs selbstverständlich auch.
    Dass da kein Stein dabei ist, ist für mich weder Nostalgie noch vergessener Beipack, sondern eher ne Frechheit.


    Und was man mit viel BR-Sympathie als rustikale Bearbeitung sehen kann, kann ebenso gut schiere Nachlässigkeit sein.
    Das mit dem mangelnden Öl für Griff und Scheide ist doch wohl weniger Nostalgie als einfach eingesparte Arbeitsgänge.


    Passt für mich irgendwie in das Bild, das ich bekam, als ich eine BR/BJ-Scheide mal mailweise gerügt habe....

    Mein Gott, das ist etwa so, wie sich dank der Rennerfahrung von Ben Hur nen Formel-Eins-Wagen zu kaufen....


    Und warum hast Du Dir dann nicht den Zuse Z1 gekauft, den ich eigentlich empfohlen hab??


    In die große Heckklappe auf der Rückseite schaufelt man übrigens die Kohlen für die Dampfmaschine....

    Ich würds lassen.
    Du hast mehrere ATRs der alten Bauart, das ist DEIN Folder, und diese Bauweise hat Erwartungshaltungen gesetzt.


    Was da jetzt mit G10 kommt, ist zumindest subjektiv anders....und ich kann mir vorstellen, dass Du den Unterschied eher nicht positiv als Fortentwicklung wahrnehmen wirst.


    Durch die Löcher lag auch die Metallversion definiert in der Hand, und wir mögens ja beide gern ordentlich solide.
    Bin ich froh, dass Du eins mit Vollwelle angeboten hast, das begrenzt die Seelenqual :)
    Ansonsten ist das alte ATR ja wirklich sozusagen eine High-End-Alternative zu einigen NOKS und Melita-K, die ich konzeptionell und im Gebrauch bekanntlich sehr schätze....
    Auch die werden mittlerweile auch in G10-Versionen angeboten....und reizen mich dann gar nicht mehr.

    Deine Bewertung des Eskabar teile ich absolut.
    Ich hab schon längere Zeit eines - und es verbindet für mich einfach die Vorteile des Izula-Griffs mit dem runderen Ende und der Becker-Necker-Klinge mit ihrer dem Izula überlegenen Größe.
    Ich besitze auch ein Izula und halte - für mich selbst jedenfalls - das Eskabar für das praktischere Messer.


    Irgendwie ist das Ding so unspektakulär-durchdacht, daß man es ganz unromantisch wie ein SAK oder ein Mora wahrnimmt.


    Und stimmt: Minuspunkt am bisherigen "Paket" war die Scheide, und das Messer hat die jetzige bessere Lösung allemal verdient.


    Während mir das Izula als "Solospieler" dann doch etwas zu klein wäre, könnte ich mir das Eskabar in dieser Rolle doch schon vorstellen.

    Ich habe den Ring jetzt seit einigen Tagen in der Erprobung, sowohl solo als auch in Kombi mit der Kurzwaffe.
    Für beide Situationen finde ich in der gegebenen Form sinnvolle Haltungen, die jedoch merkwürdigerweise nicht denen des "Beipackzettels" oder des Videos entsprechen. Beide gefundenen Haltungen (mehr dazu später) haben sich interessanterweise auch meinem Kameraden und Co-Referenten in den Workshops bei seiner eigenen durchgeführten Erprobung genau so erschlossen.
    Hingegen machen mich einige vom Hersteller vorgeschlagene Haltungen nicht "glücklich" - vor allem bei Haltungen mit Druckschalter-Andruck an Daumen- oder Handballen aufgrund der dann notwendig aufzubauenden relativ hohen Anspannung.
    Die im Video vorgeschlagene Haltung als Waffenlicht - obwohl sie mir bei Weaver-Aspekten der Waffenhaltung entgegenkommen müßte - bringt mir ebenfalls weniger Unterstützung der Sekundärhand als die beiden anderen von meinem Kameraden und mir gefundenen Haltungen.


    Bitte gebt mir ein paar weitere Tage Zeit für ein paar Bilder und eine kurze Verschriftung.


    Unterm Strich finde ich den Ring auch in der gegebenen Form jedenfalls nützlich und bedauere keineswegs, dem Hinweis von Idox entsprechend nachgegangen zu sein! :thumbup:

    Timberline Aviator, ein Entwurf von Ernest Emerson und Vaughn Neeley, schon einige Jahre nicht mehr im Handel....


    Da das Messer insbesondere wegen seines ergonomischen Griffs auffällt, hier mal ein paar In-Hand-Bilder und Details vom Griff....


    Zumindest in meiner Hand liegt das Messer wirklich SEHR gut, mal wieder hätte ich den Choil nicht gebraucht....amerikanische Krankheit eben. Sieht etwas kantig aus, drückt mich aber nicht - und so ist es eben sehr definiert und "rollsicher" in der Hand.


    Das Ding liegt erstaunlich und ungewohnt leicht in der Hand, dazu trägt natürlich bei, daß die in den Plaste-Griff eingegossene Klinge knapp unter 3 mm "stark" ist - dass sie so eine ausgeprägte Schliff-Kontur aufweist, liegt am Chisel-Grind.








    Der FR-1 von Nextorch ist in meiner Urlaubsabwesenheit angekommen und wird nun ausprobiert...


    Und dann hab ich in der Bucht tatsächlich noch ein inländisches Angebot eines neuen Timberline Aviator zu einem erträglichen Kurs entdeckt....
    Keine Ahnung, wo das noch herkommt, vermutlich ein Lagerfund wie vor einiger Zeit das BJ AWAC von Wolfgang.
    Da ich noch kürzlich etwas über das insbesondere in ergonomischer Hinsicht auffällige Messer geschrieben habe, konnte ich nicht widerstehen :)


    Das Messer wurde vor der Jahrtausendwende von Ernest Emerson und Vaughn Neeley entworfen und über Timberline vermarktet, ich habe aber jahrelang keins mehr im Handel gesehen.



    Weitere Bilder, insbesondere auch In-Hand-Bilder und Details vom Griff, im Fixed-Album......


    Feststehende Messer Galerie



    ..

    Bei Camo-Mustern ist natürlich auch ein Vorteil, dass das Muster wenig bis gar nicht durch die MOLLE-Fläche unterbrochen wird.


    Hab einen Assault Pack mit aufgenähter und einen mit "geschnittener" MOLLE, stelle keine Stabilitätsunterschiede fest.
    Gefühlt ist das Einschlaufen bei aufgesetzter MOLLE ein wenig einfacher....