Beiträge von Micha M.

    Die klemmen auch an Leder.


    Um welche Messer soll es denn gehen, bzw. um welche Größe?


    Wenn ich was Entsprechendes habe, leg ich es halt mal daneben...


    Und was die Passungen angeht: Wie gesagt, der 3+ und der Slim 3.3 haben Schlitze statt Löchern und sind diesbezüglich flexibler.

    Zu Trageweisen mit dem Ulticlip schaut auch mal hier:


    Ulticlip - das ist (nicht nur) was für Micha!


    Und hier mal als maximal diskrete Alternative zum Clip am Taschensaum das Anbinden an den Taschenboden mit einem dort fixierten Bändsel....sowas haben einige Hosentaschen bei mir :)




    Mal herausgezogen, um es nachvollziehbar zu machen. Beim normalen Ziehvorgang zieht man eher gegen die Kante des Taschensaums, so bleibt die Scheide meist komplett in der Tasche...


    Und wenn mans wirklich mal in großer Hektik ziehen muß, kommt schlimmstenfalls die Scheide und ein Stück Taschenfutter mit ans Licht, das sollte dann aber wohl das geringste Problem sein...

    ich werde übrigens trotzdem auch nicht aufhören, geeignete Fixed auch unten im Taschenboden angebunden zu tragen. Da schaut dann halt NICHTS über den Taschenrand.


    Aber auch hier zeigt sich der Vorteil flacher Bauweise bei den Clips: Man kann durchaus beides kombinieren und das Messer bei maximalem "Diskretionsbedarf" ohne Clip komplett in der Tasche verschwinden lassen, in der Gebrauchssituation aber bedarfsweise am Taschensaum anclippen....

    Shit, Ihr kennt mich wirklich...
    Nee, ist meine, ich hab sie aber selten an, zuletzt bei der deutsch-arabischen Hochzeit meines Kameraden, sogar mit schwarzem Leinen-Sakko, aber auch mit Piratentuch :)


    Und stimmt, ich kannte die Clips vorher auch nicht, daher ja jetzt auch die ausführliche Vorstellung.
    Ich hab Befestigungselemente von allen möglichen Firmen..TekLok, Spydie-Clips, Paddles und Gürtelspanken sowie IWB-Loops von Blackhawk, Custom-Kydex-Klammern und, und....
    Ich würde jetzt auch nicht das letzte Stündlein der TekLoks läuten wollen, auch die haben bei Gürtel-Trageweise ja ihre Vorzüge. Aber die Clips können eben wieder etwas anderes, die o.a. Bilder zeigen das ja gut.


    Und sie sind angenehm schlank und flach....Man kann sie sogar am Messer lassen, wenn man es dann mal umhängt, statt es anzclippen, ich hab das vorhin mit dem Dawson-Spike ausprobiert. Mit nem Tek Lok, selbst nem kleinen, wäre das Murks...

    Hier mal Beispiele...schlanke Tragesysteme für die lieben Kleinen :)


    Hier mal das Obake, montiert ist ein Ulticlip Slim 2.2.
    Die Schachtel bleibt jetzt erst mal leer,der Clip bleibt dran, das ist sehr gut so! :)




    Hier einer der alten schlanken Dawson-Spikes von CS, die Dinger passen sowohl in eine Lederjacke als auch in ein Sakko (..ich hab gehört, manche Menschen tragen sowas...). Verbaut ist hier der Ulticlip Slim 3.3.
    Man muß bei der Scheide ein wenig basteln, das hab ich aber an dem Ding auch schon für andere Befestigungssysteme gemacht, damit die passen. Der Slim 3.3 mit seinen Schlitzen ist da abstandsmäßig erfreulich flexibel und hat auch sofort gepasst...




    Und manchmal gehen die lieben Kleinen beim Toben ja auch mal in den Kopfstand, da halten die Clips....sowohl mit als auch das Messer:



    Hier der normale 3er (wie am Yurco...) kopfüber am Spartan Enyo, das dann im Taschenfutter hängt und cross nach unten abgezogen werden kann...


    Das alles sind Positionen, bei denen ein TekLok nichts bringt.


    Und noch ein Tip: Bei verstärkten Säumen wie z.B. dem des Sakkos und der Lederjacke, kann es schon mal mit den eingebogenen Klemmen Gehakel mit dem Abziehen nach Öffnen geben, wenn man den Clip wieder wegnehmen will. Einfach eine alte Kreditkart o.ä. oder einen dünnen Metall- oder festen dünnen Kunststoffstreifen dazwischenschieben, dann löst sich das, ohne daß das Futter vielleicht Schaden nimmt. Mecker von Jasmin wollte ich dann doch vermeiden :)

    Columbo, ich seh für die Gürtel-Trageweise das TekLok nicht aussterben.
    Ich hab viele davon und nutze sie häufig und gern.
    Die Vorzüge der Ulticlips sehe ich - wie ja auch Strcat hier soeben - vor allem für Messer, die man entsprechend "schlank" und diskret führen will. Und bei Trageweisen, bei denen mir das TekLok keine Unterstützung bietet und ein normaler Kydex- oder Boltaronclip eben ungesichert ist, selbst die sehr guten von Spyderco...

    Noch ein Wort zum Zubehör:


    In dem Tütchen steckt ein Rudel an gängigen Messer-Montage-Schrauben, die ich als Chicago-Screws kenne, also Schraubhülsen mit Innengewinde und Schlitzkopf, Schrauben mit Außengewinde und Kreuzkopf, jeweils in verschiedenen Längen, um mit unterschiedlich starken Scheiden usw. und auch mit der Adapterplatte arbeiten zu können, ohne unnötige Überstände zu haben. Außerdem sind entsprechende Gummi-Unterlegscheiben dabei, sehr praktisch sowohl bei der Benutzung wie ein Federring zum Vermeiden des Verlustes von Schauben als auch bei der Benutzung als Distanz-Füller bei Montagen....oder wie auch immer das für Euch Handwerker richtig heißen mag.


    Mit den Jahren ist so etwas aus diversen Messerkäufen bei mir zusammengekommen, nicht immer sehr befriedigend ineinander passend...Soweit ich diese hier bislang ausprobiert hab bei den verschiedenen Montagen, sind die Passungen erholsam und erfreulich genau :)


    Mit der Montageplatte hab ich bislang nicht gearbeitet, das ist etwas für große Scheiden oder Holster, bislang habe ich nur mit kompakten Modellen gearbeitet....

    Insbesondere für Gürtel ist die XL-Variante des Clips eine spannende Sache:
    Wie gesagt, die Zunge soll hier eher hinter eine Kante greifen als seitlich andrücken, und das macht sie mindestens so stur wie ich selbst…


    Hier mit einem normalbreiten Webgürtel, hinter dessen Kante die Zunge locker fasst…



    Was mich dann allerdings erstaunt hat:
    Viele Einsatzkoppel sind 2 Zoll breit, die knapp unter 2 Zoll liegenden haben oft dicke Ränder. Ich war dann erst enttäuscht, daß der XL-Clip dafür nicht gemacht zu sein scheint, in der Produktbeschreibung sind als maximale Gürtelhöhe eh nur 38 mm angegeben:



    Mit ein wenig Gefummel ließ es sich dann so gerade eben bewerkstelligen, aber auch nur, weil das alte BW-Koppel keine verstärkten Kanten hat. Am abgelegten Koppel bekommt man es hin, es sitzt dann allerdings auch „ultimativ“, und ich habs ohne was zum Aufhebeln auch kaum wieder öffnen können…Aber es hält dann auch höllenfest….



    Verbesserungsvorschlag an Böker: Noch mal nachmessen, kleine Tabelle anlegen und in die Produktbeschreibung integrieren, dann muß man nicht alle durchsuchen..
    Und eine Anregung an den Hersteller, so etwas auch für etwas breitere Einsatzkoppel zu bauen…..ohne Kraftakt…


    Mit der Zeit werde ich hier weitere Versuche und Trageweisen vorstellen, die Dinger laden natürlich zum Ausprobieren und Anbauen sehr ein. Da werden dann natürlich auch andere Messer oder Gear-Holster damit zu sehen sein….


    Und auch Euch möchte ich noch einmal einladen, Eure Erfahrungen und Beispielbilder hier zusammenzuführen!

    Fangen wir mal mit den eigenen Eindrücken an, zuerst mal beim Tragen des Yurco Pocket Knife…


    Die verschiedenen Clips lassen hier ohne Extender usw. unterschiedliche Tragehöhen zu, unten ist der Serienclip auf seiner Montagehöhe abgebildet, die Variante 3+, mit Schlitzen statt Löchern, bietet Variationsmöglichkeiten und ist hier höher montiert, so schaut weniger vom Griff heraus…



    In meinen geliebten Kongo-Buxen schaut das dann so aus:



    Es gibt aber mit demselben Clip durchaus auch die Möglichkeit, ihn nur mit einer Schraube an der Kydex zu befestigen und zu verdrehen (man sollte die Schraube dann vielleicht sichern, um ein sukzessives Losdrehen durch die Drehung der Kydex in der Tasche zu verhindern….).


    Dann schaut wirklich nur der Clip über den Taschensaum, während das gesamte Messer in der Tasche steckt, wegen der Form des Griffs aber gut zu erreichen ist…





    Das ist dann simpel herausgedreht und gezogen, sitzt aber bombenfest am Taschensaum…


    Schon mit geringster Transferleistung wird man sich vorstellen können, daß das an Innentaschen usw. ebenso funktioniert, mit der Zeit werden wir auch dazu Bilder bekommen…


    Verbesserungsvorschlag an Böker:
    An Hersteller herantreten, damit dieser einen Clip mit der Clipgröße der 3er anbietet, der jedoch nur auf einem kurzen Träger mit einem Loch oder Schlitz sitzt, um so etwas entsprechend auch gut seitlich anbauen zu können, ohne Überstände des Trägers zu haben…



    Selbst die mittelgroßen 3er passen aber nicht nur über einen Taschensaum, sondern auch über Gürtel, sogar stabile Web-Lochkoppel. Messer wie das Yurco kann man dann z.B. IM Gürtel maximal eng am Körper tragen. Wegen der Form des Griffs drückt er dann auch nicht so in die Weichen, wie ein langer gerader Griff das tun würde…
    Wieder nur Mini-Transfer: Ja, geht dann natürlich auch ebenso IWB, über den Hosenbund statt über den Gürtel geclippt und fertig…



    So durch den Gürtel zusätzlich gesichert, fühlt man da die Scheide sicher aufgehoben – aber funktioniert das auch bei Trageweise außen AM Gürtel? Die Zunge des Clips schiebt sich hier ja nicht HINTER die Unterkante des Koppels sondern drückt lediglich seitlich dagegen. Ob das hält?





    Tut es!


    Und zwar – wie oben erwähnt, bei den normalen 3ern besser als bei dem Maxi-Clip, der eher hinter/unter Ränder greifen soll und kann…Die Haltekraft der 3er ist wirklich erstaunlich, ich hab das Messer so einen ganzen Einsatztag getragen, bin mehrfach auf- und abgesessen, hab die Jacke darüber mehrfach an- und ausgezogen, Sicherheitsgurte an- und abgelegt….da hat sich nichts verschoben oder gar gelöst. Auch mutwillige Abzieh-Versuche mit noch halbwegs realistischer Zugkraft blieben erfolglos.
    Ist also flach, schnell an- und abgelegt und taugt für den normalen Anwendungsbereich nach meinem bisherigen Eindruck absolut als TekLok-Alternative auch für Gürtel-Trageweise!


    Da geht auch nichts „mal eben“ auf, auch nicht auf beträchtlichen Zug…der 3er ist hier weder vom Koppel gerutscht noch hat er sich geöffnet:




    MIR ist das jedenfalls – insbesondere für Messer oder meinetwegen ein Lampen- oder Multitool-Holster – auf jeden Fall fest und sicher genug, auch für den „Kindergarten“.

    Was da ankommt, ist irgendwie modern und „old fashioned“ zugleich:
    Ein modern durchdachtes Verschlußsystem, solide, vertrauenerweckend und sozusagen „altmodisch“ nicht aus Plastik gebaut, sondern aus Federstahlblech…alles in Fläche und Verbindungen michatauglich robust.


    Das System erinnert an die uns alten Menschen noch wohlvertrauten „Krokodilmaul“-Hosenträgerklemmen: gegen die untere Bodenplatte drückt eine am Unterende eingebogene klappbare Zunge, die von einer zweiten scharniergelagerten darüber liegenden Klappe heruntergedrückt und unten verriegelt wird…..das alles allerdings nicht in der Smokinghosenträger-Festigkeit, sondern definitiv feldmarschmäßig…Zu ist da auch zu…



    Das kann man dann über allerlei schieben: Hosentaschen-Säume, Innentaschenränder, MOLLE-Schlaufen, Hosenbunde, aber selbst auch über stabile Gürtel.


    Ehegattinnenschelte wird vermieden, weil die sich „festbeißende“ Zunge im Gegensatz zu den Kroko-Mäulern nicht gezahnt ist, sondern glatt, allerdings ein wenig nach innen eingebogen. Das schont Taschensäume…


    Vorab: bei den normalen 3er-Versionen ist diese Biegung ausgeprägter, und bei allem, über das man sie nicht komplett drüber und dann hinter eine Kante schieben kann, hält das sogar besser als die weniger eingebogene Biegung des Maxi-Clips, der mehr für das Hinterfassen als für das Gegendrücken gemacht ist, dann allerdings auch „endfest“ hält, wenn er mal irgendwo hinter gefaßt hat…


    Noch eine Anmerkung zu den verschiedenen Versionen: Die Passungen sind nicht identisch mit den Tek-Lok-Abständen, und das ist ein Nachteil, da diese auch anderen US-Standards entsprechen, bis zu solchen Details wie den Nietabständen an Lochkoppeln. Also empfiehlt es sich, das auf der HP des Herstellers (man findet dort Maßtabellen) mal nachzuhalten. Außerdem würde ich die Clip-Versionen mit Schlitzen denen mit Löchern vorziehen, da findet man viel besser die richtige Passung…


    Verbesserungsvorschlag an Böker: Hinweis in der Produktbeschreibung aufnehmen, ggf. geschlitzte Version eher empfehlen, an Hersteller zum Angebot einer „norm“-passenden Version auffordern!

    Mit dem Yurco Pocket Knife als Erprobungsmesser wird als Befestigungselement / Tragesystem ein Ulticlip der US-Firma Ulticlip Ultimate Carry Solutions mitgeliefert (es handelt sich um die Version Ulticlip 3).




    Mir war dieses System neu, obwohl es schon bei anderen Messermodellen zur Verwendung gekommen ist, Kumpel Teach hat es z.B. am Bastinelli Picoeur kennengelernt, M. Coves hat ja ein waches Auge auf moderne und praktische Dinge :)


    Man bekommt seit der Herbstsaison den Clip und seine kleineren und größeren Geschwisterchen auch einzeln bei Böker, und nach meiner sehr positiven Ersterfahrung kann ich auch nur anraten, sich das einmal genauer anzuschauen….


    https://www.boker.de/search?sS…tRXBmVid1fCjjSTF4AtlmCoox



    Glücklicherweise muß ich zu Modellen und Funktion nicht den Micha-Erklärbär abgeben, das macht der Hersteller schon sehr gut:


    https://www.ulticlip.com/



    Bewegtes findet man dazu auch hier:


    https://www.youtube.com/watch?v=_5b2TWAxfHE


    https://www.youtube.com/watch?v=ohe4APxbUtU


    https://www.youtube.com/watch?v=e0jKBs9p_p0


    https://www.youtube.com/watch?v=SJ9GGwaBnmc



    Bleibt also „eigentlich“ nur noch Platz für die eigenen Erfahrungen.
    Das ein wenig breiter auszuprobieren, hat mir netterweise Böker ermöglicht und dem Yurco auch noch schmalere und ein breiteres Modell beigepackt, außerdem das Schraubenset und die Montageplatte.
    Hätte mich das System nicht überzeugt, wären entsprechende interne Kommentare und Verbesserungsvorschläge an Marc zurückgegangen, die Clips gleich mit. So behalte ich sie gern, denn die Dinger sind klasse und haben eine Vorstellung verdient!


    Auch das hier soll dabei allerdings kein Solo-Spiel werden, und Ihr seid herzlich eingeladen, eigene Erfahrungen und Einschätzungen hier beizusteuern!

    ich hab das nicht missverstanden, keine Sorge, und auch meine Antwort war eine lächelnde :)
    Ich weiß, mit welchem Engagement Du im gemeinsamen Themenbereich dabei bist und freue mich immer über den fachlichen Austausch - auch und gerade, wenn man NICHT einer Meinung zu bestimmten Gestaltungen ist. Vom Abnicken und gegenseitigem Beifallklatschen lern ich ja nix :)


    Dynamik: Stimmt durchaus, gerade jetzt bei diesem Modell. Aufgefallen ist es mir allerdings schon direkt bei der Durchsicht der Neuvorstellungen, und Interesse war von Beginn an bei einigen "üblichen Verdächtigen" der Freunde kompakter Fixed da. Als Beowolf es nun vorgestellt hat, ist er redaktionell dem von mir schon länger geplanten Review ein wenig zuvorgekommen, das freut mich aber, ich tu mich her gern mit ihm zusammen und allen anderen Anwendern, die Erfahrungen und Einschätzungen beisteuern.
    Ausprobieren wollte ich das Messer jedenfalls auch sofort. Dann muß ich aber auch Verständnis dafür haben, daß dann sofort entsprechende Fragen auftauchen, die hier dann auch zeitnah beantwortet werden sollten.

    Wir sind eigentlich ganz entspannt, auch Angebote von Ehefrauen, Kindern, Nieren oder ererbten Häuschen wurden noch nicht unterbreitet, um am Besitz des ultimativen und jeden beglückenden Idealmessers teilhaftig zu werden :)


    Die Form ist speziell, es ist völlig klar, daß das nicht jedem gefallen und sich auch nicht bei jedem dann in der Hand "richtig" anfühlen wird. Ich kenne auch kein anderes Messer, bei dem das so wäre...


    Mit Teach und mir haben bislang tatsächlich mindestens zwei erfahrene Anwender mit viel Vergleichsmöglichkeiten ein positives Votum abgegeben, auch Beowulf und Bastian scheinen zufrieden - aber wir alle interessieren uns ausdrücklich ja auch für die Einschätzungen und Erfahrungen anderer Anwender, deshalb diskutieren wir das ja hier öffentlich :)


    Ein Passaround ist angedacht, beim Cub fand ich das selbst nach intensivster eigener Befassung mit dem damaligen Testmesser sehr informativ und erhellend, das wird sicher auch hier so sein.
    Beowolf, Teach und ich können hier halt nur die eigenen Eindrücke möglichst aussagekräftig wiedergeben...

    ...und dann nehmen wir es gleich mal in die Hand :)....die kleine, wie gesagt, mit Größe 8 nicht so ein Klodeckel wie meinetwegen von dem Burschen in den Nozenuz-Videos auf YT...


    Den Löwenanteil der Schneidarbeiten mit diesem Messer wird man in der Forward-Haltung ausführen, mit der Schneide in konventioneller Haltung nach unten. Fast "automatisch" legt sich bei der Form des Griffes der Daumen oben auf, bringt Druch auf die Kinge und dirigiert sie. Also "Säbelgriff" - ohne jetzt hier das Messer für hysterische Narren nur durch diesen Fachbegriff für diese Haltung jetzt irgendwie in den Ruch einer Waffe bringen zu wollen!


    Bei den ersten drei Bildern sieht man hier gut, wie das Messer dabei in der Hand liegt, beim dritten Bild auch sehr gut, wie sich die hintere Rundung des Griffs in den Handteller stützt. In Kombination mit der tiefen Zeigefingermulde ergibt sich dadurch ein sehr sicherer und definierter Griff, und man kann durchaus mit Kraft die Spitze durch widerstandsfähiges Schneidgut treiben, z.B. dicke Blister oder eine Dose...Und durch das Auflegen des Daumens bringt man auch von oben Kraft auf die Klinge, wenn es z.B. mal ein Druckschnitt beim Schnitzen sein soll...






    Auch in der Haltung Reverse - Edge-out, also mit nach außen gerichteter Schneide, läßt sich das Messer trotz der speziellen Form des Griffs überraschend bequem und sinnvoll greifen, die Klinge kommt dann ein wenig winklig nach vorn....



    Das macht sich, sowohl in Forward- als auch in Reversehaltung, auch Edge-in, also mit einwärts bzw. aufwärts gerichteter Schneide bemerkbar - die Klinge ist dann relativ winklig zur Mittelachse der Faust.




    Nun sind das allerdings auch Griffhaltungen, die man mit diesem Messer nicht primär einnehmen wird, und bei DEN normalen Schneidarbeiten, die man sich hier primär vorstellen kann in dieser Haltung, macht der Klingenwinkel sogar Sinn: Greift man z.B., vom Paket weg, in dieser Haltung hinter ein Paketband oder meinetwegen hinter eine Schnur oder einen Gurt draußen auf der Straße, neigt man meist die Klinge ohnehin auf diese Art..



    Insgesamt also erstaunlich vielseitig in den sinnvollen Haltungsmöglichkeiten für einen so speziellen Griff!


    Aber es fühlt sich eben auch "anders" an, und daher bin ich selbst gespannt auf andere Stimmen, z.B. aus einem Passaround, weil ich noch nicht genau weiß, ob mein gutes Griff-Gefühl eher ein subjektives Empfinden ist oder sich allgemein so bestätigen wird. Aber Beowolf und auch Bastian haben sich ja auch schon positiv zum Griff-Gefühl geäußert, Bastian hat da ja sogar vom "Handschmeichler" gesprochen...

    Fangen wir mal mit nem Größenvergleich mit anderen bekannten Messern an.
    Ich mach das auch schon jetzt gern, weil aktuell das Interesse an dem Modell ja groß ist und Infos angefragt werden.
    Da mag ich Euch nicht vertrösten, bis etwas michatypisch-episch verschriftet wäre, zumindest was die Basis-Infos angeht...




    Im Vergleich mit dem Izula 1 fällt auf, daß das Yurce keineswgs ein "winziges" Messer ist, dafür aber auch rd. 3,5 Zoll Klinge liefert.
    Und es fällt sowohl im Vergleich mit dem Izula als auch insbesondere mit dem Nealy auf, daß auch der Griff eigentlich nicht ungewöhnlich kurz ist, wenn man hier als "Griff" alles bis zur Vorderkante der Fingermulde sieht, ob beschalt oder nicht.
    So möchte ich das sehen, weil eben dieser Bereich mit der Hand umschlossen wird.


    Der Griff wurde von Yurco also keineswegs maximal kurz gestaltet, sondern vielmehr durch die "knubbelige" und geneigte Form ideal für den Primärzweck des Messers gestaltet wurde: in einer Hosentasche getragen zu werden. So erfaßt sich der Griff in der Tasche ausgezeichnet, und durch die Neigung ergibt sich eine gute Position des Griffs in der Hosentasche auch neigt das Messer dann nicht dazu, sozusagen unten mit der Spitze in der Tasche anzustoßen und dann den Druck nach oben über das Griffende weiterzugeben, das stattdessen dann eher seitlich Richtung Schenkel-Außenseite in der Tasche verschiebt, wenn es nicht mit dem brettharten Ulticlip angeclippt ist....



    Im Vergleich mit dem Kershaw-Emerson zeigt sich, daß das Yurco bei sehr kompakter Gesamtgröße eine Klinge liefert, die einem dreieinhalbzölligen Folder nicht nachsteht - und ebenso gut in die Tasche passt wie der Folder...



    Auch beim Vergleich mit dem Street Beat sieht man wieder, daß der Yurco-Griff nur ein wenig kürzer ist und nicht "um Welten", durch die Form und Neigung aber eben in der Tasche sehr gut gegriffen werden kann.
    Das zeigt aber auch bei der Trageweise in einer Jackentasche und selbst am Gürtel Vorteile, weil man mit Zeige- und Mittelfinger nicht nur sozusagen seitlich an der Griffunterseite anlegt, sondern "hinter" den Griff fasst und das Messer sehr gut ziehen kann....



    Dass das Yurco kein Zwerg ist, zeigt hier vor allem auch der Vergleich mit dem Spartan Enyo. Man sieht aber auch, daß der Längenunterschied des längeren Yurco allein aus der überlegenen Klingenlänge resultiert, während die Grifflänge annähernd gleich ist.


    Schon aus dem Vergleich mit diesen z.T. ja sehr bekannten und vertrauten Messern dürfte sich nun schon eine etwas konkretere Vorstellung von den Abmessungen des schneidigen Begleiters in der Hosentasche ergeben :)