Beiträge von Micha M.

    Ein verbreitetes Phänomen :)
    Ich hab mal mit Marc darüber sinniert, warum sie die Dinger nie loswerden, wenn sie nach Jahren mal wieder ne neue Auflage Nealys ins Programm nehmen, die sie dann nach einiger Zeit discountweise raushauen müssen zu einem Gutteil.....und sind die dann weg, wollen viele unbedingt wieder ein Nealy :)

    Da hast Du ja wieder mal nen dicken Stein ins Wasser geschmissen :)


    Was die Scheiden angeht: Das ist "eigentlich" eine Mora-Scheide, was auch immer draufsteht.
    Die gibt es - Du magst es nicht wissen, weil erklärterweise eben kein Mora-"Fanboy" - schon lange nicht mehr nur in der klassischen Form der Companion-Scheide mit dem Handwerkerhosen-Clip, sondern auch mit drehbaren geschlossenen Kunststoffclips, insbesondere aber auch mit dem von Dir gelobten abnehmbaren Ring mit Gürtelschlaufe....Schau mal:



    Kam auf mit der Generation Kansbol - Garberg - Eldris..Dies hier ist das Kansbol.
    Das würdest Du vermutlich gern wieder an einem Straßenschild abbrechen, tatsächlich ist mir aber noch kein Mora so kaputtgegangen, genau genommen ist mir noch überhaupt keins kaputtgegangen :) Zugegeben, ich nutze sie regulär auch nicht grenzwertig - also ebenso wie 90 Prozent aller Nutzer, denke ich....Ich habe aber auch schon mit Moras und sogar auch den noch etwas leichteren Lindbloms versuchsweise mit einem Schlagholz das Spalten ausprobiert....moderat mit Bedacht und nicht wie die Berserker, die aus der gleichen Gegend kamen, jedoch etwas Grobschlächtigeres bevorzugten, neben Schnaps und Rauschpilzen vermutlich...Auch dabei kein Totalverlust.


    Sei es drum, natürlich finde ich völlig legitim, Full Tang zu mögen oder ihn gar zu verlangen, und ich stimme Dir zu: Der Garberg-Griff ist im Vergleich zu anderen Mora-Griffen kein Ergonomie-Wunder, da hält sicher das Condor locker mit oder überholt sogar...Yeppa! Arriba!....die Schweden von weit links aus El Salvador. Glaube ich Dir unbenommen.



    Was ich eher NICHT glaube, ist allerdings die "Allgemeingültigkeit" Deiner Bewertung über die sonstigen Mora-Griffe. Das ist, Deine wie meine, wieder erklärt Einzelmeinung.
    Ich halte schon den Companion-Griff für SEHR gelungen; mein Freund, der Troll, mit seinen Pranken mag auch sehr den Griff des neuen Pro, an dem mich aber jedenfalls die bunten Einlagen ein wenig stören...
    Was ich aber für ein Meisterstück an Ergonomie halte, ist der Bushcrafter-Griff, der hält im Vergleich auch bei Mitbewrbern mit, die ein Mehrfaches seines Preises kosten...


    Und man sieht auf dem Bild auch deutlich, daß man bei den verschiedenen Mora-Modellen je nach Anforderungsprofil auch die Wahl bei der Klingenform hat - von bushcraft-spitz wie beim Companion eben bis zum vorderen Belly wie beim Bushcrafter.....wobei es sogar den auch in einer Form gibt, die vorn spitzer ist, siehe ganz rechts.


    Das alles jetzt aber eigentlich als Randbemerkung, denn es hat ja nicht unbedingt mit Deinem Testkandidaten direkt zu tun, den ich übrigens auch durchaus spannend finde. Aber Du hast Dich eben (wieder einmal :) ) sehr überzeugt zu Mora positioniert, und das wollte ich nicht ganz ohne Widerspruch so stehenlassen.


    Interessant finde ich übrigens, daß sich Deine Einstellung zu1095 offenbar positiv verändert hat, früher hast Du das eher im Blickwinkel der Dir unzureichend erscheinenden Schnitthaltigkeit gesehen, und ich finde spannend, daß jemand mit Deiner Anwendungserfahrung und Deinen Vergleichsmöglichkeiten das nun in diesem Anwendungsbereich aufgeschlossener bewertet!

    Ja, für mich jedenfalls :)


    Hier mal ein Größenvergleich zwischen dem Fiskars X7 (bzw. dem gleich großen alten Modell), dem Gerber Pack Hatchet und dem CS Vietnam Hawk. Als "Maßstab" ein normalgroßes Mercator und ein Verbandpäckchen.




    Sehr deutlich wird die erheblich geringere Stiellänge und daraus resultierend die geringere Gesamtlänge.
    Ebenfalls gut zu sehen, daß die Schneide des Gerber deutlich länger ist als bei den beiden anderen - wohl kein Nachteil für Schneidarbeiten...


    Auch gut zu sehen, daß die X7 sehr gut in die Gürteltasche der kleineren X5 passt :)

    Siehste Andy, so ganz nutzlos und uninteressant entwickelt sich das Fachsimpeln doch gar nicht :)


    Übrigens ist ja auch nicht so, als hätte ich noch nie was mit ner Klinge gehackt. Ich hab vor einigen Jahren mal zig traditionelle Khukuris und moderne Kukris und westliche Haumesser umfangreich vergleichsgetestet und auch zwischendurch immer wieder hier Haumesser durchlaufen gehabt, gut ein Dutzend Campknives sind über die Jahre gekommen und die meisten auch wieder gegangen, geblieben sind Modelle wie die im Start-Post gezeigten.....Auch die mit unterschiedlicher Leistung, mein Vielseitigkeits-Favorit dabei ist das Becker, den größten Impact liefert von den dreien das Marine Raider Bowie....


    Und bei den Tests war vergleichend auch immer mal wieder eins der Hawks dabei, die beide nicht nur benutzt aussehen....


    Aber es gibt viele neue Produkte, und hier in der Runde sind zudem viele Leute mit deutlich mehr handwerklicher Erfahrung und Geschick dabei als ich. Wie bei anderen Themen auch wäre doch blöd, wenn ich beim Hinzulernen zu dieser Fragestellung nicht die "Schwarmintelligenz" nutzen würde, machen wir doch auch zu vielen anderen Themen :)


    Und es zeigt sich ja schon jetzt, daß sich bei einzelnen kundigen Leuten trotzdem unterschiedliche Kandidaten durchsetzen...

    Über "Zweckentfremdung" müssen wir doch hier nicht diskutieren....
    Was willst Du denn hören - dass ich ein SV-Tool suche? Selbst wenn es so wäre, würde ich es hier nicht betonen und mich einfach darauf besinnen, daß man mit jedem gescheiten Werkzeug auch etwas zu seinem Schutz tun kann...


    Und "anlasslos" hab ich geschrieben, um klarzumachen, daß ich weiß, daß es Sinn macht, eine Axt oder zumindest ein "erwachsenes" Beil mitzunehmen, wenn man schon im voraus weiß, daß große Holzarbeiten anstehen.


    Mir geht es hier aber darum auszuloten, bis zu welcher Mindestgröße es Sinn machen kann, ein kleines Beilchen mitzunehmen.


    Und mich interessiert eins, das man z.B. nicht in oder an einem großen Rucksack mitführen muß, sondern das in ein Daypack passt oder an den Gürtel, und zwar "diskret", also ohne einen lang und ggf. behindernd nach unten herausragenden Stiel.


    Deine Verwunderung verstehe ich vor dem Hintergrund nicht, daß es haufenweise entsprechende Produkte zu geben scheint, z.T. seit Jahrzehnten wie z.B. bei dem kleinen Estwing - oder noch nicht seit Jahrzehnten, dafür aber mit großer "Vermarktung" wie beim dem Bear-Grylls-Hatchet, das ja bis auf die Farbwahl mit meinem derzeitigen "Kandidaten" baugleich ist. Holz für den Hobo oder ein bescheidenes kleines Feuerchen wird das kleinmachen können, und das wäre doch dann schon ein konkreter Zweck. Was man für ein Notquartier braucht, kriegt es sicher auch abgelängt und entastet - und da wird die Frage dann durchaus interessant, ob man dann mehr Platz und Tragelast für ein größeres Teil "verbraucht" und was wiederum die sinnvolle Untergrenze ist. Wie gesagt, ein Campknife würde in dieser Betrachtung ggf. aus rechtlichen Gründen aussscheiden....


    Denk auch mal darüber nach, daß es insbesondere im Falle einer weiteren Messerrechts-Verschärfung auch möglich werden kann, daß man nur noch sehr kleine Messer allgemein führen kann. Dann hat man für ALLE groberen Arbeiten nicht einmal mehr etwas in normaler Fahrtenmesser-Größe zur Verfügung. Ob ich das gut finde? Shit! Ob ich das möglich finde? So hysterisch da diskutiert wird, halte ich alles für möglich. Ob ich dann auch "anlasslos" mit so einem Gerber wandern gehen würde, wenn die "Alternative" nur noch ein zum Nägelreinigen taugliches Kastratenmesserchen ist? Warum nicht?


    So ein Tool soll ohne große Not in meinen Daypack passen UND bedarfsweise auch an den Gürtel, wie gesagt. Das scheidet die X7 aus.


    Es hat doch hier schon zielführende Vorschläge und Hinweise gegeben, den anderen war die Fragestellung also offenbar nicht zu diffus.
    Das Estwing fand ich schon vorher interessant, das kleine Roselli kannte ich vorher noch gar nicht...Und die Sägen-Frage entwickelt sich doch auch fruchtbar.

    Greider, ich glaube, Du meinst das Beil, das Tony Lennartz entworfen hat und das jetzt von Condor gebaut wird.


    https://www.com2you-biwak.de/C…WK-AXE-Tony-Lennartz.html


    Ich glaube aber, wir sprechen noch immer zum Teil aneinander vorbei....


    Wenn ich genau weiß, daß umfangreicher was mit Holzarbeiten anstehen könnte, kann das Fiskars X7 in den Rucksack.


    Es geht also eher um etwas, das man auch unter ner Feldbluse am Mann tragen kann, das aber funktional zumindest noch basismäßig ein "Beil" ist und eben kein Messer.
    Mir ist klar, daß das ein Kompromiss ist. Und mir ist klar, daß es in der Anwendung z.T. auf Mischformen in der Anwendung hinausläuft, wie man ja z.B. bei Grylls Schlagholzeinsatz mit dem Beilchen sieht....
    Aber, wie gesagt, es passt eben prima in jeden Daypack und auch dezent an den Gürtel wie ein Fahrtenmesser und ist im Zweifel dann vielleicht da verfügbar, wo das X7 zu Hause oder im Auto schläft....


    Und JA, ich sehe das auch unter dem Aspekt der rechtlich zumindest derzeit dann nicht angreifbaren Mitführung eines wirksamen Werkzeugs, das KEIN Messer ist....für Werkzeugfunktionen selbstverständlich!


    Da hier bereits mehrfach und sinnvoll und zielführend die Sägen-Alternative angesprochen wurde: Da bin ich tatsächlich noch unversorgt, während ich ja schon diverse Hawks / Hatchets / Beile besitze.....
    Wäre ja auch interessant fürs Auto....
    Was empfehlt Ihr da? Bahco? Silky?


    Special Forces Shovel: Ja, das ist natürlich eine interessante weil sehr vielseitige Alternative. Man könnte mit einem anzeigensammelnden Schlaufuchs da aber schon angesichts der von vielen Händlern geforderten Altersnachweise ins Diskutieren geraten, während andernorts derweil die Banditen ihre Ostblock- und Türkei-Knarren polieren....
    Da wäre dann neben der CS-Schaufel natürlich auch das aus dem Speznas-Gebrauch bekannte Werkzeug eine Idee, das man im NOKS-Sortiment findet, hier aber auch bei manchen Händlern als "Wood Cutter"....
    Das möchte ich mir bei Gelegenheit auch mal anschauen, ist auch sehr schön kompakt und dann auch gleich noch gut für ein "Cat Hole" :)

    Ich hab früher immer Okocim Mocne vorgezogen :)
    Aber der Name der Stadt sagte mir biermäßig durchaus auch noch was...


    Mag ein kleiner Laden sein, die Abwicklung war jedenfalls top...

    Da bin ich bei allem voll bei dir, sowohl bezüglich des Becker als auch bei geplanten Holzarbeiten.
    Es geht aber eher um ein "EDC"-Hatchet, wie gesagt. Und ggf. um die Möglichkeit, so ein Ding auch ohne Aufsehen am Mann mitzunehmen....
    NATÜRLICH ist so ein kleines Ding ein Behelf.
    Und sicher gibts da irgendwo eine Untergrenze der Maße in puncto Sinnhaftigkeit....
    Das war ja Kern meiner Frage nach Euren Erfahrungen.