Beiträge von Micha M.

    Es gibt auch jede Menge Bild- und Filmmaterial, das die Verwendung des M3 beim Zweiten belegt, während bei den anderen Regimentern das Kastinger-Messer verwendet wird, das für die in Chamonix ansässige Firma in Italien hergestellt wurde.
    Auch hiervon gibt es Bildmaterial, z.B. aus Guyana.
    Das Kastinger ist sozusagen ein USMC-Fighting-Knife-Abkömmling mit Holzgriff.


    Von beiden Messern gibt es schöne Neuauflagen von Maserin, Sacha und Michael haben hier schon welche gezeigt.


    Nach den Bildern usw. sind beide Messer nicht nur dort in Verwendung, sondern Ordonnaz-Messer. So gibt es z.B. Bilder von Paraden mit Teilnahme von Leuten vom Zweiten mit dem M3 vorn links am Koppel....

    Angeblich war übrigens einer der Gründe für die Wahl des M3, daß es im Vergleich mit dem als "KA-BAR" bekannten USMC Fighting Knife preisgünstiger und ressourcenschonender herzustellen war.


    Man lernt übrigens nie aus :)
    Ich besitze über 30 Jahre ein 3rd Pattern Fairbairn Sykes und war immer der Meinung, der Wechsel vom rautierten 2nd Pattern zum geringelten 3rd Pattern hätte auf Erfahrungswerten und Verbesserungswünschen der Anwender beruht, meinetwegen dem Wunsch nach einem etwas volleren Griff.
    In Artikeln von Wilkinson-Experten habe ich in den letzten Tagen dann wiederholt gefunden, daß im Gegenteil die Herren F&S gar nicht amused über den Wechsel waren, der nicht auf Anwenderwunsch erfolgt sei, sondern schlichtweg zum Sparen von Metall-Ressourcen (den 3rd-Pattern Griff kann man aus billigeren Metall-Legierungen gießen) und zur Reduzierung der Herstellungskosten.....


    Das ist eine zusätzliche Bestätigung für einen Blickwinkel, den wir hier schon hatten: Nicht immer ist das Ordonnanzmesser, auch nicht das von SEen, qualitativ ein Optimum, sondern oft einfach auch eine preisgünstige Lösung :)


    Das Messer wurde - wie ja auch das USMC-Knife - von diversen Firmen hergestellt, neben Camillus vor allem auch von Ontario, aber übrigens auch vom US-Zweig von Böker.


    Hier mal eins von Ontario zum direkten Vergleich...



    Alles richtig gemacht, Hylax. Hab zwar von Uhren wenig Ahnung - aber zumindest gefällt mir diese auch ausgesprochen gut!


    Micha war heute üw. mit Grünzeug unterwegs, sowohl plünnen- als auch gearmäßig :)



    Ein kleines Swiza, ein Kershaw-Emerson CQC-10K und ein natürlich EDC-prädestiniertes CS Rawles Voyager.....leuchtend: Fenix...und zeitanzeigend wie meistens die Komandirskie von Vostok...


    Das Rawles Voyager steckt sonst eher in der Außentasche der Jacke, war aber heute dann über den Tag meist in der Cargo-Hosentasche...und hat überhaupt nicht gestört oder sich auch nur irgendwie bemerkbar gemacht.

    Noch mehr für Nostalgiker :)


    Hier mal das neue kleine Sheffield-Bowie mit breiter Hohlkehle aus dem Hause A.Wright...




    Es macht sich wirklich gut in der Runde der Serien-"Wandermesser" mit Ledergriff.
    Hier mit einem Linder Säbels und dem Linder Mark 1 sowie einm Blackjack 124...





    Passt aber auch prima zu klassischen Foldern, hier einem Case Cheetah mit Swing Guard...




    Bowies mit breiter Hohlkehle ("Fuller") sind ein Sheffield-Klassiker. Den gibts natürlich auch größer, früher kamen viele Bowies für den US-Markt aus Sheffield, und im Militärbereich gehen Fairbairn-Sykes & Co. in die ganze Welt. Hier das "Wandermesser" mit nem großen Bruder, dem ebenfalls aus Sheffield stammenden Israeli Commando Knife, hier aus der Fertigung von John Nowill...





    Und hier mal was fürs Herz :)
    Sheffield-Familienbild für Romantiker....JAAA, das geht alles moderner und hochwertiger und weniger rustikal verarbeitet, stimmt. Aber Seele haben die Dinger einfach und tun ihren Dienst oft seit vielen Jahrzehnten :)


    Nachdem Hernandez die Vorhut gemacht hat, kam heute auch mein kleines Sheffield-Bowie mit breiter Hohlkehle an, einschließlich einer Lederscheide, die deutlich besser ist als die meines Israeli Commando Knife oder des MOD Pattern Survival Knife...




    Der Ledergriff ist ordentlich, wenn auch nicht so hübsch bauchig wie bei Hernandez' Exemplar, sondern klassisch wie beim Linder Säbels.


    Insgesamt ein im Vergleich mit modernen Gestaltungen auffälliges und schön nostalgisches "Wandermesser" zu einem ziemlich erträglichen Preis...


    Noch ein paar Bilder gibts gleich in der Galerie :)

    Meins mit grünem Micarta ist wirklich tadellos gebaut.
    Wie gesagt, mein Kummer ist eher ein modellübergreifender.
    Das Gitano ist ein sehr schönes und wertiges kleines Messer, die Kritik an unseren Lebensumständen soll es nicht "schlechtreden".
    Und es ist einer der für mich zuverlässigsten und sichersten EDC-Slipjoints wegen der strammen Rückenfeder und des sehr gut fassenden Half-Stop.

    Die Verwendung in der italienischen SE sowie auch deren Beteiligung an der Modifizierung des Vorgängermodells Doberman wurde mir mehrfach bei Besuchen in Prato ausdrücklich bestätigt, und es gibt Bildmaterial des Einsatzes dieses Messers bei Übungen der Einheit.
    Die militärische Version ist überwiegend rückenscharf.
    Das Messer folgt der Idee asymmetrischer Dolche, wie z.B. auch das Eickhorn GTK oder das Gerber Silver Trident.
    Eine der grundlegenden Überlegungen dabei ist es, daß zumindest bei der normalen Haltung des Messers mit aufrecht gehaltenem Klingenrücken (also nicht im T-Griff einer quer gehaltenen Klinge) sowohl ergonomische Vorteile einer asymmetrischen Haltung bestehen als auch die Bewegungsabläufe der Vor- und der Rückhand eben nicht symmetrisch sind.


    Für mich nach wie vor eines der besten professionellen Kampfmesser auf dem Markt.

    Sieh es mal so: Durch die tolle aktuelle Währungspolitik der Sparer- und Altersvorsorgeenteignung zugunsten der Fortführung der Geldverschwendung durch Pleitebanken und marode Staaten habe ich allein bei meiner brav mein Berufsleben lang eingezahlten Lebensversicherung schon jetzt mehr eingebüßt als diesen Betrag.


    Da der Politik zu vertrauen war also deutlich teurer als ein Custom von Gudy - und vertrauenerweckender ist das dann auch noch :)

    Ich hab ja immer noch auf eine rustikal-simpel-unzerstörbare Russen-Leuchte gehofft, so ne 18650-Kashi-Lampe mit michatauglicher UI, vielleicht feuerverzinkt oder phosphatiert und unempfindlich gegen Herunterfallen oder Nägeleinschlagen....
    Aber Armytek ist ja auch nicht SOOO simpel, und was Kostas da aktuell vorgestellt hat, ist komplizierter und hat anspruchsvollere Technik als das ganze Sojus-Programm....


    Vielleicht findet sich so etwas ja noch :)


    Bislang haben sehr nette Mitmenschen wie Ihr mir sowas immer erst nachrüsten und konfigurieren müsssen, wie die schöne SolarForce L2P, die dem allen schon sehr nahe kommt und jetzt seit längerer Zeit sicher und zuverlässig und robust und stressfest in meinem Auto mitfährt und mir schlimmstenfalls mal heimleuchtet :)

    Ich hab eins für den privaten Gebrauch insbesondere auch in Ländern / Gegenden mit hysterischem Messerrecht.


    Es ist sehr gut und wertig gearbeitet und funktioniert tadellos.
    Die Rückenfeder ist auch nach meinen Anforderungen sehr vertrauenerweckend, und ich hab schon einige Messer zumindest für den allgemeinen Gebrauch über reine Tafelmesserfunkton hinaus aus diesem Grund ausgeschlossen, auch sehr schöne.


    Auch der Griff liegt zumindest in meiner kleinen Hand wirklich definiert und angenehm.


    Soweit alles prima - aber eben für einen zweihändigen Slipjoint.


    Man darf halt nur nicht daran denken, daß man das Ding zwangsläufig mit beiden Händen öffnen muß, auch auf schwierigem Grund und z.B. ohne die Möglichkeit, sich dann z.B. noch irgendwo festzuhalten oder abzustützen. Wer z.B. schon mal auf einem Schiff oder oben auf nem Messkammer-Tankwagen Band schneiden mußte, weiß genau, was ich meine, und das hat einen Scheißdreck mit Unfriedlichem zu tun. Und im Winter muß ich dann z.B. auch die dicken Handschuhe ausziehen, um das Messer zu öffnen, auch große Klasse.
    Und dann schließe ich es, natürlich auch beidhändig, und passe hübsch auf, daß ich mir gegen den glücklicherweise großen Schließwiderstand damit dann keine Verletzungen zufüge beim Handling. Und arretiert ist es eben im Gebrauch auch nicht, mag man das nun relativieren, wie man will....Während man ja bei Mercator schon 1867 darauf gekommen ist, daß so ein Backlock und relativ leichter Klingengang für ein reines Gebrauchs-Taschenmesser ja gar keine dumme Idee ist...und damit millionenfach und generationenlang die Anwender überzeugt hat....bis eben hin zur Machtübernahme der Gutmenschen als moralisch-ideologisch-politisch-juristische Elite in vielen Ländern....


    Messer wie das Gitano sind sehr schön, und so als Biergarten- und Brotzeitmesser reicht mir das völlig hin. Meins kommt wieder mit in den Urlaub und wird dann auch in die sinnbefreiten Hochsicherheits-Zonen ja noch mitdürfen, bis man dann auch darin etwas untragbar Gefährliches erkennt und uns zwingt, den zwangsverordneten Vegan-Tofu nur noch mit dem Löffel zu essen.
    Es ist ein ein schönes und wertiges kleines Ding und macht mir in diesem Bereich Spaß - aber weniger als meine Mercators. Und es macht mich jedesmal eben auch wütend, daß man mich technisch und vom Komfort und von der Sicherheit da auf Möglichkeiten des frühen 19. Jahrhunderts zurückwirft, während man andererseits soviel von Zukunft schwafelt und offenbar die Gegenwart ansonsten nicht in den Griff bekommt.....

    Nun, natürlich punktet das Messer zusätzlich bei historisch Interessierten, Messer-Romantikern usw.....
    Du bist also eh schon verloren, weißt es aber noch nicht so richtig.....oder verdrängst es :)


    Wir urteilen sicher gemeinsam, daß das Messer an Modernität, Verarbeitungsqualität usw. einigen modernen Mitbewerbern nachsteht. Und sicher kommt auch keine große Diskussion auf, daß es in Sachen Vielseitigkeit - einmal abgesehen von grobem Mißbrauch! - einem moderneren Messer wie insbesondere z.B. einem BK-7 oder BK-9 von Becker nicht gleichkommt.
    Mit meinem Becker-Neuner hab ich auch schon ordentlich gehackt, aber auch in der Küche spaßeshalber Gemüse geschnitten...


    Der vielleicht altertümliche und nicht unbedingt als "hochwertig" angesehene niedrig gehärtete 1055 des alten Engländers punktet aber schon gemeinsam mit der archaisch-robusten Klingengeometrie in Bereichen, wo man einfach ALLES mit so einem Tool anstellen will und es auf keinen Fall dabei ausfallen soll/darf.


    Es gab vor vielen Jahren mal einen Vergleichstest im MM für "Messer für die Insel", und das alte Schätzchen hat in vielen Disziplinen da hinter den modernen Mitbewerbern gelegen, aber selbst bei dem nüchternen Kommentator wurden zwei Punkte deutlich: die Sympathie für und die Berührbarkeit durch die Historie und das jahrzehntelang bewährte Design und der Respekt vor dem robust-einfachen Ding, das nirgends Spitzenplätze erreichte (außer beim Gewicht :) ), sich aber auch auf keinen Fall unterkriegen lassen wird...


    Und MAG man es, hat man halt beim Mitführen und im Gebrauch ein Stück Messergeschichte dabei, das nun schon - zählt man das Model D mal mit - seit 8 Jahrzehnten britische Commandos begleitet hat.
    Es ist wie mit dem FS...auch das so ein nostalgischer Dauerbrenner...Auch da gibt es modernere Lösungen, hochwertigeren Stahl, bessere Erle, moderneres Griffmaterial und viele Mitbewerber, die die Möglichkeiten voll ausschöpfen, die sich auftun, wenn so ein Ding nicht wenige Pfund kosten darf, sondern 500 Bucks - aber meins würde ich nie wieder freiwillig abgeben, es ist mit mir alt geworden und zieht höchstens mal zum Vergleichen ein paar jüngere Mitbewerber nach, ohne sich je verdrängen zu lassen....


    Um Dich aber vom Thema abzulenken, hier mal ein paar Links:


    https://www.sheffieldknives.co.uk/acatalog/2-88.html


    https://sheffield-trading.com/…dams-jungle-survival.html


    https://www.youtube.com/watch?v=OUczYLzS6fQ


    https://www.youtube.com/watch?v=G9xS2LzhCuY


    https://www.youtube.com/watch?v=DWbqJFkWRaY


    https://www.youtube.com/watch?v=d13idqfp0M0


    Unter den ja nicht wenigen Mitbewerbern ist meins schon wieder "gesetzt" in der Messerauswahl für den nächsten Urlaub :)

    Interessant bei diesen Messern übrigens: die Biegung der beiden Seiten des Parierelements.


    Bei der modernen Version aus Zlatoust ist sie ja "richtig herum" bei normaler Messerhaltung, beim traditionellen NR-40 ist sie aber anders herum gebogen, also wie bei Deinem WZ.55: oberes PE einwärts, unteres PE auswärts.


    Man liest zuweilen, das läge an der damals unterrichteten Kampf-Haltung Edge-up, also mit aufwärts gerichteter Schneide. Allerdings spricht der "Bauch" des Griffs gegen diese Haltung.
    Möglicherweise wurde das Messer als Gebrauchsmesser normal geführt und nur in einer Kampfsituation verdreht, aber selbst dann würde sich ein gerader unkonturierter Griff eher anbieten.


    Ich habe bislang nie herausbekommen, ob diese Edge-up-Geschichte sozusagen verbreitet wurde wie die Sache mit dem Eisen im Spinat oder tatsächlich so gehandhabt wurde...

    Emil, ich beneide Dich um die Möglichkeit, in Deiner Heimat - mit einer viel geringeren Zuwiderhandlungsquote als bei uns - noch so herumlaufen zu können.
    Ist hier ja seit einem Dutzend Jahren leider allenfalls mit langwierigen Diskussionen möglich.
    Und noch immer gibt es dann keine Erhöhung der Mindeststrafen für Gewalttaten mit Waffen/Werkzeugen und kaum individuelle Waffenführverbote für Gewalttäter, Clankriminelle usw.....nur immer mehr Gängelung und Rechtsentzug für Bürger wie uns....