Beiträge von Micha M.

    Anfangen in der Vorstellung möchte ich wie gesagt mit dem Bowie, dem Modell 600900, das mit Emblemen und Gravuren des Zweiten, des Dritten und des Vierten und des Sechsten liebevoll von Maserin nachgebaut wurde:


    https://www.coltelleriacollini…e-straniera-coltello.html


    https://www.coltelleriacollini…e-straniera-coltello.html


    https://www.coltelleriacollini…0ol600900-4-coltello.html





    Wie gesagt, auf der HP von Maserin findet man es schon nicht mehr, daher die italienischen Händlerbilder, auf denen es aber auch schon nicht mehr verfügbar ist.
    Bei Maserin findet man nur noch das Commando, das zwar im Grunde gleich aufbaut, jedoch keine Legions-Ätzungen/Gravuren aufweist.


    https://www.maserin.com/en/pro…9/commando_0ol600910.html


    Funktional und optisch sehr ähnlich (und aus dem gleichen Hause wie das Kastinger-Modell für die Legion) ist übrigens das Fox Defender.


    https://www.wolfster.de/index.php?disp=s…w=662/0/02FX047


    Das besagte Camillus läßt sich kaum noch auftreiben, es ist aber ziemlich baugleich mit dem Fox Marines Combat Knife


    https://www.foxcutlery.com/n/en/product/328/fx-1694.html



    Bewegt sieht man es hier z.B.:


    https://www.youtube.com/watch?v=LZgWA8ManoM


    https://www.youtube.com/watch?v=tQfCT5QZxNY



    Für die Dokumentation hier noch mal die Specs des Messers:


    Tipo di Produzione: industriale
    Lama: in acciaio inox 440
    Produzione Lama Italy
    Manicatura: in legno di palissandro
    Lunghezza lama: 180mm.
    Spessore della lama: 5mm.
    Lunghezza totale: 310mm.
    Bilanciatura: arretrata, ad 1cm. dal ramo di guardia
    Peso: 330g.
    Chiusura: -
    Clip: -
    Fodero: in cuoio con attacchi molle


    Die Stahlangaben variieren dabei je nach Händlerseite zwischen 440A und –C, Maserin selbst schrieb nur von 440. Ich vermute dahinter den Inox A 440 von Bonpertuis aus Frankreich – kein Wunder an Schnitthaltigkeit, aber für Gebrauchsmesser durchaus mit seiner Unempfindlichkeit und Nachschärfbarkeit im Feld bewährt.

    Die beiden Fixed Modelle wurden von der Firma Maserin neu aufgelegt, den Folder gibt es weiter von Fox.


    Nachdem ein Kumpel aus der Runde hier „vorgelegt“ hat mit dem Legions-Bowie, haben nun Idox und ich schnell noch so ein Modell ergattert und sind beide sehr angetan davon.


    Also eine gute Gelegenheit an einem gemütlichen Sonntagnachmittag, das Messer gemeinsam hier noch einmal vorzustellen – mit der deutlichen Anmerkung, daß auch hier den zu spät Kommenden das Leben straft: Das Modell wurde wie gesagt bei Maserin nach der Vorlage des Kastinger-Modells der Legion liebevoll nachgebaut, Fox selbst bietet es mit Gravuren / Ätzungen nicht an, nur etwas Ähnliches (siehe weiter unten), bei Maserin ist es nun aber ebenfalls seit einiger Zeit schon ausgelistet, im Handel sind daher nur noch letzte Exemplare zu bekommen – und wir meinen, das lohnt sich


    Stellen wirs also mal vor, gern aber mit ein wenig „Untermalung“ und mit etwas Hintergrund und Infos. Dazu sind natürlich alle Wissenden zum Mitmachen eingeladen, beispielsweise mit Andre und dem Brumbaer haben wir ja in diesem Bereich Leute mit profunden Kenntnissen, von denen auch ich immer gern mal was dazulerne!


    Zunächst also mal für die richtige Stimmung ein wenig „Soundtrack“…



    Zuerst einer meiner Favoriten, läuft hier häufiger, gern auch unterwegs…


    https://www.youtube.com/watch?v=lLZwpTtNBQE


    Aber natürlich auch…


    https://www.youtube.com/watch?v=WXoYaHPYxr0


    https://www.youtube.com/watch?v=QC6-AhOmnCk


    https://www.youtube.com/watch?v=bN5E2i8tc1k


    https://www.youtube.com/watch?…A&list=PL722126F447CFAACF


    Beginnen möchte ich mit einem herzlichen Dank an Wolfgang „Wolfster“, der wieder einmal ein Objekt der Begierde als Sonderbestellung aufgetrieben hat!


    Bereits im Einsatzmesserthread haben wir das Thema Einsatzmesser der französischen Fremdenlegion angerissen. Sehr häufig werden Gebrauchs- und Einsatzmesser dort ja - wie in vielen anderen SEen - von den Kräften nach eigenen Vorlieben selbst beschafft, und wir haben auch hier in der Runde Macher, die dort offenbar sehr beliebt sind.



    Aber es gibt auch dienstlich beschaffte Einsatz- und Gebrauchsmesser dort, so z.B. Spielarten des US-M3 und des KA-BAR USMC, jedoch nicht aus US-Produktion, sondern in den Neunzigern in Italien für den diesbezüglichen Lieferanten der Legion produziert, die Firma Kastinger in Chamonix. Kastinger ist eigentlich kein Messerhersteller, man kennt eher Schuhe, Gewehrriemen und andere auch militärisch genutzte Textil- und Lederprodukte von diesem Hersteller. Und Kastinger hat wohl zigtausende Messer an die Legion geliefert – selbst jedoch keine produziert. Produzent war früher offenbar im Regelfall die Fa. Fox in Maniago, Italien, aber wohl auch von anderen italienischen Firmen.


    Konkret reden wir hier von drei Messern, die alle offiziell bei der Legion verwendet wurden:
    - ein ganz offensichtlich sehr vom USMC Fighting Knife inspiriertes Bowie, das bei mehreren Regimentern der Legion als Einsatzmesser verwendet wurde, insbesondere wohl auch vom in Guyana stationierten Dritten sowie vom Vierten im Ausbildungskontext. Es gibt jede Menge Doku-Material von der Ausbildung in Guyana, in dem man das Messer sieht…oder bau-ähnliche wie das Camillus.
    - eine Version des US-M3-Feldmessers für die Fallis des 2. Regiments und
    - ein viereinhalbzölliger Folder, den Fox auch für den Zivilmarkt als großes Jagdtaschenmesser anbietet, das wuchtige und schöne Fox Forest 577 PW





    Viele tolle Infos zum Thema bei der Legion verwendete Messer findet man in diesem Forum hier:


    http://www.passionmilitaria.com/t41873p6…ommando-marine#

    Es lohnt sich auch ein Blick auf die russischen Anbieter in der Bucht.
    Habe schon diverse Mützen und Piratentücher dort gekauft, auch mehrere Watch Caps.
    Bislang ausnahmslos solide gemachte Sachen für vergleichsweise kleines Geld.
    Und viele interessante Camo-Muster, so ganz nebenbei....

    Indoor-EDC heute mit dem bewährten Gerber Parabellum und dem Neuzugang Douk-Douk, das sich bei Tisch sofort super geschlagen hat :)


    Keine Ahnung, ob diese an eine Mischung aus Bowie und Scimitar oder eben an die SOG-Bowies erinnernde Klingenform eher historische oder praktische Gründe hat - aber wenn man mit der Spitze was Feines schneiden will, findet in diesem hinteren Bogen jedenfalls der Zeigefinger eine ausgezeichnete Auflage, das Ding schneidet dann scharf und sicher und kontrolliert wie ein Skalpell :)


    Hernandez, tatsächlich hatte ich bislang nur die Vendetta-Modelle.
    Da haben mir mein erstes mal die Italiener in einer grotesken Aktion während einer Dienstreise abgenommen.....das wurde dann ne Zeit später durch mein aktuelles ersetzt, denn das ist ein schönes und praktisches Messer, auch bei Tisch.


    Aber ansonsten hatte ich keins, und ich hab ja tatsächlich auch erst spät zu den Mercator-Messern gefunden.
    Für Old School habe ich mich im Grunde erst mit Romans Messern und gestiegenem Lebensalter und den Kaufmöglichkeiten für alte SOGs geöffnet, früher konnte es gar nicht modern-taktisch genug sein. Mittlerweile ist gerade in diesem Bereich der Bestand besonders angewachsen, und das freut mich.


    Alte Messer für alte Säcke :)

    ...und gerade mit etwas anderem angekommen, das ich leider erst mal nach ein paar glücklich zugestandenen Bildern für eine kurze Vorstellung morgen dann wieder an die Geburtstagsfee rausrücken muß....aber dies hier darf ich schon behalten, und das ist gut so:


    Cognet "Douk-Douk", im französischen Raum und vor allem den ehemaligen Kolonien in der Levante und in Schwarzafrika eben so ein Klassiker wie das Mercator bei uns.
    Und auch durchaus ähnlich mit dem einfachen Bau und dem gebotenen einteiligen Stahlrahmen. Auch bei der Legion soll das schlanke Ding in früheren Zeiten weit verbreitet gewesen sein....
    Nur sind die Douk-Douks eben Slipjoints - aber WAS für welche! Ich hab noch keinen so knüppelharten Slipjoint erlebt, das ist ja nun wirklich mal bediensicher gemacht, und man muß es wirklich beidhändig und mit nennenswertem Krafteinsatz schließen. SO sollte das viel öfter sein!
    Außerdem ist das Ding mit seiner C-Stahl-Klinge schon out of the Box (was hier ein simpler Plastikbeutel ist, mehr braucht aber auch kein Mensch...) rattenscharf und läßt sich auch scharf halten. In Nordafrika soll man sich zu Zeiten damit zuweilen rasiert haben, ich glaub das...


    Hab ja schon länger ein Vendedouk / "Vendetta", auch von Cognet und ganz ähnlich gebaut, ebenfalls mit hartem Slipjoint, aber nicht so kompromisslos hart wie beim Douk-Douk.


    Beide sind rustikal gemacht und ohne "Lametta" - aber schöne User, eben wie das "Katze"-Mercator :)




    Der Samstag beginnt früh und bunt 8)





    Tante Edit zeigt die Umrüstung auf die Markt-Runde....sollte wieder mal mit...ist doch schön, wenn man zuweilen noch jemandem fehlt :)





    Also 42a-konform und lageangepasst mit dem Al Mar Denali / Top Gun und dem Böker / Burnley Cub.
    Wieder mal beim Führen bestätigt, daß es subjektiv dem viel teureren Mini SERE Fixed in nichts nachsteht....

    Die in HO-Zeiten täglich neue Zusammenstellung eines EDC-Sets bringt alte Schätze zu Tage :)





    Hier zweimal japanisch inspirierte moderne Messer von CRKT, das Corkum First Strike und das Burnley Obake.


    Das First Strike, das es vor zig Jahren in mehreren Größen gab (drei, glaube ich, dies müßte das mittlere Modell sein), ist ein mordsstabiles Ding, das schon so um die 20 Jahre im Bestand ist. Früher oft und gern getragen, hat es die letzten Jahre wohl fast durchweg im Regal geschlummert - was es nicht verdient hat.
    Den hinteren Skull Crusher hab ich ein wenig entschärft, der hat früher sonst ärgerlich in den Rippenspeck gepiekt, weil das Messer beim Tragen recht dicht anliegt.
    Ansonsten ist das Ding unkaputtbar, läßt sich werfen und liegt schlank und angenehm bei aller sonstigen Massivität (5.5 mm Klingenstärke) in der Hand mit seinem stabilisierten Wickelgriff.
    War damals auf der gleichen Trendwelle wie CS-Tanto und Spyderco Kumo....
    Das war so die Zeit, als Hayes, Dawson, R.J. Martin und viele andere diverse japanisch inspirierte Messer auf den Markt brachten, wunderschöne Modelle dabei...
    Und war mit echter Rochenhaut unter dem ordentlichen und gut stabilisierten Wickelgriff damals auch einfach gut bei Preis-Leistung.



    Das Obake hab ich auch schon länger, schönes kleines Ding. Was mir das EDC-Tragen aber immer vergällt hat, war ein bleibender Chemie-Geruch. Hab zigmal die Klinge mit Spülenreiniger und Akopads geschrubbt, mit Wasser gespült, es blieb "chemisch". Dann mal auf Idox' Tip gehört und mit Essig gespült - das bringts.
    Das Messer gabs ja zwischendurch auch mal in einer ungeätzten Version, falls man so etwas vermeiden will.....

    Das ist ja kein "High End"-Material, auch die Schnitthaltigkeit ist halt begrenzt, aber gut praxistauglich - und es läßt sich gut nachschärfen.
    Keiner aus der Truppe hatte bisher abgebrochene Spitzen oder Ausbrüche, und im Umfeld kursieren mittlerweile sicher über 20 Stück.....

    Mit dem hinteren Klingenbereich schneidet man ja eher nichts Feines...
    Bei uns sind das z.B. starke Kunststoffbänder an Verpackungen oder - glücklicherweise bisher nur beim Üben - ein Gurt.
    Da wird also eher grob und mit Kraft gezogen, und dann schneidet das Messer auch gut.


    "Kabelbinder" im Sinne von Einmalhandfesseln möchte ich damit nicht geschnitten sehen, da mag ich den Messereinsatz "am Mann" nicht und ziehe spezielles Werkzeug wie Strap Cutter vor.


    Aber z.B. "echte" Kabelbinder schafft das Messer auf beherzten Zug damit auch.


    Wichtig waren mir die Serrations vor allem für Gurte.


    Besonders wichtig aber auch die sehr sichere Handlage ohne Abrutsch-Gefahr, mit Zusatzsicherung usw.
    Die Anwender sind ja keine Messer-Fachleute, für die ist das ein normales Werkzeug, mit dem sie nicht übermäßige Erfahrung haben.


    Und da bietet das Crawford Kasper schon ein überzeugendes Gesamtpaket aus Leistung, Sicherheit und Stabilität zu einem vergleichsweise sehr kleinen Preis. Die Messer, die ich meinem Team seinerzeit spendiert hab, lagen im Aktionspreis glaube ich bei knapp 25 Euro.

    Sehr nützliches Budget-EDC imo:





    CRKT Crawford Casper Folder
    Ordentlich wirksame Klinge, sehr griff-und bediensicher. SeitJahren bei uns bewährt als Einsatzfolder, den sich auch die jungen Leute gut leisten können, wenn Micha nicht gerade ne Runde davon dem Team ausgibt :)


    Cold Steel Gen II Spike
    Nicht so sexy wie Dawson, aber mordspraktisch sozusagen als schlankes Fulltang-"Mora"


    Beides eben mit guter Preis-Leistung, insb. beim Folder.

    Indoor-EDC heute mit schönen alten SOGs: Pentagon (in der alten Version mit schlankerer Spitze, seit vielen Jahren ohne Schäden im Gebrauch und ohne Spitzen-Bruch durch zig Westen-Einlagen gebuffelt....so mies kann also der zuweilen als Dosenblech gescholtene AUS-6 bei Seki-Messern nun auch wieder nicht sein abseits der Datenblätter....) und dem Tomcat 1, damals auch noch in Seki gemacht.


    Das Pentagon hat heute schon sehr kompetent Wurst und Brödel besiegt, immer mit der passenden Seite.
    Nicht alltagstauglich? Quatsch....




    Tja, Amis, auf die Dinger konntet Ihr abseits von dem ganzen schwurbeligen "proudly made in ..." noch richtig stolz sein.....gemacht in Japan :)

    Top!


    Und so ganz nebenbei ist es so auch noch um Welten schöner! :thumbup:


    Meine sind auch ziemlich rustikal verarbeitet, gelinde gesagt.


    Da tröstet neben dem schon coolen Look nach Praktiker-Tool sonst nur noch die wirklich böse Schärfe, die sie annehmen...


    Dass Dolche amgeblich nicht schneiden, hat kein Ek-Anwender geprägt :)


    Tolles Projekt :thumbup:

    Ah, siehst Du! Du hast Dich ja intensiver mit dem Firmen-Portfolio beschäftigt und siehst diese Unterschiede daher besser.
    Das macht Preisunterschiede doch schon deutlich transparenter.
    Möglicherweise hat mich da auch die Preisgestaltung bei dem einen oder anderen Mitbewerber ein wenig verärgert, z.B. ER, wo es ja auch für bestimmte Versionen bei annähernder Baugleichheit eklatante Unterschiede gibt....


    Ein noch etwas kompakteres taktisches Fixed von ANV wäre eine spannende Sache....