Heute ein wenig unterwegs mit dem Fantoni Harsey Fixed in Idox-Kydex und einem Eafengrow EF 55 (OHNE falsche Warenzeichen, Marken- oder Modellangaben und aus großem inländischem Versandhandel!).
Licht von Peli, Zeit von Casio....

Heute ein wenig unterwegs mit dem Fantoni Harsey Fixed in Idox-Kydex und einem Eafengrow EF 55 (OHNE falsche Warenzeichen, Marken- oder Modellangaben und aus großem inländischem Versandhandel!).
Licht von Peli, Zeit von Casio....

Die Daumenscheibe ist ja bei den Emersons auch vorhanden.
Auch die spricht aber dafür, das Messer ein wenig gegen den Taschensaum zu verdrehen, wenn man es zieht, statt es sozusagen "in der Ecke" aufzuziehen. Die Scheibe wirkt sich ja umso weniger durch Abdrücken des Saums aus, je näher man an einen 90 Grad - Winkel kommt.
Mit dem "Demko-Wave" hab ich keine eigenen Erfahrungen, das passt aber sehr gut hierher, und jeder entsprechende CS-Besitzer ist eingeladen, seine Erfahrungen beizusteuern! ![]()
Anders herum war ich dankbar für die Ermutigung aus Deinem Beitrag.
Man fragt sich sonst ja, ob so etwas wohl beim höheren Öffnungswiderstand eines Backlocks hinreichend flüssig und sicher funktioniert.
Das hat uns erspart, selbst erst mal versuchsweise nen Ghetto-Wave zu installieren....
Danke also! ![]()
Und viel Spaß im neuen Thread! ![]()
Dem Skrilev-Weg folgt das „Spyderco“, dessen Rückengestaltung und großes Öffnungsloch diese Analogie geradezu aufdrängt.
Und hier wurde dann eben nicht der Rücken begradigt, das würde den Charakter des Messers auch einigermaßen grundlegend verändern.
Vielmehr wurde, man sieht es schon auf den Bildern von Idox‘ Bearbeitung, im Bereich schräg vor dem Öffnungsloch halbrund ein Stück des Rückens abgetragen, gerade soviel, daß der Taschensaum so sicher in den Schlitz und das Öffnungsloch eingezogen wird wie beim „Vorbild“ Mangust-K
Notwendig war hier allerdings auch noch zusätzlich die Umrüstung auf Tipup-Carry....zumindest bei diesem konkreten Modell war da nur Tipdown vorgesehen, mit dem sich das Aufziehen ja eher nicht realisieren läßt...


Und auch das funktioniert!



Das gilt auch für das angesprochene Ziehen aus dem Reverse-Griff:

Also alles andere als ein Totalverlust – vielmehr eine deutliche Aufwertung.
Denn in beiden Fällen haben sich ansonsten ja die Funktionalitäten nicht verändert oder verschlechtert, auch das Öffnungsloch bleibt voll nutzbar.
Bei Idox möchte ich mich doppelt bedanken:
Für das Dazulernen beim gemeinsamen Fachsimpeln und natürlich jetzt auch ganz „dicke“ dafür, die erfolgreichen Ergebnisse der Versuche nun nutzen zu können!
Hier zunächst das Ergebnis beim RBB, ebenfalls wie gesagt mit geradem Rücken und nach dem Öffnen des darüber gewölbten bereits gelochten „Buckels“ von der Frontseite her mit einem zum Rücken wie bei Emerson winklig aufragenden Haken-Bereichs etwa in der Größe eines Standard-Emersons…



Das Messer verhält sich im Zug sehr ähnlich wie ein Serien-Emerson. Wie bei diesem sollte man nicht ohne Sinn und Verstand an dem Ding reißen, um ein Übergleiten des begrenzt großen Hakens über den Saumrand zu vermeiden. Erfahrungsgemäß ist nicht der unterste Taschenwinkel direkt am Ansatz des Saums ans Bein die beste Stelle, sondern ein leichtes Verdrehen und Einhaken rechtwinklig gegen den Saum.
Ein Lanyard erleichtert dabei das Erfassen und den Beginn des Ziehvorgangs des tief sitzenden Messers.
Wenn man das Lanyard dabei nicht mit Daumen und Zeigefinger fasst, sondern zwischen Handfläche und den unteren beiden Fingern, zieht man dabei den Griff in die Hand.
Bei den bisherigen Versuchen von Idox und mir stand das RBB nach diesem Tuning einem Serien-Emerson nicht nach, wenn man sich ein wenig auf den Ziehvorgang eingependelt hat und nicht zu rasch zieht, jedoch auch so beherzt, daß man den größeren Öffnungswiderstand auf jeden Fall überwindet. Das spielt sich ein!
Es kann dabei ein Vorteil sein, wenn man sich angewöhnt, aus dem Gelenk auf jeden Fall noch mal ein wenig nachzuschwingen, um schlimmstenfalls eine nicht hundertprozentige Öffnung durch Aufziehen zu vollenden, das gilt für ALLE Waves…
Hier soll es aber nicht um fertig mit Wave angelieferte Serienmesser gehen, sondern um den Umbau von Modellen, die ursprünglich eben keinen hatten…
Bekannt sind da seit vielen Jahren diverse Lösungen, die meist möglichst wenig Umbau des Messers anstreben.
Bekannt sind z.B. „Ghetto-Waves“, insbesondere unter Verwendung der auch von mir geliebten kleinen Kabelbinder. Schnell gemacht, billig, kein Werkzeugeinsatz notwendig, reversibel – und es funktioniert durchaus. Das wollen wir also hier gar nicht verwerfen!
Eine andere Möglichkeit können kleine Anbau-Sets sein, die man mittlerweile bekommen und am jeweiligen Thumb-Stud anschrauben oder diesen durch eine kleine Scheibe mit ausgildetem Haken ersetzen kann.
Auch das habe ich schon sehr gut umgesetzt gesehen.
Aber auch ein nachträglicher Umbau ist kein „Hexenwerk“. Öööh, für mich schon, für Idox aber nicht….
Nach längerem Fachsimpeln über mögliche „beispielhafte“ Modelle, richtige Winkel usw. haben wir zwei Modelle ausgewählt, die unterschiedliche Ansätze zuließen:
- auf dem „Emerson-Weg“ ein RBB von mir, ein Modell einer Collectors-Sonderserie mit VG-10 Klinge
- und einen Spyderco-Police-Klon als Bastelgrundlage mit tolerablem Totalverlust und aus jahrelangem Altbestand, bei dem der (nennen wir es…) Skrilev-Weg mit dem Diagonalschlitz verfolgt werden sollte.
Beide Messer sind Backlocks mit deutlich höherem Öffnungswiderstand als die meisten Linerlock-Emersons. Also stellte sich auch grundsätzlich die Frage, ob der Wave sich auch für diese Modelle eignet. Positive Erfahrungen anderer Anwender z.B. mit einem „Ghetto-Wave-RBB“ haben uns aber Mut gemacht!
Also ging Idox beherzt ans Werk:





Man sieht schon, daß nicht übermäßig viel verändert wurde und er auch immer ausprobiert hat, ob das dann ausreicht, den Taschensaum später hinreichend einzuziehen und sich festzulegen….
Wir möchten Euch heute ein kleines Projekt vorstellen, das einer Fachsimpelei zwischen Idox und mir entstanden ist.
Wir unterhalten uns gern über Gestaltungsfragen bei Messern; manches hab ich irgendwo schon mal ähnlich gesehen, und Idox hat dann sogar das handwerkliche Geschick, gemeinsam Ausgeknobeltes auch noch umzusetzen….
Thema des letzten gemeinsamen Brainstormings war der Öffnungs-Haken an Foldern, der gemeinhin als Emerson-Wave bekannt ist, mittlerweile aber auch bei diversen Modellen anderer Marken seine Anwendung findet.

Hier: Emerson und Kershaw-Emerson mit dem typischen Haken, meist relativ klein im Vergleich und meist mit einer geraden Zugbewegung mit einem rechtwinklig über dem Klingenrücken stehenden Haken-Bereich
Der Wave-Haken ist eine Öffnungshilfe, mit der man (meist am Taschensaum der eigenen Hosen- oder Jackentasche) einen Folder schon im Ziehvorgang öffnen kann, indem sich der Haken am Saumrand festlegt und die Klinge dadurch im Ziehen aufgezogen wird – das nur mal, um die Sache systematisch aufzubauen…
Das hat diverse Vorteile. Wesentlich kann die Zeitersparnis sein. Weiterhin wird argumentiert, das Abnehmen des Öffnens durch den Zugvorgang entlaste das weitere Aufmerksamkeits- und Aktionskonto des Anwenders um kostbares Potenzial in Stressphasen.
Ein anderer Vorteil ist eher ein mechanischer: Beim Öffnen aus einer Reversehaltung sind sonstige Öffnungshilfen wie Flipper oder Thumbstud einfach auf der falschen Seite, nämlich der Kleinfingerseite, und nützen dort wenig bis nichts. Für Messer wie REKs/Pikals, Karambits usw. ist daher der Wave eine besonders spannende Unterstützung, aber auch bei anderen reverse gezogenen Foldern.
Nicht ganz ausblenden sollte man aber die vorsichtige Erwägung, daß beim Öffnen „Nummer sicher“ auch der bessere Weg sein kann – so gibt es in der Messer-SV auch Experten, die bei Thumbstuds das komplette Begleiten mit dem Daumen dem Aufschwingen dringend vorziehen oder sogar selbst im Stress das beidhändige Öffnen als sicherer präferieren.
Ein unbemerkt lediglich teilgeöffnetes Messer oder gar ein noch gänzlich geschlossenes bei einem misslungenen Öffnungsvorgang sind in der Tat möglicherweise folgenreich mehr als peinlich….
Will man aber Öffnungshilfen grundsätzlich nutzen, ist jedenfalls der Öffnungshaken eine bequeme und interessante Variante. Und dann wird man eben z.B. nach Messern wie den Emersons schauen – oder nach anderen Wave-untertützten Foldern…
Das können dann Modelle wie das hochinteressante Viper Maga sein, das diverse Öffnungshilfen alternativ anbietet, neben einem Flipper auch eine Kombi aus seitlicher Daumen-Öffnungshilfe und großem Öffnungs-Haken

Das funktioniert tatsächlich sowohl forward wie reverse ausgezeichnet, was sehr gut unterstützt, das Messer bedarfs- und vorliebenweise sozusagen gleichwertig aus beiden Positionen zu ziehen und zu führen.
Ähnlich wie bei Emerson funktioniert es beim NOKS Mangust-M nach einem Entwurf von Igor Skrilev, der sich viele nützliche Dinge abgeschaut hat auf der Welt und dann umgesetzt in sehr anwendungsorientierten Gestaltungen, die aber nicht unbedingt immer den Ästheten so begeistern würden wie uns als Anwender. Ich liebe die Dinger – auch den Tanto-Panzer mit Thumbstud, Flipper UND großzügig dimensioniertem Öffnungs-Haken.
Das vergleichsweise sehr preisgünstige Messer verdrängt sehr häufig bei mir insbesondere im professionellen Bereich weitaus teurere Mitbewerber…
Auch beim Mangust-M sehen wir einen geraden Rücken und einen rechtwinklig darüber aufragenden Haken-Bereich….

Etwas anders gelöst hat es der pfiffige Skrilev beim Mangust-K, einem weiteren Lieblingsfolder von mir, meist im Mangusten-Duo mit dem Unimog-Tanto-Folder gleichen Namens…

Hier wird der Taschensaum eher diagonal im Zugvorgang in ein relativ großes Loch gezogen, um das sich der Öffnungs-Haken biegt, der Rücken bleibt dabei relativ hoch und gerundet – und auch das funktioniert dann in der Praxis so sicher wie die geraden Lösungen, vielleicht sogar sicherer.
Beide Messer verwende ich in unseren Workshops und ziehe sie beiläufig, und die Leute im Auditorium würden sontwas wetten, es handele sich entweder um Fixed oder um Springmesser. Nur könnte man auch Springmesser nur schlecht aus der Reverse-Haltung so öffnen. Langsames Wiederholen bringt dann meist ein erstauntes „Oooh!“….
Auch Spyderco und ZT z.B. haben Modelle mit Wave – gehen dabei aber meist den Emerson-Weg eines geraden Rückens. Bei den Spydies kommt dabei zuweilen eine Gestaltung heraus, die ich wenig ansprechend finde und die die Konzeption der Klinge einigermaßen verändert.
War im anderen Thread irrtümlich gelandet...
Das sag ich Dir!
Wenn ich nen Pyjama tragen würde, würd ich mir den heute da dran machen und um drei Uhr in der Nacht mit der schönen neuen Lampe leuchten, ob er noch da ist ![]()
Und es ist schön, sich seine Kinder-Freude zu erhalten, auch wenn ansonsten schon an manchen Stellen an einem selbst der Lack ein wenig ab ist! ![]()
Und mit der Briefpost dann ne weitere tolle Überraschung.
Ja, ist denn heut schon Weihnachten??
Vom Lichtschalter kam ein Patch der Royal Marines Commandos.
Anfang Juli nach nem Post von Sacha nach darüber gesprochen, jetzt prangt das schöne Ding an meiner Joppe! ![]()
War ne tolle Überraschung, herzlichen Dank! ![]()

Sehr dezent, kann man wirklich überall dranlassen, denk ich ![]()
Wobei ich ansonsten zumindest privat ja die von anderen "Wandervereinen" aus Ost und West ja durchaus auch gern trage ![]()
Von einem der dazu "üblichen Verdächtigen" wieder einmal erleuchtet worden ![]()
Man ist ja hier von Menschen umgeben, bei denen man sich zuweilen nicht nur vor den notorischen Versuchungen nicht retten kann (...hallo, Troll!
), sondern auch vor ihrer Großherzigkeit. Unglaubliche Bande hier ![]()
Heute angekommen mit dem Rücklauf eines Bastelprojekts mit gemeinsamem Brainstorming mit Idox und dortiger Durchführung, zu dem ich gesondert noch berichten werde:
Streamlight ProTac 1AA

Hoffnung war wohl, dass es meine hier überall taktisch verteilten oder im HO als EDC-Leuchte eingesteckten China-Funzeln ersetzt, es wird sie aber eher ergänzen. Ist ja nirgends weit bis zur nächsten 18650er hier.....und die Anforderungen ans Wegausleuchten zum nächtlichen Pipimachen oder Ausleuchten einer dunklen Schubladenecke sind vielleicht bei Highendleuchtignoranten wie mir nicht so ausgeprägt wie bei Geiselrettung oder dem finalen Shootout im finsteren Kellergewölbe ![]()
Ist aber ein schönes kleines Lämpchen und kam sofort im Austausch zur Peli-Stiftlampe ins heutige EDC.
Herzlichen Dank wieder einmal, Idox!!
Sowohl fürs Basteln nach gemeinsamem Nachsinnen als auch insbesondere für die erneute Erleuchtung!! ![]()
Bunter Teller ![]()

Wieder grün(bunt) mit dem Fantoni HB Fixed und einem Ringmesser...

Anlasslos?? ![]()
Top! ![]()
Mal hochgeholt, weil ich mich gerade "einschlägig" freue ![]()
Und das Bild hat sich jetzt auch nicht verlaufen aus dem Gastro-Thread!

Den hausgemachten Blaubeerkuchen gönn ich mir jetzt als Belohnung für den 5.000sten km der diesjährigen "Tour de Joule", den ich soeben geradelt hab - wie jeden Tag in diesem Jahr ![]()
Und da Ihr meine Tellerbilder ja vielleicht kennt, wißt Ihr auch, daß ich das auch nur so durchgehalten habe mit Bewegung und durchaus wunderbarem aber ein wenig kontrollierterem Essen, weil ich mir dann doch eben den Genuß gönne und mich nicht nur von irgendwelchen Breichen, Diätmahlzeiten oder Obst ernähre, auf Kohlehydrate komplett verzichte und auf sonst nichts komplett, sondern nur mit Augenmaß.
Kann so weitergehen ![]()
Was Training/Fitness angeht, wird da täglich was getan derzeit. Gut, ich bin nie ein Athlet gewesen, aber meine Fortschritte beim Üben mögen für Euch junge Cracks bescheiden sein, für mich sind sie motivierend und positiv ![]()
Wir alle sind völlig verblüfft. Im Netz habe ich keine einzige Beanstandung dieser Art bisher finden können. Der Griff an meinem sitzt im Ruhezustand bombenfest, nichts hat Spiel.
Auch Wolfgang, der sofort entsprechende Prüfungen veranlasst hat, trifft da keinerlei Vorwurf, ganz im Gegenteil!
Ich bin schon darauf gespannt, was die Untersuchung des Griffs ergibt. Ein solches Verdrehen ist ja eigentlich nur möglich, wenn der Erl da einfach ohne ausreichendes Einbetten durch einen innen rund ausgebohrten Griff geschoben und lediglich hinten gekontert wurde.
Das wäre schon fahrlässig...
Was einem dabei auch zu denken gibt: Idox ist ja kein eishockeymaskentragender Haudrauf, sondern sehr sorgfältig und erfahren im Umgang und handwerklich selbst ja auch geschickt.....Der hat also nicht ohne Sinn und Verstand damit herumgekloppt.
Schlimm daran ist auch, daß das ja erklärterweise ein Survivalmesser u.a. für die Legions-Lehrgänge in Guyana ist und für den dortigen Gebrauch. Und das Problem ist kein kosmetisches, sondern eins von gravierender Bedeutung für den weiteren Gebrauch....Passiert das da draußen, ist es MEHR als nur ein Ärgernis....
Idox wird über den weiteren Verlauf und die Feststellungen berichten.......
Schön mal wieder ein Dozier im Gebrauch zu sehen! Top! ![]()
Das eigene Indoor-EDC heute "grünbunt" mit dem Hatamoto-MBK und einem Ganzo G-704...

Sorry, für Boonies leider keine bewährte.
Aber was sonst an Mützen kam, von verschienen Anbietern, war wirklich SEHR ordentlicih!.
Ich hab z.B. auch zwei Camo-Watch-Caps aus den USA, die waren deutlich teurer als die Russen, aber nicht annähernd so gut.
Später möchte ich im Thread gern noch mit dem M3 weitermachen, wenn Michael so nett ist, Bilder von seinem und ein paar Erfahrungen beizusteuern ïŠ
Und gern auch noch mit dem Fox Forest 577 PW, ich hab meins seit langen Jahren, wenn auch ohne die Gravuren der Messer, die in der Legion z.B. als Ehrengabe nach Bosnien-Einsätzen vergeben wurden.

Und natürlich können wir zur Abrundung hier auch noch so weitverbreitete Individual-Ausstattungen mit aufnehmen wie das Cognet Douk-Douk oder das Vendedouk, da das Douk-Douk über Jahrzehnte auch bei der Legion im Individualgebrauch war – in Nordafrika dann übrigens auch auf beiden Seiten der Auseinandersetzungen…


Auffällig ist wie gesagt die Ähnlichkeit zum „KA-BAR“, genauer zum USMC-Fighting Knife, das ja neben der KA-BAR-Produktion z.B. auch noch von Ontario und Case fürs US-Militär gebaut wurde.
Unterschiede liegen im Stahl, der ist hier rostträge, was ja bei einer Verwendung z.B. in Guyana nicht falsch sein muß, wenn man an Beschwerden von US-Kräften über die im Dschungel doch rostanfälligen 1095er-Klingen denkt….
Ähnlich könnte es beim Griff sein, wenns nicht schnöde eine Frage von Preis oder Verfügbarkeit war, was bei massenhaft gekauften Ausrüstungsgegenständen verdammt wichtige Faktoren sind und auch schon nachteilige Materialwahlen hervorgebracht haben soll wie z.B. beim 3rd Pattern Fairbairn Sykes…
Das Legions-Bowie hat jedenfalls statt des Schichtledergriffs einen aus Palisander. Der neigt dann im „Treibhaus“ nicht zum Schimmeln und Quellen.
Zudem hat das Legions-Bowie keine Hohlkehle. Allerdings ist auch hier der Erl nur so dimensioniert wie beim KA-BAR und folgt damit einem der Haupt-Kritikpunkte am berühmten Vorbild unverändert.
Wir reden hier aber nicht von einem dünnen Stecken wie beim zuweilen als anfällig kritisierten FS, sondern von 5x10 mm…..
Der Palisander-Griff ist handfüllend, bei mir dürfte er nicht größer sein, aber ich hab ja auch eine „Kinderhand“, auch bei mir ist es aber nicht zuviel oder unbequem.
Schliff und Finish sind nicht zu beanstanden, das Messer kam hinreichend scharf an mit symmetrischem Schliff. Das In-Hand-Gefühl und die Balance sind angenehm.


Die Scheide mit Schleifstein-Vortasche ist wirklich wertig gemacht.
Die breite Gürtellasche kann man hinten aufknöpfen, das Rudel Druckknöpfe sitzt stramm und vertrauenerweckend. Das gilt auch für die beiden Sicherungsriemen für den Griff.
Wenn man mal die armen Kerle durch Gestrüpp und Schlamm und Dschungel krauchen sieht, ist ein hinreichender Schutz gegen Verfangen des Griffs und Verlust des Messers sicher ebenso sinnvoll wie beim Hüpfen aus Flugzeugen (Franzosen ziehen das vernünftigerweise dem Herausfallen aus Choppern wohl vor…).
Mir sind zwei für den normalen Wald im Regelfall zuviel – auch das ist aber kein Problem: den unteren kann man neben die Gürtellasche hinter den Gürtel klappen oder den oberen einfach herausnehmen.
Im Ersteindruck ist das schon objektiv als größeres Outdoormesser ein schönes Ding, vor allem aber bei militärischem / historischem Interesse ist es ein bezahlbares Sahneteilchen mit Nutzwert.
Meine Empfehlung: Sichert Euch eins, solange es noch welche gibt!
Geht’s nur um Funktion, kanns später natürlich auch noch ein Defender oder ein Commando sein, klar. Aber das „volle Paket“ gibt’s halt nur noch begrenzt aus den Maserin-Restbeständen…
Ich möchte die Einladung an andere Anwender wiederholen, Bilder und Erfahrungen beizusteuern! Frisch ans Werk, Sacha und Idox ïŠ