Beiträge von Micha M.

    So, dann schauen wir mal ein wenig genauer auf Ergonomie und Linienführung..


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    Bevor wir auf die erklärte Stärke einer gebogenen Klingenform in der dynamischen Anwendung kommen - dem Folgen der gebogenen Schneidenlinie einer bogenförmigen Hiebbewegung im Schnitt und eben auch der Position der Spitze beim Auftreffen im Stich nach einem bogenförmigen Schwung im Reversestich oder im Infight - schauen wir auf die Standardsituation geraden schnellen Klingenvortriebs, den geraden Stich im Jab, der am schnellsten die größte Distanz überwindet.

    Und da gilt eben auch, daß für eine dann bestmögliche Penetration die Spitze nicht ZU schief aufkommen darf, um gut zu penetrieren und dann möglichst kraftvoll und im dahinter gelegenen Arm "verriegelt" in der Kraftlinie des Unterarms weiter nach vorn gedrückt werden zu können....


    Hier aber steigt die Spitze ja an - positiv im bogenförmigen Schwung, auszugleichen im Jab...Wie?

    Das Undercover liegt hier neben dem Al Mar Mini SERE als geradem "Referenzmodell" mit nicht geneigtem Griff, und man sieht die Lösung:


    Lopes hat den Griff des Undercover leicht gebogen und geneigt. Und das zweite Bild zeigt sehr gut, daß man beim gleichen Handgelenkwinkel bei der Forwardhaltung wie beim Al Mar die Spitze des Undercover hinreichend absenkt. Hält man es noch "natürlicher" mit etwas weniger abgebogenem Handgelenk, liegt die Spitze etwas höher, was gut ist, um vorn zu schneiden, das Gelenk verriegelt mehr.


    Der von Lopes gewählte Winkel reicht aus, eine stark erhöhte Neigung / Biegung würde die Haltung ggf. ZU speziell machen.

    Die tiefe Zeigefingermulde hilft ihm in diesem Punkt auch, was die Position des Griffs in der Hand und den resultierenden Handgelenks-Winkel angeht.


    Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, die Neigung des Griffs noch um ein paar wenige Winkelgrade zu erhöhen.


    Wie gesagt, wir reden hier nur vom Jab, für bogenförmige Schwünge ist das alles kaum noch zu optimieren...


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    Danke! Ich mag die natürlich auch sehr und hab sie mit grossem Glück ja auch erst sehr spät geschossen.

    Also dran bleiben!

    Und noch mal GANZ herzlichen Dank an Idox für die Aufbereitung des 880! :thumbup:

    Setup auch heute wieder mit der Überlegung zusammengestellt, dass die Komponenten einander mit ihren Eigenschaften und Möglichkeiten gut ergänzen und an ihren Stationen gut zugänglich sind...


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    Und hier das Undercover zwischen zwei legendären Emerson-Foldern mit ausdrücklicher Fighter-Widmung: dem Persian als Cevapcici-Pieker für westliche Spezialkräfte in Bosnien und dem Banana als SAS-Allzweckwerkzeug im Survivalpack und für manch anderes.

    Natürlich sieht man hier auch Parallelen der aufgeschwungenen Klingenform, mir gehts diesmal aber um die Griffe.

    Ernest Emerson, der manche Dinge ja frappierend rustikal und praxistauglich umzusetzen weiß, ist gleichwohl für viele profesionellle Anwender eine der Referenzgrößen für eine Griffgestaltung, die auch der dynamischsten Anwendung Stand hält...sprich: der kann Fighter-Griffe bauen, bei denen man nicht vielleicht nicht auf die Klinge rutscht, sondern NICHT. Und die Haltewinkel und eine Ergonoie liefern, die auch Stress, Dreck, Tempo und vielerlei unfriedlichen Widrigkeiten standhält.

    Harsey macht das hübscher und ist mit Emerson für mich so eine Referenz, aber Emerson funktiniert einfach.

    SO neigt man dann Griffe für den richtigen Winkel, so gestaltet man vor allem auch eine Zeigefingermulde und schafft damit Schutz und definierten Griff durch einen griffintegrierten Guard.

    Das hat Lopes hier auch sehr gut umgesetzt!

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    Hier sehe ich das Undercover "zu Hause": Im Kreise von relativ kompakten fixen Backups mit hoher Leistungsfähigkeit ohne die absehbare Notwendigkeit mißbräuchlicher grober Werkzeuganwendung.

    Trägt man sowas für "Sonderaufgaben" bei einer militärischen SE - wie sonst ein FS meinetwegen - könnte es größer sein und müßte durch ein Werkzeug ergänzt bzw. bedarfsweise ausgetauscht werden.

    Aber so richtig heimisch aufgehoben sehe ich es bei Personenschützern oder zur persönlichen Selbtverteidiung von geschulten Einzelpersonen oder in Zivil agierenden Einsatzkräften. Concealed Carry, schnelle Einsatzmöglichkeit, maximale Schneidleistung und Penetration vor Mißbrauchstauglichkeit, flinkes Handling. Multitool als Werkzeug-Ergänzung oder kleiner Folder mit stabiler Spitze dazu, um die vergleichsweise grazile Undercover-Spitze auszugleichen, und man ist mit einem hochleistungsfähigen Backup ausgestattet auch für den wildesten Einsatzraum.

    Und zwar mit einem, das nicht nur als Schneidwerkzeug parallel zur Kurzwaffe funktioniert wie etwa ein SOCP oder HAK, sondern auch autark, ganz ohne Schußwaffe, wo man keine mitnehmen kann...


    Urbane Backups sind hier mit dem Nealy Kwaito und dem Brend Combat Companion als Vergleichs-"Buddies" prominent vertreten....


    Morgen kommen ja noch In-Hand-Bilder hinzu, und man wird sehen können, ob es die Formgebung bezüglich der gebogenen Klinge und des intelligent geformten Griffs denn wohl bringen wird :) Ich bin da zuversichtlich :)


    Die Scheide ist momentan noch eckig.

    Das läßt sich natürlich sehr gut unter einer Magazintache oder Multitooltasche oder meinetwegen einer Smartphone-Gürteltasche verbauen und passt mit dem Ulticlip auch prima morgen in meine Cargo-Hosentasche an den Saum. Eine konturierte Scheide, wie angekündigt, halte ich aber für eine weitere Verbesserung....

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    Dieser Vergleich MUSS natürlich sein!


    Die Formen folgen einer sehr ähnlichen Anwendungskonzeption, ob nun forward oder reverse geführt.

    Dem entsprechen Griffneigungen, Klingenbiegungen, der Wellenschliff am Klingenrücken.....

    Wie in der Einführung geschrieben: Wer mal was zu Echanis und Taylor und zum Al Mar / REKAT Warrior gelesen hat oder Anwendungsformen von Scimitar-Klingen kennt, kennt die Erforderisse an die Form.

    Siehe auch Emerson Persian, Benchmade Bedlam, moderne Jambiya-Versionen oder auch das berühmte Moran-Modell...


    In einem militärischen Einsatz mit möglicher mißbräuchlicher Werkzeuganwendung oder sehr dynamischem Gebrauch gegen teilgepanzerte Weichziele läge vermutlich bei optimaler Schärfung der Pygmy Warrior wegen der belastbareren Spitzengestaltung vorn. Im urbanen verdeckten Einsatz beim Personenschutz oder der Selbstverteidigung gegen ungepanzerte Weichziele ist nach meiner Einschätzung das Undercover schneller und bissiger sowie penetrationsstärker und damit leitungsfähiger.


    Die Größe ist dabei durchaus sehr vergleichbar, auch wenn das Spyderco bulliger wirkt und das Undercover zierlicher....

    Zum Tunnelreinigen also eher mal das Spydie, für den Personenschutz oder die urbane Selbstverteidigung oder gezielten urbanen Einsatz eher das Undercover!




    Hier noch mal die angesprochenen Klingenformen, die Parallelen zur Maß- und vor allem zur Formgebung sind offensichtlich.


    Urbane Tacticals aus Frankreich.

    Stilistisch und von der Bedeutung der Entwürfe in diesem Segment durchaus weit vorn, wissen wir - wie erwähnt - viel zuwenig über moderne französische Messer im Bereich urbane Tacticals. Mit Perrin und Bastinelli wars das für uns meist schon, hier jetzt mal Tony Lopes dazwischen - für mich auf Augenhöhe.

    Vergleichbare Abmessungen, moderne Konzeptionen. Was mir auffällt, ist die Gemeinsamkeit der tiefen Zeigefingermulde, die die Haltung sehr definiert, griffintegriert einen guten Guard liefert und den Biegewinkel des Handgelenks positiv beeinflusst. Das mögen sie scheinbar alle, wie Baguette, unsere französischen Macher :)

    Das schaut alles sehr modern aus, funktioniert aber vor allem auch ergonomisch sehr gut.

    Perrin zieht teilweise SEHR tief ein, teilweise auch mit Anwendersorgen zur "Sollbruchstelle".

    Das lösen Bastinelli und nun auch Lopes moderater, aber beim Undercover sitzt der Zeigefinger da auch absolut definiert und nach vorn geschützt.

    Passt!

    Auffällig die Preisunterschiede: Das Street Beat ist schon heftig teuer gewesen, das RED hatte schon eine deutlich bessere Preisleistung, der günstigste Mitbewerber mit 95 Euro frei Haus von Station IX FR ist das Undercover, und das liegt nicht "unter" den anderen, wenn man mal die etwas rustikalere Optik nicht nachteilig wertet. Qualitative Makel vermag ich keine zu entdecken...

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    Meines ist heute auch angekommen, und ich habe einen sehr angenehmen Ersteindruck, der den geäußerten Hoffnungen und ersten Einschätzungen entspricht.

    Bagheera hat ja schon einen Ersteindruck berichtet, und den kann ich rundum bestätigen:

    Sehr gute Ergonomie, gute Verarbeitung, in der Preis-Leistungs-Relation sogar sehr gut.

    Alle Winkel stimmen bei Klinge und Griff und folgen natürlichen Nutzungsbewegungen.

    Der Schliff ist gut, etwas Schärfe kann noch dran, aber das wird sich ja wohl machen lassen.

    Das kleine glatte Stück oben vor der Welle ist derzeit noch nicht scharf, wir werden sehen...


    Die Scheide sitzt besser und ist stabiler als die frühen Bastinellis. Sie ist absolut gebrauchstüchtig sowohl bezüglich Stabilität als auch Passung und Ziehwiderstand. Ulticlip dran und ab an den Taschensaum! Der neue Run kriegt ne konturierte Scheide, ,das wird die Möglichkeiten noch verbessern....


    Das "Gesamtpaket" passt also, das sieht man mit ein wenig Erfahrung auch schon am Tag 1 und mit Sofa-Handling.

    Genaueres wird kommen....

    Das ist also noch kein fertiges Review, sondern ein Ersteindruck...

    Ein richtig spannender Fighter, sehr gelungen entworfen und gemacht!


    Hier als Teaser und für den Anfang schon mal einige Vergleichsbilder.

    Man hatte ja auch schon das eine oder andere Messer in der Hand, auch Mitbewerber mit vergleichbaren Gestaltungsdetails in überzeugender Ausführung. Das beleuchtet dann schon mal zu vielen Punkten, ob das No. 12 Undercover da anschließt und ebenfalls überzeugt.


    Mich schon!


    Morgen oder später dann noch In-Hand-Bilder usw...

    Kurz nach Bagheera wurde ich gerade auch beschert. Er hat seinen Ersteindruck im EDC-Thread schon angerissen, und ich sehe alles identisch:

    Tolle Ergonomie, etwas Schärfe darf noch dran, die Scheide ist besser als die frühen Bastinellis und absolut gebrauchstauglich.

    Bin sehr zufrieden!

    Auch bei Tony Lopes bei Station IX FR direkt bestellt, samt sehr angenehmem Fachsimpeln.

    Bilder folgen am Abend, ein paar Anmerkungen möglichst auch...

    Ich würd gern alles in dem für das Messer eröffneten Thread zusammenfassen.

    Bagheera, kriegst Du Deinen Beitrag evtl. auch dorthin?


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