Beiträge von KastorDJT

    Ich habe das H1 in der Fabrikausführung. Ein tolles Messer mit einer sehr praxisorientierten Klinge. Die Idee die Klinge vorne etwas schmaler zuschleifen, um größere Schärfe zu erzielen gefällt mir, obgleich ich an der Werksschärfe und was man daraus noch machen kann nichts einzuwenden habe. Auf jeden Fall eine Überlegung wert.


    Der "Gummigriff" ist sehr rutschfest und auch bei Kälte gut zu handeln. Für mich wichtig, da mir Messer ohne jeden Fingerschutz eigentlich immer etwas unheimlich sind. Wie sieht es denn mit der Rutschfestigkeit bei deinem Griff aus, oder gehst Du davon, für mich nachvollziehbar aus, das das Messer fast ausschließlich für den ziehenden Schnitt gedacht ist? Ist da eine Einlage zwischen Horn und Stahl oder ist das ein Schatten?

    Den Kälberfang habe ich bis jetzt 2 mal bei Schmaltier und Kalb angewendet. Jedesmal war es ein Verkehrsunfall und das Stück war eingelemmt, bzw. im Auto. Um den Stücken unnötige Schmerzen zu ersparen habe ich mich für den Kälberfang entschlossen. Bei Schwarzwild halte ich ihn für nicht praktikabel. Wenn man die Sau in die Saufeder rennen lässt, mag das anders aussehen.

    Sekundenkleber ist gut! Lohnt sich, darüber nachzudenken, Danke!


    Das mit der Schule war in diesem Kreis auch eher ironisch gemeint!


    SAK (oder Laguiole, Norton, Mercator, Ankermesser...) habe ich dabei, da es erstens viele Dinge leichter macht und es wesentlich sozialverträglicher ist so ein Teil in den Deichtorhallen rauszuziehen und etwas zu schneiden, als z.B. mein Spyderco Temperance ( ein älteres Modell mit 12cm Klingenlänge), welchselbes ich dort morgen spazierenführe. Glücklicher Weise darf man ja noch mehr als ein Messer mitnehmen.


    Handschuhe habe ich vergessen aufzuführen. Sind auch fast immer mit.

    Das sehe ich auch so. Stabilität ist bei diesem Messer nicht das was überbewertet werden sollte. Daher kann ich die Argumentation zugunsten des Steckerl nachvollziehen! Es gefällt mir aber trotz Flacherl!

    Ich habe schon mal gesehen, das jemand eine Bajonetaufpflanzvorrichtung auf einen Stock montiert hat. Geht natürlich auch sehr schnell, aber bei der Stabilität habe ich da doch Bedenken!


    Im übrigen stimme ich zu: Die Saufeder lebt und hat Ihre Berechtigung!

    Ich habe eigentlich immer, neben Ausweis und Geld, 6 Dinge dabei: Ein Messer (na gut, es sind meistens 2, ein SAK und ein Fixt), Streichhölzer (Feuerstahl), Paracord, ein Taschentuch, ein Verbandspäckchen klein und eine Lampe. Darauf aufbauend wird es dann durchaus mehr. Z.B. Kompass, Sicherheitsnadeln, Schreibzeug, First Aid Kid u.s.w. . Das ist etwas mehr als der alte Spruch unter dem ich aufgewachsen bin, das man als Junge (nicht sexistisch gemeint, Mädels dürfen natürlich auch) immer Messer (ja auch in der Schule, solche Zeiten gab es), Streichhölzer und Taschentuch dabei hat.

    Interpretiere ich das jetzt richtig: Durch die Verwendung eines Steckerls hättest Du weniger Stahl verbaut und der Griff hätte "besser" ausgesehen!


    Hm, das alte Problem Stabilität (relativ) versus Aussehen (auch relativ). Wobei mir das Messer eigentlich gut gefällt, auch mit Flacherl!

    Stimmt! Habe mich verleiten lassen abzuweichen. Selbst habe ich nur 2 Mal eine Saufeder verwendet. Einmal bei einer von den Hunden gebundenen Sau (ca.30 Kg) und einmal bei einem Waschbären! Beides wäre auch anders zu händeln gewesen. Der große Vorteil ist die Kraft, (beide Hände, Körpergewicht) und der Abstand zum Stück, der Nachteil die Größe und Unhandlichkeit.


    Erfahrung mit den Zusammenschraubbaren habe ich nicht. Dauert aber sicher zu lange, wenn man das erst im Treiben machen will. Aus meinen, was die Saufeder betrifft nur sehr rudimentären Erfahrungen kann ich sagen, das ich bei meiner Saufeder deutlich mehr Kraft aufwenden musste, als es mit anderen Waidwerkzeugen der Fall war. Dies liegt aber auch daran, das meine S- Feder recht stumpf ist.

    Mal ein Beispiel aus einem anderen Bereich. Ich habe ein Interview eines deutschen Unternehmers gehört, welcher Goethe, ich glauge es waren die Leiden des jungen Werther als Hörbuch auf chinesisch herausgebracht hat. Der Reporter fragte, ob er denn nicht Angst vor den Raubkopien hätte, welche sicher sofort auf dem Markt wären. Die Antwort (sinngemäß) Nein, unsere Zielgruppe legt Wert darauf das Original im Schrank zu haben, die anderen erreichen wir sowieso nicht und darauf ist unsere Kalkulation aufgebaut.

    Nach dem Stich drücke ich die Klinge nach Unten und erweitere damit die Öffnung in den Brustraum. Das geht nur sauber, wenn beide Schneiden komplett geschärft sind.
    Eine Verletzungsgefahr durch die Klinge an sich besteht immer. Da ist es völlig egal wie die Klingengeometrie aussieht.

    Auch wenn ich Dir bei deinen Ausführungen zu 99% zustimme, insbesondere was das Herangehen mit versorgter Klinge, dass Umwerfen und die Bevorzugung des Blattfangs betrifft, erschließt sich mir die Empfehlung zum beidseitigen Klingenschliff nicht. Ich drücke die Klinge ebenfalls nach unten um den Brustkorb zu öffnen. Dabei schneidet nur die untere Klinge, die obere tut dabei gar nichts! Warum also beide Seiten komplett schärfen? Die Jäger vergangener Jahrhunderte haben durchaus Dolche gekannt, trotzdem findet man sie kaum bei Jagdwerkzeugen. Muss doch irgend einen Grund gehabt haben!

    Ich bin ja froh, das meine Einlassungen zur Ausrüstung nicht von allen als Blödsinn abgetan wurden. Natürlich gibt es Unterschiede zwische einem reinen Stadtauto und z.B. einem "Jagdwagen", aber eine Decke sollte eigentlich immer Platz haben.


    Zur Schneehöhle. Ich lehne sie überhaupt nicht ab, halte aber den Bau bei Nacht für schwierig. Zumal einiges zu bedenken ist.1978/79 habe ich mit einem Bergepanzer in Norddeutschland Straßen geräumt. Es war wirklich schwierig Autos zu erkennen! Wenn sich da jemand eine Höhle gebaut hätte, wäre es wirklich gefährlich geworden. Ich denke eine Schneefräse, welcher wahrscheinlicher als ein Panzer ist, macht auch kurzen Prozess. Daher ist die Wahl und Kennzeichnung des Platzes, auch in Hinblick auf Schneebruch existenziell. Dies in der ersten Nacht zu managen ist eine Herausforderung, vom Bau selbst noch nicht geredet. Daher würde ich mich in der ersten Nacht auf mein Auto verlassen und bei Tagesanbruch weitersehen. Anders ist die Situation natürlich, wenn ich noch genug Tageslicht habe. Hier ist abzuwägen, wie groß die Wahrscheinlichkeit eines längeren Aufenthalts ist um die Zeit und Energie für den Bau aufzuwenden oder ob ich nicht Alternativen, z.B. Lagerfeuer mit Reflektor einfacher erstellen kann. Letztendlich gibt es, wie immer, keine pauschalisierte Antwort.

    Ich hatte mal das Vergnügen auf der Autobahn fest zu stecken, da das Streusalz ausgegangen war und nichts mehr lief. Sehr interessant die Panik zu beobachten, die sich da breit machte, insbesondere, da die Leutchen nichts dabei haben, noch nicht mal eine Decke. Durch meine Ausrüstung Hobo, Wasserkessel, Tee, Decke, Mantel, Schlafsack.....u.s.w habe ich erst mal ein schönes Feuerchen gehabt und mich dann gemütlich zur Ruhe begeben, insbesondere, da eine 4-Beinige Wärmflasche mit war. Schneehöhle bauen war in dieser Situation nicht drin und auch nicht nötig. Ich würde bei Nacht in einer unbekannten Gegend auch sehr vorsichtig sein, mit so etwas anzufangen. Wichtig ist, neben der psychischen Einstellung die Grundausstattung im Auto, zumindest Decke, Mantel, Regenschutz,über Spaten, Messer, Feuer, Lampe u.s.w. rede ich hier gar nicht, etwas zu trinken und der gefüllte Tank welcher gerade im Winter Standart sein sollte, wenn man los fährt. Erst mal durchhalten und dann bei Tag eine Bestandsaufnahme.

    Das BMF ist ein klassse Messer!


    Ich habe die Version ohne Säge seit 1991, damals aus der USA mitgebracht und es hat mich nie enttäuscht. Es ist für mich für die meisten Arbeiten zu groß, da bin ich mit einer 10 bis 12 cm beser bedient, aber der Name, Basis Multi Funktion ist wirklich Programm. Die Hiebfähigkeit ist wegen der relativ schlanken Spitze etwas weniger ausgeprägt, als es die Klingenlänge erwarten lässt, dafür ist die Penetrationsfähigkeit, insbesonders mit dem scharfen Rückenwirklich gut. Eine gute Wahl zum Abfangen! Z.Z. liegt es bei mir im Kofferraum und wartet auf den nächsten Wildunfall.


    Ein schöner Klassiker und ein gutes Beispiel was Gerber mal gebaut hat. Wenn ich den Bericht über das wackelnde LMF II dagegen halte kann man nur noch den Kopf schütteln.

    Zum Saufänger möchte ich sagen, das mir die Parierstangen andersherum vielleicht auch lieber wären! Nachteilig bei dieser Abwandlung wäre aber, das dadurch wesentlich leichter Äste den Stoß hemmen können. Man müsste das Teil mal in der Hand haben. Die Klingenform mit der in Mittellinie befindlichen, leicht "gerundeten" Spitze und dem nicht durchgängigem Rückenschliff gefällt mir ausgezeichnet und ist sehr praxisorientiert. Klasse!


    Die Scheide ist handwerklich toll und stilistisch schön, allerdings mit zu vielen Sicherungen versehen. Ideal, für mich, ist eine Scheide, welche das Messer sicher festhält, jedoch möglichst ohne Sicherung auskommt. Man hat den Fänger nicht zwingend sofort in der Hand, das ist situationsabhängig.


    Wie tief und wo man das Messer trägt, ist natürlich Geschmackssache. Ich selbst bevorzuge 3Uhr, in einer Höhe, so das der Griff von der Jacke bedeckt ist ( weil bei 10.30 der .44Mag für den Crossdraw hängt). Wäre das nicht der Fall, würde dort der Hirschfänger sitzen.

    Was mir bei den ganzen heute angepriesenen Saufängern missfällt ist die Zweischneidigkeit. Letztendlich handelt es sich um mehr oder weniger breite Dolche. Dies halte ich für nicht ganz ungefährlich (für den Benutzer).


    Begründung: Penetration ist äußerst wichtig, ist ja auch logisch, aber diese wird mit der Spitze und dem ersten Drittel der Schneide erreicht. Daher ist es unnötig die Rückenschneide ganz zu schärfen. Es ist für die Hunde und den Menschen gefährlich. Wer mal mit Hunden an der Sau oder einem Hirsch war, weiss was das für ein Wooling ist. Die Hunde hängen an dem Stück, werden herumgewirbelt und stützen sich mit ihren Läufen ab. Das Stück ist auch nicht untätig. Wie leicht können sie dann an die Rückschneide des Saufängers kommen und sich verletzen. Dasselbe gild natürlich auch für den Anwender. Dies ist wohl einer der Gründe, warum die Jäger vergangener Jahrhunderte Hirschfänger benutzt haben bei denen der Rücken nicht durchgängig geschärft war und ist. Die Dolchform war damals schon bekannt und hätte sich durchgesetzt, wenn sie für diesen Zweck Vorteile gebracht hätte.


    Zur Klingenspitze möchte ich auf die leicht gerundete und scharfe des Puma Gebrauchshirschfängers nach Frewert hinweisen, welche so geformt ist, damit sie sich nicht in dem Knochen festfrisst. Probleme mit der Penetration hatte ich mit dieser Form noch nie. Ein für mich bewährtes und durchdachtes Konstrukt.


    Genial ist auch die Spitze des Lippertschen Waidblatts. Bei Ihr ist die Spitze solide und sehr stabil ausgeführ. Durch die besondere Form des Rückens wird eine gute Schnittleistung bei der Rückwärtsbewegung der Klinge gewährleistet, so er denn scharf ist, was bei meinem der Fall ist.


    Mit dem normalen Waidblatt habe ich noch nie abgefangen, habe es aber an erlegtem Wild probiert. Hier kommt wohl vor allem die Schneide zum Einsatz. Es erfordert mehr Kraft als mit einem Hirschfänger oder dem Lippertschen Waidblatt.


    Mein Favorit ist daher nach wie vor der Hirschfänger, wie im letzten Jahr mal wieder praktiziert, gefolgt vom Lippertschen Waidblatt. Von den Dolchen rate ich persönlich aus den oben genannten Gründen ab.


    Eine Frage: Ist mit dem Stich am Halsansatz der Kälberfang gemeint? Den habe ich bei einer Sau noch nie praktiziert?


    Im übrigen ist einer der Kardinalfehler bei dieser Arbeit die Klinge wieder zurückzuziehen, wenn sie denn richtig sitzt. Sie bleibt drinnen und es wird durch eine halbreisförmige Hebelbewegung möglichlichst viel Organ und Aderzerstörung ereicht. Wichtig ist auch das Verkanten, um durch Lufteintritt den Pleuraspalt zu öffnen.


    Eine .44 Mag ist bei mir übrigens auch fast immer dabei!

    Ich habe bei so eklatanten Fehlen wie bei der "...edelen doppelläufigen Jagdflinte..." immer nur ein Problem, wieviel Blödsinn wird denn dann bei anderen Themen, von denen ich keine Ahnung habe, z.B. Uhren (Aufzählung beliebig verlängerbar), verzapft? Glücklicherweise gibt es ja das Tacticalforum!!
    Im übrgen lese ich die Zeitschrift auch ganz gerne, man hat dann anschließend was zum recherchieren.