Für Made in XYZ müssen, zumindest bei uns in D folgende Voraussetzungen erfüllt sei: maßgebliche Anteile der Herstellung der Veredelung oder der entscheidende Wertschöpfungsanteile müssen in D ausgeführt werden.
Beispiel: Walkloden wird in D produzier. Dann wird er nach Italien geschickt, dort erfolgt der Zuschnitt, anschließend geht alles nach Fernost und wird dort zusammengenäht um danach in München in einem Edelshop als bayrischer Trachtenjanker verkauft zu werden. Unbedarf wie ich nun mal bin würde ich sagen, das Zusammennähen ist wesentlich, daher Made in China (z.B.)! Der Hersteller argumentiert aber, das der Stoff in D in einem traditionellen Verfahren hergestellt wird, das teuerste an dem ganzen Produkt ist und damit der maßgebliche Anteil der Herstellung in D erfolgt. Daher Made in Germany!
Wenn also irgend jemand seine Klingenrohlinge aus XYZ bezieht, argumentiert er, dass die Veredelung und der maßgebliche Anteil in seinem Land erfolgt und damit nicht Made in XYZ sondern wo auch immer.
Rechtlich völlig in Ordnung und auch von der Argumentation gar nicht so verkehrt. Denn ein Rohling ist erst mal ein Stück Material. Was man daraus macht, muss man sehen. Bedenklich wird es erst dann, wenn geworben wird, das es auschließlich in einem Land hergestellt wird und das stimmt dann nicht.