Beiträge von Kibo

    Und ich dachte die ganze Zeit, es geht um ein Survival Messer welches nichts mit irgendeinem Paragraphen zu tun hat. Am Anfang war ja auch die Rede davon daß es in Kleinserie gehen soll. Vielleicht habe ich mich ja geirrt obwohl ich den Thread von Anfang bis Ende gelesen habe ...


    P.S. Ich kenne ein paar Gegenden in Europa, wenn dich da jemand mitten im Wald absetzt, dann kann es passieren daß du, wenn du Glück hast, ein paar Tage im Kreis läufst bevor du wieder rauskommst. Ist also nicht nur für den Dschungel. ;)

    Tja, wer sein Esee Junglas nicht in den Dschungel mitnimmt sondern daheim in der Vitrine lässt ist selber schuld. Aber jeder so wie er meint. Ich z. B. habe gestern mit meinem Damast Khukri Fleisch geschnitten und dabei absichtlich auf dicke, schwere Knochen eingedroschen, kein Problem, hat alles ausgehalten. Und dieses kleine Khukri kostet vermutlich drei mal so viel wie ein vergleichbares Messer aus Kohlenstoffstahl. Das hat übrigens, eine Klinge von 14 cm, aber die Klinge ist vorne 4,2 cm breit und 5 mm dick. Das Messer ist nicht viel größer als dieses Sacki Survival Messer hat aber viel mehr Hiebwirkung, trotzdem ist die Klingengeometrie so daß man damit auch gut pieksen kann und das Gewicht hällt sich in Grenzen. Kann man ohne Probleme in den Wald mitnehmen, hier in Österreich sogar in der Stadt führen. Ich habe aber auch größere Teile in den Wald mitgenommen, darunter eines daß ich in den Dschungel mitnehmen würde, ist sogar etwas größer als besagtes Junglas. Aber, weil gut ausbalanciert hällt sich das Gewicht in Grenzen, wenn man das Messer in die Hand nimmt ist es sehr führig.


    Wie gesagt, wer sein Junglas nicht in den Dschungel mitnimmt ist selber schuld.

    Außerdem ist das Messer für grobe Arbeiten zu klein. Darum habe ich die ganze Zeit gefragt, wie lange er für das Chopping gebraucht hat. Man kann es machen, aber mit einer nur drei Zentimeter längeren Klinge wäre es viel effektiver. Man hat ja auch beim Batoning gesehen, wenn die Klötze nur etwas größer gewesen wären, wäre es nicht gegangen. In der Natur kann man es sich aber nicht immer aussuchen ob der Klotz jetzt so groß ist daß ich ihn mit meinem Messer bearbeiten kann oder nicht. Beim Chopping hat er sich so geplagt, ich habe mich gefragt, wieviel Energie das gekostet hat.


    Paracordgriff und rostender Stahl ist ein Problem, man könnte Rost vorbeugen in dem man versucht es zu konservieren, hällt auch nicht ewig. Das Messer ist für mich für einen Ausflug in den Wald in Ordnung aber für wirkliche Survivalsituationen hätte ich lieber etwas mit dem man auch schwere Arbeiten effektiv ausführen kann. Ein Floß bauen möchte ich damit nicht unbedingt, würde in einer Survivalsituation wahrscheinlich auch gar nicht gehen weil es einfach viel zu viel Kraft kostet, das solle man imo aber mit einem Survivalmesser können.

    Ich habe gefragt, wie lange er beim Chopping (Holz hacken, dort wo schnell nach vor gespult wird) gebraucht hat. Man hat gesehen daß er sich ziemlich abmüht, bevor der Ast durch ist.

    Bezüglich Folder aus Kohlenstoffstahl fällt mir nur das Benchmade Contego Osborne 810 SBK aus CPM-M4 ein. Zum Thema Spyderco, ich weiß zwar nicht was so besonders am Paramilitary 2 ist, vielleicht nur der Name, aber mein Manix 2 gebe ich nicht aus der Hand. Der Lock hällt übrigens, auch nach über einem Jahr fantastisch. Was den Spieltrieb angeht, man kann das Messer mit ein bisschen Übung so aufmachen, daß es für den Zuschauer wie ein Springer aufgeht. ;)

    Daisetz was meinst du mit Vorväter? Wie lange geht das zurück? Ich schreibe das deswegen, weil das mit kleinem Messer nicht unbedingt so war, vor allem nicht in Kriegszeiten. Wenn man sich das Bowie Messer anschaut, das wurde auch nicht nur im Krieg verwendet. Wenn ich mir den technischen Fortschritt in der Geschichte anschaue, dann sehe ich daß kleines Messer, kleines Beil nicht unbedingt deswegen eingesetzt wurde weil es so optimal war, manchmal konnte man einfach nicht anders, dazu kommt daß sich nicht jeder ein großes, teures Messer leisten konnte. Ich will das aber gar nicht weiter diskutieren, wir leben in der Gegenwart also müssen wir schauen was uns mal da um.


    Ich, persönlich, mag große Messer, ich habe viele von denen, auch wenn sie oft in der Vitrine stehen, schauen sie geil aus, nach einem Mora hat sich noch niemand so schnell umgedreht wie nach einem großen Bowie, Klinge 23,5 cm. Es ist einfach geil. Natürlich sind da auch sehr viele taktische Messer das ist aber wohl ein Sammlertrieb als etwas für die Praxis wobei, ich finde es nicht schlecht wenn jemand gut mit einem Messer umgehen kann, in manchen Situationen kann das Leben retten.


    In der letzen Zeit sammle ich eher Messer die ich auch im Alltag nutzen kann, ich mag Carbonstähle, muss aber nicht immer und unbedingt sein, habe zur Zeit ein San Mai Laminat Flanken aus rostträgem Stahl, in der Mitte kommt ein Carbonstahl zum Einsatz, laufen. Bin gespannt, wie es funktioniert. Das kleine Full Tang Khukri aus Damaszener Stahl, daß hier anscheinend niemand gefällt, liegt wahrscheinlich an den Fotos, ich sage euch was, in Wirklichkeit schaut es verdammt geil aus und eine Verbindung aus drei verschiedenen Stählen hat schon etwas eigenes, Härte ist 57 - 62 HRC. Wie auch immer, mir gefällt es, es werden weitere Messer folgen.


    Zum Damaszener möchte ich noch sagen, das ist wirklich eine eigene Philosophie und irrsinnig kompliziert in der Herstellung, vor allem wenn man an Mosaik Damast denkt, natürlich ist es auch sauteuer.


    Ich habe nur wenige Folder, mag eben mehr Fixed.

    Das habe ich mir am Anfang auch gedacht Roms. Mit einem großen und einem kleineren Messer wäre es viel einfacher und man muss keine Kompromisse eingehen.Obwohl mein kleines Khukri aus Damaszener hat auch eine 5 mm dicke Klinge, dafür einen hohen Flachschliff, das Ding schneidet wie die Hölle.

    Der konvexe Anschliff ist kein Problem aber mit einer 6 mm dicken Klinge, ich weiß das es geht, würde mich aber trotzdem nach einer 3 bis 4 mm dicken Klingen mit hohem Flachschliff umsehen. Damit kann man einen Fisch erheblich leichter ausnehmen. Der Mann will aber einen Allrounder, ein Messer mit dem man auch schwere Arbeiten erledigen kann und da ich ein Eickhorn GTK habe, würde ich sagen, daß dieses Messer eine gute Wahl ist. Man kann damit super schneiden, Fisch ausnehmen wird kein Problem, schwere Arbeiten würden auch gehen, nur beim Hebeln muss man aufpassen. Es ist ja auch sehr leicht und am Rücken hat es einen Wellenschliff, ich verstehe die Leute nicht, die einen Wellenschliff ablehnen, aus Erfahrung kann ich sagen daß man damit einige Arbeiten leichter als mit normalen Schliff erledigen kann.

    Das A1 ist ein Stahllaminat d. h. die Flanken bestehen aus einem weicheren Stahl, nicht so hoch gehärtet, der Kern besteht aus einem hoch gehärtetem Stahl, beide Stähle sind rostträge Stähle, d. h. sehr pflegeleicht.Du musst aber bedenken daß das Messer eine Klingendicke von 6 mm hat und es ist konvex geschliffen d. h. für feine Arbeiten eher nicht gedacht. Das Schleifen wird kein so großes Problem sein.


    Das GEK 2000 ist aus Monostahl, also aus nur einem Stahl gefertigt, das wäre der K 110 von Böhler, im Prinzip D2 Stahl , der ist nicht rostressistent. Blut und Schleim von den Fischen können hier Rost verursachen, wenn man ihn richtig pflegt, am besten nach getaner Arbeit das Messer auswaschen und mit einem Tuch auswischen, etwas Öl drauf, dann geht das schon. Das Messer ist 5 mm dick und der Schliff ist auf jeden Fall auch für feinere Arbeiten besser geeignet. Ich muss auch sagen, wenn man D2 Stahl richtig schleift und abzieht dann dauert es sehr, sehr lange bis man wieder nachschleifen muss.


    Ich mag Carbonstähle, also rostende Stähle, das GEK 2000 würde mir eher zusagen, obwohl das A 1 hat auch seinen Reiz. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Eines sei noch gesagt, an den Griff vom GEK musst du dich gewöhnen müssen oder du lässt dir einen geschlossenen Griff machen.

    Ich möchte euch mein neues Messer vorstellen, es ist mein erstes aus Damaszener Stahl. Das Messer wurde in Serbien von meinem Schmied Radoslav Rale Ilicic gefertigt, er hat auch diese, ich würde sagen, modifizierte Khukuri Form ausgesucht. Der Damaszenerstahl wurde aus drei verschiedenen Stählen in 150 Lagen hergestellt, die Stähle sind O2 (1.2842), Böhler K 600 (1.2767) und S1 Stahl (1.2550). Es ist eine Full Tang Konstruktion. Das Griffmaterial ist Schlangenholz mit ziegelrotem Vulkan Fiber, die Rohre sind aus Messing. Die Klingenlänge mit Ricasso beträgt 140 mm, die Gesamtlänge ungefähr 260 mm. Die Klinge ist 5 mm dick. Die Scheide wurde aus Leder hergestellt und ist auf meinem Mist gewachsen, sie schaut vielleicht nicht unbedingt schön aus dafür sitzt sie aber perfekt am Rücken.


    So, nun ein paar Fotos, leider habe ich meine Kamera zu Hand, die Bilder wurden mit einem iPad gemacht. Sie sind leider nicht so gut geworden, vor allem die unterschiedlichen Farben und Formen des Damaszener Stahls kommen nicht richtig zur Geltung, aber was soll´s. Auf zwei Bildern sieht man den Unterschied zum ZT 0121, das ich oft mit mir trage.


    Hier sieht man den Balancepunkt Im Vergleich zum ZT 0121, hatte bei dem Bild leider schlechtes Licht und die Kamera ist leider auch nicht die beste Und hier beide Messer in ihren Scheiden, die Scheide des ZT 0121 ist aus Holstex, wurde vom Revierler gemacht, der Clip war meine Idee und das passt auch so Die Scheide vom Khukuri ist aus Leder und wie ich schon geschrieben habe, auf meinen Mist gewachsen aber sie trägt sich super und wenn ich hinter den Rücken fasse, habe ich den Messergriff sofort in der Hand.


    Eines habe ich noch vergessen, am Griff sieht man auch das Muster des Damaszener Stahls und das Vulkan Fiber kommt besser rüber.

    Wenn es ein Messer sein soll dann würde ich das Pohl Force Charlie One nehmen. Ich habe das Messer jetzt schon über ein Jahr in Verwendung und bin absolut zufrieden damit. Mit einem Milimeter Klingendicke weniger wäre es noch besser bei Schneidarbeiten, aber es geht auch so ganz gut.

    Natürlich würde es gehen, warum nicht? Die Frage ist nur, warum soll ich es mir schwer machen, wenn ich es nicht sein muss? Und vor allem, wo bleibt die Freude an so vielen Messern? :D

    Der Gedanke ist schon interessant, es stellt sich dann allerdings die Frage, wozu habe ich so viele Messer angehäuft wenn ich nur eines benütze??? Da ich ja bei zwanzig Stück zu zählen aufgehört habe, könnt ihr euch schon vorstellen, was ich damit meine.


    Die Frage ist auch, warum soll ich mich bei einer Arbeit mit einem Messer quälen, wenn es eine bessere Auswahl gibt, mit der die Sache schnell und leicht erledigt werden kann? Es gibt ja nicht umsonst so viele Messer, oder nicht?

    Das kleinere Messer am ersten Foto von Le Séparateur schaut gut aus, das andere ist nicht so mein Fall. Bastinelli hat auch ein paar Assaulite Compact Customs, die gefallen mir ganz gut, das Modell von der Stange eigentlich gar nicht. Da wäre noch der Folder Drago Compact und das Custom Aussaucalypse Compact.