Beiträge von balinzwerg

    Um einen Überblick in die Thematik gibt der Artikel von Ali Al-Hazmi "Challenges presented by MERS corona virus,and SARS corona virus to global health" von 2015. Letztlich mutierte der Virus von 2003 und 2012 in Fledermäusen und sprang dann von mehreren Zwischenwirten auf den Menschen.
    Wie sich das mit den Haustieren hier in Mitteleuropa verhält, kann ich nur mutmaßen. Ich schätze eine Übertragung aber als wahrscheinlich ein.


    Meines Wissens nach ist der Corona Virus von 2003 und 12 zwar ähnlich mit dem jetzigen aber er verhält sich deutlich anders ( beispielsweise die starke Vermehrung bereits im Rachenraum) deshalb gab es auch von den Experten am Anfang völlig unterschiedlich und inzwischen wiederrufene Einschätzungen.

    Zitat

    Mensch und Tier dienen gleichermaßen als Wirtstier bei gleichzeitig geringer prozentualen Lethalität. Das begründet die hohe Infektionsrate. Wirtstiere überleben lange genug um das Virus durch die gesamte Population zu "ziehen".

    woher beziehst du diesbezüglich deine Fakten.


    Ich kenne derzeit nur diese Einschätzung





    Ist auch eine interessante Betrachtung für die Zeit danach


    https://www.spiegel.de/politik…69-4fb6-98e2-bb0fe4e3615c

    Ich habe noch etwas Statistik gefunden zumindest für die interessierten die nicht nur Headlines lesen wollen.


    https://influenza.rki.de/Saisonbericht.aspx


    Mir waren die Zahlen der verschiedenen Jahre so nicht bekannt. Lohnt sich auf jeden Fall zu lesen.


    Interessant auch die Zahlen der Grippewellen im Vergleichsdiagramm für Deutschland.


    https://influenza.rki.de/Diagrams.aspx?agiRegion=0

    Alles ohne Wertung/ Bewertung.


    Hier auch noch die Schätzzahlen vergangener Grippe Pandemieen


    1918/19: geschätzt 426.600 pandemiebedingte Todesfälle in Deutschland (nach WHO-Angaben 20- bis 50 Millionen pandemiebedingte Todesfälle weltweit)1957/58: geschätzte 29.100 pandemiebedingte Todesfälle in Deutschland (nach WHO-Angaben 1- bis 4 Millionen pandemiebedingte Todesfälle weltweit)1968 – 1970: geschätzte 46.900 pandemiebedingte Todesfälle in Deutschland (nach WHO-Angaben 1- bis 4 Millionen pandemiebedingte Todesfälle weltweit)2009/10: geschätzte 350 pandemiebedingte Todesfälle (gemeldet: 252) in Deutschland (nach WHO-Angaben ca. 200.000 pandemiebedingte Todesfälle weltweit)


    Quelle


    https://www.springermedizin.de…854?searchBackButton=true

    Die bisherigen Todeszahlen vergangener Grippewellen sind auf jeden Fall nur Schätzzahlen wir hier beim RKI erklärt:


    Die influenzabedingte Sterblichkeit (Mortalität) kann durch statistische Verfahren aus der Zahl der Gesamttodesfälle oder aus der Zahl der als „Pneumonie oder Influenza“ kodierten Todesfälle geschätzt werden. Dieser Ansatz wird gewählt, weil bei weitem nicht alle mit Influenza in Zusammenhang stehenden Todesfälle als solche erkannt oder gar labordiagnostisch bestätigt werden. Die Zahl der mit Influenza in Zusammenhang stehenden Todesfälle wird – vereinfacht dargestellt – als die Differenz berechnet, die sich ergibt, wenn von der Zahl aller Todesfälle, die während der Influenzawelle auftreten, die Todesfallzahl abgezogen wird, die (aus historischen Daten berechnet) aufgetreten wäre, wenn es in dieser Zeit keine Influenzawelle gegeben hätte. Das Schätz-Ergebnis wird als sogenannte Übersterblichkeit (Exzess-Mortalität) bezeichnet. In Deutschland wird, wie in vielen anderen Ländern, die Zahl der Gesamttodesfälle für die Schätzung verwendet. Das Schätz-Verfahren ist im Epidemiologischen Bulletin in den Ausgaben 10/2011 und 3/2015 ausführlich erläutert.


    Todesfälle mit Influenza werden im Rahmen der Meldepflicht für Influenzavirus-Nachweise an das RKI übermittelt. Diese Daten sind jedoch keine Grundlage für Hochrechnungen. Nicht bei allen Todesfällen wird auf Influenzaviren untersucht, zudem wird der Tod nach einer Influenzainfektion meist durch eine anschließende bakterielle Lungenentzündung verursacht, so dass die Influenzaviren häufig nicht mehr nachweisbar sind. Die offizielle Todesursachenstatistik ist ebenfalls nicht aussagekräftig, sie beruht auf den Angaben auf dem Totenschein, auf dem die Influenza praktisch nie als Todesursache eingetragen wird, sondern zum Beispiel die bakterielle Lungenentzündung oder eine vorbestehende Grunderkrankung wie Diabetes oder eine Herz-Kreislauferkrankung, die die Wahrscheinlichkeit eines schweren bzw. tödlichen Krankheitsverlaufs erhöht.

    @ Peter, die Vergleichszahlen hatte ich auch mal am Anfang des Threads gepostet. Es ist schön bezeichnend, dass mir die Grippewelle 2017/18 Nicht wirklich im Gedächtnis geblieben ist. Da wurde aber auch nicht Großflächig getestet. Ich kann mich auch nicht erinnern jeh an einer Grippe erkrankt gewesen zu sein. Grippaler Infekt aber keine richtige Grippe. Ich hatte schon psyttakose und da ging es mir dreckig inklusive Lungennetzündung. Das Problem jetzt ist denke ich nicht die mortalität insgesamt, sondern das gleichzeitige schwere Erkranken von vielen Menschen die versorgt werden müssen. . Aber ich habe mich auch schon gefragt wo die normalen Sterbezahlen sind oder sterben alle nur noch an Corona. Oder anders herum, wann zählt das sterben kausal als Corona Tod, wenn die Person positiv getestet wurde und aufgrund einer Erkrankung stirbt oder nur wenn es aufgrund der typischen Lungenentzündung und der Folge dadurch passiert?
    Die Sarg Stapel in Spanien und Italien kann auf jeden Fall nicht wegdiskutieren werden.


    Edit hier noch was zur Statistik gefunden:


    https://www.onetz.de/oberpfalz…-statistik-id2999649.html

    Bei uns geht es noch in der Landeshauptstadt, die KHs haben sich vorbereitet, hoffentlich reicht's. Bei den 11 Fällen die ich direkt kenne aus meinem Verein, bzw glaubhafte Berichte habe, ist der Krankheitsverlauf zwischen fast gar keine Symptome und leicht bis mittelschwere Grippe. Ich kenne auch einen Fall der negativ getestet wurde und unter einer normalen Grippe leidet und dem geht's beschissen.


    Worum ich mich derzeit auch kümmern muss ist der Umstand, dass unsere Sozial schwachen und Drogensüchtigen von den Maßnahmen nicht greifbar sind, die können sich nicht an das Kontakverbot halten und Regeln sind schwer umsetzbar. Sind fast alle Risikogruppe.

    Zitat

    Und will man erkennen, wohin manches steuert, muß man die einzelnen Handlungs- und Kommunikationsstränge mal nebeneinander betrachten und bewerten. Nennt es meinetwegen "zusammenrühren"....


    Tut mir leid Micha, mir fehlt irgendwie ein Fazit.


    Ja Triage Entscheidungen werden kommen wenn die Versorgung überlastet sein wird, ich hoffe immer noch dass der große Kelch an uns vorbeigeht, aber ich wage keine Prognose. Vielleicht fehlt mir dazu die Weitsicht.

    Zitat

    Einfach mal alles in einen Topp geworfen und umggerührt... danke!


    Hm.. so ähnlich dachte ich auch :hmmm:
    Ich weiß nicht wie es euch geht aber ich bin einfach nur müde. Nicht übertragen sondern wirklich.
    Ich bin aktuell am Limit und bin nicht mal in der ersten Reihe, aber die Sorgen um meine Mitarbeiter treiben mich um, sind meine Entscheidungen die richtigen? Ich habe ein schlechtes Gewissen wenn ich an die jenigen denke die an der "Front" sind. Mich kotzt diese ständige nörglerei und schwarzseherei gerade nur noch an. Positives Denken auch wenn es schwer fällt ist gefordert.In der Kriese zeigen sich bei einigen die wahren Gesichter. Das sich alles nur noch um dieses Thema dreht zermürbt alle. Die Zahlenspiele mit Zahlen die nicht vergleichbar sind müssen jeden Statistiker zum aufstöhnen bringen. Trotzdem werden Todesraten verglichen die nicht vergleichbar sind und Prognosen gestellt dir aufgrund fehlender Evidenz Kafeesatzlesereien sind. Ich hoffe dass die Kriese uns alle wieder mehr eint dann hat das Ganze noch was Gutes.

    Zitat

    Geschätzter Balinzwerg, ich würde mich ja äusserst freuen, wenn es so simpel und vor allem verkraftbar wäre wie von dir beschrieben. Jedoch kann ich dann den ganzen Klimbim nicht verstehen, der wegen Covid-19 veranstaltet wird und uns beide wie auch den Rest der Bevölkerung am Ende des Tages richtig Geld kosten wird.


    Nicht falsch verstehen Lukas, ich sehe das auch kritisch, es wird einschneidend sein, viel Geld kosten, der Wirtschaft schaden. Die Maßnahmen zur Verlangsamung sind wichtig damit es keinen Kollaps gibt.
    Aber wir werden die Ausbreitung nicht aufhalten nur verlangsamen. Wie immer sind es die Menschen selber die das nötige tun können um die Ausbreitung zu verlangsamen.
    Es ist nur erschreckend wie schnell die Panik große Teile der Bevölkerung übermannt, bei den ganzen Hamsterkäufen ( die Klopapier Regale sind immer noch leer ;) ) und Diebstählen von Desinfektionsmittel in Krankenhäusern fällt mir nichts mehr ein.
    Nur deshalb rufe ich zu Besonnenheit auf.
    Vielleicht liegt es auch daran, dass die Zahlen für mich immer noch abstrakt sind. Ich kenne keinen infizierten.
    Auch hier hat noch keiner von infizierten in seinem Bekantenkreis gesprochen welchen es schlecht geht.
    Vielleicht ändert sich das, wenn die Krankheit wirklich ankommt.

    Das übrigens ist noch vom September 2019, da hat noch keiner gedacht was mit Corona auf uns zurollt.


    Zitat

    Berlin – Die außergewöhnlich starke Grippewelle 2017/18 hat nach Schätzungen rund 25.100 Menschen in Deutschland das Leben gekostet. Das sei die höchste Zahl an To­des­fällen in den vergangenen 30 Jahren, wie der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, heute mit Blick auf eine eigene aktuelle Auswertungen erklärte

    ist von dpa


    Interessant die Berechnung die zwar etwas kurz gegriffen ist, da die Zahlen sehr dynamisch sind aber insgesamt ist die Berechnung durchaus ernüchternd.


    Zitat

    China hat ca. 1.400 Mio. / ca. 1,4 Mrd. Einwohner und ca. 20.438 Corona-Grippe-Erkrankte. Das sind 0,0015% der Bevölkerung. Deutschland hat ca. 88. Mio. Einwohner und in Relation wären es 1.285 Corona-Grippe-Erkrankte, also 0,0015% der Bevölkerung.


    China hat ca. 1.400 Mio. / ca. 1,4 Mrd. Einwohner und ca. 426 Corona-Grippe-Tote. Das sind 0,00003% der Bevölkerung. Deutschland hat ca. 88. Mio. Einwohner und in Relation wären es 27 Corona-Grippe-Tote, also 0,00003% der Bevölkerung.


    2017 / 2018 gab es laut Statistischem Bundesamt in Deutschland ca. 25.000 Grippe-Tote zu beklagen! Das waren 0,02% der Bevölkerung.

    Der Altersdurchschnit derzeit der verstorbenen liegt bei 80, das ist schon sehr hoch. Ich denke wir wissen das erst wenn rückblickend die absoluten Zahlen da sind. Teilweise widersprechen sich die "experten" doch deutlich ;(

    Was mich noch nachdenklich macht:
    Das Robert-Koch-Institut beruhigt aufgrund der derzeit hier nicht eingetretenen Todeszahlen, was die Mortalität des Virus angeht. Einzelne Wissenschaftler argumentieren, bei einer Angabe von 3 Prozent seien diese Zahlen u.a. künstlich hochgerechnet durch erwartete Todesfälle von Erkrankten. In Italien sind mittlerweile aber über 360 von knapp 8.000 Infizierten verstorben....nix mich "negative Prognosen einrechnen", die sind schon tot.


    Die Italiener erklären es unter anderem so


    Zitat

    Die hohe Sterbensrate bei Corona-Patienten in Italien wird damit erklärt, dass die Bevölkerung Italiens eine sehr hohe Lebenserwartung habe. Es gebe darum viele alte Patienten, die bei einer Ansteckung mit dem Coronavirus besonders gefährdet seien.


    Zitat

    Ich verstehe derzeit noch nicht, warum Italien und Iran so stark betroffen sind. Das sind beides keine Drittweltländer.


    Die Erkärung für Italien


    Zitat

    Stark erörtert wird die Frage, warum Italien viel mehr Corona-Infizierte hat als andere europäische Länder. Die generelle Antwort lautet: Das Virus kam sehr früh, man war nicht darauf vorbereitet und erkannte es anfänglich nicht. In den anderen Ländern war man dann gewarnt und konnte sich besser vorsehen. Italien sei jetzt das Labor für die Krisenbewältigung, heisst es. Epidemiologen weisen auf diese Punkte hin:


    Das Coronavirus verbreitete sich südlich von Mailand zuerst unbemerkt, schon ab Ende Januar. So kam es zum grossen Ausbruch südlich von Mailand.
    Möglicherweise war das Virus sogar schon früher im Januar in Italien angekommen. Es gab damals eine Häufung von schweren Lungenentzündungen, die als saisonale Grippe durchgingen.
    Die Erkennung von Coronavirus-Patienten war anfänglich schwierig, weil sie ähnliche Symptome aufwiesen wie Grippepatienten.
    Zudem hat man in Italien viel mehr Coronavirus-Tests durchgeführt als in andern Ländern. So habe man auch mehr angesteckte Personen gefunden.

    Zitat

    Irgendwie hatte ich bei meinem obigen Beitrag mit der ja mittlerweile - nüchtern gesprochen - empirisch bestätigten Mortalitätsquote von 3 Prozent im Durchschnitt gehofft, vielleicht zu plump und kurz zu rechnen.....kann ja alles gar nicht sein, ist ja in unserer modernen Welt gar nicht möglich, so schlmm kanns ja gar nicht kommen.....


    Tja, die rechnen auch mit einer anderen Quote, nämlich 10 Prozent Mortalität....und kommen dann auf "sichere" 7.5 Mio. Tote.


    Na ja, die 3 % wären dann realistisch, wenn alle Fälle bekannt werden. Auch in der Studie gibt es Eigenheiten die zum aktuellen Fall nicht passen, so wird dort zum einen von einer weiteren Ansteckung nach wenigen Kontakten gesprochen, derzeit geht man davon aus, dass 5 bis 10 % der Kontakte sich anstecken. Und nach meinen Kenntnissen ist bei der überwiegenden Anzahl der Erkrankten kein schwerer Verlauf zu verzeichnen. Viele haben wenig bis gar keine Symptome.
    Bei den verstorbenen sind es überwiegend solche die als Risikopatienten einzustufen sind.
    Ich bleibe dabei. Hygieneschutz und keine Panikmache, dann geht das auch vorbei.


    Na ja teilweise find ich die Angaben noch überzogen und fast auf der Panikschiene.
    Da sind die Ausführungen hier


    https://www.quarks.de/gesundhe…ona-virus-das-wissen-wir/


    deutlich sachlicher interressant die tollen Komentare drunter, da wird einem Angst und Bange 8|

    Mich nervt das ganze nur noch, was ich inzwischen an neuen Meldeverpflichtungen erfüllen muss kostet nur unnötig Zeit. Kategorie 1 Patienten sollen in Quarantäne aber ab 3 macht sich keiner mehr Gedanken.
    Ich hoffe das bald die 60 % Ansteckungsrate erreicht ist, damit bei 5 bis 10 % infizierten bei Kontakt die Welle abebbte.

    Die haben halt viele Designs bei Extrema Ratio abgekupfert, (jetzt nicht das gezeigte) Stahl ist ein recht billiger und einfacher China Stahl, ist halt die Frage was du mit dem Messer machen willst.
    Als Messer auf das ich mich verlassen will und vielleicht mein Leben davon abhängt eher nicht, als Wald und Wiesen Messer um etwas damit zu arbeiten wird es schon taugen. Aber wie immer Qualität hat seinen Preis. ;)