Jungs, vielen Dank! Freut mich immer wieder, wenn ein Review gut ankommt. ![]()
Beiträge von LowEndD
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Im Gebrauch
Wie bei jedem anderen Review auch, habe ich das F1 mit in den Wald genommen und ein kleines Video mit den üblichen Spielereien gemacht.
Als erstes habe ich mir einen abgebrochenen Ast von einer Buche geschnappt und ihn gekürzt, um einen Grabstock zu fabrizieren. Als nächstes nahm ich mir einige trockene Äste und machte mittels Batoning ein paar Scheite sowie noch kleinere Stücke, die ich zu Feathersticks verarbeitete. In weiterer Folge wurden von mir dann noch ein paar Späne von den Stöcken gehobelt.
Nach diesen verschiedenen Arbeitsschritten, wurde dann Folgendes gemacht: Mit dem Stock wurde ein kleines Loch gegraben und nachdem die feineren Holzspäne mit trockenem Gras und den Feathersticks für ein Feuer vorbereitet waren, kam der Feuerstahl zur Verwendung.
Die Kante am Klingenrücken produzierte genügend Funken, so dass zwei Versuche genügten, um mein Feuer in Gang zu bringen.
Wie immer habe ich auch die Spitze ein wenig strapaziert und durch mehrere Stiche in einen toten Holzstamm auf die Belastbarkeit getestet. Auch wenn es immer planlos aussehen mag, kommt man doch hin und wieder in eine Situation in der man bohren und stechen muss und wissen sollte, ob die Spitze des Messers dabei mit macht.
Letzten Endes habe ich dann noch einen Haselnuss Stock abgeschnitten und ein wenig feinere Angelegenheiten geschnitzt.
Im Zuge all dieser Arbeitsschritte hat sich das F1 als ein würdiges Werkzeug erwiesen. Die Schneidfreudigkeit hat sich mehr als nur ausgezahlt. Der ballige Schliff und der Stahl machen das Messer zu einem Schneidteufel. Ich habe das auch gemerkt, als ich einen Dübel, der aus der Wand heraus stand, kürzen wollte. Sprichwörtlich mit einem Schnitt war selbiger abgeschnitten und ich beinahe um einen Finger kürzer.
Die oben genannten Arbeitsschritte im Wald könnt ihr in diesem Video selbst sehen und euch eine eigene Meinung bilden.
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Zu Hause angekommen wurde von mir noch ein großer Karton in seine Einzelteile zerlegt und in Streifen geschnitten. Die Zusammensetzung von Karton ist ja bekannterweise Gift für eine Schneide. Hat das Messer noch nach dem Wald rasiert, so war nach dem Karton nur mehr eine mäßige Gebrauchsschärfe vorhanden. Diese hielt sich jedoch konstant und das Nachschärfen war in weiterer Folge kein Problem.
Resümee
Das Fällkniven F1 ist mir seit sicherlich 10 Jahren ein Begriff. Immer wieder wird es Suchenden vorgeschlagen, einfach weil es ein Allrounder ist. Und noch ein sehr Guter dazu!Auch wenn ich oben “Never change a running system” geschrieben habe, durchlief das Messer einige Verbesserungen und Updates (Laminatstahl, PM-Stahl, Micartaausführugnen etc).
Seine Aktualtität und Praxistauglichkeit hat es in den 20 Jahren (!!!) Dienst jedenfalls nicht eingebüßt. Seit 1995 ist das Messer in der Ausrüstung schwedischer Kampfpiloten. Ich denke, das ist ein Statement für sich und nachdem ich in letzter Zeit die Freude hatte, das Messer selbst zu verwenden, kann ich auch verstehen, warum es sich so lange gehalten hat.
Für Jäger dürfte das Messer aufgrund seiner Schneid- und Stichfreudigkeit sowie der pragmatischen Scheide wirklich interessant sein. Aber auch für jeden Outdoor Enthusiasten, der ein Werkzeug benötigt und nicht nur ein Sammlerobjekt, das in die Vitrine wandert.
Das Messer trägt sich angenehm und unauffällig am Gürtel, ist angenehm in der Handhabung und mittlerweile eigentlich ein “must have” auf der Messerliste.Für mich war es jedenfalls einmal mehr ein schönes Beispiel dafür, dass europäische Designs und eine japanische Fertigung wunderbare Dinge vollbringen können. Insofern wird dies sicher nicht mein letztes Fällkniven sein. In dieser Hinsicht freue ich mich also umso mehr, einen langjährigen Großhändler in meiner Nähe zu haben.
In diesem Sinne möchte ich mich bei euch für eure Aufmerksamkeit bedanken und auch Lorenzi Stahlwaren in Wien meinen Dank aussprechen dafür, dass ich euch das Messer vorstellen konnte!
Bis zum nächsten Mal!
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The english version of this review can be found at Pine Survey.com .
Es ist jetzt schon eine Weile her, dass ich euch ein Messer vorgestellt habe und bis jetzt waren es entweder immer solche, über die noch nicht soooo viel geschrieben wurde oder sogar komplett außerhalb des gewöhnlichen Beuteschemas liegen. Heute schere ich einmal aus diesem Schema aus und liefere euch etwas anderes.
Beim folgenden Messer kamen mir zwei Sprichwörter in den Sinn, als ich es bekommen habe: “Sieh, das Gute liegt so nah.” und “Never change a running system”.
Ersteres, weil ich ausgerechnet hier in Wien über das Messer gestolpert bin und Zweiteres, weil es sich um ein Modell handelt, dass seit Jahren immer wieder unter den Top 10 der vorgeschlagenen Messer ist, wenn sich jemand verzweifelt auf der Suche nach einem Arbeitstier befindet und im Zuge dessen die Online Community um Hilfe bittet.Das Fällkniven F1.

Fällkniven war lange Zeit nicht wirklich auf meinem Radar und zwar aus demselben Grund wegen dem ich jahrelang Bark River Knives vernachlässigt hatte: Der ballige Anschliff hat mich zu unrecht verunsichert und immer vom Kauf abgehalten. Hinzu kommt, dass man Messer ja am Liebsten vorher in die Hand nimmt, bevor man sie kauft. Insofern hat es bis vor Kurzem kein Fällkniven in meine Sammlung geschafft.
Sieh, das Gute liegt so nah.
Als ich also neulich wieder einmal bei Lorenzi Stahlwaren in Wien vorbei kam (ein definitiver Pflichtbesuch für alle Wien Besucher btw), hatte ich die Möglichkeit diese Bildungslücke zu schließen. Abgesehen davon stellte ich plötzlich fest, dass es die Messer hier nicht nur in großer Stückzahl vorrätig gab, sondern dass ich mich de facto beim österreichischen Großhändler (seit 1999) von Fällkniven AB befand.In Zeiten des Internets übersieht man oft, was vor der eigenen Haustür liegt. Bei Lorenzi war man dann auch gleich so freundlich und hat mir das F1 für dieses Review in die Hand gedrückt!
Never change a running system - oder vielleicht doch?
Das Fällkniven F1 ist seit 1995 das offizielle Survival Messer der schwedischen Luftwaffe. Die ersten Messer wurden noch in Solingen von der Firma Linder gefertigt, aber bald wurde die Produktion in das japanische Seki verlagert, wo man dann auch VG-10 als Klingenmaterial verwendete. Mittlerweile wird das Messer aus einem VG-10 3-Lagen Laminat gefertigt, was vor allem die seitliche Belastbarkeit steigern soll.Das Messer wird auch als PM-Stahl Variante angeboten, aber ich will hier nicht zu sehr ins Detail gehen, weil es vom eigentlichen Test und meiner Vorstellung hier ablenken würde.
Das Fällkniven F1
Das F1 ist ein klassisches, skandinavisches Drop Point Design im mittleren Größenbereich und wird mit einem aufgespritzten, synthetischen Griff und einer Zytel Scheide geliefert. Hierbei wurde der erfolgreiche Spagat zwischen Stärke, Funktionalität und Kosteneffizienz vollbracht. Aber zunächst einmal die Grunddaten.Specs:
- Gesamtlänge: 210 mm (8.3")
- Klingenlänge: 97 mm (3.8")
- Klingenstärke: 4.5 mm (0.18")
- Gewicht: 150 g (6oz)
- Stahl: Lam. VG-10
- Härte: 59 HRC
Die Klinge
Das Messer hat - wie bereits erwähnt - eine zeitlose Drop Point Klinge, wie man sie von vielen Outdoor Messern her kennt. Dieses Design hat sich bewährt und ist mehr als praktikabel, wie man später noch sehen wird.
Der 3 Lagen Laminat Stahl wurde nicht komplett ballig ausgeschliffen. Das Messer ist zunächst flach geschliffen und geht erst zur Schneide hin in einen balligen Schliff über, der gleichzeitig die unterschiedlichen Lagen zum Vorschein bringt und fast (!) den Eindruck einer Hamonlinie erweckt.

Das Messer hat zudem eine Schleifkerbe, was nicht nur den Gesamteindruck massiv positiv beeinflusst, sondern auch das Schärfen gehörig erleichtert und zudem das Ricasso im Zuge des Prozesses schont. Das Logo der Firma Fällkniven, mitsamt Modellnummer wurde auf die linke Seite der Klinge gelasert.
Der Klingenrücken wurde betont kantig gehalten, damit man mit einem Feuerstahl problemlos Funken schlagen kann. Auch hier kann man die verschiedenen Lagen des Laminatstahls sehen, wenn man einen genauen Blick auf den Rücken wirft.
Man findet auf der Klinge keine Rillen bzw. ein “Jimping”. Ehrlich gesagt, würde dies in meiner Meinung auch nicht zum Gesamtbild des Messer passen, aber das ist meine persönliche und subjektive Meinung dazu. Jedenfalls ist es mir bis jetzt noch nicht abgegangen. Zur Spitze hin ist das Messer nicht ganz symmetrisch geschliffen, aber das erwarte ich mir auch nicht, von einem militärisch konzipierten Serienmesser, sondern von einem custom Sammlerstück.Der Griff
Das Messer ist eine Fulltang Konstruktion und der Griff wurde auf den Erl aufgespritzt. Das Material nennt sich laut Fällkniven “Thermorun” und greift sich warm und rutschfest an. Zudem wurde eine diamantartige Struktur auf das Griffstück gearbeitet, was die Haptik zudem verbessert.
Ich würde nicht sagen, dass das Messer ausgeprängte Fingerrillen hat, aber für die Finger wurde eine ergonomisch geschwungene Form geschaffen, in die sich die Hand intuitiv schmiegt. Auch wenn man kein Parierelement vorfindet, so wurde dennoch eine kleine Andeutung als Fingerschutz geschaffen, damit man nicht in die Klinge rutscht.

Des Weiteren findet man ein Lanyard Loch mit einer Hohlniete vor, damit man das Messer zudem vor Verlust beim Arbeiten schützen kann bzw. beim Gebrauch zusätzlich sichert. Es mag auch mit meiner Handgröße zusammenhängen, aber zumindest bei mir legt sich die Fingerspitze des kleinen Fingers intuitiv auf die Öffnung der Hohlniete, wodurch sich der Grip noch viel besser anfühlt.

Der Erl des Messers schaut am Ende des Griffstücks heraus. Dadurch hat man eine nicht zu unterschätzende Schlagfläche, um leichtere Hammerarbeiten durchführen zu können.

Griffarten
Hat man das Messer in der Hand, verwendet man aufgrund der Griffform ohne nachzudenken den Fechtgriff. Aufgrund der Klingenlänge benötigt man zudem keinen Choil, um für feinere Arbeiten nach vorne zu greifen.
Für wirklich feine Arbeiten lässt sich die Klinge aufgrund des flachen Griffes auch sehr angenehm zwischen Daumen und Zeigefinger greifen, während das Ricasso und der Übergang zum Griff am Daumenballen liegen.

Auch ein Reverse Grip ist problemlos durch die Griffform möglich, sofern man diesen verwenden möchte bzw. muss.

Die Scheide
Die Scheide ist aus Zytel und ein Spritzgussmodell. Sie ist extrem leicht, bietet eine großzügige Gürtelschlaufe aus Gurtband und eine Sicherungsschlaufe mittels einem Riemen mit Druckknopf.
Eine kleine Lippe auf der Seite der Scheide arretiert das Messer zudem sehr leicht am Parierelement. Dadurch wird es zwar nicht gesichert, aber hindert das F1 an lauterem Klappern. Gänzlich kann dies die Geräuschentwicklung jedoch nicht verhindern.

Die Scheide ist ein Paradebeispiel für eine pragmatische Massenproduktion. Form follows function und diese Funktion erfüllt die Scheide mehr als gerecht.

Ein interessantes Detail wurde mir bei Lorenzi im Geschäft gezeigt: Die Scheide ist genau so dimensioniert, dass der Diamant Schleifstein von Fällkniven an der Front aufgeklebt werden kann. Die zwei Löcher, die man am Ende vorfindet, um eine Schnur zur Befestigung am Bein oder Equipment zu verwenden, werden leicht davon überdeckt.

Am Ende der Scheide ist eine großzügige Öffnung, die als Abfluss für Dreck und Flüssigkeiten gedacht ist.

Das bringt mich zum letzten Punkt in Bezug auf die Scheide. Nach heutigen Maßstäben ist sie nicht wirklich gear kompatibel sondern rein für den Gürtel gedacht. Mit ein bisschen Einfallsreichtum kann man sie sicher an MOLLE Ausrüstung anbringen aber eine funktionale Kydex- oder Nylonscheide findet man hier nicht vor. Mir wurde gesagt, dass Fällkniven eine Kydex Scheide im Programm hatte, jedoch in weiterer Folge auf die Zytel Version umgestiegen ist, um die Produktion und damit die Kontrolle im eigenen Haus zu haben.
Dennoch ist sie für Survival Zwecke ideal, da sie leicht zu reinigen ist und auch im Falle einer Jagd mit anschließend verdrecktem Messer am hygienischsten zu reinigen ist.
Zuletzt sollte noch erwähnt werden, dass es selbstverständlich auch die Option einer Lederscheide gibt. Nachdem ich jedoch keine davon in der Hand hatte, werde ich nicht näher darauf eingehen.
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Das müsste ein Microtech Halo OTF sein, frag mich aber nicht welches genau.
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Coole Sache! Wie immer ein sehr genauer Blick aufs Detail. Mich wundert es auch, dass noch niemand über die Hosen geschrieben hat. Wobei ja die HT gerade herausgekommen ist. Insofern hast du die Gunst der Stunde genutzt und dafür werden dir sicher sehr viele dankbar sein.
Freu mich schon auf die restlichen Beiträge!
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Man kann mittlerweile das kommende Buch von Eeben Barlow vorbestellen. Wer sich für Afrikanische Konflikte und Militärstrategie interessiert, sollte sich das Buch auf jeden Fall rechtzeitig sichern. Eeben's vorheriges Buch zu seiner Firma (Titel: Executive Outcomes: Against all Odds) ist ja mittlerweile schon vergriffen und nur noch für 200-300$ am Sekundärmarkt zu bekommen.
Hier ein Link zu seinem blog mit einem Abstract zum Buch:
http://eebenbarlowsmilitaryand…onduct-of-successful.htmlHier die Links zu Amazon:
http://www.amazon.com/Composit…TF8&qid=1436254976&sr=1-1
http://www.amazon.de/Composite…8-2&keywords=eeben+barlow
http://www.amazon.co.uk/Compos…8-1&keywords=eeben+barlow -
Thema schon vorhanden, siehe oben verlinkten Thread. Deshalb ist hier zu.
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Ich war heute beim Lorenzi in Wien und habe einen Klassiker der Messerwelt schlechthin mitgenommen. Ein Fällkniven F1

Ein Messer, über dass ich seit Jahren immer wieder in diversen Threads gelesen aber noch nie in der Hand hatte... jetzt wird es mal auf Herz und Nieren getestet.
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Die Idee gibt es seit Beginn des Musters... aber nicht die dafür geeigneten Materialien. Die dementsprechenden Cordura Stärken werden erst seit Kurzem gefertigt, weil es erst jetzt die Nachfrage zulässt. Der von dir verlinkte Internetshop auf Ebay ist übrigens vertrauenswürdig - von dort habe ich schon das eine oder andere Utensil gekauft.
Dollarkurs und intern. Versand sind halt derzeit nicht so motivierend.
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Fom Druckverfahren ist das nicht möglich, soweit ich mich an diverse Aussagen erinnern kann und ein Doppeln des Stoffes, würde das Tarp nur unnötig aufblasen. Soviel zu meinem Wissensstand. Vielleicht macht ja trotzdem jemand etwas in der Richtung.
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Begadi wird demnächst etwas dementsprechendes machen.
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Vielen Dank für eure Ergänzungen! Die Odin hatte ich auch auf der IWA in der Hand und es war eine schwere Entscheidung, welches Modell ich mir im Endeffekt hole. Nachdem ich aber kein Parkaträger bin, ist es die Loke geworden.
Das Konzept der dicht gewebten Baumwollstoffe gibt es sicherlich schon länger, wie bereits angedeutet wurde. Ventile ist eben die englische Variante. Wer jedoch als erstes damit begonnen hat, weiß ich nicht und spekulieren würde an dieser Stelle auch nicht viel bringen.
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Das Bild wurde aufgrund des Urheberrechts entfernt.
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Blue Turtle
Danke für die Ergänzung!Judge
Bei den Taschen mache ich mir keine Sorgen. Das Meshmaterial macht einen sehr robusten Eindruck und falls doch etwas sein sollte, gibt es immer noch den Kundenservice von Tilak.nukm
Den Vergleich mit Etaproof kann ich leider nicht ziehen. Dazu fehlen mir die Erfahrungswerte.JB1964
Joachim... die Frage kann ich dir nicht beantworten, da das Kälteempfinden von jedem Menschen anders ist. Die Jacke ist nicht gefüttert und besteht nur aus dem Baumwollstoff. Denk dir ein dichtes, festeres Hemd, ober den von dir erwähnten Schichten. Vielleicht hilft dir das. -
Vielen Dank Jungs.
Der "Osten" hat definitiv einiges zu bieten, Wobei Sumperk in der Tschechei von der geographischen Breite her ja nur sehr knapp östlicher von Wien liegt.

Die Aussagen zu Ventile vs Softshell kann ich nur unterstreichen! Ich will meine Softshells gar nicht mehr anziehen. Der Kontakt zu Tilak lief in problemlosen Englisch. Überweisung in Euro und prompte Lieferung.
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Allgemeine Beobachtungen und Mittelfristige Benutzung
Wie bereits weiter oben erwähnt, benutze ich die Jacke nun seit circa drei Monaten. Ich hatte also genügend Zeit sie ausführlich zu verwenden und das bei verschiedensten Bedingungen. Mittlerweile hatte ich Temperaturen zwischen 15°C und 25°C und mittlere bis starke Regenfälle sowie die typische hohe Luftfeuchtigkeit des späten Frühlings in Südösterreich aber auch die starken Winde im Großstadtdschungel von Wien.Wasser Resistenz
Ich war also mehrmals draußen im Regen, jeweils zwischen 30-60min. Dabei blieb das Wasser außerhalb der Jacke und bildete dort die typischen Tropfen. Ich habe sogar probiert das Wasser in die Jacke zu reiben, mit wenig Erfolg. Der Ventile Stoff hat hier gezaubert, aber soweit ich weiß ist die Jacke noch zusätzlich impregniert, insofern wirkt die Kombination wirklich wunderbar.

Nur in einem Fall kam etwas Wasser in das Innere der Jacke. Die Nähte am Ärmel hatten bei längerem Ausharren im Regen einen Dochteffekt, der ein wenig Feuchtigkeit in das Innere transportiert hat. Aber deshalb ist die Jacke auch nur wasserresistent und nicht wasserdicht. Laut Jan von Tilak hält die Jacke auf jeden Fall eine Stunde im Regen aus, ab dann stößt der Stoff an seine Grenzen.
Atmungsaktivität
Atmungsaktivität ist immer schwer zu beschreiben, da es etwas komplett subjektives ist und jeder Mensch über ein eigenes Körperklima verfügt. Für mich persönlich gesehen hatte ich noch nie eine Outdoor Jacke die über ein derartiges Atmungsaktivät/Wasserabweisungs Verhältnis verfügt hat. Sogar bei unangenehmer Luftfeuchtigkeit war die Jacke angenehm zu tragen, da der Baumwollstoff genügend Luft durchlässt. Und wenn mehr Ventilation nötig ist, kann man immer noch die zahlreichen Taschen öffnen oder die Pitzips.Winddichte
Die Winddichte ist sehr gut, aber nicht perfekt. Natürlich… immerhin ist es Baumwolle. Aber um ehrlich zu sein konnte ich oft nicht sagen, ob jetzt tatsächlich Wind durch die Jacke gedrückt wird, oder ob sich eine thermische Brücke bildet und die Körpertemperatur absaugt.
Jedenfalls hat man mit den richtigen Layern darunter genügend Windfestigkeit, um sich in der Natur zu behaupten. Gleichzeitig muss man die Dünne der Jacke in Betracht ziehen. Man kann hier auch nur sooo viel erwarten, was nicht heißt, dass sie sich hervorragend schlägt.Tragekomfort
Die Jacke ist wie ein großes äußeres T-Shirt. Sie ist einfach komfortabel und wenn es wärmer oder heißer wird, hat der Stoff den Komfort von Baumwolle… er klebt nicht an den verschwitzten Stellen wie es ein technischer Stoff so oft macht.Geräuschentwicklung
Die Jacke ist ziemlich leise. Sie hat nicht die lauten Eigenschaften von Polyester und Konsorten aber man darf auch nicht eine stumme Jacke erwarten - für so etwas muss man sein Geburtsgewand tragen. Sie ist jedoch die leiseste wasserresistente Jacke die ich bis jetzt in der Hand hatte. Wenn ihr eure Jeans aneinander reibt und es euch ein wenig lauter vorstellt, habt ihr die Lautstärke.Fazit
Ben und ich haben schon seit einiger Zeit über Ventile Stoff geredet, konnten aber nie eine Firma finden die ordentliche und/oder leistbare Produkte daraus baut. Insofern war Tilak ein großartiger Fund von Ben.
Nach drei Monaten Benutzung bin ich überrascht, dass es nicht mehr Produkte mit diesem Stoff gibt. Gleichzeitig denke ich mir, dass es für einige Leute schwer verständlich sein dürfte, warum man für ein 100% Baumwoll Produkt so viel Geld ausgeben soll, wenn man nicht den Hintergrund des Ventile Konzept und der Herstellung kennt. In der Hinsicht gibt Tilak aber auch viel Einblick in den Broschüren und der Homepage.Mittlerweile is die Loke eine meiner Lieblingsjacken - leicht, kleines Volumen und absolut angenehm zu tragen. Die Verarbeitung ist mehr als nur überzeugend und die Garantieabwicklung und Philosophie der Firma wissen zu überzeugen.
Tilak fabriziert auch noch andere Outdoor Kleidung mit diversen hochqualitativen Materialien und hat sogar eine Militärlinie, die jedoch nicht auf der Homepage vertreten ist. Wie es scheint ist die Firma in Tschechien sehr hoch im Ansehen und ich habe keine Bedenken, dass man diese Reputation auch international verbreiten kann.
Seit einiger Zeit versuche ich nun schon von den technischen Stoffen weg und zu den natürlichen hin zu kommen. Mit der Loke bin ich diesem speziellen Ziel einen Schritt weiter gekommen.
Damit wäre ich auch schon am Ende angelangt. Vielen Dank fürs Lesen und vielen Dank an Jan von Tilak für die Hilfe. Bis zum nächsten Mal.
Mehr Info auf http://www.tilak.cz/
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The english version of this review can be found at Pine Survey.com
Auf der diesjährigen IWA Messe in Nürnberg hat mich Ben (gearrillero) auf die tschechische Firma Tilak aufmerksam gemacht. Leider hatte ich nicht soviel Zeit mit den Jungs zu reden, aber es hat gereicht, um mein Interesse zu wecken. Die Geschichte der Firma geht bis in die 1980er zurück und bis heute wird jedes Produkt der Kollektion auch in Tschechien produziert. Es handelt sich bei Tilak um ein Familienunternehmen in Sumperk, das auf hochwertige Qualität in Material und Produktion setzt.
Der Name “Tilak” ist eigentlich ein 3500 Jahre alter Ausdruck aus dem Sanskrit, der “Zeichen” oder “Punkt” bedeutet und die Kastenzeichen in Indien beschreibt. Alleine die Tatsache, dass jemand solche Symbolik für seine Produkte verwendet, wäre für mich schon Grund genug gewesen, aber nachdem ich nun eine ihrer Jacken seit drei Monaten trage, bin ich definitiv überzeugt.
Hier ist die “Loke”:

Überblick und Specs
Die Loke - benannt nach dem nordischen Gott des Schabernacks - ist eine universelle Outdoor Jacke aus 100% Ventile Baumwollstoff. Sie ist hochgradig wasserresistent aufgrund der einzigartigen Eigenschaften des Ventile Stoffes, aber dazu komme ich in einem speziellen Absatz zu sprechen. Die Jacke verfügt über vier Taschen, zwei Oberarmtaschen, Pitvents im Achselbereich, eine verstaubare Kapuze sowie über justierbare Ärmel.Sie wiegt ca. 640g und hat ein sehr kleines Packvolumen. Die Größen rangieren zwischen Small und XXL und die Jacke ist in 5 verschiedenen Farben erhältlich: Navy, Oliv, Zimt, Weiß und Jade.
Ventile Stoff
Wie bereits erwähnt ist die Jacke aus einem speziellen Baumwollstoff namens Ventile gefertigt. Das Konzept des Stoffes wurde in den 1940er Jahren in England entwickelt und verwendet Baumwolle mit den längsten und stabilsten Fasern. Durch die hohe Qualität der Fasern, aber auch aufgrund der Art der dichten Webeart, schließt sich der Stoff sobald er mit Wasser in Kontakt kommt. Dies geschieht, weil die Fasern aufquellen und dadurch die bestehenden Zwischenräume schließen.
Aufgrund dessen ist die Jacke einerseits wasserresistent, aber auch winddicht. Gleichzeitig bietet sie die wunderbaren Eigenschaften der Baumwolle: Hohen Tragekomfort, Atmungsaktiviät und eine sehr vertretbare Geräuschentwicklung.Die Jacke
Die Loke verfügt über vier Außentaschen am Korpus, davon zwei “Napoleon” artige Brusttaschen und zwei weitere Taschen im Bauchbereich. Alle Taschen sind mit Aquaguard Reißverschlüssen von YKK versehen. Die Taschen im Bauchbereich sind zudem durch eine schmale Lasche verdeckt, sodass man nur die Brusttaschen auf ersten Blick erkennen kann.

Der vertikale Hauptreißverschluss ist ebenfalls ein Aquaguard Zipper von YKK. Dahinter ist ein Windfang der zuoberst über den Reißverschluß gefalten wurde, um als Schutz für das Kinn gegen den Zipper zu dienen.
Unter den Ärmeln sind Pitzips, also Ventilationsöffnungen, die per Reißverschluss zu öffnen sind. Diese sind nicht direkt unter den Achseln sonder eher im Triceps Bereich angesiedelt, was meiner Meinung nach eine tolle Idee ist, da man auf diese Weise nicht mit der Biegung der Jacke im Achselbereich kämpfen muss, wenn man die Pitzips öffnen/schließen will. Der eigentlichen Funktion tut die andersartige Anordnung keinen Abbruch - die Ventilation funktioniert tadellos.

Auf den Oberarmen befindet sich jeweils eine Oberarmtasche. Beide sind mit Aquaguard Zippern verschlossen und ebenfalls unter einer Lasche.

Die Ärmel können am Handgelenk durch Velcro Bänder standartmäßig angepasst werden. Das dürfte eh klar sein, soll an dieser Stelle jedoch fürs Protokoll erwähnt werden.
Alle der erwähnten Taschen haben keinerlei Art von internen Organisationsmöglichkeiten, wie Steckfächer, D-Ringe oder Schlaufen. Es handelt sich hierbei um klassische no nonsense Taschen. Zudem ist das Innenfutter aus feinem aber robusten Meshmaterial gefertigt, was dem Anwender zusätzliche Ventilationsmöglichkeiten eröffnet, indem er eine der Taschen öffnet.

Der Bund der Jacke kann durch Shock Cord an den Körper gezogen werden. Mittels Cordlocks wird es fixiert.

Die Farbe meiner Jacke is ein sehr schönes Oliv Grün, wobei die Reißverschlüsse mit einem passenden Tan Farbton kombiniert wurden. Der Gesamteindruck ist eine gedeckte, unauffällige und subtile Farbe.
Kapuze
Die Kapuze kann auf eine sehr einfache und effektive Art und Weise verstaut werden. Man rollt sie quasi auf und fixiert sie mit einer Patte, die am Kragen festgenäht wurde. Mittels fünf Velcro Flächen hält man die Kapuze in Position ohne einen dicken Kragen zu erzeugen. Wird die Kapuze verwendet, werden die fünf Velcro Flächen am Kragen fixiert.


Aufgrund dieser Konfiguration gibt es hinter der Kapuze keinen Sammelraum für Wasser, wie man es von anderen Jacken kennt, die eine spezielle “Tasche” für die Kapuze haben. Die Kapuze selbst kann mittels Shockcord an den Seiten und am Hinterkopf näher zum Schädel gebracht werden, damit sie in der Bewegung nicht den Sichtbereich einschränkt.


Verarbeitung
Die tschechische Textilindustrie zählt zu den Besten in der Welt. Tilak ist ein schönes Beispiel dafür. Die Nähte der Jacke sind sehr sauber und der generelle Look der Jacke spricht im Grunde für sich selbst. Ich konnte keinen einzigen abstehenden Faden finden oder eine schlecht ausgeführte Naht.


Die Verarbeitung lässt somit keinen Raum für Beschwerden, wie auch die verwendeten Materialien. Insofern kann ich mich hier kurz halten.
Passform, Haptik, Größe
Die Haptik der Jacke ist wirklich speziell. Wenn man nicht wüsste, dass es Baumwolle ist, würde man es wohl nicht vermuten. Sie fühlt sich zunächst dicht und steif an, wie ein dementsprechender technischer Stoff. Aber sobald die Jacke ein wenig eingetragen ist, wird sie weicher, fast wie ein Hemd.
Die Größen sind typisch europäisch und die Größentabelle auf der Homepage der Firma ist treffend. Ich bin ja immer zwischen den Größen, wenn es um das internationale System geht. Die Loke in diesem Review ist Größe Large, was der europäischen Größe 52 entspricht und ich bin zum Zeitpunkt des Reviews bei 75kg auf 180cm Körpergröße.
Der Schnitt der Jacke ist locker und gibt genügend Raum für weitere Layer. Ich habe genug Platz um die Schultern und die Ärmel sind lang genug für meine Gorilla Arme.
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Es fühlt sich mehr wie ein Protech an, als wie ein Strider... vielleicht war es mir deshalb auch so sympathisch. Das einzige das mich stören würde ist die Metalseite... da hätte man irgendwas machen können, damit sie nicht so nackt aussieht.
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Ich war heute bei Lorenzi in der Siebensterngasse/Wien und habe das ProTech/Strider SNG Auto bespielen können. Das Messer ist wirklich makelos verarbeitet und springt wie wahnsinnig. Sattes Klack und garantierter Spaßfaktor.
Seit Langem wieder einmal ein Strider, dass einen HabenWill Reflex bei mir auslöst.
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Damit ist hier wohl alles gesagt. Ich mache hier dicht. Sollte noch jemand etwas von Substanz hinzufügen wollen, bitte ich darum die Moderation zu benachrichtigen.