Beiträge von northmansquest

    Ich fühle mich da jetzt mal angesprochen, obwohl ich den Ausdruck ausgesprochen unpassend finde. Der Klassiker könnte man meinen, man übt negative Kritik an einem der Forumslieblinge und bekommt bestätigt, dass man ein Dummschwätzer ist.


    Die kostenträchtigen Arbeitsgänge liefen alle unter den ca 40% Material und Fertigung. Ich habe das Kalkulationsdiagramm leider nicht vorliegen da der Prof eslediglich gezeigt hat. Und es ist ja nicht so, dass das ein Geheimnis wäre. Die Firma Eickhorn muss ja auch kalkulieren und ich bin sicher das da das Rad nicht neu erfunden oder auf angemessenen Gewinn verzichtet wurde. Und ich bin mir genauso sicher, dass ein behördlicher Einkäufer bei Eickhorn, der mehrere tausend Stück abnimmt, nicht den Listen-Internet-Preis zahlt.
    Des Weiteren kauft eine Firma wie Eickhorn auch nicht den Stahl zu dem Preis ein, wie ich den bei irgendeinem Messermacher einkaufen würde.
    Und bei 185€ hätte ich mir gerne einen N690 oder dergleichen gewünscht. Oder vielleicht einen PM-Stahl. Dann würde ich da auch gerne nochmal was drauflegen. Aber so ist das für mich trotz Made in Germany und häufig stumpf ausgelieferter Messer kein Paket für mich.


    Aber schön finde ich es Tony, dass trotz meines Bemühens von sachlicher Kritik ohne Herstellerbashing, die Ausdrucksformen deinerseits stets höflich und sachlich geblieben sind. :thumbdown:


    Gruß
    Stefan

    Es kommt Eulen nach Athen tragen gleich, darüber zu sinnieren, ob ein 440C, X15TN oder vielleicht ZDP 189 bei Salzwasser, Blut, oder Fischeiweiß rostet, diese Stähle tun es nicht !

    Vielleicht hast du den Titel dieses Freds noch nicht gelesen, aber da steht: GEK-EDC Salzwassertest (sowei div. andere Messer).
    Deshalb finde ich es schön über die erfahrungen der User von allen möglichen Stählen zu hören. Auch bei welchen Messern dieser Stahl dann verwendet wurde. Und deine Aussage das diese Stähle bei Salzwasser, Blut oder Fischeiweiß nicht rosten würde ist einfach falsch, da hilft auch kein Ausrufezeichen.


    Fakt ist, jeder Stahl(d.h. Legierung aus Eisen und Kohlenstoff) wird irgendwann rosten. Früher oder später. Spyderco hat Bilder vom H1 mal gezeigt. Nach ein paar Wochen fiesester Säure(genaue Zusammensetzung weiß ich leider nicht) ist das Messer schwarz gewesen. Und gerade Blut oder Handschweiß sind da sehr erfolgreich.


    Gruß
    Stefan

    Naja, ich hab das Teil schon vor Böker andauernd als werbung irgendwo gesehen. So ganz vom Hocker reißt es mich aber nicht.


    Ich bin ständig auf der Suche nach einem Schärfer, der mir schnell und sauber scharfe Ergebnisse liefert. Die Konzepte von Sharpmaker, Lansky und co sind sauber und scharf, aber nicht so schnell. Wäre da noch der Wicked Edge, sauber und scharf und etwas schneller als die beiden anderen.


    Nur habt ihr euch mal die Frage gestellt, warum eine Tormek 500€+ kostet, und dieses Ding da nur 100€? Ich sehe da ganz klar das Problem der Schneidenkühlung. Natürlich arbeiten fast alle Messermacher mit Bandschleifern, aber die kennen ihre Gerätschaft(die warscheinlich mehr wie 100€ gekostet hat) und schleifen quasi jeden Tag damit. Der einfache Kunde in Kombination mit Worksharp ergibt für mich sporadisch kaputte Messer.


    In einem anderen Forum hat mal jemand analysiert, wie es mit der Schneidenerwärmung beim ungekühlten Schleifen so aussieht. Das Fazit war: muss nich aber kann die Wärmebehandlung zerstören.


    Deswegen bleibe ich bei Sharpmaker und co. Und wenn ich mal zu viel Geld habe hole ich mir ne tormek.


    gruß
    Stefan

    @ geronimo:


    Das D2 nicht sonderlich rostresistent ist, ist hinreichend bekannt. Ein Blick auf die Legierungselemente genügt.
    Wenn du Bootsmann zitierst dann doch bitte richtig, denn er schrieb auch, dass es seit Jahrhunderten nur rostende Kohlenstoffstahl-Outdoormesser gab. Ich hab mit keinem Wort erwähnt dass ein Outdoormesser "rostfrei" sein muss. Nur wird damit quasi geworben und man hält sich dabei an der 12% Chrom Grenze fest, die der D2 mit ach und krach erreicht. Das ist das blöde wenn man keine Ahnung von Stahl hat(als Kunde) und sich dann den "rostfreien" D2 ins Haus holt.


    Und es wird auch nicht Firma Eickhorn verunglimpft. Es wird lediglich( mit Bedacht niemanden zu bashen) erwähnt, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht überragend.


    Beispiel GEK: Materialkosten für das Messer ungefähr 30€(hab ich der Stahltabelle von Stefan Gobec entnommen, G10 und Schrauben hab ich mit 15€ geschätzt). Laut meinem Maschinenelemente Prof. belaufen sich die Konstruktionskosten eines Produkts auf 9% des Herstellungspreises. 38% sind Material und Fertigung. 24% sind Vertrieb und Marketing usw(hab jetzt nicht mehr alle Positionen im Kopf). Dann hat noch ein bekannter Mensch seinen Namen auf der Klinge stehen und Eickhorn fertigt nicht übertrieben genau( Schliff, Griffschalenanpassung usw). Fertig ist ein Preis-Leistungs-Verhältnis.


    Aber wenn sich dann jemand meldet und sagt, dass er unzufrieden ist und mehr von Made in Germany erwartet hat, dann wird er von denen "angegriffen" die ein Eickhorn haben und damit zufrieden sind. Dann kommt noch dazu dass D2 gehypt ist wie sonst noch was und wir haben eine abwechslungsreiche Diskussion am laufen ;)


    Gruß
    Stefan

    + Durchdachtes Design
    + gute Grösse


    - maschinell Hergestellt
    - schlechte Stahlwahl (meine Meinung, bei der Gewinnspanne)
    - Unfreundlicher Service (Eickhorn)

    Das kann ich alles unterstreichen. D2 ist jetzt nicht gerade der teuerste Stahl. In der Industrie wird er gerne für Fräser oder auch Stanzwerkzeuge verwendet mit Härten um 61HRC. Deswegen ist er auch relativ günstig zu bekommen.


    Nur warum ist es deiner Meinung nach ein Nachteil, dass das Messer maschinell hergestellt ist? Ich kenne die verarbeitung von Eickhorn, glorreich ist das nicht. Aber meinst das Messer wäre besser wenn die Klinge per Hand zurechtgefeilt würde? ?(


    gruß
    Stefan

    Mal sehen wie das ganze weiter geht :rolleyes:


    Bei 440C ist der Test warscheinlich eh witzlos...

    Wieso? Ich denke bei Stählen wie H1 ist es witzlos, aber auch nur mit Meerwasser ;) 440C hat wie viele andere Messerstähle auch genug Kohlenstoff inne um bei passender Flüssigkeit(Salzwasser?) die Eigenschaften des Chroms zu überlisten. Meine Prognose zu D2: Der rostet euch unter dem Arsch weg.


    Der Test allgemein ist ja schon irgendwie schön zu verfolgen. So quasi unter Realbedingungen. Leider ist eine qualitative Aussage daraus nicht zu entnehmen. Aber wer hat schon Geld und Lust Proben von sämtlichen Stählen, mit gleichen Rauheitswerten und gleicher Wärmebehandlung(wie sie auch in Real gehärtet würden, nicht auf maximale Rostresistenz), und das ganze noch unter gleicher Flüssigkeit zu testen?


    Lust hätte ich, wer hat Geld? :)


    Gruß
    Stefan

    Ganz unterschiedlich sind die Reaktionen immer bei mir. Die Paragraphen-Kenner sind dabei noch die anstrengenste Gattung, weil man da die mieste Aufklärungsarbeit leisten muss, und ihren Standpunkt aushebeln lassen sie sich auch nicht gerne.
    Die meisten sehen aber eher den Messertick als kleine Verrücktheit, wo jeder so seine eigene hat.


    Meine Kommilitonen konnte ich jetzt schon des öfteren von der Nützlichkeit überzeugen, und die 2. Bestellungwelle bei Jusaya ist auch schon durch. Somit ziehe ich weiter im Bestreben das Bild eines messerstechenden Mörders gegen das des vorbereiteten Werkzeugbesitzers einzutauschen.


    Gruß
    Stefan

    Endlich wieder weg vom D2. Ich verstehe dieses ganze gehype nicht. Ich habe kein Messer aus D2, aber ein wenig "WIssen" über Stahl. Deswegen werde ich mir auch keines aus D2 kaufen. 440 C ist mir da deutlich lieber.


    gungho: 440C ist kein schlechter Stahl. Er ist nur nicht mehr in Mode.


    Gruß
    Stefan

    Das mit den Bits ist mir bei meinem Wave(neueres Modell) auch aufgefallen. Der Mini-Schraubendreher brach sehr schnell ab bei geringer belastung(ok war misshandlung weil Biegung). Der Umsteckbit wurde erst rund vom benutzen, und ist dann freundlicherweise einfach rausgefallen und ich hab ihn nicht wieder gefunden. Da auch der Gesamteindruck eher schwächelt was die Verarbeitung angeht, danke ich hiermit Tim Leatherman für die glorreiche Idee eines Zangenbasierten Multitools, und ich danke Victorinox dafür dass sie die richtige Qualität dafür liefern.


    Habe mir nämlich danach ein Vic Spirit Plus geholt. Und das ist entgegen der Aussage des KFZ-Mechanikers hier kein Spielzeug, sonder es hat in der Praxis das Wave in vielem geschlagen. Die hochglanz-gewashte Optik gefällt mir auch ziemlich gut, aber man sieht halt jeden Kratzer. Aber bei Vic weiß man wenigstens was man hat.


    Gruß
    Stefan

    Warum nehmen eigentlich manche Hersteller ( Herbertz, FKMD ) 440er Stahl für ne Machete?

    Moin. 440er ist meist 440A, der ist günstig an jeder Ecke zu bekommen und mit 55-56 hrc auf recht weich, somit einfach zu bearbeiten und zu fertigen.
    So ein Mensch von Tops hat mal gesagt, dass der 440er ein guter Outdoorstahl wäre weil er leicht nachzuschärfen und rostfrei wäre. Naja, er ist aufgrund seiner Legierungselemente rostträger als 440C, und leicht nachschärfen geht auch. Aber wie jeder rostträge Stahl der Chrom als Legierungselement in dieser hohen Konzentration von 18% enthält, neigt er dazu spröde zu sein und bei Hackarbeiten auszubrechen. Dem riesigen Ausbruch aus dem Bild hat dann noch der an einer Machete vollkommen deplatzierte Hohlschliff geholfen. Hohlschliff mag ja für Rasiermesser notwendig sein, aber der Nachteil für den Outdoorgebrauch ist ganz einfach der, dass kurz nach der Schneide schon viel Material fehlt was Stabilität hätte geben können. Vollkommene Fehlkonstruktion seitens Walther, wie oben schon erwähnt ist von Qualität kaum zu sprechen.


    Warum nehmen eigentlich manche Hersteller ( Herbertz, FKMD ) 440er Stahl für ne Machete?