Warum? Was haben alle gegen den D2? Ich sags nochmal, ordentlich wärmebehandelt ist das Material nicht schlecht.
440C ist nach heutigen Maßstäben ein verhältnismäßig niedrig legierter Stahl, der mittlerweile schlichtweg veraltet ist. N690 ist eine gute Alternative, der Preisunterschied ist minimal.
Dennoch ist er dem 440C in allen Eigenschaften merklich überlegen. Alleine im Datenblatt kann man schon erkennen, dass mehr Karbidbildner im N690 sind, die Hauptgrundlage für Verschleißfestigkeit und somit eine lange Schnitthaltigkeit.
Bei den heutigen Möglichkeiten ist es eigentlich ein Witz, dass im Preissegment über 100€ überhaupt noch konventionelle Stähle verarbeitet werden. Die Müller-Messer zeigen, das es geht ein 100€ Messer mit PM Stahl in guter Qualität zu bauen.
Wenn es ein konventioneller Stahl sein soll -warum auch immer- würde ich nach wie vor zu N690 geifen. Dieser ist günstig und leicht verfügbar, für ein Alltagsmesser so ziemlich der beste konventionell erschmolzene Stahl.
Ansonsten kann man auf dem Europäischen Markt auch auf Böhler Elmax oder M390 zurückgreifen. Das Argument der schweren Nachschärfbarkeit ist für mich kein Thema. Wenn ich ein Messer nicht schärfen kann, schicke ich es zu einem Messermacher, wenn ich es kann ist auch ein hochlegierter PM-Stahl mit den richtigen Mitteln sehr schnell auf eine gute Schärfe zu bekommen. Diese überragt unter Umständen durch das feinere Gefüge einen konventionellen Stahl meilenweit.
Ich bin die Stahlfrage mittlerweile leid. 90% der Nutzer merken eh nicht, was sie da benutzen, die anderen 10% wissen warum sie Messer mit Hochleistungsstählen kaufen.
Und: Wenn die Wärmebehandlung schlecht ist, nützt der beste Stahl nichts.