Beiträge von Mephistopheles

    @ Kibo Ich habe auch schon so einiges gesehen, der Spruch bringt uns aber auch nicht weiter. Hier wird immer nur der eine Spezailfall herausgepickt, bei dem dieses oder jenes eine schlechte Idee wäre. Bei Sturm kann man vorher (Wetterwarnung) oder hinterher abhauen, meist passiert es hinterher, wenn das Dach abgedeckt ist. Bei Hochwasser das gleiche: Entweder wird vor der Flutwelle gewarnt (z.B. am Rhein ziemlich zuverlässig), oder die Hütte wird später unbewohnbar und ich muss raus - wenigstens vorübergehend - und komme nach 3 Tagen zum putzen und aufräumen wieder. Und wenn die BASF in grob 50km Luftlinie oder das AKW Phillipsburg in ca.75km in die Luft fliegen, dann habe ich bei früher Information sehr wohl noch Zeit, entweder im Haus zu bleiben, oder das Land zu verlassen. Man muss ja nicht immer gerade daneben stehen oder wohnen. Oder den Atompilz in Grad oder Winkelzahl vermessen samt Knalldauer verschleiert an die Führung weiterleiten, wie es einst die Taschenkarte ABC-Schutz aller Truppen empfahl.


    Irgendwie habe ich das Gefühl, bei vielen hier funktioniert das Prinzip "Bug Out" nicht unterhalb Tsunami, Bürgerkrieg oder Zombie-Outbreak. Und dann steht man mit dem Last Minute-Ticket am Flughafen und muss erst mal ne halbe Stunde lang alle spitzen, scharfen und sonstwie gefährlichen Gegenstände aus dem Rucksack sortieren ;) (Vorsicht, überspitzte Darstellung...besser ich sag's direkt..)


    Melde mich ab.

    Und bei welchem der drei Sezenarien wärst du dann gerne exponiert in Wald und Wiese anstatt im Haus mit geschlossenen Fenster vor der Witterung und (Chemie-)Niederschlägen geschützt?


    Wer redet denn von "gerne"? Und wieso soll ich mich unbedingt draußen aufhalten? Es gibt in den meisten Fällen noch genug Häuser, Gemeindehallen, etc. um mal für ein paar Nächte auszuweichen. Ich kann auch bei Freunden/Verwandten unterkommen. Es muss ja nicht gleich die Zivilisation untergehen oder eine ganze Region absaufen. Aber wenn man nun mal am Bach wohnt, der ab und zu mal ins Erdgeschoss schwappt oder "Fenster und Türen geschlossen halten" über ein paar Tage vielleicht doch ungesünder/unbequemer ist, als grad mal ins Auto zu hüpfen und ein, zwei Landkreise weiter zu fahren, dann ist das halt so. Manchmal ist "nur" eine Hauswand instabil. der Keller voll oder ein Teil vom Dach abgedeckt, was mir reicht um mal eben eine zweitunterkunft aufzusuchen. Nicht bei jedem Szenario geht es gleich um Leben und Tod. Vermutlich nicht mal bei den meisten.


    Schaut euch doch die (Natur-)Katasatrophen der letzten Jahre an, da hat niemand überlebt weil er sich im stillen aus der Stadt in den Wald schlägt und nach 3 Tagen zurückkommt.


    Nö, aber vielleicht, weil die Feuerwehr, das THW, die Rettungsdienste, Nachbarn, Freunde, Verwandte oder eine Dorfgemeinschaft aus unerfindlichen gründen eine soziale Ader an sich entdeckt haben. So geschehen vor wenigen Wochen ein paar Km entfernt von meinem Wohnort, als in kürzester Zeit gut 70 l/m² Regen gefallen sind und das Flüßchen mal eben 2m Hoch durch die Hauptstraßen mehrerer Dörfer gerauscht ist, so dass das Kirmeskarussell gegen den Kirchtum gespült wurde. Also für ein spontanes und vernünftiges "wir müssen hier mal ein paar Tage raus" reicht mir so was. Ohne gleich zu sterben wenn ich es nicht tue.


    Jetzt sucht bitte nicht in den Krümeln oder nach dieser oder jener Abwandlung von "Unwetter".


    P.S. @ Semaphore falls es weiter oben nicht durchgedrungen ist: Ich befürworte eher ein an realen oder sagen wir den wahrscheinlichsten Bedrohungen ausgerichtetes, nicht so überladenes BOB. Eben Tasche schnappen und ins Auto/Boot/Feuerwehrauto oder was auch immer mich abholt und zur Notunterkunft fährt. Darüber hinaus kann jeder so lange und oft in die Wälder ziehen. wie er will. aber da sehe ich schnell die Grenze zu der Art Leute überschritten, die sich Hüte aus Alufolie basteln ;)

    Naja, die großen "Klassiker" sind ja oft berühmte "Kampfmesser"...ob da eine maßstabsgetreue Verkleinerung unbedingt weniger Scherereien bereitet, da bin ich mir nicht ganz sicher. Andererseits besteht natürlich auch die Gefahr, dass man sich mit so etwas wie diesem Rambo-Brieföffner hier http://www.boker.de/fahrtenmesser/rambo/02RB53.html so richtig zum Horst macht, wenn man überhaupt die Hand auf dem Griff unterbringt.


    Wenn ich nicht völlig danebenliege, müsste ein Ka-Bar USMC für eine 11,95cm klinge auf 67,13% seiner Größe reduziert werden. Dabei blieben für den Griff noch etwa 8,6cm übrig...Parierelement und Knauf mit eingerechnet. Reicht dir das? Also mir wäre das ein wenig zu unausgewogen...Die Idee an sich ist ja ganz nett, aber eine Miniatur wird immer nach Miniatur aussehen, besonders wenn die Vorlage bekannt ist.

    Moin,


    Kommt es dir nur beim Oberstoff auf Naturfaser an, oder auch beim Futter? Meines Wissens nach bestehen viele M-65 aus einem Bw/Polyester-Gemisch.


    Der alte BW-Parka mit kapuze ist an sich keine schlechte Jacke. Robuster Baumwollstoff, integrierte Regenschutzfolie im Schulterbereich und schlichtes äußeres. Aber für das eingeknöpfte Futter mussten so einige Polyestertierchen sterben. Leider hat das Teil wegen der gefütterten Kapuze auch keinen anständigen Kragen. In Ballungsgebieten wie Hamburg wirste mit dem Teil aber von 15jährigen Hipstermädels bis zu Punks (dann aber ohne oder mit "verändertem" Hoheitszeichen) und Konsorten so ziemlich alles bereits rumlaufen sehen. Möglicherweise vieles, mit dem man nicht assoziiert werden mag.


    Dann habe ich noch die Leo Köhler "Hunting Jacket" gefunden. Außen Baumwolle, Innenfutter aus (Baum?-)Wolldecke, aber keine Kapuze. http://www.leokoehler.com/Gene…551-Hunting%20Jacket.html


    Carhartt ist auch immer eine gute Wahl, wenn es um robuste Baumwoll-Oberstoffe geht. Eine größere Auswahl zum Stöbern findet man in diesem Shop, mit dem ich auch schon gute Erfahrungen gemacht hatte. http://www.frontlineshop.com/j…-152064803&brand=Carhartt Auf Anhieb würden mir selbst da schon mal der "Siberian Dearborn" und der " Hickman Coat Bedford" gefallen. Letzterer ist quasi der BW-Parka, bloß mit ordentlichem Kragen.

    Servus,


    Um einen direkten Einstieg zu finden: Meine Meinung bewegt sich beim ersten überfliegen irgendwo zwischen "Du hast doch n Rad ab" und "Du hast echt ein Rad ab" ^^


    Danach stellt sich dann doch ein Gefühl dafür ein, dass du dir ernsthaft Gedanken über verschiedene Szenarien gemacht hast, dir von anderen bereits etwas abgeschaut und daraufhin überwiegend gute und zuverlässige Ausrüstungsgegenstände heraus gesucht hast.


    Soweit das "emotionale". Ich halte mich bei Prepper- und Bug-Out-Themen ja für gewöhnlich zurück und lese nur mit...aber Junge, Junge, das ist ein Arsch voll Zeug, den du jedes mal mitschleppen willst, selbst ohne jedes mal bewaffnet auszurücken.
    Deinem Beitrag entnahm ich soweit, dass du auch im Notfall nicht unbedingt freiwillig zum Einzelgänger werden möchtest, sondern auch an Freundin und Familie denkst. Dazu fällt mir der etwas abgegriffen klingende Spruch ein, dass eine Gruppe nur so stark wie ihr schwächstes Mitglied ist. Du solltest also auch in Betracht ziehen, dass du deine Mittreisenden motivieren, stützen oder auch mal tragen musst. Im übertragenen wie auch im wörtlichen Sinne.
    Deine "normalen" 10km Fluchtweg, so gut du sie trainiert haben magst, können vielleicht nicht auf dem direkten Weg oder auf die schnellste Weise absolviert werden. Dabei zehren nicht nur die Kilometer, sondern auch die Zeit, die du und deine Gefährten für Pausen, Horch-/ und Beobachtungshalte oder Ausweichrouten aufwenden müsst, an den Kräften.


    Mein Vorschlag daher: Denke doch mal darüber nach, einen Teil deiner Ausrüstung/Verpflegung, der nicht unbedingt für die ersten Stunden notwendig ist, in einem oder mehreren Kunststofffässern mit Schraubdeckel um den Zielpunkt herum zu vergraben oder anderweitig zu verstecken, sofern das Gelände es hergibt. Gut Sortierte Outdoor- Und Expeditionsausstatter führen diese für gewöhnlich in verschiedenen Größen im Sortiment. Dadurch würde sich für den Marsch viel Gewicht und Energie einsparen und zudem die Durchhaltefähigkeit für mehrere Personen mit ein Paar extra-Konserven/Tütensuppen relativ einfach erhöhen lassen. In Ländern mit einem langjährigen "Aufständischen"-Problem funktioniert so ein Cache-System jedenfalls seit Jahrzehnten ziemlich gut - für die Aufständischen. :rolleyes:


    P.S. Die Frage nach der Vertrautheit mit dem Gebrauch der aufgezählten Dinge habe ich mal außen vor gelassen. Wenn man es nicht zu tragen braucht, kann man sich auch mal ein Beatmungs- oder Infusionsset in den Cache legen. Vielleicht kommt zu gegebener Zeit ja mal ein heilkundiger Schamane vorbei und kennt sich damit aus, falls erforderlich ;) Unter normalen Bedingungen ohne den völligen Zusammenbruch unserer Gesellschaftsform finde ich eine oder mehrere Rauchgranaten in den Bergen jedenfalls sinnvoller, um evtl. einem Rettungshubschrauber einen sicheren Landeplatz und die dortige Windrichtung anzuzeigen, als unnötiges weil unbekanntes Ambulanzgeschirr mitzunehmen.

    Cherusker Heilandsackzement...der Damast ist ja mal der Hammer! Glückwunsch zu dem Messer.


    Bei mir gab es letzte Woche zum Geburtstag ein bissl was von der Verwandtschaft aus Übersee...


    Etwas für die bewusste Ernährung, etwas für auf den Wohnzimmertisch zum lässig herumliegen lassen und dank vorteilhafter Connections eine ziemlich geile Tasse aus der Naval Support Facility Thurmont, gemeinhin auch als Camp David bekannt und garantiert ohne Verbindung zu den Poloshirts von Dieter Bohlen ;)


    Ja sicher ist eine Abänderung vom ursprünglichen Scorpion zum jetzt geplanten OCP-Muster passiert. Aber wenn es jetzt trotzdem nicht immer noch zu ähnlich wäre, gäbe es doch kein Problem ;)

    ...oooder... :D ..Die Army wird in ihrem Entwicklungs-Zentrum das Scorpion derart abändern, verpixeln, verfärben, whatever, so dass es vor Gericht nicht mehr als "ähnlich" zu Multicam bestand hat. Was natürlich vorher schon ausgelotet wird. Was für ein Krampf...

    ...du könntest die Messer natürlich auch geschlossen in den Hosentaschen verwahren, dann gehen die nicht so schnell kaputt...


    Mit "clipless" meinst du auch wirklich "ohne clip", also lose in der Tasche? Habe bisher nur WEGEN clips von kaputten Säckeln gehört...

    Nun, Pate für die Klinge stand irgendwann das Al Mar Mini Sere Operator. Nach ein paar notwendigen Modifikationen in Sachen Proportionen, damit auch ohne Griffschalen eine gewisse Ausgewogenheit vorherrscht und Andis bekanntes Griffdesign dazu passt, ist daraus schließlich das hier vorgestellte Messer geworden.


    Grundidee meinerseits war es, mir von Andreas ein möglichst kompaktes und elegantes, aber dennoch vollwertiges "Jahresmesser" bauen zu lassen, das für Alltagsaufgaben wie Briefe/Pakete öffnen, Brötchen schneiden oder Fingernägel puhlen taugt und dabei legal führbar bleibt.


    Eine Verwendung im Sinne bekannter Messer ähnlicher Bauart kommt trotz des schmissigen Namens für mich nicht in Frage und war deshalb auch nie Gegenstand der Planung. Die Formensprache ergibt sich rein aus ästhetischen Überlegungen und ich danke Andi für seine Geduld und die Fähigkeit, meine oft etwas spontanen und vage formulierten Einfälle sowohl am Computer als auch am Bandschleifer in ansprechende Formen zu bringen.