Bei Freeletics bin ich noch nicht angelangt, aber ich hatte letztes Jahr mit dem Programm "You Are Your Own Gym" (YAYOG) von Mark Lauren angefangen. Dann leider nicht drangeblieben und jetzt vor zwei Wochen wieder eingestiegen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Eigengewichts-Übungen, jedoch ist der Ansatz ein wenig anders als bei freeletics, soweit ich das beurteilen kann. Der Zeitdruck bei den Übungen ist erst mal zweitrangig, wichtiger ist die korrekte Ausführung der Übungen. Die Leistungsfähigkeit steigert sich trotzdem merklich, jedoch ist der "Cardio"-Anteil erst mal recht niedrig, es gehören keine Laufeinheiten dazu. Später kommen natürlich auch die üblichen Schweinereien wie Burpees dazu.
Ich trainiere per App, die im Google Playstore recht günstig ist (plus herunterladbare Videoanleitungen zur Ausführung der Übungen als extra-Download), würde aber auch das Buch "Fit ohne Geräte", ebenfalls von Mark Lauren dazu empfehlen. Erstens, um das Programm und die Denkweise dahinter zu verstehen, und zweitens, um die Übungen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden kennenzulernen, die man an seine Leistungsfähigkeit anpassen kann oder um die Gelenke zu schonen. Zum Beispiel Liegestütze an der Wand, am Esstisch, am Wohnzimmertisch oder Stuhl hin zu den normalen am Boden, dann mit erhöht aufgelegten Füßen bis hin zu einarmigen Liegestützen. Man kann auch komplett nach Buch trainieren - inklusive Ernährungsplan ist da alles drin. Die App dagegen bietet mir vier unterschiedlich schwere 10-Wochen-Programme oder die Möglichkeit zu kurz-Workouts sowie einen Workout-Builder, mit dem man sein Programm selbst zusammenstellen kann. Immer schön mit Aufwärmtraining, Cool-Down. Kann da eigentlich nicht meckern.
Ein Problem sehe ich halt darin, dass einen keiner Antreibt. Man trainiert alleine zu Hause und muss schon selbst den Hintern hochkriegen, was bei mir letztes Jahr leider nicht regelmäßig genug geklappt hat. Im Studio erinnrn einen wenigstens die Beitragskosten oder andere Mitglieder daran, dass man mal wieder hin sollte. Ich mag aber keine Studios. Das Zweite Problem ist, dass man damit vielleicht zum abnehmen anfängt, aber entweder nicht seine Ernährung anpasst oder dadurch enttäuscht wird, dass die Gewichtsabnahme erst mal sehr gering ausfällt, obwohl man doch gefühlt fitter und straffer wird. Außer acht gelassen wird eben oft der Muskelaufbau, der den Fettabbau etwas relativieren kann. Außerdem muss man seine Leistungsfähigkeit erst mal selbst einschätzen lernen. Also nicht immer nur unterhalb der Muskelkater-Gefahr in der Wohlfühlzone trainieren, aber auch nicht gleich ultrahart übertreiben.
Beim Einsteiger-Programm geht es jedenfalls die ersten 2 Wochen mit 4 Tagen pro Woche los. Jeweils unter einer Stunde, immer abwechselnd ein Tag Push/Pull und ein Tag Beine/unterer Rücken mit je 4 Übungen in "Leitern". Nennt sich dann "Muscular Endurance-Block". Dann gehts in Woche 3 und 4 mit Intervallen weiter im sogenannten "Strength Block" und was danach kommt, darauf bin ich selbst mal gespannt...lese da was von "Power Block", "Supersets", "Tabatas" usw., wird also noch spannend.
Körperliche Fortschritte bemerke ich zwar jetzt schon, und zwar hauptsächlich dadurch, dass ich mich morgens nicht immer wie gerädert fühle, bis auf einen leichten Muskelkater (die ersten 3-4 Tage wars nicht nur leicht *hust*) und natürlich durch die bloßen Zahlen der geschafften Wiederholungen, die in der App-History gespeichert werden. Irgendwas tut sich also.
Tut mir leid, wenn das jetzt nicht direkt zu "freeletics" gehört (musste auch erst mal feststellen, dass das eine Marke und nicht nur eine Art zu trainieren ist), aber vielleicht mag ja jemand erst mal mit YAYOG anfangen um damit fit genug für freeletics zu werden. Diesen Weg schließe ich für mich selbst jedenfalls nicht aus, solange die Motivation anhält.