Kaum ein anderes Victorinox kam bei MacGyver häufiger vor, als das Tinker 91 mm:
Es ist ein sehr gutes, schlankes Schweizer Taschenmesser für den Alltag, das mit seiner einfachen, "spartanischen" Werkzeugausstattung vor allem dann glänzt, wenn man ein leichtes und "rundes" EDC sucht.
Eindruck und Konzept
Der Tinker ist ein 91-mm-Klassiker mit zwei Lagen und genau dem Werkzeugmix, den viele im Alltag erfahrungsgemäß nutzen: große und kleine Klinge, Dosenöffner, Flaschenöffner mit Schraubendrehern, Reibahle/Stecher, Pinzette und Zahnstocher sowie der typische Phillips-Schraubendreher auf der Rückseiteder aus dem Tinker das Tinke macht.
Wäre es ein Korkenzieher, wäre es ein Spartan...
Also, vielseitig, ohne kompliziert zu sein.
Verarbeitung und Handhabung
Victorinox typisch findet man beim Tinker eine saubere (in absoluter Wiederholgenauigkeit) Verarbeitung, hohe Alltagstauglichkeit und lange Haltbarkeit; außerdem sticht im Falle es Falles die Victorinox-typische lebenslange Garantie auf Material- und Fabrikationsfehler.
Mit zwei Lagen und 91 mm Länge bleibt das Messer immer angenehm kompakt und in der Hosentasche gut tragbar.
Stärken
Sehr alltagstaugliches Werkzeugset für kleine Reparaturen, Weintrinker mal außen vor, wobei immer mehr Flaschen (auch guten Rebensafts) mit Schraubverschluss kommen.
Schlankes Format, das nicht unnötig aufträgt.
Also, eine Gute Wahl, wenn man Scheren nicht braucht und lieber ein minimalistisches Setup sucht.
Schwächen
Eben keine keine Schere, was für manche der wichtigste fehlende Punkt ist.
Fazit
Unterm Strich ist der Victorinox Tinker 91 mm für mich ein sehr ausgewogenes, ehrliches Taschenmesser:
wenig Schnickschnack, hohe Qualität, guter Tragekomfort. Für Minimalisten und EDC-Fans eine klare Empfehlung; wer Schere oder mehr Funktionen erwartet, sollte zu einem größeren Geschwistermodell greifen.