Review: Victorinox Explorer im Wandel der Zeit

  • Das Victorinox Explorer
    ist ein absoluter Klassiker unter den 91-mm-Taschenmessern. Während das Spartan oder das Huntsman eher auf Outdoor-Abenteuer getrimmt sind, ist das Explorer das perfekte Werkzeug für den modernen Stadt-Entdecker, den Hobby-Techniker oder den neugierigen Beobachter.


    Hier ist ein detaillierter Blick auf dieses ikonische Modell, mit besonderem Augenmerk auf die beiden Werkzeuge, die es so besonders machen:


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    Das Herzstück: Die Lupe

    Die Lupe ist das namensgebende Feature des Explorers. Über die Jahre hat Victorinox das Design hier mehrfach angepasst, was für Sammler und Nutzer gleichermaßen spannend ist.

    Die aktuelle Version: Heute verbaut Victorinox Lupen mit einer transparenten Kunststoff-Fassung und einer hochwertigen Glaslinse.


    Die Optik:
    Sie bietet eine ca. 6-fache Vergrößerung. Das Sichtfeld ist klar und verzerrungsfrei – ideal zum Lesen von Kleingedrucktem auf Beipackzetteln, zum Identifizieren von Insekten oder zum Suchen nach Splittern in der Haut.


    Vergleich zu früher:
    Ganz alte Modelle hatten zu Beginn graue Kunststoff-Fassungen mit einer 8-fach Vergrößerung, wobei die Linse aus Glas war.

    Anfang der 2000er, so um 2005/6 wurde dann die Luper durch eine Version komplett aus Kunststoff ersetzt, die Vergrößerung fiel auf 5-fach.


    Die aktuelle, seit 2017 verwendete (wieder aus Glas bestehende) Variante, ist deutlich kratzresistenter und mit nun 6-facher Vergrößerung optisch dem kratzeranfälligen Plastik deutlich überlegen.


    Der "Inline"-Phillips-Schraubendreher

    Das ist für viele der Hauptgrund, warum sie ein Explorer einem Super Tinker vorziehen.

    Positionierung: Im Gegensatz zum standardmäßigen Phillips-Schraubendreher, der bei vielen Modellen auf der Rückseite (T-Griff) sitzt, ist dieser hier frontal ausgeklappt ("Inline").


    Der Vorteil: Man kann ihn wie einen echten Schraubenzieher benutzen. Er sitzt in der Mitte des Messerkörpers, was eine hervorragende Kraftübertragung ermöglicht. Da er lang und schmal ist, erreicht man auch Schrauben in tiefen Versenkungen (z. B. bei Elektronikgehäusen oder Spielzeugbatteriefächern), wo der T-Griff auf der Rückseite längst am Gehäuse scheitern würde.

    Passform: Er ist so dimensioniert, dass er sowohl PH1 als auch PH2 Schrauben sicher greift, andere Phillips werden ebenso in Rotation versetzt, sitzen aber ggf. nicht zu 100%.


    Seit dem Umstieg auf die halbtransparente Kunststofffassung hat der Phillips etwas an Länge verloren, ist aber immer noch ein ausreichend dimensioniertes Werkzeug.



    Ausstattung im Überblick

    Neben der Lupe und dem Schraubendreher bietet das Explorer die klassische Victorinox-Vielseitigkeit auf 4 Lagen:



    Schneiden: Große Klinge, Kleine Klinge

    Mechanik: Schere (sehr präzise!), Inline-Phillips, Mehrzweckhaken

    Optik: Lupe (Glaslinse)

    Alltag: Dosenöffner, Kapselheber, Korkenzieher, Stech-Bohr-Nähahle

    Scale Tools: Pinzette, Zahnstocher, (es gab eine Explorer Plus Variante mit Plus-Schalen und Kugelschreiber)



    Fazit: Für wen ist es geeignet?

    Das Victorinox Explorer ist das Messer für Leute, die Dinge gerne genau unter die Lupe nehmen und reparieren, statt sie wegzuwerfen. Es ist etwas dicker als ein Standardmesser, liegt dadurch aber auch fantastisch in der Hand.

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