Meinungen/ Erfahrungen zu Sebenza 21 vs. 25 gesucht

  • Mahlzeit,


    ich überlege, mir noch ein Sebenza 21 oder 25 zu zulegen. Ich bin mir zu 80% welches von den beiden, hätte aber gene, um auf 100% zu kommen, noch Meinungen von Leuten, die beide besitzen (und auch benutzen!) Also, schießt los, welches der beiden gefällt euch besser und warum?

  • +1 für´s 21er, hatte beide hier, meine beiden 21er sind es auch noch, das 25er habe ich wieder abgegeben. Das 21er hat für mich mehr Charm. Ich fand auch die verschieden Schraubengrößen beim 25er nervig.

  • Ich habe seit 2011 ein 21er Large Insingo und bin mit dem Messer äußerst zufrieden.
    Das 25er dürfte ich kürzlich einmal befingern, da ich darüber nachdachte mir noch ein zweites Sebi zuzulegen. Mich persönlich stören die ausgeprägten Fingermulden etwas, sodass ich eher zum 21er tendieren würde.

  • Wie siehts denn mit den Schneideigenschaften aus? Das 25 hat meines Wissens nach ja weniger Hohlschliff/ einen Flachschliff. Wie ist die Handlage für große Hände (Handschuhgröße 10-11), beim Classic MM ist das ja tadellos.

  • Ich würde auch zum 21er raten.


    Ich hab ein 25er und das Regular. Letzteres seit ca. 10 Jahren, das 21er hatte ich diverse Male schon in der Hand. In der Gesamterscheinung liegt es deutlich naher am Reg. als am 25.


    Das 25er ist ein tolles Messer, aber die oben angesprochenen Sachen missfallen mir auch etwas (verschieden große Schrauben, ausgeprägte Fingermulden etc.)
    Vor allem die stark überhöhten Schraubenköpfe, besonders an der Achse, finde ich unschön.
    Was mich aber tatsächlich nervt ist der innenliegende Lanyard-Pin. Optisch sieht das natürlich sehr harmonisch aus, so ohne Loch in der Griffschale. Praktisch kannst du aber keinen Mini-Karabiner einhängen und ein nicht ordentlich festgeknoteter Fangriemen scheuert immer über die Klingenspitze. Fazit: Das Messer mal schnell anbinden, wenn es ans Wasser oder auf's Gerüst geht ist kaum möglich.
    Das 25er ist sehr solide, aber eben auch sehr wuchtig. Vor allem fehlt ihm einfach die Eleganz des Regular (bzw. 21er)


    Die Schneideigenschaften unterscheiden sich im Alltag nicht merklich. Die Klinge des 25er macht einen etwas solideren Eindruck durch den "flachschliffähnlichen Hohlschliff". (Theoretisch ist es auch ein Hohlschliff, praktisch ist der Radius aber so groß, dass es wie ein Flachschliff wirkt)


    Aktuell habe ich das 25er, ein großes und ein kleines Regular. Und auch wenn ich das 25er nicht mehr hergeben möchte, liegt es fast immer im Schrank. Mit dabei ist aber immer ein Regular.
    Müsste ich das Regular ersetzen würde es sicher durch ein 21er sein.

  • Moin,


    Vieles wurde hier bereits gesagt. Ich versuche noch einmal zu ergänzen und bereits Gesagtes wertfrei noch einmal zusammen zu fassen.


    Sebenza 21 = Klassiker, Legende. DAS Chris Reeve, wenn man über folder spricht. Sehr wertbeständig.


    Sebenza 25 = jetzt eingestellt und durch das Large Inkosi ersetzt. Das mag man auslegen wie man möchte. Wurde nicht sehr lange produziert (für CRK Verhältnisse). Vielleicht wird es deshalb mal gesucht werden? Vielleicht wird es aber auch als Vor-Entwicklungsstufe zum Inkosi betrachtet und damit ohne nachhaltige Relevanz bleiben. Unter Sammlungs-/Wertaspekten betrachtet kann man das heute überhaupt nicht einschätzen.


    Wenn man 2 Messer für einen Kauf in Betrachtung zieht und vor allem wenn man sie als EDC benutzen möchte, dann sollte man beide wirklich mal im Vergleich in die Hand genommen haben. Die Fingermulden wurden bereits angesprochen. Die Stellung/Positionierung des Clips noch nicht. Hier gibt es kein "richtig/falsch" oder "gut/schlecht". Fakt ist aber, dass der Clip beim 25er anders positioniert ist, als beim 21er. Das ist hoch-individuell und daher sollte man beide Messer mal direkt in der Hand vergleichen.


    Auch noch nicht angesprochen wurde der vielleicht größte technische Unterschied: Das fehlende Bushing beim 25er. Auch hier gilt. Alles Geschmackssache. Aber einfach zur Erklärung: Das Bushing in dem die Pivotschraube läuft sorgt beim 21er dafür, dass man beim Klingengang keinen Unterschied merkt, egal wie fest oder lose die Pivotschraube angezogen ist. Okay. Alles hat seine Grenzen. Maximales "Anknallen" der Schraube bringt dann irgendwann trotzdem mal den Klingengang zum Erliegen. Aber man kann die Schraube einfach nach dem Zerlegen, Reinigen und wieder Zusammenbauen des Messers handfest anziehen und der Klingengang ist wie als wenn das Messer aus der Fabrik kommt. Umgekehrt, sollte sich die Pivotschraube lockern, hat das null Wirkung auf den Klingengang. Theoretisch (vermutlich auch praktisch) könnte die Pivotschraube auch rausfallen und das Messer würde immer noch so funktionieren wie mit Schraube.


    Beim 25er fehlt dieses Bushing. Die Pivotschraube ist größer dimensioniert und sie reagiert auf jedes Anziehen oder Lockern, bzw. der Klingengang reagiert. Leute die das wollen und den Klingengang gern selbst einstellen, z.B. weil sie die Klinge mit dem Daumen aufflippen wollen und sie daher sehr leicht laufen soll, die finden das super. Es gilt wohl als gesichert, dass die Pivotschraube beim 25er sich im Betrieb gern lockert. Man müsste sie also wohl nach dem Einstellen auf den gewünschten Klingengang mit etwas Sicherungsmittel oder Nagellack sichern. Die Pivotschraube beim 21er lockert sich nicht im Betrieb (wäre aber auch egal, weil siehe oben.)


    Auch hier muss man ehrlich bleiben und sagen, dass dies am Ende eher Geschmackspräferenzen sind als "gewaltige" technische Vor- oder Nachteile. Auch wenn es gern "Lagerbildung" gibt und die pro 21er den 25er Besitzern gern klarmachen wollen, dass das so ist (und umgekehrt).


    Ich persönlich finde, die Entwicklung des Bushing ist eine grandiose Geschichte, macht das 21er besonders und trägt maßgeblich dazu bei, dass das 21er ein Klassiker geworden ist. Der berühmte "hydraulische Klingengang" des Sebenza ist mit dem Bushing verbunden. Wem das egal ist oder wer sogar einen leichteren Klingengang bevorzugt, der wird an dem 25er seine Freude haben.


    Bzgl. der Optik und der Aussage vom eisbaer unten "In der Gesamterscheinung liegt es (das 21er) deutlich näher am Regular, als am 25." würde ich es wagen zu widersprechen. Hier zum Vergleich


    ein Regular:


    Regular, CGG Meteor Shower, 05


    und das 21er:


    21, TNK flag, spirograph, 01


    Ich finde, die zusätzliche Fingeraussparung am 25er interpretiert optisch eher die wellenförmigen Aussparungen des Regular. Der Klingenrücken fällt beim 25er "langsamer", weniger Steil zur Spitze hin ab, ähnlich der Klinge des Regular. Auch unter dem Aspekt finde ich 25er und Regular näher beieinander, als 21er und Regular. Aber das ist hier nicht wichtig.


    Last but not least noch der Hinweis, dass es in 2013 bereits einen Thread zum 25er gab, der vielleicht einige relevante Infos für Dich enthält:


    Chris Reeve Sebenza 25


    Viele Grüße,
    Stefan

  • Danke für deine ausfürliche Antwort. Die technischen Unterschiede sind mir soweit vertaut. Ich besitze und benutze seit 9 Jahren ein Classic MM. Das ist den 21 ja sehr ähnlich. Mir geht es daher eher um die praktische Anwendung. Außerdem bin ich ein Freund von robusten Achsschrauben und hier ist das 21er eben deutlich zierlicher dimensioniert als das 25er. Ist vermutlich völlig wurscht, da ich bis jetzt nur von abgebrochenen Klingen aber noch nie von einer gebrochenen Pivotschraube gehört habe. Favorit ist bis jetzt das 21er als Insingo.

  • wie ist eigentlich die Linkshandbedienung bei den 25er bzw Inkosi Modellen gegenüber den 21 mit Double Lugs?


    Der Punkt mit dem Bushing hat mich nämlich bis jetzt einen Bogen um die neuen Modelle machen lassen.
    Mich würde aber interessieren ob das Handling für Linkshänder besser ist. Durch die tief liegenden Lugs
    ist das ja leider nicht so berauschend beim 21.

  • ......... Außerdem bin ich ein Freund von robusten Achsschrauben und hier ist das 21er eben deutlich zierlicher dimensioniert als das 25er. Ist vermutlich völlig wurscht, da ich bis jetzt nur von abgebrochenen Klingen aber noch nie von einer gebrochenen Pivotschraube gehört habe. Favorit ist bis jetzt das 21er als Insingo.

    Das würde ich auch so sehen. Ob eine Klinge oder Pivotschraube bricht ist glaube ich entweder eine Frage von roher Gewalt und entsprechenden Hebelkräften, oder von fehlerhaftem Material, so dass es vom Zufall abhängt, ob es eine Klinge oder eine Pivotschraube trifft. Wie ich oben schon sagte, glaube ich dass man technische Unterschiede bzgl. Zuverlässigkeit vernachlässigen kann. Für den Klingengang macht es eben einen Unterschied und darum sollte man sich dazu seine Präferenzen überlegen. Die Handlage und Handhabung sind bei einem User sehr wichtig und darum würde ich versuchen ein 25er mal in die Finger zu bekommen.

  • Favorit ist bis jetzt das 21er als Insingo.

    Ich finde dass dies die beste Wahl ist.


    Ich besitze zwar kein 25er aber vor einigen Monaten stand ich vor einer ähnlichen Entscheidung.
    Am Ende fiel die Wahl leicht weil eben nur beim 21er die Insingo-Klingenform angeboten wird.


    Dann sind es 21er Insingos in small und large geworden.


    Die Klingenform finde ich für Alltagsaufgaben praktischer. Mehr Bauch an der Klinge (ist ja kein ganz gerader Wharncliffe) brauche ich eigentlich nicht. Die Spitze ist ebenfalls ausgeprägt genug für alle Aufgaben die ich einem derartigen Folder zumuten möchte.


    Warum unbedingt auf das Sebenza 25 versteifen? Meine Wahl würde in dem Fall doch eher zum Large Inkosi gehen. Die Produktion vom 25er ist doch schon eingestellt, das Large Inkosi kann als sinnvolle Weiterentwicklung gesehen werden.
    Nach Erscheinen des 25er haben doch einige Leute die Nase gerümpft, dass das 25er den Namen Sebenza zu Unrecht trägt, da es kein Bushing-Pivot System aufweist (wahrscheinlich das wesentliche Merkmal das dem Sebenza 21er diese Beliebtheit und den Ruf eingebracht hat).
    In diesem Sinne hat man schließlich ja auch von Herstellerseite die Weiterentwicklung nicht mehr als Sebenza sondern als Inkosi benannt.


    Für mich (und wohl für viele Andere) sind das zwei grundlegend verschiedene Messer die einfach ein sehr ähnliches Design aufweisen. Beides hat seine jeweiligen Vorzüge. Wenn es aber ein "richtiges" Sebenza sein soll, dann 21.

  • Das wird das Beste sein, wenn ich mal ein 25er befinger.
    Wohnt wer in Niederbayern und würde mich mal fummeln lassen an seinem 25er?


    Kein 25. Aber mit einem large 21, Insingo, Micarta könnte ich dienen. Falls Du bezgl. der Insingo Klinge noch unentschieden bist.


    Grüße,
    Stefan

  • Hallo Stefan


    Daywalker


    Danke, super erklärt. So einfach verständlich, habe ich das noch nicht gesehen. :thumbup:



    LG


    Sacha

    „Wenn du Frieden willst, redest du nicht mit deinen Freunden. Du redest mit deinen Feinden.“

  • Ich habe mich, nach dem ich noch ein small in betracht geogen hatte, zu einem Large Sebenza 21 Insingo durchgerungen. Mal schaun, wann es ankommt und wie es sich im Verhältnis zum Large Classic MM schlägt. Letztendlich war das fehlende Bushing und die zusätzlichen Griffrillen das K.O. Kriterium für das 25er. Und ein Messer, das seit fast 30 Jahren, annähernd unverändert gebaut wird, kann so schlecht nicht sein;)

  • Das gute Stück ist angekommen. Wie nicht anders zu erwarten, Verarbeitung perfekt, wie beim Classic MM auch schon. Was mir aufgefallen ist, die Griffschalen sind im neuen Zustand schon recht rau, kann mich nicht entsinnen, ob dies beim Classic auch so war. Egal, wird sich in nächter Zeit sicher ändern, wenn es in der Hosentasche Platz nimmt:D Hatte mal irgend wo gelesen (kann auch ein anderes Forum gewesen sein :rolleyes: ), dass es Leute gibt, die das gute Teil nicht benutzen, weil ja die Griffe so schnell Kratzer bekommen. Kann ich nicht nachvollziehen, der "used look" meines 9 Jahre alten Classic gefällt mir 1000mal besser als "neu". Das wird ne menge Arbeit, bis das neue auch endlich so aussieht:D Aber über Geschmack lässt sich ja angeblich streiten.
    Mir gefällt z.B. diese Sebenza ausgesprochen gut:
    https://www.youtube.com/watch?v=gWv_T5prl-s ab Minute 4:10 (ok, die anderen sind auch chic)

  • Jetzt ist das gute Stück "mein" Messer geworden. Als erstes ist der Galgenknoten rausgeflogen, ich mag keine Srippen an Messern. Dann habe ich den Griff mit einem Scheuerschwamm bearbeitet, schon viel besser. Zu guter letzt noch den Klipp hitzegefärbt. Gefällt mir jetzt noch viel besser, das gute Stück.

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