Die Sofirn SE1 Pro ist eine nun mal wirklich kompakte, magnetische EDC‑/Schlüsselanhänger‑Taschenlampe mit neutralem 5000 K‑Weißlicht (CRI 90+), RGB‑Signallicht und USB‑C‑Ladung – klingt auf dem Papier gut, aber ergibt das im Paket am Ende auch Sinn?
Schaun wir mal!
Kernmerkmale im Überblick
-Lichtleistung: bis 300 lm (ca. 1 Min), danach auf ~70 lm geregelt; Reichweite ungefähr 60/70 m.
-LED & Farbqualität: XD16AWT Weiß‑LED mit 5000 K und CRI 90+, die Farbwiedergabe ist damit recht realitätsnah.
-RGB‑Modus: einzelne RGB‑LED vorne für Rot / Grün / Blau (Signal, Markierung, Ambiente), RGB-Ring-Licht im Einschaltknopf
-Akku & Laden: fest verbauter 140 mAh Li‑Ion; USB‑C (5 V, ca. 0,23 A), Ladezeit ~35 Min.
Laufzeiten:
bis 23 h im Moonlight‑Modus (1 lm); praktische Alltagsnutzung liegt je nach Helligkeitsstufe im mehrstündigen Bereich.
Gehäuse & Schutz:
Aluminium‑Legierung + Acryllinse, IPX5 (Spritzwasser), Magnet, Clip/Öse/Kette/Armband als Befestigungsoptionen.
Maße & Gewicht:
30 × 30 × 14 mm, ca. 21 g –
Preis
rund 20€ in unterschiedlichen Farben (u. a. Rrot/Grün/Weiß, Grau)
Kommen wir zu den Stärken des Winzlings:
Durch die sehr gute Farbtreue (5000 K + CRI 90+) ist sie für mein Auge deutlich angenehmer und „natürlicher“ als kühle 6000–6500 K‑EDC‑Lämpchen.
Der praktische RGB‑Ring im Einschaltknop (den ich übrigens erst komplett übersehen habe) ist für Signale, Markierungen oder dezente Orientierungsbeleuchtung ohne Blendung echt gut geeignet.
Kompakt & vielseitig befestigbar:
Per Magnet, magnetischem Clip, Lanyard, (leider sehr fummeliger) Kette und elastischem Armband lässt sich die Lampe gut als Schlüsselanhänger, am Gurt, der Hosentasche, am Rucksack oder am Handgelenk oder um den Hals tragen. Der Phantasie sind wenig Grenzen gesetzt, auch wenn ich den Clip bevorzuge.
Bei der Akkugröße von 140 mAh ist das Aufladen per USB‑C schnell erledigt, für die Größe erhält man eine recht solide Laufzeit im Niedrigmodus.
Schwächen / Kompromisse
Peak nur kurz: 300 lm halten nur rund 1 Minute (abhängig auch von der Umgebungstemperatur, wir hatten 35*), danach wird auf 70 lm gedrosselt (ohne gutes thermisches Management geht es bei so einem kleinem Gehäuse nicht).
Fester Akku:
Leider nicht wechselbar; bei intensivem Dauerbetrieb muss man mit einer begrenzten Lebensdauer über die Jahre rechnen.
"Nur" IPX5:
man sollte die SE1 Pro nicht ins Wasser fallen lassen, sie ist spritzwassergeschützt, aber nicht für längeres Eintauchen gedacht. Der Port ist auch nicht abgedeckt.
Für wen lohnt sich die SE1 Pro?
Aus meiner Sicht ein spaßiges Alltags‑EDC: am Schlüsselbund, in der Werkzeugtasche, auf dem Nachttisch – also grundsätzlich überall dort, wo neutrales Licht und kleine Bauform zählen.
Als Signal/Sicherheitslicht spielt der RGB‑Modus seine Stärken aus, das macht sie interessant für Markierung, nächtliche Hunderunde, Signalisieren beim Wandern oder auch als dezente Positionsleuchte.
Im Nahbereichs können Aufgaben wie Reparaturen, Lesen, Inspektion dank CRI 90+ augenfreundlich erledigt werden, Farben und Details sind besser erkennbar.
Genau diese "harmlosen" Einsätze machen 99,9& meines EDC aus, von daher passt das, auch wenn ich vermutlich bald wieder zu einer leicht größeren BAuform wechseln werde, das Hängenbleiben an meiner Schlüsselkette nervt mich schon arg...
Wer dagegen maximale Reichweite, sehr lange High‑Laufzeiten oder wechselbare Akkus braucht, sollte zu größeren EDC‑Modellen greifen, die SE1 bringt einen da nicht weiter.
Fazit
Die Sofirn SE1 Pro ist grundsätzlich eines der cleversten Upgrades im Mini‑EDC‑Segment: neutrales, farbtreues Weißlicht, praktischer RGB‑Modus und sehr gute Alltagstauglichkeit bei winzigen Maßen.
Der Preis um 20 Euro ist für die gebotene Lichtqualität und Ausstattung mehr als fair.