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21

Samstag, 4. Dezember 2010, 15:04

Crusader:

Also, mir mißfällt die Argumentation "Wir im MF haben es ja schon damals gewußt" - vor allem im Zusammenhang mit so sinnigen Äußerungen wie der "Bitte", nicht hinausgeworfen zu werden, weil man sich hier doch so wunderbar an den Meinungen von "Fachleuten" (mit haufenweise gedachten Anführungsstrichen) delektieren könne.

Beide Foren bestehen, wer sich im anderen Kontext wohler fühlt, ist herzlich eingeladen, sich dann auch dort einzureihen. Für einen "Rausschmiß" oder eine Schreibsperre muß man sich hier übrigens drastisch mehr leisten, als ich das in anderen Kreisen schon erlebt habe.

Die Leute, die sich hier inhaltlich beteiligen - und nicht nur zum Krawallschlagen - sind zumeist ganz bewußt hier und fühlen sich wohl hier.
Und wenn ich mir den Austausch mit Leuten wie waltan, Tony, juchten, milcruzados, eyvind und vielen anderen hier anschaue, lerne ich permanent dazu - und empfinde die "gedachten" Anführungsstriche in diesem sinnigen Post als Frechheit.

22

Samstag, 4. Dezember 2010, 15:43

Ich sag es mal in meiner ganz eigenen Art und Weise:

An solchen Honks liegt es, dass einige glauben, zwischen den beiden Foren würde es Stress geben. Weit gefehlt. Jedes hat seine Daseinsberechtigung und man respektiert sich gegenseitig.

Honks respektiere ich nicht. Das MF schon.

Ende
"Ja, ich bin auf Zoloft. das hält mich davon ab euch alle zu töten." (Mike Tyson)

Crusader

Fortgeschrittener

Wohnort: Nürnberg

Beruf: Working on the Highway

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23

Samstag, 4. Dezember 2010, 15:52

Hallo Micha

Meine was ich jetzt schreibe wirklich ernst!

Du bist wirklich der letzte den ich mit meiner Anspielung gemeint habe!

Es gibt in beiden Foren Leute vor denen ich Respekt habe, weil man von ihnen wirklich was lernen kann.

Du und Deine Berichte gehören da für mich dazu!

Aber wir sind uns auch einig das es hier in diesem Forum Leute gibt, die MEINEN das sie eine Ahnung haben, weil sie am Wochenende nichts besseres zu tun haben als im Schrebergarten mit Kampfhose und Messer rumzufuchteln und das dann als Fachkenntnis verkaufen.

Wenn man es hier wagt gegen den Strom zu schwimmen wird man gleich in aller Forum und Sprache Beleidigt???

Ist das für Dich KEINE Frechheit ???

So wie ich Dich einschätze kann ich mir nicht vorstellen das Du Dir das bieten lassen würdest.

Oder?

Abgesehen davon bin ich gerne hier im Forum unterwegs weil es wirklich einiges Interessantes zu erfahren gibt und man lernt auch Leute kennen die wirklich gut drauf sind.

Für das alte Forum gilt das für mich natürlich genauso.

Gruß Elmar

24

Samstag, 4. Dezember 2010, 16:03

Ich denke, dass die Offensive eher gegen die Art, etwas anzudeuten und dann nichts zu bringen als gegen deine Person gerichtet ist.

Schreib, was das Problem sein soll und hör auf, Suchspiele in 10 jahren alten Threads in anderen Foren zu veranstalten. Dann ist alles gut. Eine Meinung äußern zu dürfen zeichten gerade dieses Forum aus. Vor allem, wenn sie mit Fakten untermauert ist.

Wer seine Waffen zu Pflugscharen schmiedet, der wird für jene pflügen, die dies nicht getan haben.

“We must reject the idea that every time a law’s broken, society is guilty rather than the lawbreaker. It is time to restore the American precept that each individual is accountable for his actions.” -- Ronald Reagan

25

Samstag, 4. Dezember 2010, 16:44

Mal zurück zum Thema, das finde ich interessanter:

Das Dobermann der ersten Generation war ja das erste ER-Modell überhaupt. Bei der Gründung von ER brachten die beiden Eigentümer, Maurizio und Mauro, zwar ihren militärischen Background mit, zielten aber eher auf ein ziviles Publikum ab - und dementsprechend auf ein eher ziviles Anwendungsspektrum. Das Dobermann ist nicht als Feldmesser oder militärisches Einsatzmesser mit den entsprechenden Belastbarkeitskriterien nach militärischen Einsatzmesser-Pflichtenheften konzipiert, sondern als "Sporting Knife", tatsächlich also als großes Jagdmesser und ziviles Kampfmesser.

Nach einigen Spezialaufträgen und der Gestaltung (oder auch Umgestaltung) von Messern für Truppenangehörige, natürlich aber auch wegen der Kontakte aus ihrer Dienstzeit, hat sich den beiden dann die Möglichkeit geboten, gezielt Modelle für militärische Anwendung zu konzipieren, anzubieten und "an den Mann" zu bringen. Natürlich haben sich dadurch auch Gestaltungen geändert - beim Griff ist neben einem Wechsel des Materials natürlich vor allem die schon sehr früh zu beobachtende Standardisierung der Griffe der einzelnen Modelle festzustellen. Von dieser Standardisierung ist ER bei den Fixed erst nach Jahren und im Zuge einer deutlichen Verbreiterung der Produktpalette mit Modellen wie dem Suppressor, dem Ultramarine oder dem Adra dann abgewichen.

Beibehalten wurde aber der "Verzicht" auf Full Tang und das Beibehalten eines Erls, der von ER-Gegnern immer wieder als unzureichender Spitzerl kritisiert wird. Er ist übrigens nicht schmaler als der Erl von "Einsatzmesser-Legenden" wie Randall, Ka-Bar oder Jordan. Diese Erle gestatten das schnelle Abnehmen und Austauschen (oder Reinigen) der standardisierten Griffe von Messern wie z.B. dem Fulcrum.

Und dieses Fulcrum hat mittlerweile unzählige Materialtests erfolgreich überstanden, um die Eignung nach diversen Pflichtenheften nachzuweisen - es wurde als Steighilfe benutzt, erträgt Scherlasten von rund 150 kg usw. Es gibt ja immer wieder Kritikpunkte bei ER-Tests, so wird beispielsweise die Schneidleistung des Fulcrums von einigen Testern ziemlich ungnädig kommentiert. Aber an der Stabilität gab es eigentlich eher nix zu meckern :)

Das Messer, wie es hier abgebildet ist, ist ein großer Hunter oder Fighter - da geht es wohl eher nicht um Kletterhilfen oder Behelfsmeißel. Ich glaube kaum, daß man es innerhalb seines zugedachten Anwendungsspektrums ohne Mutwillen kaputtkriegt, zumindest durch Erlbruch.

Ich sehe nicht, daß ER die Konzeption des Dobermann-Erls "aufgegeben" hätte - und sehe mit Befriedigung, daß ER mit Modellen wie dem Suppressor, dem 39-09 oder meinetwegen auch dem neuen Mark 2 wieder zu einer modellspezifischeren Griffgestaltung sogar eher zurückkehrt.
Denn den leicht gebogenen und geneigten Griff des Dobermann 1 finde ich ergonomisch sehr stimmig.

Der Markt ist breit, wer für sich etwas anderes deutlich vorzieht, wird das auch finden. Eine andere ergonomisch interessante Form des Griffs bei Full Tang und ähnlicher großer Klinge und sehr guter Balance findet man ja z.B. beim Paragon Harley Battle Bowie, wie es derzeit hier angeboten wird.

Aber ich kann sehr gut nachvollziehen, auf diese Neuerwerbung stolz zu sein und sich über dieses Messer zu freuen :thumbup:

Crusader

Fortgeschrittener

Wohnort: Nürnberg

Beruf: Working on the Highway

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26

Samstag, 4. Dezember 2010, 19:16

Hallo Micha

Du hast natürlich mit Deiner Beschreibung des Messers und seinem Hintergrund recht.

Der Besitzer und alle Extrema Ratio Fans (zu denen ich mich übrigens auch zähle) werden Deine Information zu schätzen wissen.

Mein Problem mit dieser Konstruktion (wie Du schon geschrieben hast soll es ja auch ein Jagdmesser sein) ist der zierliche Erl.

Leider finde ich die Fotos von damals nicht mehr im Netz.

Aber ich kann mich gut erinnern, daß der Erl nur oben am Klingenrücken als ca. 4x4 mm starker Tang weggeht und in einem Bogen nach unten endet.

Als Stichwaffe mit Sicherheit stabil genug.

Aber ein Jagdmesser sollte man auch mal zum Hacken benutzen können, oder massive Schlösser von schwerem Wild aufbrechen können.

Und dafür finde ich diese Konstruktion (laß es meinetwegen 6x6 mm sein) eindeutig zu schwach.

Als Kampfmesser, da gebe ich Dir natürlich absolut recht, ist es durch den Griffwinkel, die Klingenform und der perfekten Ausgewogenheit seiner Balance genial.

Wie gesagt habe ich ja selber mit mir gehadert ob ich es mir leisten soll.

Nur war es mir dann doch zu teuer.

Ich gehe mal davon aus das es sich um das gleiche Messer handelt das eine ganze Zeitlang bei Ebay von einem Sammler angeboten wurde.

Gruß Elmar

Chris77

unregistriert

27

Sonntag, 5. Dezember 2010, 09:10


28

Sonntag, 5. Dezember 2010, 10:34

IMHO (als praktizierender Jäger) muss mein Jagdmesser scharf sein. Scharf genug, um alles zu schneiden, was beim Aufbrechen des erlegten Wildes zu schneiden ist.
Für alles andere habe ich eine FISKARS-Säge mit.

[img]http://t1.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSf6xEOmBtAFC4xTfDnnIiu_jDdbw_78fZNj97IZNxX4_EO6C-i[/img]

Wenn ich kann, vermeide ich das Messer für andere Tätigkeiten zu verwenden.

Wer seine Waffen zu Pflugscharen schmiedet, der wird für jene pflügen, die dies nicht getan haben.

“We must reject the idea that every time a law’s broken, society is guilty rather than the lawbreaker. It is time to restore the American precept that each individual is accountable for his actions.” -- Ronald Reagan

Rosa Plüschrammler

aka muellerschubert

Wohnort: Deutschland

Beruf: Sollte bekannt sein.

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29

Mittwoch, 8. Dezember 2010, 13:08

ich finde das messer super. das hat richtig was.

fehl am platze finde ich allerdings aussagen wie: schraubt es mal auseinander und dann mal sehen ob du noch freude dran hast...?

was soll so etwas. kann man klar anders formulieren oder es ganz bleiben lassen. solche aussagen sind absolute thread killer in meinen augen.

wenn ich mir solche aussagen bei meinen threads anhören müsste, dann hätte auch auf kurz oder lang keinen bock mehr auch nur noch irgendetwas vorzustellen.

hier präsentiert jemand ein messer, an dem er sichtlich freude hat und sehr davon angetan hat.

wir sind hier nicht in einem thread in dem es über vor und nachteile oder kaufberatung geht.

gekaufte sachen im nachhinein jemanden madig zu machen gefallen mir nicht. definitiv nicht. :thumbdown:
Kopportunist #995---T.I.T.A.N. #995

30

Mittwoch, 8. Dezember 2010, 13:16

Na, wenn alle Vorstellungen hier nur als "Beklatschungs-Thread" ablaufen würden, gäbe es kaum noch inhaltliche Diskussion über die Messer - und weniger zu lernen für alle Beteiligten. Was hier an der Sache vorbei gelaufen ist, wurde im Verlauf wieder "auf die Schiene" gebracht.

Die Diskussion über die ER-Erle ist ja ein "Dauerthema" - hier kam eben noch die Besonderheit dazu, daß dieses eine Modell ein ganz anderes Anforderungsprofil hat als viele andere ER-Modelle - und man daher die Gestaltung auch unter einem ganz anderen Blickwinkel prüfen sollte, um sachgerecht zu argumentieren.

Auch das konnte allerdings erst im Diskussionsverlauf herausgearbeitet werden und war doch sicher für viele Teilnehmer gar nicht uninteressant.

Solange solche Diskussion sachlich verlaufen und im Rahmen des gegenseitigen Respekts bleiben, möchte ich ungern darauf verzichten. Wenn ich hier z.B. recht ausgefallene Fighter wie die Raptoren oder das BS "Tiger" vorgestellt habe, konnte ich auch sehr gut damit leben, wenn gepostet wurde "Was soll ich damit? Überhaupt nicht alltagstauglich!" Es war ja auch nicht für diese Anwender und die von ihnen angepeilten Anwendungen gemacht.....

Desert Storm

Blade O'holic

Wohnort: Bayern, Stadt des weiß-blauen Himmels

Beruf: Ex-Anzugträger

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31

Donnerstag, 9. Dezember 2010, 18:59

Zum Stahl

Ich muss sagen, eines der interessantesten Messer, die mir bisher untergekommen sind.
Du hattest ja bereits etwas von einem Doberman erwähnt, aber da dachte ich noch an ein neueres Modell, nicht an diese Leckerei.

Ich finde sowohl Konzept als auch Umsetzung gelungen. Ein massiger Griff, für gute Balance und Handlage.
Zum Stahl, schnell gegoogelt:
http://www.burde-metall.at/iupsslf.htm
Im roten Kasten härtbare nichtrostende martensitische Stähle findet er sich al Scheren- und Messerstahl.Werkstoffnummer 14419, X38CrMo14 wenn ich das richtig sehe.
Hier findet sich eine Übersicht der chemischen Zusammensetzung:
http://www.arcelormittal.com/stainlesseu…er_DE_256ko.pdf

Ich habe einen kleine Vergleich mit meinen STahltabellen angestellt.

Der Stahl, der dem Ma3m am nächsten kommt, ist ein vermutlich russischer Stahl, die Variante unter dem bei Kizlyar gebräuchlichen 65X13, genannt 40X13. Ich schätze mal, es handelt sich hier um einen Stahl ähnlich AUS4, allerdings deutlich aufgepeppt: Anders als der russische Stahl oder AUS4 enthält dieser Stahl hier noch Nickel in hohem Maße und Molybdän. Dadurch wird der vorliegende STahl etwas besser härtbar und unempfindlicher gegenüber hohen Temperaturen, der Nickel sorgt für mehr Zähigkeit.

Nun bin ich kein Experte, aber ein wenig eingelesen habe ich mich halt. Summasummarum denke ich, in Sachen der Leistung haben wir es hier mit einem Material vergleichbar 440c mit etwas mehr Zähigkeit zu tun - evtl wirklich ein Vorgänger in Sachen N690?

Vllt hilft das ein wenig weiter, am besten wäre es, wenn hier unsere Experten, Juchten und Co etwas beisteuern, vllt kann uns auch Jenni etwas zum Stahl 40X13 sagen :)
beste Grüße, Alex
Was willst Du mit dem Dolche, sprich! - Kartoffeln schälen, siehst Du's nicht?

32

Montag, 13. Dezember 2010, 15:18

Mir gefällt das Design dieses Messers ebenfalls außerordentlich gut. Es fällt aus dem üblichen Rahmen und verströmt irgendwie den Charme eines alten, arabischen Dolches, jedenfalls bilde ich mir das ein.
Auch die Scheide mitsamt Tragegeschirr finde ich sehr gelungen.

Um zu der Erlkonstruktion auch noch ein wenig Senf meinerseits beizusteuern... Alle, ausnahmslos alle ER die ich bisher besaß, und das waren nicht wenige, waren absolut stabil gebaut. Man darf nicht vergessen dass ein Spitzerl durchaus seine Daseinsberechtigung hat. Wieso sollte der Erl am Griffende immer noch so fett sein wie ein Stahlträger, wenn dort ohnehin keine großen Belastungen auftreten? Ich habe prinzipiell nichts gegen diese Erle.
Busse - Harsey - Hinderer


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