Beiträge von strcat

    Ein normales Vorhängeschloss mit Kernstiften (Bundeswehrvorhängeschlösser von Abus/Burg-Wächter z. B.) kann man mit etwas Übung mit einem Lockpicking-Set innerhalb von ~10 Sekunden öffnen. https://www.youtube.com/watch?v=zDpN0SAM9Qg Borhmuldenschlösser kann man auch picken, aber das ist dann schon Hardcore und spätestens bei MCS-Schlössern ist dann komplett Schicht im Schacht was picken angeht. Klappspaten und Prügel bzw. rohe Gewalt funktioniert da als einziges. Ein kleiner Bolzenschneider von Knipex ist aber nie verkehrt; besonders wenn es darum geht Federstahl oder ähnliches zu durchtrennen.
    Ich habe immer ein Lockpicking-Set am Schlüsselbund und weiß gar nicht mehr wie oft ich das schon benötigt habe; meistens bei Leuten die mich danach fragten wieso ich sowas überhaupt dabei habe.

    Ich hatte mal die hier: https://www.banggood.com/Men-N…-Waist-Bag-p-1175164.html War entweder zu locker und rutschte runter oder war zu straff und schnürte den Arm ab. Beim Tragen mit Rucksack war sie auch ständig im Weg. Hab sie dann mal an die dienstlich gelieferte Armbinde der BW gemacht, aber auch das war für mich eher unbrauchbar. Beim Tragen mit Tshirt verstaue ich das Zeug lieber in den Hosentaschen und im Winter hab ich passende Jacken an.

    Gerade in Zeiten der Unfähigkeit zur Bildung einer Rettungsgasse könnte die App Menschen schneller als den Notarzt zur Unfallstelle bringen und somit vlt ein Leben retten.


    Frühjahr diesen Jahres war auf der A3 bei Wörth/Donau ein schwerer Unfall; ich hab an dem Tag die Rettungstaucher weitergebildet und war zufällig vor Ort bzw. bin mit der FW zur Unfallstelle gefahren. Genauen Unfallhergang kann man hier nachlesen: https://www.kreisklinik-woerth…ie-am-Schn%C3%BCrchen.pdf
    Der Unfall war auf der A3 Straubing Richtung Regensburg. Ein Polizeiauto kam von Richtung Straubing und hat die Rettungsgasse "geöffnet", damit ein weiterer Rettungssani (hatte Dienst mit den beiden Notärzten) zur Unfallstelle kam. Kurzversion: Einsatzfahrzeug mit Blaulicht macht die Rettungsgasse "auf", Rettungssani im Privatfahrzeug fährt hinten nach und ~zwei Minuten später ist die Gasse wieder komplett dicht, weil ein paar Komplettdeppen dachten "Hey.. wenn der da fährt, mach ich das doch auch!". Frei wurde sie erst, als ein LTM von Liebherr durchgefahren ist um die Unfallfahrzeuge aus dem Graben zu bergen.


    Rettungsgasse, erste Hilfe leisten, Material bereitstellen usw. mag ja in der Theorie alles super funktionieren, aber die Praxis f*ckt die Theorie so tief in den A*sch, das sie Halsschmerzen bekommt. So eine App verleitet Leute ohne Ahnung auf Held zu machen oder übereifrig zu werden und das geht i. d. R. sehr schlecht aus. Notärzten/Rettungssanitätern muss man kein Material bereit stellen; ich kenne einige, aber keinen einzigen, der keine gut ausgestattete Notfalltasche im Kofferaum hat. Wer wirklich helfen kann/will, der verschwendet nicht seine Zeit damit das Handy rauszuholen und die App zu checken.

    Zitat

    Nächstes problem ist auch das nicht immer schnell hilfe geleistet werden kann da [size=10]oft besonders im Ländlichen bereich einfach Einsatzkräfte fehlen.


    Ich wohne im ländlichen Bereich und da trifft Hilfe zum Teil schneller ein als in der Stadt, weil jedes Dorf eine FFW hat und die PI nicht so ausgelastet sind wie in Großstädten.

    Zitat

    Und wenn bis zum eintreffen der Beamten hier eine art Überbrückung geschffen werden kann hat die app finde ich schon eine daseins berechtigung.


    Nein. Die App hat exakt keine Daseinsberechtigung, sondern ist so sinnbefreit wie wenn Zivilpersonen Blutgruppenpatche auf der Jacke tragen oder den ICE (In Case of Emergency Scheiss) auf ihrem Handy haben. Es ist gesetzlich geregelt dass Notfälle im Versorgungsbereich einer Rettungswache in der Regel spätestens 12 Minuten nach dem Ausrücken [...] des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes (BayRDG) genannten Rettungsmittel erreicht werden können.. Ist zwar für Bayern, aber die Hilfsfrist liegt bundesweit zwischen 8-17 Minuten. Dann sind Fachkräfte vor Ort und keine "Hab ich mal im TV gesehen" oder "Mein IFAK ist nagelneu und den erste Hilfe Kurs hab ich vorletzten Monat erst online aufgefrischt!".
    Ich war geraume Zeit in der FFW, Wasserwacht und DLRG tätig; ich weiß wie es an Unfallstellen zu-/abgeht und die Anzahl der "zivilen/unausgebildeten" Personen, die wirklich eine Hilfe waren, liegt im einstelligen Prozentbereich. Der Großteil stand im Weg oder musste anschließend selbst gerettet werden (im Schock abgehauen, selbst verletzt, ins Eis eingebrochen, "mal schnell über eine vierspurige AB gelaufen weil direkt gegenüber eine Notrufsäule war" und so Scherze).
    Wenn Du wirklich helfen willst, geh zur Feuerwehr/Wasserwacht/DLRG/.. und bilde Dich weiter. Dann bringst Du wenigstens nicht Dich selbst und/oder andere in Gefahr. Diese App verleitet nur dazu das einige auf Held machen.

    Das kann natürlich heute so sein, zu meiner Zeit (ab 1992) war das aber noch gänzlich anders.


    Ich hatte während meiner aktiven Dienstzeit (ab "93) in Führungstruppen der LL Div fast ausschließlich mit SaZ zu tun und da war es - bis auf sehr wenig Ausnahmen - ähnlich. Als Reservist kam ich dann auch mal mit anderen Einheiten in Verbindung und 98% der Soldaten die sich in den letzten 10 Jahren verpflichtet haben, kann man getrost vergessen. Da ist die BW der Arbeitgeber, bei dem man freie Heilfürsorge hat, studieren kann und sich wegen jedem Scheiss krankmelden kann.


    Zitat

    Diese und ähnliche Ereignisse haben mich während meiner Bundeswehr-Zeit geprägt, deshalb freue ich mich über das Veteranenabzeichen.
    Es ist mit vielen schönen Erinnerungen verbunden.


    Is vollkommen OK. Ich werde es mir nicht zulegen, weil es in erster Linie mit der aktuellen BW assoziiert wird. Und deswegen trag ich auch immer noch den verblitzten Adler auf bordeauxrot und nicht grün wie ich eigentlich müsste/sollte. Ich war und bin stolz auf meine Einheit und meine Dienstzeit und nicht auf die Heidis die jetzt flecktarn tragen.

    "junge Menschen bereit sind, sich für die Sicherheit unseres Landes einsetzen". ~90% sehen in der BW einen Arbeitgeber mit geregelten Arbeitszeiten und sobald Truppenübungsplatz, Auslandseinsatz, Leistungsmarsch, .. ansteht, kann man nur hoffen nicht ernsthaft neukrank zu sein, da der San-Bereich komplett überfüllt ist.

    Das gleiche wie von einem Yps-Ausweis, dem bronzenem Seepferdchen und den 58jährigen die beim Tag der offenen Tür mit allen Abzeichen, die sie bei eBay erfunden haben, am falsch aufgesetztem Barrett angetanzt kommen und Geschichten aus ihren Einsätzen erzählen.

    Du lachst, aber ein guter Freund von mir (Trockenbauer) wurde zusammen mit seinen Kollegen von seinem Chef angewiesen die Dämmstoffmesser in der Werkzeugkiste aufzubewahren und nur auf der Baustelle zu verwenden. Hintergrund ist der, das schon mehrere Arbeiter eine Anzeige bekamen, weil sie auf dem Weg in die Firma kontrolliert wurden und das Messer im Holster am Gürtel steckte.
    (M)Ein Jägerspezl hat derzeit einen Rechtsstreit, weil er seine Schlachtermesser auf der Fahrt zu einem befreundetem Jäger (wollte ihm dort helfen einige Wildschweine aufzubrechen und aus der Decke schlagen) auf dem Beifahrersitz liegen hatte.

    Es werden zwei - von den Abmessungen her - fast identische Klappmesser verglichen und dann kommt raus: Das Schwerere ist stabiler, weil es zusätzlich Liner aus Metall hat und das Leichtere somit billiger Plastikabfall ist. Ergo ist das Mini-Grip im Vergleich zum PM2 auch ein billiger Plastikfolder. Und das PM2 taugt im Vergleich zum ZT 0456 nix, weil das ja auch schwerer ist. Irgendwann läuft dann jeder mit einem mit Blei ausgegossenem ET RAO rum.
    Ich will doch nur wissen, welcher Folder mit vergleichbaren Maßen und dem Gewicht stabiler ist.

    Ein megaschlankes Mercator wiegt übrigens auch nur 75, da bleibt sicher auch ein zartes Höschen oben. Und das mit Stahlrahmen :D


    Ich bin gelernter Metallbauer und - ich nehme mal das "Mercator Nussbaum 10-926 NB" als Beispiel, weil ich das auf die schnelle gefunden habe - "Edelstahl" in Beschreibungen treibt mir immer das Essen aus dem Magen. Das kann von V2A, über X5CrNi1810 bis hin zu X210CrW12 alles mögliche sein. Die Formstabilität bei einem 75g "Edelstahlmesser" ist bauartbedingt geringer als bei einem Messer wie dem Bugout. Ich wette jeden Betrag das sich das Otter bei identisch einwirkender Belastung schneller dauerhaft verformt als das Bugout (Griff; nicht die Klinge). Wenn ich mir die Eigenschaften zu dem Stahl so durchlese, dann will ich keinen Apfel mit metallischem Beigeschmack.

    Jedes Messer kommt irgendwann an die Belastungsgrenze. Eins mit 55g eher als eins mit 150g und das wiederum eher als eins mit 400g. Ich versteh nach wie vor nicht wieso man sich an dem Gewicht aufgeilen kann (nicht auf Dich bezogen). Wenn ich ein 55g leichtes Messer mitnehme, dann geh ich davon aus das ich nur die normalen Arbeiten erledigen muss (Verpackungen aufschneiden, Brotzeit machen und so Zeug). Wenn ich - wieso auch immer - dazu gezwungen bin z. B. einen 20cm dicken Ast zu batonen oder Landminen aus getrocknetem Lehmboden zu hebeln, dann wäre so ein Messer meine letzte Wahl. Das is ein scheiss Taschenmesser zum Erledigen von normalen Arbeiten und dazu ist es stabil genug (auch wenn ich noch immer gerne wissen möchte, welches Messer mit den Maßen stabiler ist).

    Wieso geilt sich jeder an dem Gewicht auf? Das steht doch in jeder Beschreibung und es gibt auch Folder mit 100g, also was genau is das Problem? Wenn ich im Hochsommer meine Vaporlite Short ohne Gürtel trage, dann will ich da kein 100g schweres Messer in der Hosentasche. Da sind so leichte Teile wie z.B. das Swiss Army 1 oder Spyderco Dragonfly vom Gewicht her einwandfrei.
    Ich versteh wirklich nich was das Problem ist? Die technischen Daten sind auf jeder Seite einsehbar und es gibt grob geschätzt 5000 Videos zu dem Ding. Wer sich irgendwas kauft, weil ihm der Name einen bestimmten Einsatzzweck propagiert, den kann ich schlicht und einfach nicht ernst nehmen.

    Ja, der Preis ist sportlich, das Para 3 Liteweight ist um 140 zu haben und nicht so ein Wackeldackel.

    Ist ja auch fast doppelt so schwer. Welcher 55g Folder mit diesen Maßen ist stabiler?


    Zitat

    Na ja, viele mögen es einfach nicht, wenn man sich etwas kritisch zu einem Gegenstand äußert.

    Doch. Ist mir sogar lieber als umgekehrt. Du triffst nur Aussagen, die in keinem Zusammenhang stehen. Du sagst es ist nicht stabil genug. Stabil genug für was? Man kann es zusammendrücken. Ja. Und? Kann ich mein PM2 auch.


    Zitat

    Der Name ist vollkommen fehlleitend, ich habe mich dort auch fehl leiten lassen, wie auch ein Kumpel, der dieses Messer ohne weitere Daten einfach nach Form und Aussehen bestellte und sich beim Auspacken dann wunderte! ?(

    Du hast etwas nach dem Namen bestellt? Ernsthaft? Dann hast Du Dir das Condor Travelhawk auch bestellt, weil Du es zum Reisen mitnimmst; das Owl Strix weil es Dich an Eulen erinnert und ein Messer mit 14cm Klingenlänge den Namen Berserker verdient. Sry, aber nimmt Dir niemand ab.


    Was Deine vorherige Antwort auf meinen Post betrifft: Habe ich bereits, nur komme ich über das Forum auf Deine Videos, von denen ich fast alle ignoriere (mit Ausnahme derer, die mich interessieren). Wenn Du sachliche Argumente hast, ist das kein Thema, aber Phrasen in Bildzeitungsniveau wie "nicht stabil genug", "der Name ist doof", .. sind schlicht und einfach kindisch..

    Man weiß doch im voraus was man sich kauft und wofür man es einsetzen will. Wenn geronimo von einem 55g leichtem Folder sagt das er nicht stabil genug ist, dann kann ich das nicht ernst nehmen. Welcher 55g Folder mit den Maßen ist stabiler als das Bugout? Und was den Preis betrifft.. wenn man das Preis-/Leistungsverhältnis berücksichtigen will/muss, dann darf man sich nie einen Folder von Fällkniven kaufen. Oder Medford. Oder Hinderer. Oder Chris Reeve. Oder ..