Beiträge von dischu

    Was du auch betrachten solltest - ein dickes Contra - ist dass die scharfe zweite Schneide - wie bei einem Dolch - schnell unter das Führungsverbot fallen könnte oder würde, eine falsche Schneide noch nicht (mit Blick auf die aktuellen Diskussionen).
    Ob eine zweite Schneide automatisch eine Hieb- und Stoßwaffe ergibt, weiß ich nicht sicher (Stichwort (Wortspiel :)) Zweckbestimmung), aber auf die Diskussion möchte ich mich bei einer Kontrolle nicht einlassen.


    Zenowatch Basel Diver am neuen RIOS 1931 Leder, mein neues top §42a EDC, die Spyderco UKPK Heinnie Haynes Exclusive Version, CRKT Snailer, das Fred Perrin Le Bowie für den Hals sowie die Carhartt Odessa Cap zum Bedecken des lichter werdenden Hauptes ;)

    Vielen Dank für den klasse Bericht und die Auflistung der Einhand-Slipjoints! :thumbup:
    Wie du selbst bemerkst sehr Spyderco-lastig. Ich überlege gerade, welche Einhand-Slipjoints fehlen könnten, ohne sich jetzt in Details zu verrennen wie das UKPK ähnliche Byrd Tern oder die XL Version des Böker XS.
    Das Bestech Junzi wurde ja bereits genannt. Mir fällt da nur noch das Sanrenmu M1 ein, ohne das empfehlen zu können.


    Wenn ich nicht gerade auf den §42a pfeife, was bei uns - wir wohnen quasi mit einer Hand voll Leuten mitten im Wald - durchaus längerfristig möglich ist, mag ich Einhand-Slipjoints sehr gerne. Klar bietet eine feststellbare Klinge mehr Sicherheit. Sie kann (oder sollte) bedingt durch seine Bauart nicht versehentlich zuklappen. Ein bei mir häufig eingesteckter Vertreter wäre das Manly Peak.
    Aber beim §42a konformen Einhand-Messer gefällt mir, dass ich es halt - wie der Name es schon sagt - mit einer Hand schnell einsatzbereit habe, während ich mit der anderen beispielsweise das halte, was ich schneiden möchte. Ein mitgedachter "Halbfinger-Choil" (kann man das so bezeichnen?) wie beim UKPK verringert die Gefahr, sich durch eine unbeabsichtigt zuklappende Klinge zu verletzten.


    Ein paar Gedankengänge:


    Das Spyderco Spy-DK hat in meinen Augen durch die letzte Änderung im Dänischen Waffengesetz seine Daseinsberechtigung verloren. Ob diese Änderung nur eine Besserung oder Lockerung ist, sei mal dahingestellt. Jetzt ist zwar viel mehr erlaubt, die Kopplung an einen schwammigen „nachvollziehbaren“ Grund gab es meines Wissens vorher jedoch nicht. Da war es sehr beschränkt, aber eindeutig. Ich bin mir noch nicht 100%ig sicher, welche(s) Messer ich für den diesjährigen Dänemark-Urlaub einstecke. Das ist aber ein anderes Thema.
    Mir gefällt jedoch, dass Spyderco so ein Dänemark-Messer anbietet. Oder "Dänemark-bisher-Messer". Ich finde es auch nicht hübsch, aber war der Gesetzgebung geschuldet und schön ist unser §42a ja auch nicht. Gäbe es die Änderung im Dänischen Waffengesetzt nicht, hätte ich es mir wohl angeschafft.


    Das Kizer Zipslip Titan gefällt mir schon lange. Alleine die Zutaten S35VN und Titan. Dazu ist es ein wirklicher Hingucker und bringt sogar einen Deep-Carry-Clip mit. Und als extra die versteckte Rückenfeder. Mehrfach habe ich gelesen, dass die Einhand-Öffnung nicht so flutscht, aber ich denke trotzdem, das Messer wird irgendwann mal zu mir finden.


    Auch beim Böker XS gebe ich dir Recht. Ich habe auch die OD Version, werde aber irgendwie nicht grün (ha, Wortspiel ;)) mit dem Messer. Verdient hat es das nicht. Es ist vergleichsweise günstig, bietet mit 440C ein vernünftigen Stahl, der Choil ist genauso durchdacht wie beim UKPK, ja nicht mal die starke Federspannung stört mich. Aber irgendwie bekommt es nicht die Taschenzeit. Nicht sonderlich schön finde ich den Clip und wie weit das Messer aus der Tasche schaut. Ich habe mich damals mal auf die Suche nach einem passenden Deep-Carry-Clip gemacht, das aber dann doch verworfen.


    Das UKPK ist ein klasse EDC. Alles andere als ein Brecheisen, aber das sollten Messer eh nicht sein. Und es ist so federleicht, dass es nicht mal in der Badehose stört. Aber die Dealer Exclusive Version von Heinnie Haynes sehe ich gerade zum ersten mal und ich weiß gerade nicht, wie ich mich von einem Kauf zurückhalten kann. G10 ist klasse auch wenn ich die FRN Schalen nie schlecht fand, rot ist vielleicht nicht zwingend meine Farbe aber die vollständige Rückenfeder und damit mehr Federspannung ist sicherlich ein Gewinn. Dazu ein Stahl-Upgrade auf S30V.
    Und was mir besonders gefällt: Es kostet kein Vermögen extra wie viele andere Sonder-Modelle, sondern verglichen mit dem Standard UKPK nur einen vergleichsweise kleinen Aufpreis. Bei Heinnie Hayne kostet das Standard UKPK nur 15,00 EUR weniger.
    Ich meine den Aufpreis! Ein super Preis-Leistungs-Verhältnis möchte ich Spyderco nicht unterstellen.


    Wie soll man sich denn da zurückhalten? Ich habe es ja immer gesagt: Zu viel Lesen im Tacticalforum kann ein teurer Spaß werden.
    Dieses mal ist NicoColt1911 Schuld. Ich werde einen Teil der Rechnung an dich weiterbelasten :D

    Bei meiner Erstbestellung hatte Goruck noch "DHL Express (Prepaid Duty & Taxes)" angeboten. Das war all inclusive, wurde an der Haustür übergeben, keine weiteren Kosten, alles erledigt.


    Das ist bei FedEx nun nicht mehr so. Übergabe war aber trotzdem an der Haustür, erst mal ohne bei Übergabe etwas zahlen zu müssen. Dafür kommt eine gute Woche nach Erhalt der Ware eine Rechnung von FedEx mit der Bitte, die Einfuhrumsatzsteuer zu zahlen. FedEx geht also in Vorleistung, übernimmt die Verzollung und holt sich dann die Einfuhrumsatzsteuer plus Vorlageprovision von Euch wieder.


    Ob FedEx nun teurer oder günstiger als DHL ist, weiß ich nicht mehr. Das nimmst sich glaube ich nicht viel. Oder nichts was bei den den Kosten eines Goruck Rucksacks den Kohl noch fett machen würde. Ich fand es bei DHL schöner. Einmal schlucken, bezahlen und fertig :) Geliefert haben beide schnell.

    Nein, bisher habe ich das nicht gemeldet. Rein rechtlich finde ich es ... hm ... zumindest riskant, einem großen Onlinehändler anzuzeigen oder sogar öffentlich in einem Forum zu posten, dass Verkäufer X über Plattform Y Fälschungen verkauft. Ich bin mir da einfach nicht sicher.
    Hinzu kommt, dass ich nicht ansatzweise weiß, wie rigoros Amazon gegen Marken- und Produktpiraterie auf ihrer Plattform vorgeht. Mit aller Härte? Oder zur Befriedigung der Öffentlichkeit und Hauptsache der Rubel rollt? Ich weiß es nicht. Wenn ich ein paar Seiten vorher lese, dass zwar ein offensichtlich gefälschter Artikel verschwindet, der betroffene Verkäufer aber scheinbar unbehelligt - man weiß ja nicht, was im Hintergrund passiert - weitermachen kann, kommen mir da Zweifel auf.


    Dazu ist das Angebot weg! Dieser Verkäufer, der übrigens nur 5 Bewertungen mit 5 Sternen hat, bietet kein Delica, gar kein Messer mehr an. Aber ein blaues Delica kann man natürlich immer noch bei Amazon kaufen. Bewerte ich da jetzt, dann bewerte ich den Artikel und die übrig gebliebenen Händler verkaufen (hoffentlich) Originale. Ich treffe also ggf. die Falschen. Die bisherigen Bewertungen sind alle positiv, 5 Sterne. Kunststück, Kunden bewerten ihr Original-Delica, dass sie auf der gleichen Seite von einen anderen Verkäufer bezogen haben.


    Wo ich mir viel mehr Gedanken mache: Messer sind unser Steckenpferd. Ein Blick, einmal am Stahl lecken und wir wissen, was wir in der Hand haben. Obwohl ja auch dieses Thema zeigt, dass Fälschungen immer besser werden.
    Ich kaufe viel bei Amazon. Es ist günstig ( :S ), bequem, ich bekomme alles aus einer Hand. Erkenne ich jedes gefälschte Markenprodukt? Ist mein Fernseher original? Mein Smartphone? Mein Pullover? ... Da komme ich ins Grübeln ...

    Und nun ich ... Wieder ein Spyderco Delica 4 (blau), schön schnell mit Prima von Amazon, etwa 20,00 EUR "günstiger" als andere Anbieter. Ein tolles Angebot?
    Ein mulmiges Gefühl hatte ich tatsächlich schon vor Bestellung. Man hat ja genug über Fakes von Amazon gelesen. Ich musste die Erfahrung noch nicht machen ... bis jetzt.


    Als ich das blaue Delica in den Händen hatte, kam es mir seltsam vor. Es war mein erstes Delica, aber nicht mein erstes Sypderco Messer. Eine so schlechte Verarbeitungsqualität war ich nicht gewohnt. Schnell habe ich im Netz nach potentiellen Anzeichen für Delica Fakes gesucht. Vieles was ich lesen musste, habe ich am blauen Delica wiedergefunden. Ich war mir immer noch nicht 100% sicher, dass es sich um ein Fake handelte, aber ich war mir sicher, dass es zurück geht. Das klappt bei Amazon immerhin einwandfrei.
    Nun ein paar Tage später kam ein weiteres Spyderco Delica. Dieses mal in schwarz und von Selected Knives. Und nun bin ich mir sicher, das blaue Ding war ein Fake!


    Leider habe ich nur ein paar Fotos gemacht und es Retour geschickt, bevor mein echtes Delica kam, so dass ich sie nicht 1:1 nebeneinander legen konnte. Dennoch habe ich ein paar Fotos zum Vergleich. Die Indizien für ein Fake habe ich aus dem Weiten des WWW. Ob die alle 100%ig so richtig sind, weiß ich nicht. Aber ich habe es halt beim blauen Delica wiedergefunden. Also ... blau Fake, schwarz Original.



    Beim Fake Delica ist alles sehr viel mehr verrundet. Dieses Oval mit Logo und Text hat im Original scharfe saubere Kanten und ist nicht verrundet. Die Griffschalen sind bei Original viel bissiger, viel griffiger als beim Fake.




    Diese Vertiefung im Backlock - "Boye-Dent" genannt wie ich ein paar Seiten vorher gelernt habe (danke Stinkeputz) - ist im Original viel sauberer und definierter und läuft nicht so aus.




    Der silberne Streifen auf der Kartonverpackung wird oben hinter der Spinne dunkler, aber rötlich sollte er nicht werden.




    Auch soll sich kein Aufkleber zum Versiegeln oben auf der Verpackung befinden.




    Und nun wird verrückt: Ein Indiz für ein Fake soll sein, dass bei der Luftpolsterfolie die Bläschen außen sind. Beim Original sind sie innen. Ich musste lachen, als ich das gelesen habe, aber was soll ich sagen? Es war bei mir ganz genau so.


    Es ist schade, dass ich das blaue Delica nicht ein paar Tage später zurückgesendet habe. Das Fernabsatzgesetz hätte das hergegeben. So hätte ich noch viele Vergleichsfotos machen können, denn da war noch mehr. An den Schrauben beispielsweise. Auch ist das Original sehr viel verwindungssteifer als das Fake.

    Stinkeputz
    Das unterschreibe ich sofort. Ich warte auf eine blaue Delica Spinne. Der erste Schritt wird wohl sein, den schwarzen Standard Clip zu ersetzen. Wahrscheinlich auch durch eine Bestellung in USA, aber halt nicht bei Spyderco.


    Neuzugang be mir, ebenfalls nach längerem Warten (Verfügbarkeit + Zoll) die BOLDR Venture Field Watch mit Titan Gehäuse und Saphirglas.


    Ich spiele schon seit längerem mit dem Gedanken, mir einen Schubladenschrank zuzulegen. Wahrscheinlich diesen von Bisley. Ein ähnlicher wurde auch schon im Thema Wo lagern eure Schätze ? gezeigt. Das ist vielleicht nichts für Pouches & Co., aber ich denke, dass man in den Schubladen einiges an Messern, Lampen, Pens, Tools und ähnlich wichtigen Kleinkram ganz ordentlich organisieren kann. Für 281,- EUR kann man zwar sicherlich viele andere tolle Sachen kaufen, aber Ordnung muss halt auch sein. Ob ich das noch mit einer Vitrine kombiniere, weiß ich nicht. Ich glaube nicht.


    Priorität 1 hat es jetzt noch nicht, aber wenn ich das mal umsetze, melde ich mich wieder. Vielleicht bringt das verlinkte Thema auch noch weitere Ideen.