Zu Pastrami kann ich als BBQ-Enthusiast etwas beitragen, habe ich nämlich schon ein paarmal selbst gemacht.
Für gewöhnlich besteht Pastrami aus Rinderbrust, ich entscheide mich aber wegen der feineren Marmorierung gerne für Tafelspitz (stammt aus der hinteren Hüfte).
Das Fleisch wird zunächst für rund 2 Wochen in einer Gewürzlake, bestehend aus Nitritpökelsalz, schwarzem Pfeffer, Koriander, braunem Rohrzucker, etwas Knoblauch und einer kleinen Menge Ingwer gepökelt. Das Nitritpökelsalz sorgt für die Umrötung des Fleisches, sodass das Endergebnis wie von Micha beschrieben aussieht.
Nach der Pökelphase wird das Fleisch gründlich gewässert, so reduziert sich die Salzkonzentration im Fleisch. Danach trockentupfen und mit einem Rub aus schwarzem Pfeffer, Knoblauchpulver, Koriander, Thymian und ein wenig Ingwer würzen. Die Gewürze zerstoße ich in einem Mörser.
Meinen Keramikgrill habe ich auf eine typische BBQ-Temperatur von 110 Grad eingeregelt und zum Räuchern eine Mischung aus Hickory-und Kirschholz aufgelegt. Das Fleisch bleibt dann für 3 Stunden im Rauch und wird auf eine Kerntemperatur von 65 Grad gezogen.
Danach aus dem Grill entnehmen und abkühlen lassen.
Jetzt kommt der schwierigste Teil der Geschichte. Das Fleisch duftet so herrlich und sieht so appetitlich aus, dass man sofort seine Zähne hineinschlagen möchte. Man sollte aber standhaft bleiben und das Baby nochmals einvakuumieren. Nach zwei weiteren Wochen im Kühlschrank, es wird dort noch mürber und reift im Geschmack, ist es dann endlich soweit.
Das Pastrami wird entnommen und portionsweise dünn aufgeschnitten.
Auf mein Sandwich kamen noch Gurke, Frischkäse, Zwiebeln, Sauerkraut, Cheddar Cheese und Senf.
Schmeckte gar nicht so schlecht. 😛🤤
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Nachmachen kann ich unbedingt empfehlen. Es ist nicht sonderlich schwer, Mann braucht nur etwas Geduld.