Beiträge von Anvil1971

    Was ist das Micha, Fifty Shades of Kindergarten?

    Die neue Serie: Leder, Stahl, Handschellen und eine unangenehm gründliche Einreisekontrolle. 😂


    P.S.: ist natürlich nur satirisch gemeint.

    Möchte mein TiNy ebenfalls nicht missen. Erstklassig verarbeitet, die Scheide finde ich Ebenfalls super durchdacht und das Messer ist überaus schneidfreudig.

    Das TiNy ist super stabil und bietet das wohl beste erreichbare Verhältnis von Stabilität zu Gewicht. Habe es gerne als EDC oder im Wald dabei.

    Bei mir steht auch noch das MighTi auf der Wunschliste.

    Die teils längere Wartezeit ist mir Wurscht, der Trend geht ja zum Zweitmesser. 8o

    Wenn ich an Raidops Messer denke, muss ich das klar in zwei Phasen einteilen.

    Ab 2005 produzierte Kim aus Südkorea ausschließlich Custom-Messer und Werkzeuge/Schmuck aus Titan.

    Die Klingen der Messer waren aus D2 und M2, wenig später verwendete er auch den damaligen HighEnd-Stahl CPM S30V.

    Frühe Modelle wie das Black Tiger und das von mir geschätzte Little John fielen durch dicke Klingen (normalerweise 6mm), markante Grifffräsungen (meist G10 oder auch Holz) und durch eine sehr eigenständige Formgebung auf. Die Dinger waren gebaut wie Panzer, absolut robust. Die Kydex-Scheiden hatten eine erstklassige Passung, die Messer rasteten mit einem sauberen „Klack“ ein.


    Auch die aufgelegten, skelettierten Messer hatten ihren ganz eigenen Look, der Wiedererkennungswert von Raidops war hoch.

    Die Messer gab es nur in kleinen Serien, waren absolut Tactical ausgelegt und für mich machte das in Kombination mit der Individualität den Reiz aus.

    So ab 2015 verlor die Marke für mich ihren Charme, denn ab da setzte man auf Serienproduktion. Kim veräußerte wohl die Markenrechte an das Unternehmen Visual G.

    Ab da wurde es für mich beliebig, die Messer waren tendenziell eher günstig und leicht verfügbar. Dutzende verschiedene Modelle überfluteten den Markt, die Eigenständigkeit und der Reiz war irgendwie weg.

    Auch heute interessieren mich die Messer überhaupt nicht mehr und die Preisgestaltung hat für das Gebotene auch spürbar angezogen.

    Schade, aber die Marke ist, jedenfalls für mich, mausetot.


    Der traurige Abschluss meiner persönlichen Raidops-Geschichte war die Veräußerung meines Little John. Was auch immer mich da geritten hat, ich habe es mir irgendwann dummerweise einmal abschwatzen lassen. Den Verlust bereue ich bis heute sehr. Ich sondiere regelmäßig den Sekundärmarkt, aber bislang habe ich keines auftreiben können. Wenn also jemand ein Little John oder ein Soldier Spirit veräußern möchte, schreibt mich bitte an.

    Ich würde ihm ein gutes Zuhause bieten.

    Hey Micha, so verkürzt würde ich das nicht darstellen wollen, aber im Grunde hast Du natürlich Recht. 😁


    Im Ernst - ich finde dieses Terzuola könnte kaum besser als bei dir gelandet sein. Bei jemandem, der sich über so viele Jahre intensiv mit Messern beschäftigt und dieses Forum mit Fachwissen bereichert, ist es schon etwas Besonderes, wenn ein solches Stück den Weg in die Sammlung findet. Ein Terzuola ist für mich nicht einfach nur ein außergewöhnlicher Folder – er steht auch für eine bestimmte Phase der Messergeschichte und für eine Handschrift, die man heute nicht mehr überall findet.

    Und gerade deine langjährige Erfahrung macht die Kombination so stimmig. Du hast nicht nur das Wissen, um die Besonderheiten eines solchen Messers zu erkennen, sondern auch den Blick dafür, was ein Stück wirklich interessant und erhaltenswert macht. Kurz gesagt: Der Terzuola passt nicht nur zu dir – ich glaube, er ist bei jemandem angekommen, der seine Besonderheiten auch wirklich zu würdigen weiß.

    Viel Freude mit diesem besonderen Stück und beste Grüße aus dem Ruhrpott!