Hey,
dann geb ich meine Senf auch mal dazu. Ich schwitze sehr schnell und kann mich kaum so langsam bewegen, sodass sich kein Kondensat bilden könnte. Auf längeren Strecken muss ich jedesmal alles öffnen, was zum Lüften gedacht ist. Ich kaufe generell keine Hard- oder Softshell Jacke ohne Reißverschluss in den Achseln. Brusttaschen und Co mit aus Mesh sind gleich auf Nummer Platz 2.
Leider kennen ich die genannten UF Pro Modelle nur von der Homepage. Sollten aber beide genau meine Bedürfnisse erfüllen und ausreichend robust sein.
Meine Erfahrung..
Wenn man sich während dem Regenfall viel bewegen will/muss dann bleibt es später nicht aus die Jacke mal wirklich zu trocknen. Klappt bei den modernen Membranen nur in dem man die Jacke umstülpt und die Innenseite abwischt oder lange an der Luft trocknen lässt.
Ansonsten werden die Dinger immer einen leichten Wasserfilm haben und anfangen zu stinken (nach Tagen).
Bei Märschen oder Übungen in Nässeschutzkleidung musste ich IMMER nach Halbzeit oder Abends das komplette Baselayer wechseln, da ich komplett durchnässt war. Wenn ich mich jetzt in eine "Notsituation" hineinversetze, halte ich das vielleicht etwas länger durch. Du musst aber Bedenken das eben zB Militärs immer unterwegs verpflegt werden (einigermaßen). Die frieren also auch nicht gar so schnell als jemand der vielleicht 1-2 garnichts gegessen hat. Kann bei Flucht schon mal vorkommen.
Genau deswegen hab ich mir jetzt ein Windshirt zugelegt bzw. etwas nur leicht wasserabweisendes. Darunter ziehe ich eine alte The North Face Innenjacke aus Polyester an. Damit kann ich mich in unseren Breiten auch im Winter noch durchschlagen und mehr Atmungsaktivität geht kaum mehr. Gegen leichten Schneefall oder Regen schützt das alle mal. Für starken Regen werde ich mir eine Leichte Hardshell Jacke suchen. Derzeit hab ich da noch den Bundesheer Klopper in ziviler Ausgührung (G3 Nässeschutzjacke). Das Ding ist top. Es ist dicht, atmet und ist ein Panzer unter den Regenjacken. Deshalb aber auch halbwegs schwer. Mit einer Single- oder Doublelayer Jacke zum drüberziehen kann man das nicht vergleichen.
In Ruhe würde ich im Winter dann das Windshirt und die Polyester Innenjacke ausziehen und meine dicke Daunenjacke von CPM anziehen. Die ist leicht, wärmt extremst gut, hat einen Packsack der dann unkomprimiert D=10cm L=20cm hat, aber sollte nicht nass werden. Deshalb nur zum Aufwärmen oder Schlafen.
Als Baselayer verwende ich Merinowolle unten und oben. Riecht nicht annähernd so schlimm wie synthetische Baselayer, wärmt gut, ist robust, glänzt nicht wie ein poliertes Auto. Ich teste sie derzeit immer bei körperlicher Arbeit. In den synthetischen Baseelayern hab ich in Ruhe immer fürchterlich gefroren. Mit Wollte stellt sich mein Körper da besser ein. Am unteren Rücken war ich da immer eiskalt wenn ich geschwitzt habe. Mit Merinowolle hab ich gefühlt überall die gleiche Temperatur bzw. überall die Temp., die für mich angenehm ist.
Hier noch ein super Video von Hill People Gear. Manche Punkte versteh ich absolut nicht zB den Teil über Baumwolle. Da bin ich komplett anderer Meinung und habe es auch erlebt.
https://youtu.be/f_0Muqg7qJY
Stefan