Beiträge von saerdnA

    Goblin,
    Du machst nichts falsch. Aber die Benutzer von Vorlagen/Schablonen/Mustern machen ebensowenig etwas falsch.
    Muss doch jeder selber wissen, was für ihn besser, sinnvoller oder einfacher ist. Wenn jemand weiß, dass er ein Muster öfter verwenden oder erzeugen will, ist eine Schablone sinnvoll.
    Wenn ich meine Kunststoffbeuten für die Bienen vorbereite, dann soll das auch gleichmäßig aussehen, nicht was die Verteilung auf den Zargen betrifft, aber was die Größe der Einzelelemente auf den Zargen angeht. Das sollte aufeinander abgestimmt sein und da sind Schablonen sinnvoll. Die Verteilung auf dem zu "tarnenden" Objekt erfolgt dann wieder frei Schnauze nach einem Grundmuster aus der Umgebung.


    Die BW-Fahrzeugschemen sind sogar BW-intern genormt. Dort wird die Farbe auch nicht frei Schnauze auf die Flächen gesprüht, obwohl frei Schnauze manchmal sinnvoller sein könnte. Da werden ganze Schablonenzäune um die Fahrzeuge gehängt, an denen die Farbtöne für die Felder entlang gesprüht werden. Wurde vor Wochen mal in einer Reportage über die große Instandsetzung (in Jülich ??) gezeigt, wie das abläuft.


    Gruß Andreas

    Ja Goblin,
    da hast du mit beiden Absätzen nicht ganz unrecht, wenn man aber die Blätter direkt nimmt, hat man sie als Negativ - aber wer das so haben will, warum nicht.
    Ich vergesse manchmal, dass es auch Leute gibt, die so eine Hilfe nur einmal benötigen, ich mache solche Vorlagen schon seit langem aus Folie, damit sie ich öfter nutzen kann. Und weil sie nicht rosten oder gammeln... 8)
    Die Manscherei ist auch wahr, aber für solche kleinen Fächen ist das noch halbwegs kontrollierbar. Ich hätte eher Bedenken wegen des Sprühnebels, der sich auf epfindlichen Stellen absetzen kann, darum eher zähe oder dickflüssige Farbe.


    Gruß Andreas

    Falls Du da kreativ sein willst, und etwas Eigenarbeit nicht scheust, kann ich dir einen kleinen, aber effektiven Tip geben:
    Such dir ein Gewächs mit kleinen Blättern bis ca 5-6cm Durchmesser, von z.B. Efeu, Scheinakazie oder Brennessel - egal was, irgendwas aus dem Garten oder vom Straßenrand. Aus verschiedenen Blättgrößen machst Du dir dann Schablonen - einfach die Umrisse auf dünnen biegsame PE-Folie (Blister oder Prospekthülle) übertragen und die dann ausschneiden.


    Die legst du dann über dein Objekt, formst sie händisch an und lackierst dann nicht mit Sprühdose, Rolle oder Pinsel, sondern tupfst die Farbe deiner Wahl mit einem mittelgroben Schwamm auf das Gehäuse. Durch die poröse Schwammtextur wird der Verwaschungseffekt betont. Ist quasi Pixeltarn light. Meine Kunststoff-Bienenbeuten habe ich mit dieser Technik individualisiert, wetterbeständiger gemacht und optisch zugleich etwas dem Standort angepasst. Das Tupfen wirkt besser, als geschlossene Farbflächen, sogar auf geraden Flächen mit überwiegendem Grundton ist es bemerkbar.


    Gruß Andreas


    Was mich jedoch ein bisschen stutzig macht,sind die Preise.
    ...
    Sowas kenne ich normal nur aus bestimmten Gegenden :whistling:


    Hm...
    Nach dem Leden des Impressums verwundert mich das nicht mehr unbedingt. Es handelt sich um eine Handels- und Vertriebsgesellschaft, dort wird demnach auch irgendwo geordert, evtl. umgelabelt und dann im eigenen Shop unter eigenem Namen angeboten... Kirchgellersen ist direkt nebenan von Vierhöfen/Radbruch in der Nähe von Lüneburg, zwischen WL und LG in der Heide, ich weiß nicht ob der eine Forumit aus dem MF auch hier regsitriert ist, aber den könnte man evtl. fragen, was dort Sache ist.
    Was nicht bedeuten soll, dass dort keine Produkte "vom Handwerker nebenan" oder aus der eigenen Werkstatt vertrieben werden.


    Gruß Andreas

    @Lichtschalter:
    danke für die Info - werden solche Sonderserien vorher bekanntgegeben, dass man sich da registrieren oder zu einem Stichtag auf standby sein muss?
    Ich habe nach dem Lesen der Information echte Atemnot wegen dem ultracoolen Patch und dem Limit bekommen... ;( :D


    Ich werde aber trotzdem selbst nach solchen speziellen Patches suchen, davon muss ich unbedingt einige haben. Müssen auch gar nicht von dieser Firma oder dem speziellen Hersteller sein, aber der Zweck ist ganz in meinem Sinne und dem vieler Imkerfreunde!


    Gruß Andreas


    Boah, der Bienenpatch ist ja mal richtig klasse, wo kann man den oder sowas in der Art bekommen - weil da "one per person" dabeisteht?
    ist das von dem Händler, bei dem du fast alle patches kaufst? Ich habe mir die Füße beinahe wund gelaufen, um großformatige Bienenaufkleber zu finden, gibt aber offenbar nur große Bögen mit 10 gemischten Größen im Imkereibedarf beim größten deutschen Händler, und jetzt sehe ich ausgerechnet hier sowas... :cursing:
    Was hat das mit der "Bee formation" auf sich, ist das tatsächlich ein Einheitsabzeichen?


    Für Imker ein absolutes Muss, besonders an einer CRC/Feldjägerjacke oder der jägergrünen Weste :thumbup:


    Gruß Andreas

    Um dem Cowboy seine Antwort technisch zu ergänzen:
    Reines Bienenwachs ist spröde und wird noch spröder, wenn es nicht mit den vorher genannten Wachsen und/oder Fetten geschmeidig gemacht wird. Deshalb kann man es nicht allein verwenden. Die Beschaffung eines kleinen Sortiments von möglichst natürlichen Zusatzstoffen öffnet aber weitere Möglichkeiten zum Experimentieren!
    Nicht nur Haut- oder Lederpflege, sondern auch Möbel, Messer und Pistolengriffe! Für jeden Zweck eine individuelle Mischung ist gar nicht mal so verkehrt oder abwegig.


    Die Herstellung ist furchtbar einfach:
    Das Wachs wird in einem Edelstahltopf oder Becher im Wasserbad geschmolzen. Die Zutaten werden nach eigenem Ermessen oberhalb der Erstarrungsgrenze in das Wachs eingerührt. Vorteil: man kann das Gemisch jederzeit verdicken (härter) oder verdünnen (weicher). Temperatur zwischen 60 und 65°C, ist also auch relativ ungefährlich, wenn mal was überkleckert.


    Wichtig dabei ist, nicht korrodierendes Material zu benutzen, d.h. Küchenedelstahl, Keramik oder entsprechenden Kunststoff, falls anderes Material nicht verfügbar ist - verzinktes oder blankes NE/Eisenmetall oder beschädigte Emaille ist ein KO-Kriterium bei Wachsverarbeitung!


    Gruß Andreas

    In den üblichen Lederpflegeprodukten ist meist nur Chemie drin, Bienenwachs wie o.g. nur "unter anderem". Wenn es ein wenig teurer sein darf, kann man das evtl. im Reformhaus oder einer Drogerie bekommen. Wollwachs, Lein- und Rizinisöl kann man in der Apotheke auch in kleinen Mengen bekommen. Für einen einzigen Brotbeutel lohnt es sich aber wohl nicht, dafür insgesamt rund 20€ auszugeben. Ob man noch mehr Lederwaren hat, die man damit individuell pflegen könnte, wäre dann die entscheidende Frage.


    Reines Natur-Bienenwachs ist cremeweiß, allerdings auch entsprechend teuer, weil es fast zu 100% naturrein ist, kann man ziemlich sicher beim Imker des Vertrauens bekommen, weil es dort bei der Honigernte anfällt (Deckelwachs). Alles andere "weiße" Wachs ist chemisch gebleicht. Im gelben Wachs sind Pollenanteile und diverse chemische Rückstände verschiedener Herkünfte (Landwirtschaft und Bienenbehandlung) drin.


    Gruß Andreas

    Bienenwachs mit Wollwachs, Rizinus- und/oder Leinöl gemischt geht eigentlich immer.
    Ist denn bekannt, wie oder ob das Leder vorbebehandelt ist? Bei lohgarem Leder, was natürlich gegerbt worden ist, passt Naturwachs besser, als bei synthetischer Vorbehandlung. Ist nur eine persönliche Beobachtung, die ich schon häufiger machen konnte. Wenn da bereits Chemie am Werke war, funzt Naturmaterial nicht mehr so gut.
    Allerdings sollte das Bienenwachs ordentlich geklärt, bzw. gereinigt sein, damit Pollenreste später keinen Schimmel verursachen.


    Gruß Andreas

    Nun kann ich hier auch mal einen "echten" Zugang mit taktischem Charakter vermelden, ist schon vor einigen Tagen hier aufgeschlagen:
    Eine Olight M3XS-UT Javelot mit 4 18650er Akkus und Nitecore Digicharger D2 EU.


    Ist allerdings nicht für mich zum Spaß, sondern für die Arbeitsstelle. Es ist die selbstentdeckte Antwort auf meine Frage aus dem fred "Nachtsichgerät vs. Eigenblendung"
    1000m sind nicht übertrieben und die Lampe erzeugt ein überraschend angenehmes Licht, selbst in der Ferne.


    Gruß Andreas

    Das BFE ist nicht neu, das wird nur jetzt plötzlich als ganz wichtige Neuigkeit in den Fokus gerückt, vor allem, weil sie mit und von der GSG9 noch mal Feinschliff für die etwas anders gelagerten Einsätze neben den ursprünglich vorgesehenen bekommen. Gibt es bereits von den Anfängen her seit 1988/89, eine der ersten "aktiven" Einheiten stammt aus der 2./GSA T Nord, hatte damals nur noch nicht den griffigen, taktischen Namen.


    BFEs sind quasi die letzten regulären, geschlossenen BuPol-Einheiten neben der GSG9. Und diese Einheit jetzt hat man aus den existierenden BFEs aufgebaut, die ist nicht aus dem Ärmel gezaubert worden.


    Der Pullover war eine ausnahmsweise offiziell geduldete, privat beschaffte Dienstkleidung. Durften nur die aus der 2./ tragen...


    Gruß Andreas

    Weiß hier jeder, was eine Abkantbank ist und wie sie aussieht? OK, dann brauche ich sie nicht fotografieren - kann ich aber gern nachholen :D
    Erwähnenswert ist es nur deshalb, weil ich die Lieferung beinahe verpennt hätte. Sie wurde nämlich drei Tage VOR dem angedrohten, frühesten Termin ausgehändigt... :thumbup:
    Sowas habe ich noch nie erlebt, bin noch ganz verwirrt... ;(

    Gruß Andreas

    ...
    Komisch das die so eine Skala da drauf machen. Entweder ist mir die Skala vorher nie aufgefallen oder sie kommt nicht ganz so oft vor???


    Manche Rohrmaße, bzw. etliche Maße im Rohrleitungsbau sind schon seit Ewigkeiten in Zoll. KA, warum man das nie geändert hat. Rohr- und Leitungsbauer arbeiten auch mit Messschiebern... 8)
    Ist aber auch nur spekuliert. Ich habe mal versucht, bekannte einfache Zollmaße wie 1/4", 3/8" oder 1/2" damit abzulesen, es hat irgendwie nie gepasst, das funzt noch irgendwie anders...


    Gruß Andreas

    Spontan hätte ich auch direkt ein Lütters empfohlen, für Väter oder Schwiegerväter genau das richtige Geschenk.
    Allerdings sind die Lütters in den vergangenen Jahren sowas von unverschämt teuer geworden, da macht es kaum noch Spaß, überhaupt danach zu suchen.


    Reicht ihm für die Arbeit denn eine einfache Klinge, oder wäre schon ein günstiges Messer der "Kategorie Tool" angebracht?
    Dazu würde mir eines der Böker Tech Tools einfallen, übersichtliche Ausstattungsvarianten und preisgünstig. In der Hand hatte ich sie schon, habe allerdings nicht auf die Federstärke geachtet.


    Gruß Andreas

    Oh verdammt, das ist übel ;(
    Die Warterei auf spürbare Genesung ist geisttötend, habe das selbst gerade fast durch wegen einer popeligen Kleinigkeit...


    Gute und schnelle Besserung! Leider hat man meist gar nicht so viele Bücher, um die Wartezeit sinnvoll zu überbrücken...


    Gruß Andreas

    Aah, cool, nun sind ja doch schon einige weiterführende Tips gekommen :)
    Ich weiß, dass es nicht ganz leicht ist, auf so eine Frage zu antworten, wenn sie von jemandem gestellt wird, der annoschuff mal mit dem Thema zu tun hatte und jetzt für/gegen jemanden entscheiden soll, der noch nie damit zu tun hatte, aber evtl. durch das aktuelle Angebot bei Aldi-Nord erst auf diese Idee gekomen ist...


    DKnight:
    Ich muss das nicht für mich wissen und es wird auch nichts gebastelt. Das Gerät soll für die Firma angeschafft werden, muss auf "ON" direkt einwandfrei fuktionieren, da ist nichts mit gemoddetes Bastlerteil aus Privatbesitz anschaffen. Es müssen auch Sicherheitsbestimmungen beachtet werden - wenn so ein Gerät umgestrickt wurde, hat es meist auch keine Zulassung oder Gewährleistung mehr, die aber für Nutzung im Betrieb erforderlich ist...


    Letztlich ist es nicht mein Geld, was möglicherweise verbrannt wird, andererseits weiß ich jetzt schon, wer am lautesten nöölt, wen es dann doch nichts bringt. Die Rehe müssen nämlich nicht nur erkannt, sondern auch verscheucht werden. Rehe sind vor dem herbstlich/winterlichen Untergrund auch bei Tageslicht vom erhöhten Turm nur schwer zu erkennen, man erkennt oft nur auf den zweiten oder dritten Blick, ob es ein großer Maulwurfshaufen oder eben ein Reh ist. Bei Nacht wird es dann noch schwieriger... Ich werde die Tage mal wieder mit der Olight Triton spielen müssen, vllt. ergibt sich eine ganz andere Lösung...


    Wärmebildkamera, na gut, dann werde ich mal danach recherhieren. Danke erstmal für den weiteren Input!


    Gruß Andreas

    Hm... OK, das man da mittlerweile nach "Generationen" unterscheidet, wusste ich nicht. Aber der Hinweis darauf war schon mal sehr hilfreich :thumbup:
    Die NSG, die demnach tatsächlich "Gen 3" sind und direkt zu finden waren, gab es gebraucht in der Bucht. Da hat der Kollege also nicht wirklich recherchiert, die gebrauchten "Gen 3" liegen schon bei rund 3k, dann werden sie neu noch einiges mehr kosten. Gen2 gibts neu auch günstiger, allerdings passiv ohne IR, mit wirds dann wieder teurer.


    Aber zu meiner Frage habe ich keine Antworten gefunden, ausser dass Nachtjäger ihre NSG im Idealfall ohne aktive Umgebungslichtquellen, bzw. andere NSG-Nutzer beobachten. Bei uns ist das definitiv nicht möglich, nachts ist "Weihnachtsbeleuchtung" an, rot, grün, blau und hauptsächlich weiß... Davor und/oder dahinter blieben die Rehe dann qasi wieder unsichtbar. Ich werde vorschlagen, so ein Gerät (oder mehrere) mal testweise zu leihen, vllt. sogar vom zuständigen Revierjäger. Darüber mit den Kollegen nur zu reden bringt nichts, sie müssen das selbst erkennen. Man hört mittlerweile zwar etwas mehr auf mich, aber bei solchen Anschaffungen setzt sich meist derjenige durch, der später nie damit arbeitet.


    Gruß Andreas

    Ein spezielles Thema habe ich dazu auf die Schnelle nicht gefunden, darum die Frage:


    Ist Blendung durch externe, aktive Lichtquellen (auch Niedervolt) bei modernen Nachtsichtgeräten immer noch ein Problem, oder kommen die heute besser damit klar als in früher?


    Ich möchte keine Kaufberatung, sondern recherchieren, ob mein Wissen darüber noch stimmt, damit an meinem Arbeitsplatz kein Geld verbrannt wird. Wir haben das Problem, dass an unserem Flugplatz trotz elektr. Wildschutzzaun ständig Rehe rund um die Piste streifen, was bei einer Kollision mit einem Flugzeug direkt 6-stellige Geldbeträge kosten kann und zudem nicht ungefährlich ist. Ein Kollege kam nun auf die glorreiche Idee, im Jagdfachgeschäft ein Nachtsichtgerät für ca. 3k anzuschaffen, mit dem man aus 4-600m Distanz entlang der randbeleuchteten (!!!) Piste vor Start oder Landung nach Rehen Ausschau hält.


    Mein erster Gedanke war "Schwachsinn, nach der ersten Pistenlampe ist das Gerät blind und ich auch...", zweitens viel zu weit weg - dabei hatte ich allerdings ein schweres Gerät aus den 1980ern im Hinterkopf, bei denen hat man uns das vorher mit auf den Weg gegeben. Mein Kollege weiß offenbar nichts von solchen Feinheiten. Liege ich richtig, oder hat sich das im 21. Jhrdt. erledigt?


    Gruß Andreas

    Wenn man aber kein anderes Messer dabei hat, als ein bauartbedingt laut klackendes, was zudem rundum legal und "sozialblabla", weil es orange beschalt ist?
    Und das in einem Moment, in dem man den verdammten Blister unbedingt öffnen muss, auch wenn es nicht lebenswichtig ist?


    Man könnte natürlich gleich im Drogeriemarkt noch eine Nagelschere dazu kaufen, um alle denkbare Befindlichkeiten abzudecken. Damit spielt man aber genau denen in die Hand, die uns garkochen wollen. Dann würde wie in der aktuellen Fernsehreklame sicher irgendwo ein älteres Ehepaar stehen und sagen "Ist das nicht der? ...ja, der war scho immer ein guter Junge..." :cursing:
    :D


    Ich habe Frank früher nie so recht verstehen können oder wollen (wir sind schon lange miteinander bekannt), aber meine Ansichten haben sich durch andere Entwicklungen geändert, so dass ich ihm mittlerweile weitestgehend zustimme. Mit dem Beispiel UKPK - Blister - Einkaufscenter will ich mich nicht als allgemeinen "Provokateur" oder "Renegat" mit Messer im Alltagsgebrauch" hinstellen oder dazu aufrufen, sondern ganz einfach den stinknormalen Gebrauch in alltäglichen Situationen als bestes Mittel. Weil es eine Selbstverständlichkeit ist, mit einem Messer zu schneiden, nicht mehr und nicht weniger. Wenn das Messer beim Öffnen mal laut klackt, dann ist das eben so. Man muss den Vorgang ja nicht mit betontem Ausholen zum Schnitt verstärken. Devise "seht alle her, ich habe ein Messer und benutze es!", sondern einfach nur scheiden, was man gerade schneiden will (oder muss).


    Was ich aber definitiv ablehne und mich richtig verärgert, sind Aussagen wie "lieber Asozial als gar kein Messer" Was soll sowas? Ich finde das alles andere als witzig, weil genau sowas irgendwo hängen bleibt und aus dem Zusammenhang gerissen weitergesponnen wird.


    Gruß Andreas

    Das einfachste Mittel ist doch der ursprüngliche Zweck Schneiden! - egal was, und das öffentlich (Obst, Fleischwurst, Brötchen, Blisterpackungen etc.)
    Was soll man denn am ältesten Werkzeug der Menschheit großartig neu etablieren?


    Es ist doch leider tatsächlich genau so, wie Frank schrob. Die Umwelt ist total verblödet, verweichlicht und penibelst überkorrekt, was vermeintlichen und tatsächlich korrekten Umgang und "Auftritt" betrifft. Aber bei wirklich wichtigen Dingen oder Verhaltensweisen sind es nicht selten genau diese Kompetenzsimulanten, die sich aus Eitelkeit, Herablässigkeit, Blödheit oder absichtlich falsch verhalten. Gerade noch sehen sie dich schief wegen eines popeligen Messers an oder kacken sich deswegen ein und zwei Minuten später zwingen sie dich auf der Straße zur Vollbremsung oder nötigen dich anderswie, weil sie mit ihrem Handy am Ohr den Straßenverkehr reell gefährden und das dann noch nichtmal wahrnehmen...


    Vor einigen Monaten hats mich mal heftig gejuckt, weil es wunderbar passte. Ich wollte für eine Infoveranstaltung in einem großen Einkaufscenter Bilder machen und hatte - wie selten doof - keine SD-Karte in der Kamera. Also im nächten Drogeriemarkt eine gekauft. Leider stabil eingeblistert und händisch nicht zu öffnen. Also UKPK (OK, nicht gerade ein abgrundtief "böses" Messer vor dem Herrn) aus der Beintasche, mit dem unüberhörbaren Klack geöffnet und dann im Gehen den Blister schneidend öffnend durch die Passage zum Stand zurück. Es haben zwar einige Burschen mit ihren verkehrt herum getragenen 59er Caps ziemlich dumm gekuckt und den Mund nicht wieder zubekommen, aber ich konnte keine ängstlichen oder verstört aussehenden Reaktionen bemerken. Das würde auch mit einem "bösen" Messer so funktionieren, man muss das nur ab und zu mal bewusst machen, damit man es selbst nicht verlernt...


    Gruß Andreas