1.2842/1.2510 sind leider etwas anfällig für Ölkohle und Verzunderung, das ist eigentlich kein Geheimnis, aber 25% Ausschuß halte ich auch für ein Märchen, da scheint eher die damit betraute Person fingertrouble zu haben. Aber die Verzunderung und Verkohlung bekommt man unter Kontrolle. Im Normalfall sollte zumindest die Ölkohle schon im Ölbehälter gleichmäßig abplatzen. Dampfblasenbildung im Öl begünstigt die bereichsweise Fleckenbildung ebenfalls, das ist auch kein Lochfraß, das sieht nur so aus. Ich gehe mal davon aus, dass man in Lohnhärtereien grundsätzlich mit regelmäßig entwässertem, gefiltertem und vorgewärmtem Öl arbeitet. Die können sich übermäßige Zunderschichten und Ölkohle auf Dauer nicht leisten, auch wenn Industriehärtegut mit Schleifaufmaß zum Härten gesendet wird. Mein eigenes Härteöl (Salatöl) erwärme ich sogar noch höher als 70-80°C und es ist bisher kaum vorgekommen, dass sich Schichten gebildet haben.
Wenn man sich sicherer fühlen will, kann man auch anrufen und fragen, ob anderes Härten für den Stahl machbar ist und ob das teurer wird. Ist bei Messern zwar schwierig zu kalkulieren, aber Endbearbeitungsaufmaß sollte man auch wegen Verzug immer einplanen, auch die Oberflächengüte vor dem Härten sollte man nicht unterschätzen. BTW - es ist egal, ob man seine Rohlinge zu Schanz oder Steigerwald schickt, sie werden im Paket in der selben Härterei gehärtet. Früher hies die Wallner, seit einigen Jahren hat sie einen anderen Namen. Hat mir einer von beiden mal gesagt.
Gruß Andreas