Beiträge von Chemiegeneral

    Hallo Zusammen,


    nette Idee, ich hätte da auch noch was beizutragen:


    bei Raeer.com gibt es diese schönen "Probenflaschen" / Geschenkverpackungen mit einem Volumen von 100 ml:


    Glasflasche.jpg


    Die Etiketten kann man tauschen oder nur teilweise überkleben / ergänzen, z.B. mit einer zutreffenderen Ethanolbenennung ;)


    Die Flaschen die ich für einen Stückpreis von 1,30 € erworben habe waren neu und unbenutzt mit leichten Lagerspuren = etwas Flugrost am Metallverschluss
    da habe ich mal mit Balistol drüber gewischt und die Flaschen gespühlt.


    Artikelnummer ist 58150-00-WE


    Das ist ein Top-Schnäppchen, wenn Ihr mich fragt.


    Bild von Schnaps-Ansatz folgt noch :)


    VG Chris

    Hallo Zusammen,


    O1 und O2 Stahl sind sich da sehr ähnlich im Verhalten.


    Beide haben über 1% Mangan und färben daher sehr schön dunkel bei entsprechender Behandlung.
    Der Chromgehalt ist bei beiden Stählen unter 1%, was zwar zu einer Verbesserung der Zähigkeit führt,
    aber von Rostträgheit noch sehr weit entfernt ist.


    Der O2 Stahl (1.2842) wird auch gerne in Damast-Kombinationen eingesetzt, weil er sich schön dunkel färben läßt.


    Das Vorgehen mit löslichem Instantkaffee ist ja schon beschrieben worden, eine stark konzentrierte "Plörre" kann schon reichen,
    starke Säuren sind nicht unbedingt nötig. Wichtig beim vorherigen Entfetten: Einmalhandschuhe anziehen um erneute Flecken durch Fingerabdrücke zu vermeiden.


    Ergänzen möchte ich noch die Möglichkeit der Manganphosphatbeschichtung, eine solche Schicht ist recht hart und kann durch die Möglichkeit der Einlagerung von (Speise)-Öl auch noch für zusätzlichen Rostschutz sorgen.


    Siehe hier:
    DIY Parkerisieren /Phosphat-Beschichten


    Viele Grüße
    Chris

    Ich hoffe es gefällt trotz form follows function


    Ohja, es gefällt sogar sehr.


    Der Glasbrecher mit HM-Spitze macht an einem Einsatzmesser auch Sinn.


    Leider wäre ein solches Messer in D auf Grund der zwei scharfen Schneiden nicht legal führbar,
    aber in Österreich habt Ihr ja andere Gesetze.


    Viele Grüße
    Chris

    Bei Verwendung einer Heißluftpistole muss man aber auf die richtige Einstellung und vor allem
    auf den Abstand achten, damit es nicht zu einer punktuellen Überhitzung kommt.


    Bei einer Überhitzung schmilzt das Kydex auf und verliert die Musterstruktur, das sieht nachher
    dann nicht mehr schön aus.


    Zum Pressen geht Isomatte. Besser geht es aber mit Kydex-Foam, dieser hat eine definierte Festigkeit
    und ist speziell zum Kydexpressen geeignet. Diesen Kydex-Foam gibt es beim Forenpartner "www.holsterbau.de"




    Viele Grüße
    Chris

    Hallo Clemens,


    Da hilft nur Suchen, viel Suchen! Viel Glück wünsche ich!


    Als Hilfsmittel könnte ich mir eine Taschenlampe vorstellen, weil am Schlüsselbund wohl irgendwas an blankem Metall dran sein wird.


    Ein Metalldetektor scheidet auch nicht unbedingt aus. Es gibt, meines Wissens nach, welche mit Metallarterkennung.
    Das heißt, man kann, je nach Geräteausführung, gezielt nach bestimmten Metallen suchen.


    Da kommt es jetzt darauf an, woraus Dein Schlüsselbund besteht, oder ob da irgendetwas besonderes dran ist.


    Aber ich würde wohl zuerst die in Frage kommende Stecke mit Taschenlampe absuchen, die Metalldetektoren sind in den besseren Ausführungen wahrscheinlich nicht so günstig.


    Hm, eine Suche mit abgerichtetem Hund könnte auch Erfolg haben, kommt aber darauf an, ob man dem Hund einen ähnlich riechenden Schlüssel zum Probeschnuppern geben kann.
    Aber da kennen sich die Jäger und Hundebesitzer bestimmt besser aus.


    Gute Nacht & viel Glück


    Viele Grüße
    Chris

    Hi,


    schön gemacht, auch wenns nicht so mein Motiv wäre. ;)


    Auf Grund der Größe schätze ich, das das Motiv mit Fotolack aufgebracht wurde.
    Danach dann eine übliche Ätzung in Eisen-III-chlorid oder alternativen Ätzmedien,
    mit anschließendem Entfernen des Abdecklackes.


    Ich habe vor Jahren mal für eine Bekannte einen Damastanhänger nach einem ähnlichen Verfahren gemacht:


    Fotoätzung2012.jpg



    Viele Grüße
    Chris

    Hallo,


    die WB hat definitiv funktioniert, wobei der Stahl aber nicht (sichtbar) glühte


    Hm, war es vielleicht beim Härtevorgang taghell, so das Du die Glühfarbe nicht sehen konntest?
    Das ist nicht so gut, weil man die Temperatur nicht abschätzen kann.


    Um Stahl zu Härten braucht es schon eine gewisse Temperatur (Überhitzen muss aber auch unbedingt vermieden werden).
    Dann muss der Stahl eine gewisse Zeit bei der Temperatur gehalten werden, dann wird er abgeschreckt.
    Bald darauf erfolgt ein Anlassvorgang.


    Wenn Du die nötige Härtetemperatur nicht erreicht hast wird es wohl nur ein Normalisieren gewesen sein....
    ansonsten eine Ferndiagnose recht schwer ohne Bilder, Härteprüfung o.ä.
    Roman (Juchten) hat hier im Forum schon viel über Stahl und die Zusammenhänge geschrieben.


    Aber um noch auf Deine Frage zurück zu kommen:
    Der 90MnCrV8 (1.2842) ist ein Manganstahl, der färbt sich bei Säurekontakt dunkel bis schwarz.
    Das ist völlig normal.
    Um den Stahl vor weiterer Verfärbung zu schützen kann man den Stahl Manganphosphatieren, mit Fe3Cl-Lsg. dunkel ätzen, schwärzer als Schwarz geht nicht, oder wenns blank sein soll: Hartverchromen
    Der 1.2842 ist ein toller Stahl, aber halt nicht rostfrei.


    VG Chris

    Ich benutze immer alte Kunststoff-Weinkorken um das Schleifband zu reinigen.


    Kleine Kydexreste kann man auch noch als Zwischenlage bei einem Messergriff (für Steckerl) verwenden.


    Viele Grüße
    Chris

    mit UHU Endfest Präpariert und anschließend mit rauchender Salzsäure geätzt


    Hallo Björn,


    da hast Du Dir aber das Ätzen schwer gemacht und nicht ungefährlich. Konzentrierte Salzsäure (37%) ist nicht gerade optimal zum Ätzen von Stahl.


    1. Ist die Ätzwirkung nicht so gut wie bei anderen Ätzmitteln, auch weil man die rauchende Salzsäure nicht so stark erhitzen kann, ohne das Unmengen
    HCl (Salzsäure) gasförmig entweichen.


    2. Auch fehlt etwas, das den Stahl oxidiert. Bei Verwendung von purer konzentrierter Salzsäure gehe ich eher von einer Passivierung aus.
    Eisen-III-Chlorid-Lösung bei 50 °C wäre da geeigneter gewesen, denke ich.


    3. Der Uhu Endfest ist ja ziemlich beständig gegenüber Ätzchemie UND Lösungsmitteln, daher wird es wahrscheinlich Probleme geben die Kleberreste auf diesem Weg wieder zu entfernen.
    Da Du die Klinge aber eh Strahlen lassen willst, ist das allerdings nicht so schlimm, bei geeignetem Strahlmittel gibt auch der Kleber auf ;)


    Bilder von der Klinge würden mich aber auch interessieren.


    Viele Grüße
    Chris

    Kein Ding, gerne geschehen! :buds:


    Das Messer ist toll geworden, sogar mit Carbon, trotz des fiesen Staubes. :hatsoff:
    Respekt vor der ganzen Arbeit.


    Die Handlage sieht auch sehr gut aus.
    Zum Wiegen des Messers brauchst Du schon eine Feinwaage, sonst wird der Fehler zu groß :D


    Viel Spaß damit!
    Gruß Chris

    Hi,


    klasse was aus dem Titan geworden ist, die geschwungene Form gefällt mir sehr.
    Wenn der Schneidenwinkel ausreicht ists Ok, aber auf den ersten Blick hätte ich auch gesagt, der Winkel muss steiler geschliffen werden ;)
    Titanbearbeitung mit Handwerkszeug an Grad 5 ist aber wirklich kein Spaß, da braucht es scharfe Feilen und viel frisches Schleifleinen.


    Ja, Kleinmengen Titan in Grad 5 sind schwer zu bekommen, jedenfalls in 4 mm.
    Das 2mm Titanblech Grad 5 war ein Glückstreffer in der elektronischen Bucht.


    Im Nachhinein ärgere ich mich, da nicht noch mehr gekauft zu haben, weil das Angebot wirklich günstig war, sozusagen Kauf auf Vorrat,
    aber das ist ja auch oft eine Preisfrage.


    Viele Grüße
    Chris

    Hallo,


    wenn Dir ein spezielles Motiv für eine Ätzung einfällt, können wir mal über einen Edelstahlbecher reden.


    Ich habe da mal eine "working solution" Tasse gemacht, mit den Chemischen Formeln von Zucker und Coffein.


    Aber grundsätzlich geht da fast jedes Motiv.



    Viele Grüße
    Chris

    Hallo Zusammen,


    Einen dauerhaften Schwarz-Silber-Kontrast bekommt man schon nach wenigen Minuten in heißer Eisen-III-Chlorid-Lösung.


    Diese Klinge war etwa 25 Minuten in der Lösung:


    Bushman2.png


    Anschließend wurde kurz mit MicroMesh2400 überschliffen und geölt (Ballistol)


    Das Ergebnis von Martin (BS) ist wohl etwas länger geätzt (Tiefätzung) und gestrahlt, wie Andreas schon schrieb.


    Viele Grüße
    Chris

    Das Neck-Knife wird etwa 16cm Gesamtlänge haben, ich wollte aber einen ordentlichen, nicht zu kleinen Griff,
    damit das Messer auch gut in der Hand liegt. Dafür sind es nur ca. 6 cm Klinge (von der Spitze bis zu den Griffschalen).
    Dies sollte für die meisten alltäglichen kleinen Schnippel-Arbeiten reichen. Outdoor ist vielleicht ein größeres Messer angebracht,
    aber um Kartons klein zu schneiden, kleine Seile oder Paracord zu zertrennen, Briefe zu öffnen, Äpfel zu schälen, oder anderen Kleinkram zu zerteilen,
    sollte es reichen. Die Klingenstärke wird auch maximal 3 mm betragen, dies stellt aber bei normaler Verwendung und den geplanten C-Stählen kein Problem dar.


    Die Messer gehen also eher in Richtung "Schneidteufel".


    Viele Grüße
    Chris

    Hallo Zusammen,


    nach etlichen Pappschablonen und vielen Stunden am CAD-Programm sind diese Entwürfe herausgekommen, hier noch ohne Anschliff:


    Necki77.png


    Entwurf_2a2.png


    :) Keine Bange, die Messer werden einen Anschliff bekommen ;) Hochgezogener Flachschliff ist in Planung.


    Die Entwürfe werden bald aus gutem C-Stahl umgesetzt und mit Carbon beplankt.


    Der Entwurf mit der durchbrochenen Klinge ist neu, der andere geht auf ein älteres Messer von mir zurück und stellt somit nur eine verschlankte Version dar.


    Dieses Messer stand sozusagen Pate:


    splash.jpg


    Das Klingenfinish wird wohl stonewashed oder splashgeätzt.


    Viele Grüße & bis bald
    Chris

    Danke Euch,


    ..... der titan Damast ist aller erste Sahne, dass das Farbspiel nur durch hitzecolorierung so schön zeichnet ist erstaunlich.


    um eine glänzende Oberfläche und besonders kräftige Farben zu erhalten, ist leider auch die Politur nötig.


    Eine Politur macht in dem Fall aber nur Sinn wenn vorher alle Kratzer raus geschliffen sind, da gehen also schon ein paar Stunden ins Land bis die Oberfläche genau so wird.


    Stonewashen würde eher matte Farben ergeben. Anodisieren an Stelle von Hitze-colorieren wäre auch möglich, gibt aber etwas andere Farben.


    Viele Grüße
    Chris


    EDIT: Noch zwei Bilder mit anderer Kamera geschossen:



    Hallo Zusammen,


    endlich mal wieder eine Bastellei fertig:




    Das gute Stück besteht aus Rein-Titan, verschmiedet mit Titan Grad 5 und in einer Art Banddamastmuster geprägt.
    Ich hatte Glück und habe etwas von diesem Mokuti ergattern können.


    Ich habe die Form heraus gearbeitet, lange gefeilt, geschliffen und poliert, und am Schluss noch Hitze-coloriert.


    Länge: 13 cm genau, fertiggestellt heute am Freitag den 13.


    Ich hoffe der Öffner gefällt Euch.


    VG Chris

    Hi,


    Es freut mich zu sehen, was aus dem Stück Titan geworden ist. :thumbup:
    Ein Carbidisierer ist auch bei mir in Arbeit, aber an meinem Titan-Messer-Rohling fehlt noch der Klingenanschliff.


    Ich schätze, da sind noch mehr tolle Kombinationen möglich (Carbid-Schneide und Anodisierung).


    Bis bald
    Gruß Chris