Beiträge von Chemiegeneral

    Moin Idox,


    Die Knucklehead wäre der Knaller


    ich habe mir die Steamlight-Seite mal angesehen und die Knucklehead nur in Alkali-Version gesehen, demnach wäre die gar nicht Ladefähig.


    Aber mir ist noch eine Alternative für das Licht-Problem bei Stromausfall eingefallen, ich würde das folgendermaßen lösen:


    1) ein altes kleines Stecker-Trafogehäuse benutzen, an den Trafo (mit Gleichrichter) einen winzigen Elektromagneten anschließen.
    Dieses "Gerät" erzeugt somit ein winziges Magnetfeld, das bei Stromausfall sofort zusammenbricht (das Magnetfeld ;) ,nicht das Gerät)
    2) ein Osram Nightlux LED-Nachtlicht mit Bewegungsmelder und Helligkeitssensor mit einem geeigneten REED-Kontakt (Magnetfeldschalter) ausstatten und auf das Gehäuse 1) montieren. Das Teil wird über den Magnetfeldschalter erst bei Stromausfall aus den Batterien mit Strom versorgt, sollte also sehr lange halten und besitzt zusätzlich einen Bewegungsmelder. Es würde also auch geschätzt 3 Wochen nach Beginn des Stromausfalls angehen, wenn jemand im Dunkeln vorbei tappert.
    Ich benutze zur Beleuchtung eines dunklen Flures so ein Osram Nightlux, es funktioniert. Die Wartung wäre durch den Magnetfeldschalter total einfach, vielleicht 2 mal im Jahr die Funktion prüfen (Stecker ausstecken) und bei schwachem Licht Batterien wechseln. Ich schätze, wenn Du ordentliche Alkali-Batterien dafür nimmst und nicht alle 3Stunden Stromausfall hast, wirst Du wohl mindestens 1 Jahr Ruhe haben mit dem Batteriesatz, eher 2 Jahre.


    3) Eine anständige Lampe Deiner Wahl, wahrscheinlich hast Du schon etwas geeignetes, in der unmittelbaren Nähe der obrigen Licht-Konstruktion montieren, fertig.


    Viele Grüße
    Chris

    Hallo Stefan, seyd gegrüßt!


    für Titan-Einlegearbeiten würde ich kein Federhartes Titan benutzen,


    Reintitan oder GRAD 2 tut es für diese Anwendung besser, denke ich. Aber es gibt da ein generelles Problem:
    da die Oberfläche von Titan durch verschieden starke Oxidschichten andere Interferenz-Farben zeigt, welche sich durch Handschweiss / Öl
    wieder anders zeigen können, wäre in einem Messergriff gefärbtes Titan nicht meine erste Wahl, von Ausnahmen abgesehen. ;)
    Anschleifen geht dann auch nicht mehr, weil die Oxidschicht wieder abgeschliffen würde.
    Wenn Du allerdings gold-farbiges Metall möchtest würde ich auf Messing-draht gehen, den kann man auch ölen.
    Und wenn die Patina mal zu viel wird, mit 1000er Schleifleinen mal drüber.


    Gehabt Euch wohl!
    Chris

    Ich poste schonmal die Anleitung zum Splash-Ätzen: ;)


    1. Reinigen & Entfetten
    Mehrere Möglichkeiten:
    a) Polieren mit Wiener Kalk in Wasser, Abspülen und Trocknen
    b) Mit Isopropanol reinigen, Trocknen


    2. Abkleben & Schützen
    2a. Teile die geschützt werden müssen mit geeignetem Klebeband Abkleben
    z.B. Griff, Schneide, Klingenspitze
    2b. Vom Ansatz des Klebebandes mit der Splashmasse (später dazu mehr) etwas die gerade Klebebandkante Wellen/Zacken förmig (oder je nach Geschmack)
    hochziehen (meist nahe der Schneide gewünscht) Werkzeug: Pinsel/Q-Tip/Zahnstocher o.ä.


    3. Splashen
    3a. Splashmasse: Ätzfest und haftfest muss diese im trockenen Zustand schon sein. Ich habe folgendes getestet: Teerpaste mit Lösemittel niederviskos einstellen (Sirupartig)
    oder einfacher, weil fertig: Nagellack von der Freundin ;) Am besten welchen der schon aussortiert wurde, das vermeidet Ärger :D Sprühkleber soll auch gehen.
    3b. Aufbringen
    Ich habe mir eine Art Druckluftpad aus einer alten Kunststoffverpackung gebaut (draufdrücken erzeugt Luftstrom) Druckluftpistole (wenig! Druck) sollte auch gehen.
    Mit einem Q-Tip/Pinsel o.ä. ein Tröpfchen in den kurzen, schnellen Luftstrom geben. Der Lack fliegt auf die dahinter angebrachte Klinge und erzeugt einen typischen Splash.
    Mit weiterer Druckluft kann ggf. noch ein Verlaufen erzeugt werden.


    Abgedecktes bleibt blank, freie Stellen ätzen runter und färben sich je nach Nachbehandlung und verwendetem Stahl grau bis schwarz.


    Seite für Seite (an)trocknen lassen, damit nichts unkontrolliert verläuft. Vor weiteren Schritten fest werden lassen (Aushärten)


    4. Ätzen
    Zwei Möglichkeiten (Mindestens) :)
    a) Kochsalzlösung und Gleichstrom (Elektrolytisches Ätzen)
    Werkstück an (+)
    Kathode (-) : Edelstahl/Kupfer/Eisen/Titan/egal
    Lösung erwärmt sich durch Stromfluss, leichte Gasentwicklung (Chlor) /!\ 8|
    Spannung nicht zu hoch wählen, (Konzentrationsabhängig)
    Ätzung primär an der Seite des Werkstückes, das zur Kathode gedreht ist, ggf. ab und an wenden


    b) Eisen(III)Chlorid (50°C) oder anderes Platienenätzmittel nach Anleitung
    Werkstück in Lösung bewegen


    Ätzvorgänge immer mit Zwischenspülen: Ätzlösung gut abtropfen lassen, mit Wasser abspülen und Ätztiefe kontrolieren, weiter Ätzen bis Ergebnis ok


    Abspülen


    5. Entlacken
    Mit Lösemittel und Küchenkrepp o.ä. den Nagellack (o.ä.) wieder Entfernen


    6. Nachschleifen/Polieren
    Teilweise ist es sinnvoll nochmal mit sehr feinen Micromesh Schleifpads nass drüber zu schleifen (2000Körnung oder höher)
    Gerade die geätzen Teile zeigen dann manchmal erst ihre "wahre" Farbe.


    7. Säubern/Trocknen/Ölen
    Balistol halte ich für sinnvoll als Schutz, auch die Farbe der Ätzungen wird noch etwas dunkler.


    Fertig.


    Die Anleitung können wir bei Bedarf noch ändern / ergänzen.
    Die üblichen Sicherheitsvorkehrungen sind zu beachten.
    Viel Erfolg
    VG Christian

    Hallo Zusammen,


    da ich von Wulfher etwas Geweih-Material bekommen habe, (Vielen Dank nochmal)
    konnte ich ein altes Projekt weitermachen. Der Name "Horny" stammt aus dem (alten) Computerspiel "Dungeon Keeper" :thumbup:
    (Das Ding mit Horn) ;)


    Es handelt sich um Flaschenöffner aus rostfreiem Damaszenerstahl im Muster "basket weave", mit Horngriff.


    Hier schonmal ein Bild von der 1 (von 8)




    Den Damast habe ich diesmal nicht nur geschliffen, sondern auch selbst gehärtet.
    Dabei war alles schön in Härteschutzfolie verpackt, natürlich. Bei einer Haltezeit von 20 Minuten bei 1050°C ist das auch zu empfehlen.
    Angelassen wurde 2x 1Std. auf hohe Zähgkeit, auf Schnitthaltigkeit wird bei der Anwendung ja wenig Wert gelegt ^^ ;)
    Die weiteren Teile werden auch bald fertig, es sind allerdings alles Unikate, sowohl die Flaschenöffner-Stücke als auch das Geweihmaterial,
    daher werden die alle unterschiedlich. Verklebt wurde das Metall mit schwarzem Epoxid im Griff.


    Hier noch ein paar Daten:
    Horny_1: 245mm Gesamtlänge, 65mm Stahl gucken aus dem Griff


    Ich hoffe, der Öffner gefällt Euch schonmal.


    VG Chris

    Hallo Stefan,


    ja gerne, von meiner Anleitung können alle was haben.
    Vielleicht kann man das auch noch optimieren, aber so gehts, denke ich.


    Ich hab heute das erste mal selber Rostfreien Messerstahl gehärtet, es hat gut geklappt, das ist eigentlich keine Hexerei.
    Hast Du schon was von Deiner Härterei gehört? Ich bin gespannt!


    VG Chris

    Das Neck-knive in 440 C , das wär's !!! ;( ;(


    Aber Du möchtest wohl nur rein mit C-Stahl arbeiten ??


    Ich habe bereits Härteschutzfolie besorgt, diese ist primär für ein anderes Projekt gekauft worden (Flaschenöffner aus rostfreiem Damast)
    aber da bleibt noch eine Menge übrig, von daher kann ich die zukünftige Verwendung von rostfreiem Stahl für Messer nicht ausschließen.
    Aber da möchte ich gerne erst einmal etwas mehr Erfahrung im Härten sammeln, bei dem rostfreien Stahl ist das ja schon ne Ecke aufwändiger.


    Kann dann aber sein, das N690 zum Einsatz kommt. Da muss ich erstmal schauen, was das nächste Jahr diesbezüglich bringt.


    Die Stahlsorten, welche jetzt erstmal für die obrigen Entwürfe Verwendung finden, sind: 1.2510 und 1.2235


    Zum geplanten Finish: Eine schwarze Manganphosphatbeschichtung ist ggf. auch möglich.
    Da stehen aber noch Tests aus.


    VG Chris

    Tolle Arbeit!


    Ich könnte mir so etwas auch gut als Amulett vorstellen.
    Wenn das Perlmut zu zerbrechlich ist, könnte man einen Rahmen mit Rückplatte befestigen.


    Von solchen Arbeiten schaue ich mir gerne mehr an.


    VG Chris

    Beim Holz bin ich mir nicht sicher, aber was schöne helles mit entsprechender dunkler Maserung.


    Hallo Stefan,


    bei der Beschreibung für eventuelle Hölzer fiel mir sofort "Zebrano" ein, und/oder Olivenholz,
    aber bei Olive müsste man sich gut gemaserte Stücke aussuchen. Olive ist leider teilweise nur mit schwacher Maserung verfügbar.


    Eine meiner Quellen diesbezüglich sind Olivenholzhändler auf Weihnachtsmärkten, Die haben manchmal flache Platten (Brettchen o.ä.) die sich zu Griffschalen umschleifen lassen. Der Vorteil dabei ist, das man jedes Stück einzeln prüfen kann vor dem Kauf.


    Stabi-Holz wäre vielleicht auch eine Alternative. Ich könnte mir sehr gut zu einer schwarzen Klinge ein paar Griffschalen aus grün-gelb stabilisierter Maser-Pappel vorstellen. Hier mal ein Bild von entsprechendem Holz:



    Dieses Stabiholz ist ja professionell mit Kunststoff stabilisiert worden.


    Außerdem gibt es noch die Möglichkeit z.B. Zebrano-Holz u.v.a. selbst zu stabilisieren, z.b. mit Öl oder flüssigem Bienenwachs.


    VG Chris

    Hallo Stefan,


    es ist furchtbar, da guckt man ein ein paar Tage nicht ins Forum,


    schon sind wieder die tollsten Sachen fertig geworden, mit extremem "Sabberfaktor".


    Das Angebot mit der Splashätzung steht noch, wenn Du also diesbezüglich schon was versuchen willst,
    mit den ersten Modellen vielleicht, sag Bescheid.


    Wegen der Stahlwahl:
    Was hältst Du insgesamt von C-Stahlmessern? Ich werde demnächst einige Sachen fertig machen und dann schwarz Manganphosphat-Beschichten
    1.2842 sollte problemlos in den gewünschten Abmessungen (relativ günstig) verfügbar sein.


    VG Chris

    Hallo Zusammen,


    sorry für die späte Antwort, ich hatte den Thread nicht mehr auf dem Schirm, bis ich das zweite Messer fertig gemacht habe, hat etwas länger gedauert. *hust* 2 Jahre *hust*


    der übergang klinge/schneide zu griff würde mir in etwas weicher besser gefallen, aber ich glaube du hast dir was bei der kante gedacht (haltepunkt für die kydex?)


    Das Harpudashi ist aus Damastresten entstanden, da sind naturgemäß Grenzen gesetzt :)
    Aber solche Damastreste sind noch für relativ kleines Geld zu haben, daher greife ich gerne darauf zurück, wenn möglich. Function follows form ;)


    Hier die Bilder von dem Messer:
    Harpudashi1.jpg


    Harpudashi2.png


    Harpudashi3.png


    Der Griff besteht aus selbstgemachtem Jute-Micarta & Titan-Pins.


    Ich hoffe, Volcano gefällt das Messer auch, aber Mario, "Be careful":
    Es ist noch nicht mal geschärft, hat schon meine Leo-Köhler-Hose am Oberschenkel gebissen, zum Glück nur die Hose,
    sonst wäre es ein Fall für "Verletzungen durch Diverses" geworden. Der 1cm Cut wird jetzt wohl mit 30 Stichen genäht :D


    1cm_cut_nähen30stiche.jpg



    VG Chris

    Hallo Stefan,


    die Konstruktionszeichnung sieht schon super aus!
    Die Griffdicke und Höhe hast Du passend gemacht?!, muss man ja mal per Handlage-Test abchecken.
    Eine z.B. Holz-Schablone ist ja schnell gefräst, bei dieser Geometrie geht das Testen ja schon etwas über das Anfertigen einer Pappschablone hinaus.
    Ich würde die Grifflänge so lassen, mit vollwertigem Griff arbeitet sich halt besser.


    VG Chris