Beiträge von Chemiegeneral

    Hallo Matthias,


    Dein Wasserstein wird wohl kaum zu weich sein, um ein Messer aus Stahl zu schleifen. :hmmm:


    Eher ist es sehr schwer, an einem flachen Bankstein die Recurveform zu schärfen.
    Wenn Du jetzt den Sharpmaker hast, mit den Drei-Eck-Stäben, ist ja alles gut.


    Allerdings wundert es mich, das Du lieber das Messer der Schärfhilfe anpassen wolltest, als umgekehrt.
    Hättest Du direkt geschrieben, warum Du den Schliff verändern möchtest, hättest Du bestimmt sofort den Tip bekommen: --> Sharpmaker
    Also, lieber zuviel schreiben als zuwenig.


    Naja, mit dem Sharpmaker bist Du jetzt auch für Wellenschliffe und anderes gerüstet.


    Viele Grüße
    Chris

    Hi Andy,


    Ja, Möglichkeiten gibt es viele, z.B. auch ein kleines Steckerlmesser ausschmieden o.ä. und natürlich, was schon genannt wurde: Schmuck usw.


    ABER, mit einer Härte von 58 HRC sind die Möglichkeiten leider sehr eingeschränkt.
    Eigentlich gibt es da nur 2 Möglichkeiten: Vorher Weichglühen, oder Bearbeiten mit Spezialwerkzeug:
    Wasserstrahlschneiden, ValTitan- oder Diamant-Feilen, HM-Bohrer.


    Spezialwerkzeug ist teuer, daher würde ich es weichglühen (lassen) und dann bearbeiten.
    Ausser, wenn Du natürlich Zugriff auf einen Strahlschneider hast, dann würde ich es nicht weichglühen.
    Wasserstrahlschneiden ist ein kaltes Verfahren, daher bliebe die Härte erhalten (wichtig, falls Du ein Schmuckstück o.ä. daraus machen willst)
    Denn die Rostbeständigkeit ist in gehärtetem Zustand besser, gleiches gilt auch für das Zeichnen des Damasts.


    Ungehärteter Damast zeigt nicht den vollen Kontrast beim Ätzen.


    Schöne Grüße
    Chris

    Hi,


    wenn man den Schliff bis ins Ricasso neu überschleifen möchte, ist der Pin im Weg, es sind ja nur ca. 20° Anschliffwinkel pro Seite.
    Und wenns knapp wird, vom Platz her, macht man den Pin lieber ab, anstatt diesen aus Versehen halb wegzuschleifen.


    Ich sehe da aber noch ein weiteres Problem, Klingenenthärtung durch Wärmeentwicklung beim Schleifen.
    Gerade an den dünnen Bereichen der Klinge (Richtung Schneide) wird die Wärme durch den geringen Querschnitt schlecht abgeführt,
    dadurch können (kurzzeitig) örtlich hohe Temperaturen entstehen, welche weit über einer normalen Anlasstemperatur liegen.
    Wenn dies der Fall ist, sollte die Klinge danach besser neu gehärtet werden, sonst hast Du wahrscheinlich Einbußen bei der Schnitthaltigkeit.


    Daher mein Vorschlag: Lass Dir eine komplett neue Klinge für Dein Messer bauen, dann hast Du auch die Möglichkeit, Dir eine Stahlsorte auszusuchen.
    Oder mach es selbst (und lass Dir vom Profi helfen, wenn Du unsicher bist), das geht auch ohne großen Maschinenpark.


    Beispiel: Selbst gefeilt


    Gruß Chris

    Hi Fred,


    ich hab schonmal n Schwingschleifer zum Satinieren genommen,
    wie Andreas schon schrieb, gibt es kleine Kreise auf dem Stahl, fand ich jetzt nicht so schlecht,
    aber gerade der Übergang zu sehr feinen Körnungen ist, auf Grund des jeweils nötigen Bandwechsels, schon fast schneller
    per Hand geschliffen. Um, zum Beispiel, grobe Feilkratzer raus zu schleifen (ca. 100er Körnung) fand ich das nicht schlecht,
    allerdings muss man dabei die Klinge fest einspannen und den Schleifwinkel auch genau einhalten.
    Bei meinem Bosch-Schwingschleifer ist keine ganz feste Platte drunter montiert, sondern eine Platte mit aufgebrachtem
    Hartschaumstoff, der ist etwas flexibel, daher Schiff ins Ricasso möglich.


    Allerdings sehe ich keinen großen Vorteil eines Schwingschleifers gegenüber einem Bandschleifer.
    Der Schwingschleifer ist bauart-bedingt für größere Flächen gemacht, daher kann man die gesamte Fläche des aufgebrachten Schleifpapiers nicht nutzen, jedenfalls bei kleineren Klingen, dabei bleibt die Mitte mehr oder weniger ungenutzt. Bandwechsel ist auch beim Schwingschleifer nötig, wenn das Band abgenutzt ist und beim Wechsel auf feinere Körnungen.
    Die Griff-Flächen des Messerrohlings kann man so einfach auch nicht mit dem Schwingschleifer bearbeiten, da man diesen ja noch irgendwie einspannen bzw. befestigen muss.


    Da Du einen Bandschleifer hast, würde ich an Deiner Stelle eher dazu übergehen, mehrere Messer "gleichzeitig" zu machen, also erstmal alle Rohlinge mit grobem Band schleifen, dann auf feinere Körnung wechseln und wieder alle Rohlinge schleifen, das solange, bis man auf der gewünschten Körnung angekommen ist.


    Muss man dann noch Satinieren? Ok, kommt auf die Körnung des letzten Schliffs am Bandschleifer an :D
    Der Schwingschleifer hat auf jeden Fall einen großen Unterschied zum Bandschleifer: Weniger Abtrag !
    Wenn das gewünscht ist, kann man das Satinieren natürlich damit machen.


    Ich mache, wenn ich dazu komme, mal einen Test, an einer Klinge, mit ca. 100er Körnung, sowie vorher/nachher Bildern.


    Viel Spaß noch beim Basteln
    Gruß Chris

    Hallo Gerd,


    danke für den Hinweis, ich habe auch schon eine Idee, um die Rillen zu kompensieren,
    sollten diese beim Arbeiten unbequem werden. Einfach dünnen Kupferdraht in den Rillen aufwickeln,
    und mit Lack oder Epoxidkleber versiegeln, das gibt außerdem einen tollen Kontrast zum Holz.


    Ich teste da mal was......
    bald gibts dann auch wieder Fotos.


    Viele Grüße
    Chris

    Hi,


    schöner Entwurf :D


    es gibt übrigens auch guten Kohlenstoffstahl in 1,5mm Stärke zu kaufen, damit steigt das Gewicht zwar etwas, gegenüber Titan,
    aber es schneidet halt auch besser und länger. Wenn man nur einen Schneideinsatz aus Stahl macht, und den Rest aus Carbon,
    wiegt das Messer immer noch sehr wenig.


    Viele Grüße & viel Spaß beim Basteln
    Chris

    Stahl: LEO-3-Damast im Muster "kleine Pyramiden" flachgeschliffen auf etwa 2mm


    Griffmaterial: Schlangenholz (rundgedrechselt)


    schnitzmesser1.jpg


    Klingenlänge: 54 mm
    Länge des Erls: 89 mm
    Länge des Griffes :102 mm
    Griffdurchmesser: 22 mm


    Klingenanschliff: es wird ein zweiseitiger Flachschliff ca. 10 mm hochgezogen (noch in Arbeit)
    Bei so kleinen Messern kann man das noch gut per Feile machen, zumal die Klinge ja nur 2 mm stark ist.


    Ich hoffe, es gefällt Euch
    Viele Grüße
    Chris

    Hallo Fred,


    ich hab gerade ein kleines Messer in der Mache, Gesamtlänge 12,3 [cm]
    es handelt sich um ein 3-Fingermesser aus 3-Lagenstahl mit Feile als Schneidlage (Danke Roman)
    (Bilder gibts, wenns soweit ist)


    Ich finde, ab der Größe hat man auch schon genug Griff (den man mit einem Lanyard noch "verlängern" kann) und Klinge.


    Mit den 6cm Klinge hat man eigentlich schon ein vollwertiges Messer mit breitem Anwendungsspektrum
    Verpackungen/Schnüre schnippeln, Kartons/Briefe öffnen, Salami/Apfel schneiden usw.
    Selbst für jagdliche Zwecke wäre es verwendbar (Abfangen von Wildsauen mal ausgenommen ;) dafür braucht man definitiv was größeres).


    Bei 6-8 cm Gesamtlänge ist der Nutzen bei normaler Bauweise schon recht eingeschränkt, oder man tendiert zu speziellen Entwürfen (Micha, schöner Entwurf :thumbup: )
    bei denen sich sozusagen Griff und Klinge überlappen und somit trotz noch halbwegs "großem" Griff, relativ viel Schneide möglich ist.


    Gruß Chris

    Hallo Fred,


    ich hab gerade ein kleines Messer in der Mache, Gesamtlänge 12,3 [cm]
    es handelt sich um ein 3-Fingermesser aus 3-Lagenstahl mit Feile als Schneidlage (Danke Roman)
    (Bilder gibts, wenns soweit ist)


    Ich finde, ab der Größe hat man auch schon genug Griff (den man mit einem Lanyard noch "verlängern" kann) und Klinge.


    Mit den 6cm Klinge hat man eigentlich schon ein vollwertiges Messer mit breitem Anwendungsspektrum
    Verpackungen/Schnüre schnippeln, Kartons/Briefe öffnen, Salami/Apfel schneiden usw.
    Selbst für jagdliche Zwecke wäre es verwendbar (Abfangen von Wildsauen mal ausgenommen ;) dafür braucht man definitiv was größeres).


    Bei 6-8 cm Gesamtlänge ist der Nutzen bei normaler Bauweise schon recht eingeschränkt, oder man tendiert zu speziellen Entwürfen (Micha, schöner Entwurf :thumbup: )
    bei denen sich sozusagen Griff und Klinge überlappen und somit trotz noch halbwegs "großem" Griff, relativ viel Schneide möglich ist.


    Gruß Chris

    ....warum nicht ätzen?


    Eisen-3-chlorid-Lösung färbt so schön schwarz.
    Und mit Abdeckpaste gearbeitet, kann man auch noch Akzente setzten oder hervorheben.


    Hier mal anhand eines Testmessers (Sanremu 710):


    PIMPs.JPG


    Bei Klappmessern nur den Achsbereich aussparen / abdecken o.ä.
    Den Griff habe ich nicht so lange geätzt (und ist bestimmt auch aus anderem Stahl), daher nur Graufärbung.


    Und immer an die Schutzbrille denken! Viel Spaß beim basteln.


    Gruß Chris