Also ich habe mich schon früh von der Mode- und Markenfixierung meiner Altersgenossen abgegrenzt, in dem ich mal Second-hand, mal Army-Look, mal Klamotten mit sichtbar entfernten Labeln trug oder auch einfach mit Opa's altem Sakko zur Schule/Uni erschien.
Inzwischen trage ich fast immer Cargohosen, sowohl uni als auch in Tarnmustern und besitze tatsächlich kein einziges Kleidungsstück aus Jeansstoff!
Den Effekt "Kleider machen Leute" nutze ich dennoch zu meinem Vorteil, in dem ich einerseits die Menschen nach ihrem Urteil über mich filtriere und andererseits auch mit genau diesem Vorurteilsvermögen arbeite, um den gewünschten Effekt zu erzielen. :hatsoff:
Da ich mit Menschen, die nur nach dem Äußeren urteilen und nichts hinterfragen, eh nicht viel anfangen kann, erspare ich mir (inzwischen, früher sah das anders aus) viel Zeit und Energie und widme mich lieber den interessanteren und aufgeschlosseneren Charakteren.
Umgekehrt kann es auch sehr sinnvoll sein, ein bestimmtes Bild von sich zu plakatieren, um unangenehmen oder nervigen zwischenmenschlichen Begebenheiten aus dem Weg zu gehen.
Verstörend finde ich es jedoch, wenn (insbesondere wenn man mal den Hintergrund zum §42 betrachtet) ein offen sichtbar getragenes, gesetzeskonformes Fixed Nervosität bei den "Bessermenschen" auslöst.
Meine Paranoia zielt eher auf verdeckt getragene, weil illegale Waffen und Sprengvorrichtungen in der Hand von Fanatikern jedweder Couleur!
:hitinhead: