Ist zwar wahrscheinlich OT, aber...
dann mal auch ein Statement von einem aus dem Club der „Macher“, der das Material in die Hand nimmt und regelmäßig was daraus entstehen läßt.
Wie schon erwähnt, scheint das bei manchem eine in meinen Augen übertriebene Auffassung zu sein, wie die sog. Hype-Stähle in den Himmel gelobt werden.
Die hat es wie gesagt vorher nicht gegeben, da waren eben andere Sorten high end: 440C, ATS-34, 154CM, GIN-1 etc.
Was heute neu kommt, ist schlichtweg der technische Fortschritt im Detail.
Und hier liegt der Hase im Pfeffer, wo ich behaupte, daß unsereins Ottonormalmessergebraucher diese verborgenen (und ausschöpfbaren) Qualitäten dieser angeblichen Superstähle im täglichen Gebrauch überhaupt nicht mal ansatzweise in Anspruch nimmt.
Ginge man wenigstens in den professionellen Gebrauch, z.B. Fleischverarbeitung, Schlachterei, oder auch papierverarbeitendes Gewerbe und/oder dergleichen, dann lichtet sich der Nebel um die besonderen Anforderungen an Schnitthaltigkeit, höchste Rostbeständigkeit, feinstes Gefüge, um Ausbrüche zu vermeiden etc.
Um es abschließend zu sagen,
guter, jahrzehntelang bewährter Stainless, mit perfekter Wärmebehandlung läßt manchen Pulverstahl auch heute noch blöd aus der Stahlkutte gucken.
Und wenn‘s nur der Preis-/Leistungsvergleich wäre.
Aber mit hoher Härte und feinem Gefüge punktet man da ebenso noch bei der Schnitthaltigkeit.
Resümee: die pulverigen sind für mich in erster Linie überzogene Augenwäscherei, wo täglich aufs neue versucht wird, dem Verbraucher dafür viel Geld abzuzwacken.
Um den Post spätestens hier aufzugreifen: die Menge an verarbeitetem relevantem Material ist in der Tat so geringfügig, daß allein hier die immensen Preisunterschiede zu Derivaten mit „veraltetem“ Stahl vollkommen überzogen sind.
Und immer öfter geben manche Anbieter in den Angebotslisten technische Details, wie z.B. Härtegrad der verwendeten Stahlsorte öffentlich bekannt.
Reduziert auf lediglich zwei relevante Punkte würde ich behaupten, daß es allein auf Rostunanfälligkeit und lange Schärfe ankommt.
Und das schaffen die Fidschis mehr und mehr.
Und ja, die haben andere Lohnkosten da unten, weswegen die Zachel eben günstig rüberkommen.
Wenn ich bei .öker blättere, was ist denn da noch groß manufactured in good old Germania?
Und wieviele Schneideisen erkenn ich, die ich unter anderem Brand schon vor längerer Zeit im Netz gefunden hab, bei den Reisessern?
Wenn Böker schon groß mit „Magnum“ lasern läßt, könnte man wenigstens gleich schon die wirklich guten Modelle auswählen, anstatt die Seiten mit regenbogenfarbigen und mit Fahrradketten verzierten Messer zu füllen.
...Aber die haben dort in Solingen wahrscheinlich nicht so viel Zeit wie ich in meiner Freizeit, im Netz zu stöbern nach den top verarbeiteten Modellen zum Superpreis...