Guten Morgen allerseits.
Daß ich wegen einer verschobenen Geburtstagsfeier und der damit verbundenen “Freizeit” nun gerade aufgestanden bin und die Gedanken bei meiner morgentlichen Tasse Kaffee zufällig gleich aufs TF schlendern, ist schon komischer Zufall.
Wenn auch prekär, die Verspätung hat primär seinen Grund, Shame on me, aber meine Notizen sind offenbar dem Altpapier vom Tisch weg zum Opfer gefallen.
Also wird eben das Elefantenhirn malträtiert, mal schaun, was ich noch alles zusammenbekomm. ![]()
Here we go:
Messer kam beschädigungsfrei an.
Messermacher-Begutachtung: Spaltmaße / Fugen diesmal ohne Beanstandung, alles sauber verbunden
Anschliff: Hat hier womöglich einer der “VORtester” nach ge”wickededged”?
Die Schneidfase war an der Spitze merklich nach einer Seite überschliffen.
Der reinen Funktion tats nichts ab, es kam ausreichend scharf.
Gleich zur Scheide:
Das Kydex hierbei relativ dünn, aber in dem Fall bei diesem Messer absolut ausreichend, da es zur Masse des Gesamteindrucks paßt.
Sehr angenehm:
Das Testmesser hatte so einen richtig guten “Flutsch” rein und raus aus der Scheide.
Nicht einen so knackig harten Sitz, wie es eben oftmals bei dickeren Materialstärken der Fall sein kann.
Trotzdem war die Haltekraft einwandfrei.
Habe es, abseits meiner Gewohnheit, mal eingeclipt in der vorderen Hosentasche getragen, was überraschend komfortabel war.
Dabei habe ich aber darauf geachtet, bei den unterschiedlichen Clip-Längen die auszuwählen, welche die Scheide knapp oberhalb des Taschensaums positioniert.
Aufs blinde das Messer in die Tasche zu führen und mit Glück die Scheide zu treffen? Wohl eher nicht.
Dann hier auch gleich zu den Clips:
Alle Längen durchprobiert, letzlich aber eine einzige als Kaufoption ausgewählt, die XL-Variante.
Eins vorweg: Tolle Sache.
Die halten auf Zug, was das Zeug eben hält.
Als “Stabil”-Freund aber würde ich in jedem Fall eben die Variante benutzen, wo die Blechlasche längs gekantet ist.
Das fühlt sich für mich einfach wertiger an.
Zur Praxis:
Kleiner Wochenend-Trip ins Allgäu, nix Besonderes, da schon öfter dort.
Mit den Kids im Wald spazieren, alles gemacht, was so anfiel.
Geh-Stecken schnitzen:
Naja. Wie schon vormals bemerkt, bei so einem kleinen Messer, so eine Klingendicke? Dann nicht mal ein Full Flat-Anschliff.
Es ging, aber da wäre weniger eindeutig mehr.
Zumal bei größeren Ästen das Messer durch die fehlende Kraftübertragbarkeit zweifellos an seine Grenzen stieße.
Brotzeit machen:
Es schafft die Butter (irgendwie),
die Semmel, den Käse, die harte Salamiwurst und auch das Brot.
Auch hier: weniger (Klingendicke) wäre besser (zum Schneiden).
Beruflich benutzt hielt es sich bis auf Kartonverpackungen aufritzen und Klebetiketten zuschneiden in Grenzen.
Blechdosendeckel durch Hebeln zu öffnen, bzw. Löcher reinzustoßen entzieht sich ganz klar meiner Vorgabe zum Gebrauch eines Schneidwerkzeugs.
Aufgrund der Stabilität traue ich es dem Messer durchaus zu, die Haltbarkeit der Schneide sei dahingestellt.
Sorry, aber alles was in Richtung mutwillige Beschädigung geht, mute ich (m)einem Messer nicht zu.
Dafür gibt es so gut wie immer, das dafür passende Werkzeug, Ausnahmen im Härtefall natürlich außen vor, keine Frage.
Aber mal ehrlich, ein EDC-Pocket Knife als Survival-Masterplan?
Dann aber jetzt zu dem Punkt, der mir wohl erhalten blieb:
Survival/Überleben/Wehren !
Was bisher noch nicht so angesprochen wurde, ist der Defense-Aspekt.
Hier doch bitte speziell auf zwei meiner Bilder achten, welches ich hierzu geschossen hab.
Das Messer macht in meiner 10,5-11er Hand schon einen fast niedlichen Eindruck.
Obgleich es in besagtem Faustgriff dann schon fast hinterhältig gefährlich wirkt.
Und hier kommt auch die (üppig stabile) Klingendicke wieder ins Spiel.
Ich möchte das Thema nur angemerkt haben und auch gar nicht weiter breittreten, da ich meine Messer als solches primär immer als Werkzeug ansehe.
Und damit komme ich zu (m)einem Schluß:
Lieber eins dabei, als gar nix dabei.
Ein entscheidender Grund mag sicher die Handgröße jedes einzelnen sein.
Das muß man bei Kaufinteresse vorher wirklich mal festhalten, verschiedene Griffweisen ausprobieren.
Mir persönlich sagen die Dimensionen bzgl. Klingendicke nicht zu. Hier wäre 1mm weniger zweifellos nicht schlechter.
Als angestammtes EDC (oder Gentleman Fixed) dürfte es ruhig den Hohlschliff beibehalten, denn für’s Auge macht es natürlich was her.
Es wirkt sehr elegant, da nicht überdimensioniert.
Ein dezentes Steck-Etui aus Leder wäre hier als Luxus-Variante ebenso denkbar.
Für mich als solches natürlich wieder eine Überlegung, manche Details zu überarbeiten.
Und mit der Größe variieren. So in Richtung 8-8,5 Zoll , als grobes Beispiel so in Richtung des Cold Steel Desperado.
...Ein kleines Jimp an der Oberkante wäre noch ein nützliches und optisch schönes Gimmick gewesen.
Vielen Dank an dieser Stelle, daß ich dabei sein hab dürfen.
Hoffe, ich konnte adäquat dazu beitragen, Kaufinteresse zu wecken und/oder Zweifel beseitigen oder bestätigen.