Beiträge von Daywalker

    Ich weiß es nicht zu 100%. Aber da Chris Reeve damals persönlich die junge Firma Spartan Blades bei der Entwicklung ihres ersten folders "Akribis" tatkräftig unterstützt hat (Spartan Blades hatte bis dato nur fixed blades gemacht) und da Chris die Pins immer eingepresst hat, würde ich sehr stark davon ausgehen.


    Viele Grüße,
    Stefan

    Klasse Beitrag und sehr schöne Messer, die Ihr zeigt. Konnte Micha endlich mal wieder seine ganz große Equipment Kiste öffnen :D


    Tactical Bowie ist natürlich wunderbar auszulegen. Mit "tactical" fangen wir mal gar nicht erst an. Da haben sich ja schon viele einen dran abgebrochen und selbst bei der Definition von "Bowie-Messer" gibt es nicht DIE einzig wahre Definition. Aber auf ein paar gemeinsame Merkmale, wie Clippoint Klinge mit "Entenschnabel" und Parierelement, können sich sicher alle einlassen.


    Ich wage es hier einmal, etwas moderne Auslegungen zu zeigen, bei denen die oben beschriebenen klassischen Merkmale, wie eben "Entenschnabel" und Parierelement, sehr zurückhaltend ausgeführt sind. Trotzdem finde ich, man kann die Gene der klassischen Bowie erkennen.


    Chris Reeve Knives "1st Group Knife" ("Pacific"):


    Pacific, 1st Group, 01 by Jedi, auf Flickr


    Chris Reeve Knives "Project II":


    OPK, Project II, 01 by Jedi, auf Flickr


    Etwas klassischer:


    Randall Model 12-9, mit dem Schliff vom Model 14 "Attack" und mit eher klassischem Griffmaterial, zusammen mit dem Model 14 "Attack", mit "tactical micarta" Griff:


    12-9, Stag, 05 by Jedi, auf Flickr


    oder Model 1-8, mit "pösen" Zähnen:


    1-8, Ironwood, 01 by Jedi, auf Flickr


    Grüße,

    Hallo zusammen,


    heute stelle ich Euch 2 tolle fixed blades von Spartan Blades vor. William "Bill" Harsey ist ein, vielleicht DER Messerdesigner und -Macher für moderne fixed blades oder auch Einsatzmesser. Neben seinen customs, die stattliche Preise erzielen, wenn man denn mal an eines herankommt, ist er vor allem durch seine Kooperation mit Chris Reeve bekannt geworden. Ganz vorn zu nennen das "Yarborough Knife", das Messer der Absolventen des Special Forces Ausbildungslehrgangs der US Army, in der zivilen und frei verkäuflichen Version das "Green Beret Knife". Dann das "Pacific" oder das "Neil Roberts Warrior Knife". Auch bei den kompakteren fixed blades von CRK, wie dem kleinen backup knife "Professional Soldier", war er am Werk. Man kann bei dem Team Harsey/Reeve wohl von einer kongenialen Paarung sprechen. Harsey, der begnadete Messer-Designer und Reeve, der penible Techniker.


    Mit Spartan Blades, einer etwas jüngeren US Firma als CRK, deren Inhaber mit der Reeve Familie freundschaftlich verbunden sind, hat Bill Harsey dann auch im Bereich der fixed blades und später auch bei den foldern zusammengearbeitet. Begonnen hat es in 2010, mit dem "Harsey Model I", welches dann gleich mal auf der Blade Show 2010 zum "Knife of the year" gekürt wurde. Ein fantastischer Entwurf, mit einer beeindruckenden Klinge im Harpoon-Stil. Klingenlänge 7 5/8 Zoll (kapiere nie diese amerikanische Achtel-Einteilung ....). Das Model I war auf 250 Stück limitiert und ist selten auf dem Sekundärmarkt zu sehen.


    Weil die Auflage eben limitiert war und das Modell gut ankam, legte man kurz danach eine leicht verkürzte unlimitierte Serien-Version des identischen Designs auf. Das "Harsey Model II".


    Eine 6 1/8 Zoll Klinge, dieses Mal aus S35VN (das "Model I" hatte eine S30V Klinge), ist immer noch ein eine stattliche Erscheinung. Nach verbreiteter Meinung bei US Einheiten stellt eine Klingenlänge zwischen 6 und 7 Zoll bei Einsatzmessern den idealen Kompromiss zwischen Wirksamkeit im Nahkampf und Gewicht/Handlingeigenschaften dar. Mit Hilfe eines US Freundes konnte ich in einem Messergeschäft irgendwo in USA in einer shopping mall noch ein neues Exemplar aufstöbern. Seinen Kavallerie Patch hab ich dann netterweise mit dazubekommen ..... Seinen Stetson wollte er nicht herausrücken :D


    So schaut es aus, mit FDE (Flat Dark Earth) Beschichtung und ebensolchen Micarta Griffschalen:


    Spartan Blades, Harsey Model II, 01 by Jedi, auf Flickr


    Spartan Blades, Harsey Model II, 02 by Jedi, auf Flickr


    Spartan Blades, Harsey Model II, 03 by Jedi, auf Flickr


    Das zweite Spartan Blades von Bill Harsey und gleichzeitig auch die zweite Kooperation zwischen den beiden, ist das "Harsey Hunter". Beschrieben als Mischung zwischen Jagd- und Einsatzmesser, ist es kürzer und schlanker als das "Model II". Man könnte es aufgrund der Maße als direkten Konkurrenten des 5.5 Zoll Green Beret Knife von CRK sehen. Beide Hersteller scheren sich natürlich nicht um unser 42a Gedöns und so liegen die Klingen beider Messer mit 5.5 Zoll beim CRK bzw. 5 Zoll beim "Harsey Hunter" knapp über dem Limit. Die Klinge des "Harsey Hunter" ist deutlich spitzer zulaufend, als die des Green Beret von CRK. In der Tat eine sehr vielseitige Klinge.


    Das "Harsey Hunter" wurde inzwischen eingestellt. Laut Curtis Iovito, einem der beiden Inhaber von Spartan Blades, mit dem ich darüber gesprochen habe, u.a. auch deshalb, weil der Klingenschliff von Bill Harsey per Hand gemacht wurde und Bill einfach keine Zeit mehr dafür hat. Obwohl das "Harsey Hunter" nie bewusst limitiert war, bekam jedes Exemplar eine fortlaufende Seriennummer unter das Spartan Logo auf der Klinge. Mein Exemplar hat die Nummer 0109, wie Ihr sehen könnte. Laut Curtis wurden insgesamt 547 Exemplare hergestellt.


    Spartan Blades, Harsey Hunter, 01 by Jedi, auf Flickr


    Spartan Blades, Harsey Hunter, 02a by Jedi, auf Flickr


    Hier beide Messer zusammen:


    Spartan Blades, Harsey Model II, 04 by Jedi, auf Flickr


    Spartan Blades, Harsey Model II, 05 by Jedi, auf Flickr


    Beide Messer haben übrigens die identischen Spec Ops Nylon-Scheiden, obwohl das "Harsey Hunter" ein ganzes Stück kleiner ist.


    Viele Grüße,

    Hallo zusammen,


    mal wieder ein Randall. Die kleinere Variante des bereits gezeigten Model 2 "Fighting Styletto", dem Model 2 "Letter Opener & Boot Knife".


    "Letter Opener" kingt irgendwie niedlich. "Boot Knife" trifft es dann doch besser. Es ist quasi ein Backup Messer/Dolch, wenngleich mit 5 Zoll Klingenlänge auch nicht ganz winzig. Der Commando Griff wurde hier aus wunderschönem Thuya Holz gefertigt. Die hintere flache "butt cap" passt bei diesem Modell wunderbar, denn sie reduziert die Gesamtlänge des Messers im Vergleich zur üblichen Abschlusskappe locker um 1 bis 1,5cm. Die butt cap und der guard sind hier aus Messing. Ein sehr schönes, kompaktes, aber sicher voll taugliches backup Messer, zur Ergänzung der größeren Kaliber. Unten auch gemeinsam zu sehen mit seinem größeren Bruder, dem 7 Zoll "Fighting Styletto".


    Hier noch wie gewohnt der Link zum Katalog:


    http://www.randallknives.com/knives/model-2-letter-opener/


    Viele Grüße,
    Stefan


    2-5, Thuya, 01 by Jedi, auf Flickr


    2-5, Thuya, 02 by Jedi, auf Flickr


    2-5, Thuya, 03 by Jedi, auf Flickr


    2-5, Thuya, 04 by Jedi, auf Flickr

    Die Randall Modelle bewegen sich preislich auf einer Skala, die je nach Größe und Ausstattung ich denke so im Bereich von 400 € beginnt, bei den größeren Modellen so ihre Mitte im Bereich 600 bis 800 € findet und wenn dann noch exklusives Griffmaterial dazukommt, kann es auch in Richtung 1.000 € und darüber gehen.


    Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern, gibt es bei Randall auch einen Vintage Markt. Denn die ersten Modelle wurden zu Zeiten des zweiten Weltkriegs auf den Markt gebracht und auch in den späteren Vietnam und Korea Kriegen eingesetzt. Dieser Markt ist mit dem Markt für neue Messer nicht vergleichbar, denn er "tickt" anders. Hier spielt logischerweise der Zustand des Messers eine untergeordnete Rolle, die (nachgewiesene) Herkunft, also Baujahr und dann auch die nachgewiesene Verwendung bei einer militärischen Einheit, eine um so Größere. Solche Messer mit nachgewiesener Historie kosten mehrere tausend Dollar.


    Viele Grüße,

    Vielen Dank für die (gewohnt und immer wieder genossen) hervorragenden Bilder und die Infos.
    Für Dich mag die Erweiterung der Zielrichtung der Sammlung ein heftiger Angriff auf den Kontostand gewesen sein, für uns bringt sie mit jeder Neuvorstellung aber großes Vergnügen und Hinzulernen :)

    ..... und wer hat's angerichtet? Den "Angriff auf den Kontostand" ?? Meine Frau sagt, ich darf nicht mehr mit Dir spielen! ;( :D

    Hier mein zweites Model 1 "All Purpose Fighting Knife". Dieses Mal allerdings mit 8 Zoll Klingenlänge und mit Sägezahnung. Griff ist dieses Mal der Commando Griff, aus Ironwood.


    Interessant ist im Vergleich zu meinem 1-7, dass man bei Randall nicht einfach nur eine Sägezahnung am Rücken der Standardklinge anbringt, sondern dass der ganz Schliff zum Klingenrücken hin verändert wird. Unten an dem Vergleichsbild ganz gut zu erkennen. Das erkärt auch die manchmal zu lesende Bezeichnung "sawtooth no sawtooth". D.h. der Kunde oder Händler hat den Klingenschliff für die Sägezahnung bestellt, nur ohne die Zähne .... Ist einfach optisch eine leichte Variation der Standard-Klinge.


    Die Sägezahnung ist echt "böse". Wie gut man damit ernsthaft sägen kann, hab ich nicht ausprobiert. Das Model 1 ist ja auch eher ein Einsatz- denn ein Outdoormesser und was man damit anrichten kann, mag man sich lieber nicht vorstellen.


    1-8, Ironwood, 01 by Jedi, auf Flickr


    1-8, Ironwood, 02 by Jedi, auf Flickr


    1-8, Ironwood, 03 by Jedi, auf Flickr


    1-8, Ironwood, 04 by Jedi, auf Flickr


    Hier der angesprochene Vergleich mit dem 1-7, ohne Sägenzahnung:


    1-8, Ironwood, 05 by Jedi, auf Flickr


    Griffvergleich. Commando und Standard-Griff:


    1-8, Ironwood, 06 by Jedi, auf Flickr


    Viele Grüße,

    Servus zusammen,


    kurze Einleitung: Das Green Beret Knife gibt es in 2 Klingenlängen-Ausführungen. Das Große mit 7 Zoll Klinge und das Kleine mit 5.5 Zoll Klingenlänge. Vom "Kleinen" wurde damals eine Edition für die N.I.C.A. gemacht. Die National Independend Cutlery Association. Gibt es heute glaube ich nicht mehr, den Verein. Zumindest schmeisst Google nix Brauchbares dazu raus. Chris Reeve hat immer mal wieder in der Vergangenheit Editionen für die NICA aufgelegt. Vom Regular Sebenza gibt es eine Variante mit Tanto-Klinge, die nur für die NICA gemacht wurde, in small und large. Hier die large Version:


    Regular, LE 200 NICA Tanto, 02 by Jedi, auf Flickr



    Beim 5.5 Zoll GB hat man eben auch eine Auflage gemacht. 150 Stück. Bei allen NICA Editionen ist die Auflagenhöhe immer am Messer "vermerkt". Die Besonderheit bei der NICA Edition sind die Griffschalen, die nicht wie beim Standard GB aus Micarta, sondern aus wunderschönem Cocobolo Holz gefertigt wurden. Serienmäßig wurde die NICA Edition mit einer Lederscheide ausgeliefert, anstatt mit der üblichen Spec Ops Scheide. Entgegen meinen Gewohnheiten konnte ich hier kein ganz neuwertiges Exemplar auftreiben, was Freund Micha freuen wird. Endlich mal Kratzer :D ;)


    Aber sie sind halt ein scheues Wild und 150 Stück ist jetzt keine Riesenauflage. Da muss man erst mal eins aufstöbern.


    Bilder:


    Green Beret Knife, 5.5, NICA, 01 by Jedi, auf Flickr



    Green Beret Knife, 5.5, NICA, 02 by Jedi, auf Flickr



    Green Beret Knife, 5.5, NICA, 03 by Jedi, auf Flickr



    Green Beret Knife, 5.5, NICA, 04 by Jedi, auf Flickr



    Hier ein Familienfoto, mit dem großen Bruder, dem 7 Zoll GB, in der "signed" Version und dem Jumpmaster Prototypen, der auf dem 5.5 Zoll GB basiert und von dem es nur 22 Exemplare gibt:


    Green Beret Knife, 5.5, NICA, 05 by Jedi, auf Flickr



    Green Beret Knife, 5.5, NICA, 06 by Jedi, auf Flickr



    Fertig.


    Viele Grüße,
    Stefan

    Hallo Andy,


    Danke für die Bilder und die ersten Eindrücke. Klasse. Mir gefällt es sehr gut, wobei ich es auch erst mal in die Hand nehmen muss. Schön, dass "Idaho Made" nach innen gewandert ist! Könnten sie von mir aus beim Sebenza ebenso handhaben. Clip. Tja. Schon irgendwie doof, dass der so stramm geht. Ich würde ihn vermutlich abnehmen, Lanyard dran und ins Ledertäschchen. Milit wird da vermutlich ruckzuck wieder Clips machen, aus Timascus und haste nicht gesehen. Dann hat man auch einen kleinen eye catcher.


    Nochmals Glückwunsch!


    Stefan

    Heute zeige ich Euch einen wunderschönen "dicken Brocken", das 12-9 #14 grind. Dieses Modell gehört zu den "non catalog models" und ist insofern etwas besonders, als dass es eine Kreuzung zwischen zwei anderen Modellen aus dem Randall Programm ist. Die Klinge entstammt ihrer Form nach dem Modell 14 "Attack". Darum steht bei der Modellbezeichnung der Zusatz "#14 grind". Der Griff wiederum entstammt dem Modell 25 "Trapper", mit seiner für das Modell 25 typischen Kombination aus Lederscheiben und einem Mittelteil, meist aus stag, also Horn, oder auch mal Micarta oder Holz. Die Kombi leather/stag ist aber sicher die Bekannteste.


    Hier der Link zum Randall Katalog:


    http://www.randallknives.com/knives/362/


    Dieser "Zwitter" aus zwei anderen Modellen musste nun aber eine eigene Modellnummer haben. Also hat man es in der 12er Gruppe gepackt, wo sich die Bowies versammeln. Die "9" steht wie schon einmal ausgeführt für die Klingenlänge in Zoll. D.h. wir reden hier über knapp 23cm Klingenlänge. Das ist schon mal ne Hausnummer und außgenommen man ist Berufs-Cowboy, ist das nicht mehr wirklich ein EDC Messer. Wer sich allerdings outdoor-mäßig herumtreiben möchte, der findet hier eine veritable Klinge, die auch einen durch den Zelteingang hereinschauenden Grizzly nachdenklich stimmt. Zum Nutella auf's Brötchen streichen sollte man dann noch etwas Kompakteres dabei haben .....


    Hier nun Bilder.


    Viele Grüße,
    Stefan


    12-9, Stag, 01 by Jedi, auf Flickr


    12-9, Stag, 02 by Jedi, auf Flickr


    12-9, Stag, 03 by Jedi, auf Flickr


    12-9, Stag, 04 by Jedi, auf Flickr


    Hier der direkte Vergleich mit dem Model 14 "Attack":


    12-9, Stag, 05 by Jedi, auf Flickr


    ..... und hier ein Größenvergleich mit dem auch nicht gerade zierlichen Harsey Model II, von Spartan Blades und meinem edc large Sebenza:


    12-9, Stag, 06 by Jedi, auf Flickr