Beiträge von Hernandez

    Heute kam der wirklich letzte Neuzugang für dieses Jahr. :D


    Das Buck 135 aka PakLite Caper. Für kleines Wild entwickelt mit einer Klingenlänge von 6,4 cm und einer Klingenstärke von nur 2,8 mm. Durch den Hohlschliff und die gewohnte Buck-Schärfe ein winziges Taschenskalpell vom Allerfeinsten. Auch ideal als Necker in einer Kydex.


    Wird grade für 30 Ocken bei amazon verschleudert. Not bad für ein US Buck. :thumbup:


    Ich habe mir vor vielen Jahren zusammen mit einem Freund ein Damwildgehege gekauft. Zusammen mit der "regulären" Jagd von Hoch- und Niederwild in meinen und anderen Revieren komme ich locker auf dreistellige Stückzahlen in Sachen Aufbruch und Versorgung pro Jahr.


    Die Mär von "dem Messer" habe ich lange begraben. Keines meiner gesammelten Messer erledigt diesen Job. Nur Billos vom Schlage Mora und Co. Messer, die mit einfachsten Mitteln während des Aufbruchs oder Abschwartens schnell brachial scharfgehobelt werden können und Messer, die in Mengen oder gar Massen greifbar und entbehrlich sind.


    Klar ist Lagerfeuerromantik nett, wenn japanische Ärzte einen Hirsch mit einem Blackjack 125 aus der Decke schlagen, aber gleichsam ist es weltfremd. Alleine die Decke eines Damwildkalbes ruiniert dir jeden Anschliff. Von Schwarzwild noch nicht mal zu reden.


    Versorgung — immer Wegwerfbillos.

    Typisches Fashion-Label mit fiktiver Historie wie tausend andere auch. Kein eigener Stil sondern bunt zusammengewürfelt aus Designanleihen von Seiko, Doxa, Jaeger LeCoultre, Breitling und Omega — was ich so auf den ersten Blick sehe, ohne von der Marke je zuvor gehört zu haben.


    Werterhalt und Wiederverkaufswert garantiert Richtung null. Für ein bisschen Blackness wäre mir der Preis viel zu hoch. Wobei ein Seiko-Werk per se für Zuverlässigkeit spricht.


    Wenn man in diesem Preissegment eine gute Uhr sucht, kann ich nur Seiko an sich empfehlen. Gibt schöne PVD-Modelle sowohl als Diver als auch als Military, wenns schwarz sein soll. Ich empfehle Seiko deshalb, weil das Preis-Leistungsverhältnis unschlagbar ist und sowohl Qualität als auch Wiederverkaufswert top notch sind. 100 % Manufakturqualität, extrem Wartungsarm, robust und in vielen technischen Details marktführend.

    Faszinierende Reanimation eines Klassikers. Meinen Glückwunsch, Idox.


    Die Klingenlänge des alten US-made Schrade Sharpfingers lag meines Wissens bei 8,9 cm, die Bark River Interpretation mit dem Fingerling bei 8,6 cm. Die anderen Versuche von Rigid und Camillus irgendwo dazwischen. Von daher hast du dich für ganz traditionelle Maße entschieden, die IMHO bei diesem jagdlichen und alltagstauglichen Allrounder nicht überschritten werden sollten.


    Gerade das Griffende finde ich hier besonders gelungen weil sicher und attraktiv. Sonny Barger würde diese Variante wohl ebenfalls goutieren. :D


    Und wieder einmal zeigt sich, dass moderne Interpretationen klassischer Ideen durchaus funktionieren. ;)

    Vielen Dank für eure Feedbacks. Spiegeln sie im Querschnitt doch recht genau die weltweite Wahrnehmnung dieser Version wider. Man kann dieses Messer niemandem schmackhaft machen, der unter einem Buck 110 etwas anderes versteht. Zurecht. Und wem es gefällt, der findet es geil.


    Allerdings hat diese Version unendliche Möglichkeiten beim Modding. Bei bzw. mit anderen Takedown-Versionen, von Club Knives mit Chip Flint Klingen bis Damast, sind die Scales und Klingen austauschbar, was schon atemberaubende Interpretationen dieses Messers hervorgebracht hat.


    Nicht mein Ding, aber ich wollte es erwähnt haben.


    Legt man ein altes Messing 110 neben ein 110 Pro, ein 110 Slim Pro oder das von Andy erwähnte 110 Pro Micarta nebeneinander fällt auf, dass die ursprüngliche Version schon lange verändert und weiterentwickelt wurde. Im Rahmen dieser Evolution ist das 110 Legacy 2021 nur ein weiterer logischer und IMHO gelungener Schritt, der sich nahtlos in die Vitae dieses Taschenmessers einfügt.


    Aber ich muss gestehen, müsste ich heute mein brennendes Haus verlassen, wäre auch ein klassisches 110 in Messing dabei und nicht dieses. Und hätte ich gerne noch ein 110 das mir wirklich fehlt, wäre es ein V1V1.


    Darum sammelt und nutzt man ja Varianten. Jedes zu seiner Zeit...

    Kurz vorstellen möchte ich euch heute das Buck 110 aus der limitierten Legacy-Collection 2021. Das Messer wird nur dieses Jahr gefertigt und ist danach weg. Das alleine macht es für 110-Fans eigentlich schon zum Must-Have. Aber da ist noch mehr was diese Variante besonders macht.


    - Das erste 110 seit den Sixties ohne Modellbezeichnung auf der Klinge.
    - Das erste Serien-110 ohne Nagelhau
    - Das meines Wissens erst dritte 110 in voll zerlegbarer Takedown-Variante. Gibt ein interessantes Tutorial auf Youtube. Empfehlenswert, da der Zusammenbau hinsichtlich Rückenfeder recht tricky sein kann.


    Der Lieferumfang: Magnetbox, Umkarton, Messersäckchen, Garantie- und LE-Karte.



    Das Handling
    Die werkseitige Daumenrampe ist meiner Meinung nach Quatsch. Einhändiges Öffnen hat IMHO an einem 110 nix verloren. Davon ab ist es der bekannt strammen Feder geschuldet, dass das einhändige Öffnung kein wirklicher Spaß ist. Wäre die Daumenrampe nicht abnehmbar gewesen, hätte ich das Messer nicht gekauft. Innensechskant in Größe 1,3 und weg ist das hässliche Ding.


    Leider bleibt nach Demontage eine kleine Ausfräsung auf der rechten Klingenseite. Mit diesem "Mangel" kann ich allerdings sehr gut leben, denn der ursprünglichen Konstruktion ist es zu verdanken, dass dieses Modell keinen Nagelhau hat, was wunderbar clean aussieht.


    Kleine Randnotiz: Das Buck 112 wurde bis 1980 ohne Nagelhau gefertigt. Viele Buck-Fans hatten damals bereits gehofft, der Nagelhau würde beim 110 ebenfalls verschwinden, da eigentlich unnötig. Leider lief es dann anders rum und das 112 bekam ebenfalls einen Nagelhau.








    Kritische Stimmen
    Als im April/Mai die ersten Modelle des 110 Legacy in US aufschlugen, mehrten sich recht schnell die Berichte über Verarbeitungsmängel bei diesem Modell. Extrem schwergängige Klinge, Schleif-Oopsies am Ricasso, schlecht entgratete Anschliffe (bei S45VN nicht wirklich verwunderlich), grottenschiefe Klingenlaserungen usw...


    Eigentlich kaum verwunderlich, denn das Messer wird von den gleichen Menschen zusammengebaut, die auch das 30 $ Walmart-110 zusammensetzen. Wie so oft bei Buck: hit or miss. Darum lobe ich mir Shops, die das tatsächliche Messer abfotografieren, statt Herstellerbilder einzustellen.


    Der Look
    Der modifizierte Clippoint fiel mir als erstes auf. Anfangs eher unangenehm, mittlerweile allerdings als extrem gut zu dieser Variante passend. An einem klassischen Messing-110 wollte ich diese Klingenform allerdings nicht haben. Mich erinnert dieser, nennen wir es mal "modernere", Clippoint stark an die Klinge des 110 Slim Pro.



    Die Bolster aus anodisiertem Aluminium im Zusammenspiel mit dem kühl-edel funkelnden Carbon finde ich persönlich wahnsinnig sexy. Das Messer ist live noch wesentlich schöner als auf Fotos und ein echtes Conversation Piece. Traditionalisten in Sachen 110 schreckt das natürlich ab, und ich kann es sogar verstehen. Nichts desto trotz finde ich es spannend, wenn sich solch eine Ikone mal im modernen Gewand zeigt.




    Das Gewicht
    Da lasse ich einfach Bilder sprechen.





    Der Preis
    Wer das Legacy 110 knapp über 200 € erwischt, kann sich nicht beschweren. Je nach Shop schwankt der Preis allerdings stark bis kurz vor die 300er-Marke. Ist es teuer? Ja. Ist es zu teuer? IMHO nein, wenn man Buck-intern vergleicht. Das letzte Legacy 110 war das Idaho Tribute. Ein Standdard-Nickel-Buck in S30V mit ein paar Sternchen auf den Holzgriffschalen. Listenpreis lag noch über dem hier vorgestellten 2021er Legacy 110. Auch verglichen mit dem Preis eines einfach genieteten G10 110 Slim Pro, das um die 150 € angesiedelt ist, bekommt man hier doch deutlich mehr Innovation und eine höhere Qualität der gebotenen Materialien. Klar, man könnte natürlich sagen, dass man für diesen Preis eigentlich Titan statt Aluminium erwarten könnte, aber dieser Punkt ist mir persönlich schnuppe.


    Mein Fazit
    Ich liebe diese Variante des 110 und bin sehr damit zufrieden. Es ist out of the box das mit Abstand schärfste 110 das ich besitze. Es trägt sich dank des geringen Gewichts und des Depp Carry Clips wirklich ausgesprochen unkompliziert. Allerdings gehe ich mit dem Gedanken schwanger, den Clip auch noch abzumontieren, da ich a) ein großer Fan der 110 Gürteltaschen geworden bin und b) der Fullsize-Folder natürlich trotzdem seinen Platz in der Tasche beansprucht, den ich lieber für andere Dinge übrig hätte. Takedown sei Dank alles kein Problem. Verarbeitungsmängel kann ich bei meinem Modell keine feststellen. Ein Großteil dieser Serie wird sicher unbenutzt in die Kollektion integriert, dabei schreit dieses Messer nach Benutzung. Denn Optik und Materialien hin oder her — es ist ein Buck 110.



    Danke fürs Reinschauen. Stimmen, positive wie negative, natürlich herzlich willkommen.

    Ui, danke für die Warnung. Ich liebe Karoflanell um diese Jahreszeit und hatte den Lappen auch schon im Auge. Ließ nur davon ab wegen der hässlichen Rückennaht und der Überflüssigkeit der Patch-Flächen bei einem Hemd. Da bleibe ich wohl doch besser bei Barbour, Burberry, Filson, Portugese Flannel und Fjällräven.