Beiträge von Hernandez

    "Diese bekackten Amateure", hieß es glaube ich an der Bar des Diners. :D


    Glückwunsch zum Slim Pro Stinkeputz. Das Micarta sieht klasse aus. Fast wie unbehandeltes von Cuscadi. Wenn das durch Nutzung noch Patina bekommt, wird das Messer immer schöner.


    Diesen Clippoint finde ich übrigens große klasse. Ist ja die gleiche Form wie bei meinem 2021 Legacy. Passt IMHO super zu moderneren 110s.


    Ganz viel Freude damit. :thumbup:


    BTW, verschließt nicht sartools Klingenlöcher bei demontiertem Pin?

    Was haben wir früher in der Familie und mit Freunden gewürfelt — nächtelang. Auch um richtig viel Kohle. :D Da hätte ich mir so einen wunderschönen Becher auch gewünscht. Tolle Arbeiten, Leon. :thumbup:

    Merc
    Hat halt nur bezüglich der Anwendbarkeiten so eine gewisse Inselbegabung.


    Haha, schönste Wortschöpfung des noch jungen Jahres. Danke, Andy.


    Meines in Roségold liegt in der Küchenschublade bei Scheren und Pinzetten. Schön, wie gesagt. Aber ich traue dem Ding nicht. Ungesicherter Button und ein fieser Stachel, der in der Hosentasche getragen direkt neben der Brandader am Schenkel schlummert. Da brauchts neben Wohlwollen auch Gottvertrauen. Vielleicht daher der Name...

    Herrlich. Ich habe noch kein Canal Street gesehen, für wen auch immer gefertigt, das nicht qualitativ und optisch begeistert. Gerade die Kombination Kupfer mit rotem Knochen ist enorm geschmackvoll und seiner Zeit voraus.


    Ich stimme zu — wirklich sehr schade, dass die Dog's Head Reihe grade auf USMC Fixed Blades reduziert ist.


    Danke fürs Zeigen.

    Rumliegen hab ich hier noch Northface Etip und irgendwelche minimalistischen Dinger von Arc'teryx. Jeweils mit Smartphone-tauglichen Fingertips. Was sicherlich auch sensibel genug ist für die Kamerabedienung. Habe die aktuellen Kollektionen nicht auf dem Schirm, aber vllt. geht da was...

    Thanks @all. :thumbup:


    Ja, Micha, braucht man natürlich nicht zwangsläufig schlanker und leichter. Aber so war das 110 eben anfangs. Und seit ich im vorigen Jahr das Two Dot 112 ergattern konnte, faszinieren mich die kantigen Bolster total. Wesentlich eleganter, stimmiger fürs Gesamtdesign oder vielleicht einfach nur schöner. Gab ja von zig Herstellern Derivate, die die Formsprache des 110 aufgegriffen haben. Einer der ältesten und IMHO gelungensten Ableger ist das Puma Game Warden. Es hat ebenfalls diese schlanke, kantige und gestreckte Designphilosophie, die ich an vintage Bucks so mag. Alles Goodies, die auch der Klinge zugute kommen, die, wie Du schreibst, verdammt sexy ist. Und natürlich die Ebenholz-Scales mit lediglich zwei Pins. Sieht einfach aufgeräumter aus.


    Unterm Strich ist das natürlich Fetisch, denn der Laie wird die (für mich) zahllosen Unterschiede gar nicht erfassen können.


    Und klar Stinkeputz, das Teil ist am Gürtel und wird benutzt. Wüsste nicht, was dieses Messer nicht können sollte. Allerdings, man kanns an einem der Gegenüberstellungsbilder vielleicht erahnen, ist die Klingenspitze, ebenfalls wie beim Vorbild, eine Nadel und wesentlich filigraner als heute. Bowdrill-Brettchen werde ich damit wohl keine bohren. :D

    Heute möchte ich euch mal wieder ein Buck 110 vorstellen — das Federal.


    Das Federal war eines von vier jeweils auf 500 Stück limitierten Messern anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Buck 110 in 2014. Die Messer sind nach jenen Straßen benannt, in denen Buck für eine gewisse Zeit produziert hat. Die Federal Street war der allererste Buck-Standort, weswegen das Buck 110 Federal auch den ursprünglichen Spirit des allerersten 110 aus 1964 aufgreifen soll.


    Die anderen Messer der Serie tragen die Namen Weld, Magnolia und Lochsa. Wobei z. B. die Lochsa Street der aktuelle Buck-Standort ist und das danach benannte Messer die Zukunft des Buck 110 abbilden soll. Mit Daumenpin, Clip, G10 usw...


    Das Federal ist für mich das interessanteste Messer der Vergangenheit/Gegenwart/Zukunft-Serie, da es sich am V1V1 (Version 1, Variante 1) von 1964 orientiert. Und das nicht nur optisch. Auch der Fertigungsprozess und die Materialien sollten jenen von 1964 gleichen. Da die alten Maschinen längst verschrottet sind, wurde das Federal komplett von Hand gefertigt. Mit 440C Klingenstahl, Echtholz, 2-Pin-Construction, den Originalabmessungen (schmaler, kleiner, leichter), den typischen kantigen Bolstern, einem etwas längeren Clippoint, dem Markennamen auf der rechten Klingenseite und natürlich der schlankeren Gürteltasche.


    Interessantes Detail ist das Messing. Buck hatte dieses Material anfangs gegossen, danach geschmiedet und ab 1975 dann gesintert. So sind auch die farblichen Unterschiede bei Vintages im Vergleich mit neueren 110s zu erklären. Dies und modifizierte Materialmischungen womöglich. Beim Federal wurde das Messing auch auf traditionelle Weise hergestellt. Ob geschmiedet oder gegossen weiß ich leider nicht, da gehen die Meinungen auseinander. Witzig ist jedenfalls, dass das Messing bei meinem Two Dot 112 aus den Siebzigern so gut wie nicht anläuft, wohingegen neuere Bucks schon beim Anschauen Patina bekommen. Darum bin ich gespannt, wie es sich beim traditionell hergestellten Federal verhalten wird.


    Ich habe das Federal schon neben einem echten V1V1 liegen sehen und die Maße sind absolut identisch. Das Federal verrät sich nur durch den Nailnick, der 1964 wesentlich filigraner war sowie durch den BOS-Stempel, den robusteren Clippoint und eine insgesamt langlebigere Verarbeitung im Vergleich zu damals. Interessant am Federal ist auch, dass bei den Bolstern keine Nieten zu sehen sind, wie man das für gewöhnlich vom 110 kennt. Leider weiß ich nicht, wie diese Konstruktion zu erklären ist.


    Bei den Amis ist das Federal in Foren wieder einmal zum most wanted 110 überhaupt gewählt worden. Da selten, vintage pur und doch qualitativ auf dem neusten Stand. Für viele Sammler nicht ein Buck 110, sondern DAS 110. Und ich finde es auch verdammt sexy...


    Pics:






    Und Vergleichsbilder: