Frame Lock
Allgemeine Bezeichnung für eine von Chris Reeve entwickelte Verriegelung : Integral Lock.
Benchmade bezeichnet den gleichen Lock als : Mono Lock
Eng verwandt und abgeleitet aus dem Prinzip des Liner Lock
Beim Frame Lock gibt es für den Frame (entspricht Liner ) keine zusätzliche Platine, sondern eine der beiden Griff-Hälften übernimmt diese Funktion integral, indem der Frame (entspricht Liner ) in die Griffhälfte geschnitten ist, und nach aussen hin frei liegt.
Hauptsächlich also geeignet für Folder mit mindestens einer Voll-Metall-Griffschale, die dann Funktion von Platine + Liner vollständig übernimmt, und als Frame meist mit deutlich breiterer Angriffsfläche ausgelegt sein kann. Zudem kann sich wegen fehlender Platine zwischen Frame und Heftschale keine Verschmutzung ansammeln.
Der Frame (= fast abgetrennter Teil der Heftschale, die in als Liner benutz wird) ist zur Heftmitte hin gebogen, wirkt also in wie eine Blattfeder.
Bei nicht vollständig geöffneter Klinge steht der Frame bündig zur Heftschale, steht aber unter Federspannung.
Klingenwurzel und Frame sind so geformt (aufeinader angepasst), dass bei vollständig geöffneter Klinge der Frame « frei » wird, und auf seinem Weg zur gegenüberliegenden Heftschale in die Klingenwurzel greift, und diese dann blockiert.
Zum Entriegeln muss der Frame per Hand wieder soweit zurückgebogen werden bis bündig mit der Heftschale und die Klinge wieder entriegelt wird.
Vorteile : Gewichteinsparung bei mehr Stabilität vor allem bei grossen Foldern möglich.
Nachteil : Optisch nicht immer mit Konzepten zu vereinbaren.
Kershaw : Frame Lock
Benchmade : Monolock
Spyderco : Integral Lock
Frame Lock Sonderausführungen
Frame Lock bietet sich auch an für eine einseitig offene Konstruktion mit nur 1 Heftschale :
Frame Lock : CRKT KISS
Mid Frame Lock : XiKar Xi730 Express
Nude Lock : Maserin Nude Lock
Liftlock : Pat Crawford
Lock Bar Stabiliser
Weiterentwicklung des Frame Lock von Rick Hinderer
Kommt unter Lizenz auch bei Zero Tolerance (KAI) und Strider zur Anwendung.
Bei dickwandigen Griffen wird oft der Frame (Lock Bar) am Anfang (wo mit dem Heft Verbindung noch besteht) muldenartig eingeschliffen, und hierhin dann der Biegepunkt für die Federungwirkung verlegt.Damit für die Betätigung des Frame nicht zu viel Kraft aufgebracht werden muss : Talpunkt der Mulde ist oft sehr dünnwandig und bei Überdehnung nach Aussen (Entriegeln) könnte die Federwirkung verloren gehen oder der Frame abbrechen.
Um Überdehnung nach Aussen zu vermeiden : Es wird eine Art Knopf in den Spalt zwischen Heftschale und Liner eingesetzt, der eine Überdehnung nach Aussen begrenzt.
Sehr gut ersichlich auf diesem Bild , den Lock Bar Stabiliser bildet der « Knopf » mit der Aufschrift « Zero Tolerance » :
Zero Tolerance ZT0300