Ja, ich bin Jäger. Habe ein Niederwildrevier gepachtet und einen ausgebildeten Jagdhund.
Bei meiner Jagdprüfung war das Abfangen mit dem Messer kein Thema.
Bei mir war es genauso wie hier für Niedersachsen beschrieben:
1. Schießprüfung (praktisch)
Hier wird überprüft, ob du sicher und treffsicher mit Jagdwaffen umgehen kannst:
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Büchsenschießen (Kugelgeschoss)
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Rehbock, stehend angestrichen auf 100 m: mit 5 Schüssen müssen mindestens 25 von 50 Punkten erreicht werden.
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Laufender Keiler auf 50 m: von 5 Schüssen müssen mindestens 2 Treffer im Wertungsbereich liegen.
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Flintenschießen (Schrot)
- Wurfscheiben (z. B. Trap oder Skeet): von 15 geworfenen Scheiben müssen mindestens 5 Treffer erzielt werden.
Diese Disziplinen dienen dazu, deinen sicheren Umgang und deine Treffsicherheit mit Jagdwaffen zu prüfen.
2. Schriftliche Prüfung (theoretisch)
Die schriftliche Prüfung besteht aus 100 Multiple-Choice-Fragen, verteilt auf 5 Themenbereiche. Pro Fachgebiet werden in der Regel 20 Fragen gestellt und beantwortet:
- Dem Jagdrecht unterliegende und andere frei lebende Tiere
- Jagdwaffen und Fanggeräte
- Naturschutz, Hege und Jagdbetrieb
- Behandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Hundewesen und jagdliches Brauchtum
- Jagdrecht und verwandte Rechtsbereiche
Der offizielle Fragenkatalog wird von der zuständigen Behörde vorgegeben und kann zur Vorbereitung genutzt werden.
3. Mündlich-praktische Prüfung
In diesem Teil wirst du einzeln mündlich geprüft, meist in einem Revier oder Ausbildungsumfeld. Hier wird dein Wissen zu denselben Fachgebieten wie in der schriftlichen Prüfung abgefragt – aber praxisbezogen und persönlich.
Typische Inhalte sind z. B.:
- Wildtierkunde (Erkennen, Lebensweise, Biologie)
- Rechtliche Fragen (z. B. Jagdrecht, Waffengesetz)
- Umgang mit Waffen und Fanggeräten
- Wildbrethygiene und Krankheiten
- Naturschutz und Hege/Ökologie
Zusätzlich geprüft wird:
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Erkennen von Jagdsignalen (z. B. Jagdhornsignale) in der mündlich-praktischen Prüfung.
Wirklich über die Jagd habe ich erst nach der Prüfung durch einen älteren Freund und Nachbarn gelernt. Der mittlerweile um die 70 ist. Ist halt immer der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
Ein Verwandter von mir macht auch gerade den Jagdschein in drei Wochen Vollzeit in einer Jagdschule. Das ist für den oben beschriebenen Stoff schon knapp. Aber ich werde ihn natürlich unterstützen.