Beiträge von Bergmann

    Extrema Ratio typisch sind für mich


    • Griff(form)
    • markante Schrift auf der Klinge
    • Schlagdorn / Glasbrecher mit Loch
    • (teilweise Blutrille)
    • Scheiden (alt mit Verschluss; neue mit Düsenform)


    Dies ist bei den alten und neuen Modellen enthalten.


    Dass mir die Fällkniven Staubsaugerdüsen ästehtisch noch besser gefallen als die ER hätte ich nicht für möglich gehalten.


    Der Pommel das Contacts erinnert mich an das Gerber Mark II.

    Per Zufall bin ich auf das Atlas Dynamic Defense PUK Knife gestoßen. Da es vom Stil her wie eine Mischung aus Crusader Forge und alten Raidops aussieht, habe ich ein wenig recherchiert.
    Die inzwischen wieder beendete Firma Atlas Dynamic Defense ist eine von zahlreichen Firmen, welche die "stabilsten Messer der Welt" produziert(e).
    Ein Foto aller Modelle ohne G10 Griffschalen zeigt, dass alle Modelle sehr stark skelettiert sind.
    Auch bei Crusader Forge sieht man, dass sich mit zunehmender Versionsnummer (englisch Mark) immer weniger Material im Griff befindet. Zwei quasi Spitzerle auf der Seite können doch nicht die gleiche Stabilität wie ein Fulltang aufweisen ? Welche Sinn hat eine 6 bis 7mm starke Klinge, wenn sie, unfachmännisch auf österreichisch gesagt, nur zwei dünne Stangerl auf der Seite im Griff hat ? Mag sein, dass man mit der Hand, also reiner Muskelkraft, das Messer nicht brechen kann. Wenn das Messer aber als Hebel mit dem ganzen Körpergewicht oder mit Hilfe einer Stange etc. eingesetzt wird, wäre ich mir nicht mehr so sicher.
    Wie viel Material kann man im Griff weglassen ohne eine stark reduzierte Stabilität zu haben ?

    Vielen herzlichen Dank für Eure kompetenten Antworten.
    Es geht bei weitem nicht so einfach wie ich mir das eigentlich vorgestellt hatte; ein Fixed als one option tool fällt hier in den meisten Fällen aus.
    Die links waren recht hilfreich.
    Nikkos link bringt Eure Aspekte auf den Punkt. Da war ein großes, martialisch wirkendes Rescue Tool das für das Einschlagen von Fenstern vorgesehen ist. Der "Gag" daran war, dass die Stifte zum Einschlagen zu weich waren und sich verbogen haben. Eine kleine Wolfram Karbid Spitze hat stets bessere Ergebnisse gebracht.
    Werde mir für mein Auto ein The ResQMe oder Life Hammer zulegen.
    Falls mal, wie Micha es beschrieben hat, zB. ein Kind bei großer Hitze alleine in einem Auto eingeschlossen sein würde, würde ich ohne geeignetes Gerät versuchen mit meinem EDC Fixed die Spitze im 90 Grand Winkel am Seitenfenster anzulegen und von hinten mit einem Stein raufhauen. Einfach mit der Spitze fest ins Eck zu stoßen würde ich jetzt nicht mehr.

    Mangels Übungsmöglichkeiten möchte ich folgende Frage stellen.
    Es gibt Rettungsfolder und eigene Rettungstools mit einem integrierten Glasbrecher.
    Hat ein Fixed mit einer stabiler Spitze, wie zB. ein Tanto, nicht die gleiche Wirkung wie ein Glasbrecher ? Als Nachteil könnte ich mir vorstellen, dass man beim Einschlagen darauf achten muss die Insassen nicht zu treffen. Habe gesehen, dass ein Autofenster rechts unten eingeschlagen werden soll, so gesehen sollte kein Insasse getroffen werden können und es gibt kein Verletzungsrisiko.

    Zu der Rubrik Dinge die Welt nicht braucht aber dennoch irgendwie interessant sind zählt folgendes Video


    https://www.youtube.com/watch?v=M3l7iugay2s


    Eine Sprengladung wird zwischen einem Fixed und Folder gestellt und mittels eines Schusses zur Explosion gebracht.


    Das Fixed wird dabei halbiert, der Folder übersteht das Ganze relativ gut.


    Weil ?


    Kommt es auf die "Art der Seitenbelastung" an ?
    Ein Folder kann doch nicht stärker als ein Fixed sein.
    Ermöglicht die Achse des Fixed eine Art Druckausgleich, wohingegen das Fixed aufgrund der Geometrie nicht nachgeben kann und dadurch bricht ?

    Dieser Bericht - mit den meines Erachtens besten Fotos dieses Messers - hat mein Interesse geweckt und war Anstoß für weitere Recherchen.


    Spätestens nach diesem review
    http://survivalcache.com/survi…-pillar-a-usa-made-knife/
    entwickelte sich immer mehr das Haben Wollen.


    Da ich eigentlich kein zusätzliches Messer mehr brauche aber irgendein Weihnachtsgeschenk notwendig war, habe ich sehr lange überlegt, aufgrund der Lamnia Aktion dann doch zugeschlagen.


    Persönliche Fazits


    10 inch Modelle sind nach Lynn Thompson Boot Knives; super kompakt, leicht, angenehm zu tragen und universell zu verwenden, als EDC für die Hosentasche dennoch etwas zu groß. Vertikal am Gürtel besteht „Rippenpiekser- Gefahr“, eine Scheide die vom Gürtel runterhängt empfinde ich angenehmer als ein mittiges Teklock auf der Scheide.


    Die Clip- Point Klinge, in Kombination mit einer Art Mini- Haifischflosse (nicht so ausgeprägt wie bei einigen Spartan Modellen) und einem leicht gebogenen Rücken, verleiht dem Messer ein einzigartiges Design, wozu auch das das „2 tone finish“ beiträgt. Dachte bisher fälschlicherweise, dass eine stonwashed Oberfläche eine raue Oberfläche hat.


    Der Micarta- Griff liegt, trotz seiner dünnen Breite, hervorragend in der Hand, Harshey dürfte direkt oder indirekt Pate gewesen sein. Mit den Fingermulden vorne liegt es auch seitlich mit der Klinge zum Körper sehr gut in der Hand, weiß aber nicht wozu das gut sein sollte.


    Es ist sehr gutes scharfes, schneidfreudiges, alltagstaugliches, tacticooles und dennoch nicht martialisch wirkendes Messer für Alltagsaufgaben mit Stabilitätsreserven (full- + exposed tang). In den meisten Fällen ist dies wohl besser als einen bedingt schneidfähigen stabilen Brecher zu haben. Glaube AJAX hat sich da im Lauf der Zeit in eine ähnliche Richtung entwickelt.


    Der aus dem Griff herausragende Rücken ermöglicht zusätzliche Funktionen.


    Die Scheide hat mehrere Befestigungsmöglichkeiten und wird in Youtubevideos als besonders gelungen und durchdacht gepriesen, meiner Meinung nach sieht sie zwar billig aus, ist aber voll funktional.


    Fazit der Fazits ;)
    Diese Preis- Leistungsrelation ist selten geworden – vergleiche die Preise für die Spyderco 2018 Fixed Modelle. Für mich ein Super-Mora: sehr guter Stahl - S35VN – mit hoffentlich ebenso guter Wärmebehandlung, ein eigenes ansprechendes, zweckentsprechendes und praktisches Design, eine Scheide die keine Custom- Lösung erfordert und die tolle Handlage zu einem Preis von knapp unter 200€.

    It´s the geometry.
    @ Klingenbreite: 1 Strider (6,4 mm) = ca. 3 Opinel (2 bis 2,4mm)
    Das DB hat eine maximale Schneideläge von ca. 7 cm und eine kurze Höhe, wobei ein Teil davon wiederum als thickstock die verbleibende Höhe für den Flachschliff reduziert.
    Naturgemäß kann so eine Geometrie niemals ein Slicer werden. „Trennquetschen“ ist daher die logische Schlussfolgerung wenn es, im Gegensatz zu einem Opinel, um das Schneiden von zB. Käse geht. Ein Opinel wird ebenso an die Grenzen stoßen, wenn man damit ein Fenster aufhebeln oder Blech durchstoßen will. Different tools for different jobs.

    Als Youtube- Schauer und Leser diverser Seiten - bin da kein Experte mit eigener Erfahrung – könnte ich mir das Aufgabengebiet eines „break stuff“ Messers, das keine herausragenden aber immerhin mittelmäßigen Schneideeigenschaften aufweist, ungefähr so vorstellen:


    https://www.youtube.com/watch?v=dPgSOQY4CDk


    Die (robuste) Spitze und Tanto Form erleichtern meiner Meinung nach das Eindringen durch Metall, Holz und in dünne Spalten gegenüber einem normalem Stemmeisen in der gleichen kompakten Größe.
    Dünnere Messer würden spätestens bei Querbelastungen sehr schnell an die Grenzen stoßen. Ist kein Fehler, dafür sind sie einfach nicht gedacht.


    Wenn das Messer zB. Wellblech... durchdrungen hat kann man es mit Hilfe eines Knüppels oder Steines... auftrennen und so einen Durchgang schaffen.
    Ziegel und Beton lassen sich ebenso durchschlagen, bzw. der Zement kann herausgekratzt werden -> im Notfall könnte man damit theoretisch „durch die Wand gehen“. Dauert lange und ist sehr anstrengend.
    Könnte mir vorstellen, dass in Notlagen zumindest Seitenfenster von Autos damit eingeschlagen werden können. Ob auch Frontscheiben oder Thermogläser damit durchgetrennt werden könnten ? Dies ist angeblich die Funktion der „seltsamen“ Strider- Serrations.


    Die robuste Spitze kann, wie dies der leider nicht mehr aktive Chris 77 einmal eindrucksvoll mit seinem Strider HT-T gezeigt hat, beispielsweise ohne Schaden eine Tischplatte durchbohren. Eine praktische Anwendung fällt mir dazu allerdings nicht ein.


    Fallen Euch noch andere Urban Survival „break stuff“ Anwendungen mit einem Messer ein ?

    DB ist die Abkürzung für Darryl Bolke, ein ehemaliger Polizist der ein kleines Messer wollte das in seine Schutzweste passte und nicht einfach zu sehen war. Die Funktion war hauptsächlich als “break stuff first” tool vorgesehen, d.h. als Brecheisen und Türstopper. Für Schneidaufgaben war zusätzlich ein Folder vorgesehen. Später gründete DB HiTS Knife und entwickelte Modelle die besser für EDC und Verteidigung geeignet sind.



    http://modernserviceweapons.com/?p=8543

    Das getestet TCFM 02 hat eine Klingenlänge von ca. 11,6 cm, eine Grifflänge von 9 cm.
    Das Messer ist 7 mm stark und hohl geschliffen, was meines Erachtens ein Widerspruch ist.
    Da der Schneidewinkel 80 Grad beträgt ist die Klinge gegenüber Ausbrüchen sehr stabil, aufgrund der 90 Grad Geometrie schneidet es erwartungsgemäß sehr träge. Rasiermesserschaf war es ganz neu jedenfalls nicht.


    Erfahrungen beim Outdoortest
    Fleisch auf weichem Waldboden schneiden hat nicht funktioniert.
    Bei dem Bau einer 4 ´er Falle war beim Schnitzen der notwendige Winkel viel flacher als bei allen anderen Messern die ich jemals benutzt habe, der nötige Kraftaufwand dementsprechend sehr hoch.
    Batoning ist aufgrund der 12 cm Klinge auf kleinere Durchmesser eingeschränkt. Das Acid Finish war hervorragend und hat alles wunderbar überstanden.


    Der Griff mit der rugged Form sieht toll aus und hat eine eigene Form in der Zeige- und Mittelfinger enger greifen, als Ringfinger und kleiner Finger, sodass ein Abrutschen auf die Klinge höchst unwahrscheinlich ist, allerdings ist der Griff sehr kantig.
    Nach längerem Arbeiten war ich ohne Handschuhe kurz davor, Blasen zu bekommen.


    Die größte Unstimmigkeit führe ich auf die Klingengeometrie zurück.
    Der Unterschied zwischen Cutter und Chopper ist mir durchaus bewusst.
    Obwohl ausreichend Gewicht vorhanden wäre, schränkt die beinahe 12 cm lange Klinge und die fehlende Kopflastigkeit die Einsatzmöglichkeiten als Chopper stark ein. Battoning ist, wie zuvor beschrieben, begrenzt durchführbar. Als Cutter ist das Messer zu wenig schneidfreudig.
    Wie bezeichnet man die dazugehörende Kategorie ?


    Die Spitze hat eine hohe Penetrationskraft und ist viel aggressiver als zB. ein klassisches Strider Tanto. Am äußersten Ende ist sie relativ dünn, dennoch sehr belastbar.


    Wer vielleicht eines der schönsten und stabilsten nichtrostenden Messer der Welt in einer Vitrine mit einem tollen Finish und einem einzigartigen Griff haben will, wird seine Freude haben. Ebenso Spezialanwender die gerne bohren und stechen (zB. Bogenschützen) oder Dosen, Tonnen und dergleichen zerlegen und oder hebeln wollen. Ein weiterer Vorteil ist die Semicustom- Möglichkeit bei Neubestellungen, bei der aus zahlreichen Variationen von Finish und Grifffarbe gewählt werden kann.


    Crusader Forge haben Kult- Charakter, eine Wertsteigerung ist möglich.


    Die gute Nachricht für Outdooranwender ist, dass für den Einsatz in der Natur billigere Messer einen weitaus besseren Job machen (ESEE, Fällkniven, Strider). Die Eignung für den Urban Bereich als Survival Messer kann ich nicht beurteilen, da ich noch zu wenig Erfahrung habe.


    Wenn Ihr bessere Erfahrungen gemacht habt würde ich mich über ein kurzes Feedback freuen.