Beiträge von Micha M.

    Tony, ich glaube kaum, daß Deine Messer ausschließlich auf der Ebene intellekueller Konzeption ohne praktische Erprobung, Vergleichsgebrauch, entsprechenden Optimierung usw. entstanden sind. Sie sind dafür zu gut.


    Als Profi weißt Du, welcher Erprobungsaufwand bei der MEsserentwiclung zuweilen betrieben wird, beispielhaft für mich ist die Akribie, mit der meine Freunde von Extrema Ratio zu Ergonomie, Belastbarkeit, Schneidleistung, Penetrationsleistung usw. ihrer Messer forschen und sogar durch Uni-Institute forschen lassen.


    Wenn es hier legitim ist, Kampfmesser zu entwickeln, zu besitzen usw., dann ist es auch legitim, auf einer seriösen Grundlage entsprechende Versuche durchzuführen. Ich selbst führe derartige Versuche zur Schneid- und Durchstichleistung verschiedener Klingenformen und -modelle sowohl dienstlich im Rahmen von Eigensicherungsfortbildung durch als auch privat bei der Entwicklung von Messern.


    Beim Erproben der Schneidwirkung der "Unterstpitze" des BS Raptor, an dem ich einen "Tatbeitrag" habe, wurden u.a. auch Schneidversuche an verschiedenen Materialien durchgeführt, auch an Holz übrigens, allerdings - bei aller Liebe zum Thema - nicht an meinen Möbeln. Aber auch an verschieden starken Kartonflächen und eben auch ausgemusterten festen Schaumgummi-Matten. Ich fand es für die Entwicklung nämlich schon wichtig zu vergleichen, ob der Schneidverlauf im Schneidgut eher ruppig abgestoppt wird oder kontrolliert verläuft, welche Schneidenformen oder -winkel bessere Leistung erbringen usw.


    Da ich kein Jäger bin, hatte ich keine Gelegenheit, entsprechende Vergleiche durch die praktische Arbeit am Wild zu erzielen, sehe aber auch keinen moralischen Vorsprung in dem einen oder dem anderen Vorgehen. Allerdings habe ich zumindest auch schon mal mit verschiedenen Kliingenformen und -größen Hasen aufgebrochen oder ein Zickel zerteilt - und auch dort genau auf die Ergebnisse geschaut.


    Das Erwähnen Deiner persönlichen Erlebnisse ehrt Dich als aufrichtigen Menschen mit Gefühl - allerdings müßte das dann auch dazu führen, keinerlei Verteidigungsschießen mehr üben oder über die ballistische Wirkung von verschiedenen Munitionsarten usw. diskutieren zu dürfen. Es gibt hier auch Leute, die zur Selbstverteidigung schon in DIESEM Bereich handeln mußten und das auch nicht toll und auch ziemlich belastend fanden...

    So macht es aber nicht nur der "Dicke", der zwar meist seine Argumente ziemlich aggressiv und etwas theatralisch rüberbringt, dessen Aussagen ich aber teilweise im praktischen Versuch bis aufs Jota durch Ergebnisse und Messdaten bestätigen konnte.
    So macht man es z.B. auch in der militärischen Forschung.


    Wir sind dem Schwein - auch wenn das eine eher uncharmante Erkenntnis ist - viel ähnlicher, als es uns lieb ist...
    Wem der Torfsack ähnlicher ist als eine Schweinehälfte, der sollte Training und/oder Ernährung umstellen. :D


    Nochmal sozusagen fürs Protokoll: Es geht hier ja nicht um irgendeine Spinnerei ("Boah, geil, kumma, wie dat aussenandageht..."), sondern um eine realistische Nachbildung von Klingenwirkung z.B. im Rahmen der Entwicklung von Messern, der Schulung von Einsatzkräften, Kampfkünstlern, der Entwicklung oder Erprobung von Schutzausrüstung usw. Das ist durchaus eine seriöse Beschäftigung...

    Es ist absolut legitim, die Wirkung von Klingenwaffen zu testen, das geschieht z.B. im Zusammenhang mit polizeilichem Training oder Eigensicherungsfortbildung. Sehr viele von uns haben ja Interesse an militärischen Messern oder Ensatzmessern - auch diese werden nicht "einfach so" gemacht, sondern entsprechend konzeptioniert und getestet.


    Für Durchstichversuche ist ein Torfsack eine akzeptable Unterlage.
    Um Schneidverlauf oder Stichkanal festzustellen, eigente sich z.B. auch eine ausgemusterte Schaumstoffmatratze, nicht dieses fluffige billige Zeuge, sondern eine ausgemusterte höherwertie Matratze aus Schaumstoff, der dann fester ist.


    Für eine Demonstrationszwecke bezüglich Einstich hat sich auch ein Weißkohl gut bewährt.

    Dirk oder Skean Dubh ?


    Es gibt einen Dirk von Cold Steel, außerdem aus Sammlerbestand von der gleichen Firma den größeren schottischen Dolch "Culloden", aktuell den kleinen Brave Heart.


    Ansonsten werden natürlich auch aktuell Dirks hergestellt. Da ist es allerdings nicht so einfch, die reinen Deko-Stücke von denen mit Gebrauchswert zu unterscheiden...

    Verpackung zugeschnitten für den Versand eines Messers mit dem Strider WP, und dann nach dem Marktbesuch (empfehlenswert in MS!!) noch ein paar feine rote Rosen für meine Süße angeschnitten mit dem BS OR Recurve Bowie (....ei, welch dumpfe Tölpel sind Menschen, die Messer für rohe, böse Werkzeuge halten....). :otf: :sharpen:


    Hat sie verdient, wer mit solcher Engelsgeduld endlose Fachsimpeleien bei ER oder monströse Küchenarbeiten zu Testzwecken bei Messervergleichstests mit Zehnzöllern und Khukris erträgt, muß hin und wieder auch mal als Dankeschön ein par Blümelein kriegen!! :love:

    Billig schon...ich hab mir auch mal einen gekauft, von dem sich dauernd die hintere Aufsatzkappe auf dem Drücker ablöst (...muß ich mal draufkloppen, glaube ich...). Außerdem ist es immer ziemliches Gehampel, von den drei Minen die richtige zu erwischen. "Grundtechniken" funktionieren natürlich mit so ziemlich jedem stabilen Kuli...Insgesamt hat mich das Ding nicht richtig zufreiden gemacht, gestehe ich...

    Hab heute wieder mal gnadenlos im Dienst mein Fulcrum C eingesetzt, ohne Rücksicht auf Verluste.... :knifehead: :stabby: :otf: :sharpen:


    ...Plombenschnur geschnitten für das Verplomben eines Aktenstücks....


    Also auch an dieser Front ist heldenmütiger Einsatz gefordert :D :thumbup:

    Chris, ich stimme Dir völlig zu!


    Mein Beitrag war auch nicht als Anregung zum Verbot gemeint - aber WENN der Gesetzgeber Stoßdolche verbietet, hätte ich es eben logisch gefunden, auch die Push-Dagger aus Kunststoff dem unterfallen zu lassen. Mehr nicht.


    Du hast völlig recht! Wenn man mal Behelfswaffen aus Sicherstellungen in JVAen sieht, wird man merken, daß die wirkliche Verbots-Zielgruppe immer einen Weg finden wird, Werkzeuge zur Gewaltanwendung verfügbar zu machen.


    Die verbotenen Balisongs sind - das hast Du völlig richtig dargestellt - ausschließlich aus den Sammelvitrinen derer verschwunden, die damit nie irgendwelchen Unsinn angestellt hätten. Meine "Kundschaft" hat die noch ganz selbstverständlich im Fundus, ebenso wie Schlagringe, wenn es nicht grad ne problemlos in Osteuropa oder der Türkei beschaffte illegale Knarre ist...


    Jemand, der zu einer Gewalttat bereit ist, wird sich nicht durch waffenrechtliche Formvorschriften abhalten lassen oder diese sonderlich rechtstreu beachten.

    Vor allem liegt das Ding durch die große Riffelung sehr definiert in der Hand, wenn man den Schaft hinten umfaßt, und der schmalere gerändelte Bereich liegt in der Schreibposition angenehm in der Hand, so daß man trotz Größe und Gewicht des Stifts gut damit schreiben kann. Im Hammergriff mit über das Hinterende gelegtem Daumen ragt die Spitze etwa 6 cm aus meiner (ziemlich kleinen) Faust.

    Ich habe sehr viel Mühe aufgewendet für den -gescheiterten - Versuch, UNSINNIGE Messerverbote zu bekämpfen. HIER hätte ich jedes Verständnis dafür gehabt, wenn das BKA das Faustmesser-Verbot auch auf die Push-Dagger aus FGX ausgeweitet hätte. Sinn eines Push-Daggers ist, schon dem Namen nach, nicht das Schneiden, sondern das Stechen. Das gilt auch für die Modelle mit stählerner Klinge.


    Ich habe bei Eigensicherungs-Unterweisungen FGX-Klingen bis zum Anschlag in einen Weißkohl eingestochen - ein Körper bietet eher weniger Widerstand. Für mich sind die FGX-Push-Dagger wegen der Möglichkeit, sie an Personenkontrollen vorbeizuschmuggeln, eher gefährlicher als stählerne.


    Aber ich glaube die Rechtslage trotzdem korrekt wiedergegeben zu haben, auch wenn ich hier mal "andersherum" an der Sinnhaftigkeit der Entscheidung zweifle.

    Den Stift auf den angehängten Bildern hat mir Forumsfreund "290962" auf den Leib geschneidert. Er hat sich eine Riesenmühe gegeben, auch wirklich jedes gewünschte Detail genau umzusetzen und hat mir darüber hinaus Vorschläge zur Gestaltung gemacht, die sich als ebenso schön anzuschauen wie ergonomisch günstig erwiesen haben.


    Mit DEM Stift kann man ganz besonders wirksame Verwarnungen schreiben :thumbup:


    Auf meinen Wunsch (maximale Stabilität, keine beweglichen Teile) wurde eine jederzeit und überall zu beschaffende BIC-Mine verwendet. Der Stift ist 16 cm lang und "wohnt" normalerweise in der Beintasche meiner Feldhosen..Sich mit der offenen Spitze zu bemalen, ist ja bei schwarzen Klamotten eher nicht so das Problem 8)


    .Derzeit ist ein weiterer Stift in Arbeit, wieder für BIC, aber diesmal mit einer aufschraubbaren Kappe mit Spitze (manchmal trag ich ja auch Grünzeug ;)


    Wenn ich schon so viel "Tinte pissen" muß, dann wenigstens schön giftig...

    Es GIBT einen Bescheid, nur nicht unter Messer:


    http://www.bka.de/profil/faq/w…eartattack_pushdagger.pdf


    Der Grund für die Einordnung in die Archivsystematik ist der gleiche wie der für den Ausschluß aus den verbotenen Waffen - und hat nicht unmittelbar mit dem Material zu tun.


    Für die Juristen ist ein Messer etwas, mit dem man schneidet. Etwas zum reinen Stechen ist zwar ggf. eine Waffe, aber zumindest kein Messer, wenn es denn gar nicht schneidet. Man kann aus Keramik, G10 oder Carbon oder sonstwas auch schneidende nichtmetallische Klingen machen - die dann Messer wären.


    Das Faustmesser-Verbot als verbotene Waffe beinhaltet nur MESSER mit quer zur Klinge verlaufendem Griff, keine sonstigen Waffen.
    Der Push-Dagger schneidet nicht, ist damit aus Rechtssicht kein Messer, und nur diese unterfallen dem Verbot.


    Er ist allerdings eine Hieb- und Stoßwaffe nach WaffG und unterliegt damit den Führungsbeschränkungen für Hieb- und Stoßwaffen (Altersbeschränkung, verbotene Mitführbereiche, allgemeine Tragebeschränkung ohne berechtigtes Interesse).


    Finde ICH bei einem Mitmenschen, der in einen Sicherheitsbereich unbedingt so ein Teil hineinschmuggeln will, so einen Dagger, erlebt er mit Sicherheit eine maximal ausführliche körperliche Durchsuchung unter schärfsten Eigensicherungsbedingungen.

    Sitze hier ganz zappelig und wische mir den Speichel aus den Mundwinkeln: TOLLLLLLL!


    Nein, ernsthaft, das sieht ausgezeichnet aus und paßt imo auch besser zu dem Messer als die Wicklung. Okay, mag Geschmackssache sein...


    Sieht perfekt aus.

    Das finde ich aber rücksichtsvoll, Beowulf, daß Du Deinen Pflanzen vor dem Beschneiden Tabletten gibst :D


    Selbst heute: Munischachteln aufgeschnitten, war beim Schießen. :ar15:


    Heute war aber das BS OR Modified Bowie dran! :stabby:

    ....beim Arbeiten im Auto ganz unkriegerisch ein Äpfelchen halbiert und mit dem Kumpel ein Stück Kuchen geteilt.


    Der Apfel sah ganz normal aus, ein Bild des Kuchens hätte sich ebensowenig gelohnt wie sein Verzehr (war nicht so lecker), die Bilder vom WP sind im Review. Ach, so ein praktisches kleines Ding, und es paßt so gut in meinen Stiefel :D

    Sehr professionell baut das für das CM z.B. Werner Lüttecken von Kytac (s http://www.kytac.de), der diesbezüglich schon für einige Profis "geschneidert" hat. Ansonsten wende Dich natürlich auch mal an unseren "Revierler" hier, der sowas auch bestens macht. Auch Martin Stierlin von Blade-Systems hat schon sehr schöne Kydex-Messer- und -Ausrüstungsholster für den professionellen Bereich gebaut (http://www.blade-systems.de).


    Es gibt vor allem zwei favorisierte Trageweisen: Schulterholster oder tipup seitlich am Gürtel, also mit dem Griff nach unten, der dann nicht unter einem Sweater oder einer Weste oder Jacke hervorragt. Von Quertrageweise am Rücken rate ich wegen Verletzungsgefahr bei Stürzen oder im dynamischen Einsatzgeschehen ab.

    Das SEAL 2000 (jetzt: SEAL Team) ist ein wenig größer und schwerer als das CM


    Datenvergleich:
    SEAL CM


    Gesamtlänge 312 290
    Klingenlänge 177 160
    Gewicht 292 260


    Die Klinge wirkt beim SEAL auch ein wenig vorderlastiger als beim CM, für ein Gebrauchsmesser durchaus gut, bei einem schnell umzulenkenden Fighter nicht Jedermann's Sache, schlechter sein muß es in Grenzen aber nicht.


    Beide Zivilversionen sind nur einseitig scharf, beim CM ist das Nachschärfen der oberen Fehlschärfe (wie bei der Militärversion) aber einfach.


    Der Glasbrecher am CM funktioniert einwandfrei, sowohl zu diesem Zweck als auch als Schlagelement. Das Parierelement am CM finde ich ein wenig sicherer als die Lösung am SEAL, halte ein Verrutschen bei ausreichend fester Handhaltung aber auch bei diesem für unwahrscheinlich.


    Das Material beim CM , Böhler N 690, halte ich für überlegen gegenüber dem AUS 8 des SEAL.


    Beide Scheiden wirken praktisch, beim CM werden Beingurte und eine Schlaufenverlängerung mitgeliefert, um es auch am Oberschenkel tragen zu können, das macht man zivil aber eher selten.


    Das CM hat einen ausgezeichneten Ruf als Fighter und wird von vielen Profis geführt, auch verdeckt im Personenschutzbereich, dann aber in Custom-Tragevorrichtungen. Es gilt insbesondere ganz allgemein als besonders führig und schnell, die Balance ist ausgezeichnet, die Schneidleistung und auch die Durchstichleistung haben mich immer voll zufriedengestellt.


    Der Spitzenbereich ist auch nicht so fragil, wie man manchmal hört. Ein Freund von mir verwendet seins auch in vollem Einsatzumfang im Survivalbereich und hatte noch nie Probleme.
    Als gutes robustes Gebrauchsmesser ist das SEAL für mich völlig in Ordnung und braucht keine Ergänzung durch das CM.
    Als Fighter ziehe ich persönlich das CM vor.

    Sehr interessant, danke!!


    Lese ich natürlich mit besonderem Interesse, da ich ebenfalls größere Messer mag.


    Zu den Kritikpunkten: Scheint insgesamt für Handling in Handschuhen ausgelegt zu sein. Das würde die bissige Riffelung erklären, weil Abrutschen durch das Verschieben von Handschuhmaterial bei Einsatzmessern immer wieder ein Problem ist.
    Dieser vordere stumpfe Bereich soll wohl als Choil zum Anlegen des eigefingers für besonders feine Schneidarbeiten dienen, denke ich. Sieht aber nicht wirklich gut aus, da stimme ich zu..


    Erinnert so im Gesamtbild an Al Mar...

    Wie sind denn die Besitzer mit den Stielen der Gränsfors Bruks zufrieden? Hatte mehrere in der Hand - alle fühlten sich unregelmäßig und rauh an, ein oder zwei Stiele wirkten sogar, als würde man sich gleich einen Splitter reinziehen. War total enttäuscht - bei der legendären Qualität der Beile selbst... Bedauerliches Einzelschicksal oder markentypische Unart??

    Sowohl off- als auch on the road: Karten.


    Habe immer wieder die Erfahrung gemacht, daß Kollegen, die sich mit Navi-Technik orientieren, zwar ihren eigenen Standort finden und sich auf einem vorgegebenen Weg halten können, aber weniger Gefühl für ihre Position in Relation zu Nachbarpositionen haben. Außerdem können sie vergleichsweise auch schlechter oder langsamer Orientierung auf Alternativrouten finden, sich bei Zielwechseln neu orientieren usw. ?(


    Das Gefühl für die eigene Position im Gesamtkontext des (meist größeren) Kartenfeldes ist meist besser als das des "An-der-Hand-geführt-werdens" :buds: durch ein Navi.


    Ganz schlimm ohne Karte: Das Verfolgen der Strecke eines Targets und gleichzeitige Planung einer Parallelroute oder eines Abfangpunktes :crosshair: .
    Da BRAUCHE ich meine Karte, ich altmodischer Vogel....