.....ein Enyo ![]()
Danke für den sehr schnellen Versand!!
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Danke für den sehr schnellen Versand!!
Mehr Griff: Sehe ich ebenso, ehrlich gesagt - auch wenn die Scheide wirklich ne tolle Arbeit ist. Werde mal schauen, wie sich das bewährt, ggf. lasse ich, falls möglich, Martin die Scheide oben ein wenig kürzen. Habe ihm keine Vorgaben gemacht, was das angeht.
Ziehe aber grundsätzlich auch vor, das Messer sofort "richtig", also sozusagen in der endgültigen Handhaltung, erfassen und ziehen zu können.
Das Messer ist aber hier ausdrücklich als "Gebrauchsmesser" gedacht, nicht als Einsatz-Backup. Da hätte ich dann ja wieder meinen ganzen anderen Ausrüstungskram dabei - und dann würde die ursprüngliche schwarze Version viel besser zum restlichen Gear passen. Läßt sich übrigens natürlich in zwei Minuten wieder "umziehen" ![]()
Bagheera: Bedank Dich bei Herrn Innensenator K., der ja die öffentliche Ordnung in Berlin so perfekt im Griff hat, daß er uns mit seinen Vorstellungen auch bundesweit beglücken mußte ![]()
Kürzlich habe ich ja ein Eickhorn SEK II in der Version mit schwarzen G10-Planken und schwarzer Kydexscheide bekommen - doppelt nett, weil das Messer, abweichend von der Serienversion, mit einer sehr haltbaren DLC-Beschichtung versehen ist.
Da es nach Herstellerwidmung ausdrücklich als (Einsatz-)WERKZEUG bestimmt ist und in der einschneidigen Version ja auch die vom BKA als sozusagen "objektives" Waffeigenschaftsmerkmal gesehene Rückenschneide gegen einen stabilen durchgehenden Rücken eingetauscht hat, gehe ich hier von einer vorliegenden 42a-Konformität aus und möchte das stabile, kompakte Messer gern im Outdoorbereich verwenden.
Seit einiger Zeit bin ich da ja auch gern mal "bunt" in Kongo-Tarn oder Woodland unterwegs - außerdem hat der Wunsch nach einer Woodland-Gestaltung eines Messers spätestens mit der Vorstellung von Oskars toller FFBM-Scheide Anfang Oktober neuen Anschub bekommen ![]()
Daher habe ich nun Martin von BS gebeten, das SEK II neu "einzukleiden" - sowohl mit neuer Scheide als auch dazu passenden Griffplanken. Hinweis an alle Ostgathe-Jünger: NEIN, Leute, es wird durch die Gestaltung in Digi-Woodland nicht wundersamerweise auf einmal zur bösen Waffe, oder sind Sie etwa auch für WBK-Pflicht für Camo-Kulis??
Die Farbgebung ist erfolgt, um das praktische Werkzeug modisch meiner individuellen Wanderbekleidung anzupassen :). Es ist ja NICHT so, daß man als Tactical-Freund kein Stilgefühl hätte, wenn man sich darunter vielleicht auch etwas anderes vorstellt als die Herren Joop und Lagerfeld ![]()
Heute ist das Messer zurückgekommen - MIR gefällt es wirklich gut:


Vielleicht noch ein wenig Riffelung oder Filework in der Daumenmulde auf dem Klingenrücken?
Ansonsten wird das sicher ein sehr praktisches Gebrauchsmesser.
Das mit den Schrauben seh ich immer unter dem Aspekt, daß man - wenn es mal ums Nachziehen geht - Kreuz- oder Schlitzschraubendreher viel eher zur Hand hat als Torx oder Inbus, also hab ich nix gegen möglichst gängige Formate.
Magst Du ein paar Daten angeben? Lediglich aus dem In-der-Hand-Bild kann man das nicht sooo genau einschätzen. Schaut Euch mal vergleichsweise auf Youtube Videos von nozenuz und von coltelleriacollini zum jeweils gleichen Messer an ![]()
Also, Foliage Green oder Woodland, meinetwegen auch Flecktarn, sollte es aber schon sein. Außerdem vermisse ich den Gurt zum Nachziehen des guten Stücks (...ist sicher in einer der Materialtaschen verborgen, die auch die abnehmbaren Transportrollen aufnehmen.
Praktischerweise sollte ein faltbarer Tisch in der Rückentasche des Möbels verstaut sein, hinter dem von Dir angesprochenen Molle-Rig, zumindest aber ansteckbare Schreibbretter...
Ohne Jux jetzt: Ich hab tatsächlich einen Klapptisch und einen faltbaren Outdoor-Stuhl bei meiner Ausrüstung. Wir haben nicht immer ein Bürofahrzeug dabei, und man kann nicht an allen Einsatzorten irgendwo bequem einen Schreibtisch "besetzen". Also baue ich mir dann tatsächlich - wenn es so paßt - eine kleine "Befehlsstelle" mit Tisch und Sitzgelegenheit auf, packe mir FuG und Getränkeflasche bequem in die Halterungen in den Armlehnen des Stuhles und stürze mich in den (Papier-) Krieg ![]()
Das sehe ich exakt so!
Ich kann mir Thomas bildlich vorstellen, wie er geschäftig durch das Labyrinth seiner Werkstatt streift, mit einem kurzen zweifelnden Blick auf ein Bauteil im Gebirge der Baugruppen - war das jetzt gleich noch ein Teilchenbeschleuniger oder doch ein Auspuff, ach...egal....jedenfalls kann man das noch verbessern, wenn man die kleinen Schräubchen dort bei Vollmond aus einem vollen Titanblock fräst und in Einhornblut härtet, ist doch offensichtlich....
Kurzes Nachsinnen über den Stand des CID-Projekts, nur unterbrochen von einem geringschätzigen "Bäh!" im Gedanken an jene Stümper, die ihr gestalterisches Geschick an nichtige Fingerübungen wie AKW-Steuerzentralen oder Raumstationen verschwenden.
Schließlich ein nur ganz leicht schadenfrohes "Hähä!" beim Gedanken an den Nobelpreisträger, der - von langweiligen Poincaré-Vermutungen und Bernoulli-Zahlen gelangweilt und von der Heisenbergschen Unschärferelation heillos unterfordert - leichtsinnigerweise versucht hat, Nothelfers Konstruktionsplan des CID zu verstehen.....und der jetzt in einer sehr schönen und fürsorglichen Einrichtung auf dem Rasen sitzt, mit dem Zeigefinger seine Unterlippe herunterschnalzt und auf alle Fragen nur noch mit "Dideldumtrörö!" antwortet....
Ansonsten wird die Stille genialen Nachsinnens nur noch vom gelegentlichen "Pfftschtscht" unterbrochen, mit dem neugierige und ungeduldige Späher an Nothelfers modifiziertem Fenster-Fliegengitter in Millisekunden verdampfen, wenn sie leichtfertigerweise einen Blick auf den Stand des Projekts erhaschen wollen.
Rainer sitzt derweil untätig daneben - es ist niemand zum Betreuen oder zum Heilen dort, alle Außenstehenden sind ja entweder verbrutzelt oder rettungslos zerrüttet, und Thomas ist viel zu beschäftigt für moralischen Zuspruch. Zum Trost denkt Rainer darüber nach, daß die Welt der Sinneswahrnehmungen ja vielleicht doch nur Illusion ist, obwohl er für die dann ja auch inexistente zuletzt gekaufte 600 Megalumen-Taschenlampe vielleicht doch ein paar Euro zuviel bezahlt hat.
Also nehmen wir die Dinge, wie sie (vielleicht doch) sind, lauschen versonnen auf das nächste "Pffschtscht", schauen dem entschwindenden Dampfwölkchen lächelnd nach und lassen die nächste Sachstandsanfrage nach dem CID-Projekt einfach vom Anrufbeantworter erledigen: "Dideldumtrörö!!"
Das Shrapnel dürfte dem Begriff wohl am nächsten kommen. Das besitze ich ebenfalls und finde es schon ziemlich vielseitig. Es ist - mit dem Fulcrum C - auch in meinem Kollegenkreis ziemlich verbreitet und wird gern genutzt.
Hm, nach seiner Beschreibung sucht er aber eher ein "Field Knife" von der Größe her - nicht das, was wir hier in der Mehrheit als "Camp Knife" sehen.
Sonst wären wir ja eben wieder bei BK9 oder RD9 oder meinetwegen auch RTAK - oder eben etwas in dieser Größe.
Daher fand ich den Vorschlag von Bastian gar nicht so abwegig, bei der angestrebten moderaten Klingenlänge dann wenigstens was mit Masse zu nehmen, also einen Trakker oder etwas in der Art...
Aus den angesprochenen Gründen war ich über den Alltagsbereich hinaus
nicht an grenzwertigen Belastungstests interessiert. Ich wußte, ich würde sie –
wie jedes andere Messer auch – bei genügend Unfug und Gewalt kaputt bekommen.
Trotzdem wollte ich die Erprobung nicht abschließen, ohne zumindest auch – im Rahmen
des noch „normalen“ Anwendungsspektrums – etwas damit angestellt zu haben, das
praktisch auch vorkommen kann und dem Messer schon ein wenig mehr abverlangt
als das Speckschneiden.
Die Haltbarkeit der Spitze habe ich z.B. damit erprobt, damit in Holz
herumzubohren und unter Verdrehen des Messers mit dessen Spitze Material
abzutragen. Das hat einwand- und beschädigungsfrei funktioniert.

Danach habe ich das Messer mit einem Schlagholz durch ein Palettenbrett
geschlagen. Das sollte man normalerweise nicht unbedingt mit Messern mit
Gummigriff machen. Das Messer hat am Griffende aber keinen Schaden genommen,
durch die Einbettung des Erls in den harten Kunststoffkern und dessen
Ummantelung mit Gummi wurde das Gummi nicht unmittelbar auf den dünnen Erl
gequescht, sondern gegen den viel breiteren Kern gedrückt. Ach die Klinge hat
weder beim Einschlagen noch beim späteren Herauslösen aus dem Brett „geschwächelt“.

Schließlich habe ich es dann auch noch mit Batoning versucht. Der Erl
des Lindblom ist nicht so lang wie der des Mora, er reicht kaum durch die
Hälfte des Griffs. In einem russischen Testbericht habe ich Bilder eines
Vorläufermodells des 5000ers gesehen, dessen Griff seitlich aufgebrochen war,
offenbar durch extreme Seitenbiegelast. Die Frage war also, ob bei Batoning der
Erl entweder herausbrechen, der Griff insgesamt brechen oder der Erl sich
zumindest „losrappeln“ würde.
Ich bin ja kein erklärter Fan von Batoning und war einigermaßen
gespannt.

Scheitholz war keine Herausforderung, obwohl die Klingenlänge natürlich
bei größerem Schneidgut den Schlagholzeinsatz nicht ganz einfach macht. Einige
Male habe ich daher nicht auf den Klingenrücken geschlagen, sondern auf das
vordere Griffende, weil die Klinge komplett in das Schneidgut eingedrungen war.
Noch einmal: Es ist mir NICHT darum gegangen, den Griff mit
Maximalgewalt „kaputtzukloppen“, sondern die Arbeit zu erledigen. Das gelang
problemlos ohne Beschädigung der Messer.
Nach Batoning „mit“ der Faser kam dann noch eine Runde „quer“ zur Faser
dran: Das Einkerben eines dicken Astes von der Seite her. Auch das gelang ohne
Beschädigung, wenn ich mir auch angesichts eines 85g-Messers mit 10cm-Klinge
schon ein wenig mein gewohntes Becker BK9 gewünscht habe…

Die Griffe zeigten jedenfalls keine Schäden, die Klingen saßen fest,
die Schneiden waren nicht umgelegt oder ausgebrochen – man muß also keineswegs
zart mit den leichten Lindbloms umgehen.
Wirkliche Unterschiede zwischen den beiden Modellen habe ich nicht wirklich
festgestellt, ich bin mir nicht sicher, ob der leichte Vorteil, den ich in der
Schneidleistung der C-Stahl-Klinge gesehen habe, nicht eher meiner
Erwartungshaltung und Vorliebe entsprach.
(Gewohnt) langer Rede kurzer Sinn: Mit dem 5000er und dem 5100er bin
ich angesichts ihrer Alltagstauglichkeit und insbesondere ihres
Preis-Leistungsverhältnisses wirklich sehr zufrieden und kann sie auch – im Rahmen
und im Sinne der o.a. Ausführungen – ähnlich eingestellten Anwendern empfehlen.
Außerdem kann ich sie Anwendern empfehlen, die einfach nur wenig Geld für ein
gebrauchstüchtiges Messer ausgeben können oder wollen.
Ich selbst werde weiter auch „teure“ Messer erwerben und führen, Mora
und Lindblom sehe ich als Ergänzung des Bestands, nicht als Ersatz für meine
sonstigen Messer. Daher werde ich sie vermutlich auch eher nicht als „ständiges
EDC“ führen, sondern – wie oben beschrieben – strategisch deponieren bzw.
anlaßbedingt tragen bzw. mitführen. Auf Auto, Garten, Rucksack und Gerätetasche
verteilt sich da ein Viererpack für nen Zehner pro Stück gut und sinnvoll –
eben viel Messer für wenig Geld….
Aufgrund der Erfahrung mit dem 4000er von Lindblom hat Herr Boegens
dann vor gut zwei Wochen „nachgelegt“ und ein 5000er und ein 5100er Lindblom
zur Verfügung gestellt. Ich wollte herausfinden, ob diese Messer sich,
sozusagen trotz des ungewöhnlich geringen Preises, als „ernsthafte“
Gebrauchsmesser eignen und in der Lage sind, einen Platz an den oben
dargestellten Stellen mit ausreichender Leistung einzunehmen.
Die Messer verfügen jeweils über einen dreilagigen Kunststoff-/Gummigriff
und unterscheiden sich lediglich hinsichtlich des Klingenmaterials (das rote
5100 ist aus nicht rostträgem Kohlenstoffstahl, das blaue 5000er aus rostträgem
Stahl).
Hier ein paar Daten:
Gesamtlänge mm: 220
Klingenlänge mm: 100
Klingenstärke mm ca. : 2,2
Klingenhöhe max. mm: 19
Anschliff: Scandi-Schliff, ab 5 mm auf 0
Klingenmaterial 5000/5100: „Edelstahl“/ „Carbonstahl“, Details unbekannt
Erl: ca.10 x 35 mm, eingelassen in Kunststoffgriff
Griffstärke max. mm: 20 / 25 (Mitte / hinterer Knauf)
Gewicht g (net./br.) 85 / 110
Scheide: Kunststoff-Köcherscheide mit schmalem Gürtel-Knopfclip
Preis €: 13,95 (ab 4 St.: 9,95)
Der Auslieferzustand war – mit Ausnahme der Werksschärfe – überzeugend:
Sauber gearbeitet, vor allem aber mit einem zwar nicht wackelfreien, jedoch
auch beim Tragen am Gürtel klapperfreien Sitz des Messers in den Scheiden, die
sich deutlich von den denen des 4000ers unterscheiden und sehr an Mora-Scheiden
erinnern, einschließlich des skandinavien-typischen Clips, der ein Befestigen
sowohl an schmalen Gürteln (bis max. 35 mm) als auch an Knöpfen von Jacken,
Hosen oder Ausrüstung ermöglicht. Bei breiteren Gürteln kann man aber mit einer
Paracord-Schlaufe „mogeln“.
Vor allem kann man aber wegen des geringen Gewichts die Scheide auch in
Jacken oder an Westen gut befestigen – wenn man sich nicht für die oben
angesprochene „Depotlösung“ entscheidet…
Die Werksschärfe war mäßig – was aber bei diesen Messern nicht wirklich
ein Problem ist: Durch die relativ dünnen und nicht extrem ausgehärteten
Klingen sowie den „Scandi-Grind“ (aus voller Klingenstärke ohne Winkeländerung
in einer Schneidfase linear auf Null geschliffen) ist das Nachschärfen mit
jedem normalen Haushaltsschärfer ein Kinderspiel – und schnell gemacht.
Ein paar Züge z.B. duch einen V-förmigen Wolframkarbid-Schärfer und
danach ein paar Züge über einen Keramik-Abziehstab – und das Messer ist RICHTIG
scharf. Frisch geschärft, schlagen diese Messer eine ganze Reihe meiner weit
höherpreisigen Serienmesser in der Schneidleistung sozusagen mühelos. Ich habe
das z.B. an Abschnitten von Kletterseil verglichen, daneben aber auch im „Tagesbetrieb“
immer wieder bemerkt.
Und weil es so mühelos ist, macht man es eben z.B. zusammen mit der
Reinigung des Messers schnell „mit“ und empfindet das regelmäßige Nachschärfen
nicht als Last. Daher kann ich eigentlich kaum ein Statement zum
Schnitthaltigkeitsvergleich abgeben – ich habe die Messer mit sehr geringem
Aufwand eben während des gesamten Erprobungszeitraums scharf gehalten. Auch die
Reinigung ist anspruchslos: Ich reinige ALLE Testmesser ziemlich respektlos mit
dem Spülschwamm, wasche sie ab, entferne auch mal Anhaftungen mit Stahlwolle
usw. Was mehr Sorgfalt braucht, ist für meinen Alltag eher nicht so geeignet.
Auch die Kohlenstoffstahlklinge ließ sich mit diesen rustikalen Haushaltsmitteln
auch nach dem Schneiden von säurehaltigen Lebensmitteln immer schnell wieder in
einen „ordentlichen“ Zustand bringen.
Was schon beim ersten „Kontakt“ auffällt, ist die für ein derart
preisgünstiges Messer sozusagen unverschämt gute Handlage: Der dreidimensional
geformte Griff (mit seitlichem „Bauch“ in der Mitte und sowohl nach unten als
auch seitlich verbreitertem hinteren Knauf) besteht aus einem harten Kunststoffkern
und einem gerauteten sehr griffigen Gummimantel, der auch den hinteren Knauf
überzieht. Ergonomisch ist die Sache besser gelöst als bei vielen teuren Serienmessern,
die ich schon in der Hand hatte. Haptisch ist die Lösung mit dem Gummiüberzug
ebenfalls sehr praktisch – sie kommt eben aus einem Land mit auch mal
schlechterem Wetter und Leuten, die häufig auch in Kälte und Nässe draußen
arbeiten. Das merkt man.
Trocken „geht“ ein Verrutschen sozusagen gar nicht. Auch der
unvermeidliche Eiswassertest (..im Winter darf es auch eine Schneeeinreibung
sein…) brachte kein anderes Ergebnis. Zum Schluß habe ich eine Schraubzwinge an
der Klinge befestigt, den Griff mit Pflanzenöl verschmiert, einen vollen
Wassereimer an die Zwinge gehängt und den Eimer mehrmals mit dem am Griff
gefaßten Messer angehoben. Kein Problem. Allein schon durch den hinteren Knauf
bleibt das Messer sicher in der Hand.
Natürlich habe ich die Messer auch im Haushalt zu allen Aufgaben
eingesetzt. Es mag aber keinen Interessierten wirklich wundern, daß sie sich –
beständig scharf gehalten und mit vergleichsweise sehr dünnen und
schneidfreudigen Klingen – gerade in diesem Bereich bestens gehalten haben.
Bilder von Kartoffeln, Zwiebeln und Pappkartons habe ich mir (und Euch) daher
als wenig spannend erspart….
Herr Boegens hat mir freundlicherweise zunächst ein Lindblom 4000 zur
Verfügung gestellt. Schon dieses Messer hat mich angesichts seines
Praxisnutzens und des Preis-Leistungs-Verhältnisses ziemlich beeindruckt. Ich
habe es Kollegen bei Durchsuchungen als Durchsuchungshilfsmittel ausgeliehen,
wir verwenden es danach seit Monaten in Haus und Garten – und insbesondere die
Handlage und die Schneidleistung haben mich bei einem Messer erstaunt, das
insgesamt weniger kostet als ein TekLok eines meiner Einsatzmesser. Von einer
allgemeinen Empfehlung hat mich bei diesem Modell nur die Scheide abgehalten,
die lediglich eine Art Aufbewahrungsbehälter in einer abstrahierten ungefähren
Form des Messers darstellt, in der das Messer aber heftig wackelt und klappert.
Gerade das führt schnell zu einer grundsätzlichen Unterscheidung der –
nennen wir es mal so – „Tragephilosophie“ von Gebrauchsmessern. Viele von uns
führen EIN Messer bei allen Gelegenheiten, haben es ständig dabei, meist am
Körper geführt, und verwenden es universell – eben als „Allrounder“ und „EDC“.
Daneben ist es aber auch nicht unüblich, Gebrauchsmesser an „strategisch“
günstigen Stellen zu deponieren und dort dann bei Bedarf aufzunehmen und im
entsprechenden Bereich einzusetzen – mag das das Reservemesser im Rucksack
sein, in der Angeltasche, das Messer im Handschuhfach des Pkw, im Keller oder
im Gartenschuppen oder dem Balkonregal.
Dazu kommt bei mir z.B. das Vorhalten eines Reservemessers in der
Gerätetasche oder ggf. sogar einer gewissen Anzahl von Messern als
Einsatzleiter, um die häufig ohne zureichende Ausrüstung herumlaufenden
Mitstreiter „arbeitsfähig“ zu machen, wenn im Arbeitsverlauf etwas
aufzuschneiden ist (…was bei uns schon relativ häufig vorkommt…).
Gerade hier punktet natürlich ein Messer, das wenig kostet, wenig wiegt
und ohne große Reue zerstört oder verloren werden kann.
Deponiert man ein Messer im Pkw, ist es meist entweder für den
schnellen Zugriff nicht geeignet – oder wird von außen ggf. gesehen. Das
sichtbare Aufbewahren eines teureren Messers scheidet aber fast schon aus, um
nicht unnötige Aufbruch- und Diebstahlanreize zu schaffen.
Zudem gibt es auch Tragesituationen (z.B. beim Joggen oder Radfahren),
bei denen man häufig ein möglichst leichtes Messer vorzieht – und das sind die
Lindbloms im Vergleich zu meinen sonstigen ERs oder BS allemal.
Gerade in diesen geschilderten Bereichen sehe ich den Nutzen von Messern
wie den Lindbloms und den Moras für Anwender, die eigentlich höherpreisige
Messer kaufen und verwenden – nicht als völligen Ersatz, sondern als sinnreiche
Ergänzung, als einzusetzendes Messer für einen bestimmten Bereich oder
bestimmte Gelegenheiten. Teilt man diese Einschätzung, schmunzelt man natürlich
ein wenig über die „Konkurrenzdiskussion“ der Vergangenheit…
Daneben muß man anerkennen, daß es eine große Zahl von Anwendern gibt,
die auch für ein mitzuführendes Messer, einen wirklichen „Allrounder“ für den
für sie realistisch in Frage kommenden Bereich des gesamten Anwendungsspektrums
KEINE zighundert Euro ausgeben wollen oder können. Die suchen ein Messer für
den Berufsalltag oder die Wochenend-Wandertour – ganz „profan“ nicht für das
Fällen von Bäumen oder als Steighilfe beim Entern von Felswänden, sondern für
das Schneiden von Seilen und Folien, Wurst und Schinken, den geschnitzten
Stock, die auszunehmende Forelle oder die zu öffnende Blisterpackung…..Und die
haben KEINE emotionale Verbindung zu diesem Werkzeug, sondern gehen damit um
wie mit einem Schraubendreher oder einer Haushaltsschere. Auch diese Anwender
haben aber etwas Brauchbares und Praktisches „verdient“!
Auch hier ist die „Konkurrenzdebatte“ völlig verfehlt. Diese Anwender
werden kein 500 €-Messer erwerben, ihre „Schmerzgrenze“ für den
Gebrauchsgegenstand Messer liegt weit darunter, auch hier ist also keine
Notwendigkeit für einen Glaubenskrieg.
An dieser Stelle – sozusagen vorab vor dem näheren technischen Blick –
hier zur Klarstellung: Alle Moras und Lindbloms, die ich bislang in der Hand
hatte (…auch diejenigen, mit denen ich technisch völlig zufrieden war….) haben
mich emotional nicht wirklich berührt, sie sind wirklich Gebrauchsgegenstände
wie der zitierte Schraubendreher (…oder übrigens auch ein SAK…) – aber sehr gut
funktionierende! Daher ist auch meine Zufriedenheit (…man wird sehen, warum…)
überhaupt kein Grund, mit dem Kauf von Customs oder bestimmten Serienmessern
aufzuhören, die mich aufgrund meiner jahrzehntelangen Beschäftigung mit dem
Thema begeistern und die ich mir sozusagen aus „Jungenstolz“ als Neuerwerbung
quasi abends nebenmein Bettchen lege.
Viele von Euch werden sich ja noch an die Diskussion erinnern, die hier
vor einigen Monaten geführt wurde und darin „gipfelte“, daß zur allgemeinen
Überraschung gelang, die Klinge eines 1000 €-Messers durch die eines Mora zu
schlagen (…nachdem andererseits kühn eine ermittelte Oberflächenhärte des
Mora-Messers zur „Klingenhärte“ erklärt und das Mora damit in den Olymp der
schnitthaltigsten Messer erhoben wurde…). Somit eher plakativ als informativ,
hat diese Diskussion jedoch den positiven Effekt gehabt, wieder einmal
grundsätzlich den Blick auf eine Gattung von Messern zu richten, mit denen wir
uns vor allem aus einem Grund irgendwie schwertun: Sie sind einfach zu
preisgünstig und profan, als das sich viele Messerfreunde „guten Gewissens“
dazu bekennen könnten, ohne um ihr Ansehen zu fürchten…
Warum sollten wir denn Hunderte von Euros für unsere Lieblinge
berappen, wenn wir eingestehen würden, daß so ein skandinavisches Billigmesser
ebenfalls „seinen Job macht“? Zudem haben gerade die Tactical-Freunde unter uns
(…wie ich…) mit ihrer Orientierung an der mißbräuchlichen Anwendung von
Einsatzmessern und ihrer Vorliebe für Viertelzöller in Full-Tang-Bauweise die
Messlatte für Hebelbelastbarkeit, Scherlast usw. so hochgelegt, sich so daran
gewöhnt, nicht in Belastungsdurchschnittsparametern zu denken, sondern in
Spitzenlasten, daß wir uns zuweilen den Blick darauf verstellen, was vielleicht
90 Prozent der Anwender in 90 Prozent aller Anwendungssituationen ganz schlicht
mit einem Messer anfangen.

"Nordische Kombination": Fällkniven F1 mit Tuning nach Wünschen von King ChriBo höchstdaselbst, Peltonen Sissipuukko M 95, Lindblom C-Stahl, Lindblom Rostfrei, Noks Smersh 3
Der Gerechtigkeit halber: Das gilt nicht nur für den Tactical-Freund
mit seinem Bild von Feldeinsatz und dem Nachschärfen mit Feldsteinen, sondern
meinetwegen auch für den Jäger, der ein Messer erst dann als brauchbar
betrachtet, wenn es so schnitthaltig ist, daß man sich damit auch nach dem
Abschwarten von 2 Sauen noch rasieren kann. Nur leider hatte ich in den ganzen
letzten Monaten voller Alltagsanwendungen und Wanderungen NIE die Gelegenheit,
ein willig daliegendes Schwein abzuschwarten und zu zerlegen, geschweige denn
gleich zwei…
Mut zu einer ganz nüchternen Betrachtung hat mir neben einem
Testbericht im MM, in dem ein Mora im Kreise diverser Bushcrafter ausgezeichnet
abgeschnitten hat (ebenso wie in Berichten vieler Outdoor-Freunde), auch das „Geständnis“
einiger sachkundiger und angesehener Forumsmitglieder und Messerfreunde
gemacht, zur richtigen Gelegenheit selbst auch gern mal zu einem der
schwedischen „Billigmesser“ zu greifen. Wenn das jemand wie Freund „waltan“
macht, der auf Jahrzehnte von Anwendungserfahrung und Vergleichsmöglichkeiten
mit einer Vielzahl von Messern aus dem Hochpreissegment verfügt, hat das für
mich Gewicht.

Seit einiger Zeit tausche ich mich mit Pekka Boegens von Durapi.com
aus, einem freundlichen und geduldigen Menschen, den ich penetrant damit
belästige, auf J.P. Peltonen einzuwirken, endlich eine 42a-konforme Variante
des von mir sehr geschätzten Sissipuukko aufzulegen. Da Herr Boegens neben den
Rangermessern auch schwedische Messer des unteren Preissegments führt, wurde
auch die „Mora-Diskussion“ irgendwann Gesprächsthema, auch wenn die von ihm
angebotenen Messer keine Moras sind, sondern Messer der Firma Lindblom, in der
Machart den Moras allerdings recht ähnlich.
http://www.durapi-shop.com/shop/category…ram=cid%3D11%26
Auch Forumsfreund „Kanji“ vertreibt allerdings diese Messer!
Nun, daß Dirk ein Gefühl für ansprechende Formen hat, wird ja nicht nur aus seinem Avatar deutlich ![]()
Schön, das Messer wieder einmal zu sehen, und dann noch so gut "aufgehoben" - der Griff ist immer noch eine der pfiffigsten Designideen, die ich in der letzten Zeit gesehen habe. Daraus sollte man etwas machen.
Die Klingenform ist nicht so "meins". Die Lösung mit der Scheide finde ich wirklich gelungen, an DIESER Stelle finde ich Quertrageweise (im Gegensatz zum Tragen über der Wirbelsäule) auch unbedenklich und praktisch.
....wobei Du Dir da natürlich auch etwas maßgeschneidert hast, das ein sehr breites Spektrum abdeckt![]()
....die wären ja allerdings wieder eher aus der "zweiten Gruppe", also doch 8-10-Zöller...
Wie mein BK9 eben ![]()
Andere Möglichkeit, wenn das Preislimit es zuläßt: Eins genau nach Deinen Vorstellungen bauen lassen...
Würde auch etwas mit Full Tang und Griffschalen vorschlagen, wenn es ultrarobust sein soll.
Wenn das Recon Scout schon nicht stabil genug und das BK7 eigentlich nur zu groß ist, kämen entweder ein Becker Campanion oder ein Rangerknives Afghan in Betracht.
Falls die Klinge des Afghan zu dick erscheint, könnte das ESEE RC 6 ne gute Alternative sein, RTAK oder Junglas sind dann wiederum erheblich größer und weniger handlich für Alltagsarbeiten.
Es soll ja, wenn ich es recht verstehe, eben kein Bushcrafter sein wie ein Mora oder ein BR Gunny oder Bravo1, sondern schon ne Nummer größer und so stabil wie möglich....
Daher eben die Vorschläge mit Messern mit C-Stahl-Klingen (wegen Robustheit und guter Schärfbarkeit und Elastizität) und starken, hohen Klingen und stabilen Spitzen (Masse für Freihandhacken, Stabilität für Werkzeuganwendungen).
Andererseits kannst Du natürlich einen Großteil der von Dir angesprochenen Arbeiten auch mit einem kleineren Messer ausführen, das dann z.B. für Alltagsanwendungen oder die Nahrungszubereitung bequemer und günstiger wäre - die Größe und Masse zahlt sich ja vor allem bei schwereren Werkzeuganwendungen und vor allem bei Freihandhacken aus....
Das große Bowie ist natürlich auch was nach meinem Geschmack - und Dein Video informativ und dabei auch kurzweilig wie immer. Macht immer wieder Spaß und bringt Erkenntnisse, sich Deine Vorstellungen anzuschauen
!!
Den geraden glatten Griff, nicht unproblematisch bei elf Zoll Klingenlänge und 700 g Gewicht, hast Du sehr praxisgerecht modifiziert.
Kannst Du Deine Vorstellung vielleicht noch ein wenig eingrenzen?
Es kommen ja bei Deiner Darstellung eigentlich zwei Gruppen von Messern in Frage:
Erstens stabile User mit 6 bis 7,5 Zoll Klingenlänge - etwa das GEK 2000 oder der Vorläufer, das Expeditonsmesser (Raban bietet gerade eines an...), oder auch ein CS Recon Scout (..auch da ist eines momentan hier im TF zu haben...). Diese Messer sind insbesondere natürlich eine sehr gute Wahl, wenn Du das Holzschlagen usw. als Batoning durchführst.
Zweitens - wenn es eher um Freihandschlagen gehen soll - die "Camp Knives" im eigentlichen Sinne, die meist zwischen 7,5 und 10 Zoll Klingenlänge haben, wie z.B. das Becker BK7 oder BK9 oder das Rangerknives RD7 oder RD 9 oder auch das Kizlyar DV 2 oder das "Destroyer" von Entrekt. Oder z.B. das Heavy Bowie oder der Marine Raider von Ontario...
Gibt es vielleicht doch Preisgrenzen? Scheiden bestimmte Griffmaterialien aus oder werden bevorzugt? Soll es eher ein Messer der ersten oder eines der zweiten Gruppe sein?
Extrema Ratio MPC Folder ![]()
Hab ein Review dazu geschrieben, falls Du Interesse hast, mail mich mal an...