Beiträge von Micha M.

    Das Kari ist inzwischen bei mir eingetroffen - und ich kann BFGs Enttäuschung gut verstehen.


    Das Messer ist von seiner Gestaltung her eindeutig ein großes Camp Knife und sollte von seinem Anwendungsspektrum her auf jeden Fall über jagdliche Anwendungen als Hirsch- oder Saufänger hinaus auch alle bei der Revierpflege oder eben im Campbereich anfallenden, auch robusteren, Hackarbeiten bewältigen können. Sonst würde allein schon der lange Griff mit der hinteren Verbreiterung (nach unten) keinen Sinn machen, der gerade beim Hacken eine weit hintere relativ lockere Haltung ermöglicht, die für das Hacken besonders günstig ist.


    Die ja gerade mal halbhoch angeschliffene 6 mm starke Klinge wirkt im Ersteindruck auch stabil wie eine Eisenbahnschiene. Ich hab ja ne ganze Reihe viertelzollstarker Zehnzöller in diversen Erprobungen und im Bestand gehabt - das Kanetsune wirkt in keinem äußerlich festzustellenden Verarbeitungsdetail weniger robust als ein Ontario oder Becker - eher im Gegenteil.
    Der Erl ist breiter als bei den SpecPlus-Modellen und reicht in dieser Breite durch den halben Griff, am PE hat er eine beträchtliche Breite, auch der rustikale Eichholzgriff wirkt vertrauenerweckend stabil und belastbar.


    Bei der Klinge bleibt durch Anschliff und Gesamtstärke deutlich mehr Material stehen als bei meinem Becker BK9, geschweige denn meinem Paragon Harley Battle Bowie mit seiner Rückenschneide bzw. Schor.


    Und doch zeigt das Messer - selbst nach dem Richten durch BFG - noch immer eine deutliche Biegung der Klinge (obwohl ich ja sonst bei Feinheiten eher nicht so pingelig bin), die in einem erheblichen Mißverhältnis zu den Belastungen steht, denen das Messer in BFGs Test ausgesetzt war. Wie muß das VOR dem Richten ausgesehen haben...


    Dafür hat das Messer - falls nicht von BFG zwischenzeitlich nachgeschärft - beachtlich seine Schärfe gehalten. Die Stabilität der Schneide, die keine Ausbrüche aufweist, übrigens auch keine sichtbaren Schäden im am Rücken gebogenen Bereich, übertrifft die des Klingenkörpers offenbar deutlich.


    Bislang irritiert mich der Eindruck und das krasse Mißverhältnis zwischen Dimensionierung und faktischer Belastbarkeit erheblich: Gestaltet man ein Messer in dieser Form, muß es Härteres ertragen können als ein wenig Hacken - will man eine große reine "Schneidmaschine", bedarf es keiner Viertelzollklinge. Die bleibende Verformung bei dieser noch ganz regulären Belastung ist auch kein Zeichen erstrebenswerter Elastizität, die ganze Gestaltung ist nach meinem Ersteindruck einfach zu weich.


    In den nächsten Tagen werde ich mich weiter mit dem Messer beschäftigen und danke - bei diesen bedenklichen ersten Erfahrungen besonders - BFG für sein Vertrauen. An einem Stück kommt's sicher zurück, aber hoffentlich nicht als Banane :)

    Dickreef: Volle Zustimmung.


    Ich hatte eine ganze Reihe traditionell hergestellter Khukuris in einem großen Vergleichstest mit modernen westlichen Haumessern und Camp Knives - und kann bestätigen, daß sich die traditionell hergestellten nepalesischen Gebrauchsmesser hinsichtlich Robustheit vor niemandem verstecken müssen.


    Werfen mit Messern mit Spitzerl und Horngriff? Kein Problem.
    Steighilfe, Klimmzugstange, Wippe - und das bei (...leider....) dreistelliger Massebelastung? Völlig unbeeindruckt.
    Motorhaubenlocher? Lynn Thompson ist ja nicht der einzige schräge bärtige Moppel auf Erden...Auch hier ein beeindruckter Tester und ein erleichtert/beeindruckter Schrotthändler...

    Ja, das sieht SEHR interessant aus!
    Schöne Klingenform, Spitze ist bei der Upswept-Klinge nicht ZU hoch gezogen, sehr schöne Kontur an der Schneide.
    Könnte mir an dem Messer einen Griff vorstellen, der sich hinten verbreitert, kugel- oder schwalbenschwanzförmig, passend zum hinteren Ende des Erls.
    Oder im "Gegenteil" eine ganz flache Lösung wie beim Emerson Persian....
    Hast Du mal ein paar Maße für ganz Neugierige?

    Ich geb's ja zu: Ich bin eher der Typ für Zündhölzchen oder ein schnödes BIC, notfalls dicht verpackt.
    War nie so lange "abgeschnitten", daß das nicht gereicht hätte - daher Respekt vor den ganzen Basics und Tüfteleien in diesem Thread.


    Hier noch ne Tüftelei mit nem Firestarter:


    http://www.youtube.com/watch?v=V4akghBPf04


    Ob man's braucht und was es bringt, werdet Ihr allerdings besser beurteilen können als ich.

    .....mal nach vier Monaten "hochgeholt" - und ein Vierteljahr, nachdem die angesprochenen hochinteressanten Kooperations-Modelle "eigentlich" auf dem Markt hätten verfügbar sein sollen :)


    Rold (Voxnaes) und Kwaito (Nealy) haben es in den letzten Tagen so gerade auf den Markt geschafft, erste Statements der glücklichen und geduldigen Erwerber scheinen die Hoffnungen zu bestätigen.
    Leider ist man aber auch nach Marktverfügbarkeit der fertigen Modelle und ihrer Scheiden weitgehend darauf angewiesen, sich Infos mühsam im Net von der Anwenderseite oder fleißigen Händlern zusammenzusuchen. Böker hat in diesem Bereich, z.B. der Einstellung weiterer Produktfotos ins Net und insbesondere auch mal Präsentation der dann letztlich beigestellten Scheiden, ganz offenkundig noch Nachholbedarf.


    Ansonsten fühlt man mal wieder seine Geduld strapaziert, ist zuweilen verärgert und - am schlimmsten für Böker - schlägt sich in der Folge auch das eine oder andere Messer aus dem Kopf, das man eigentlich gern gekauft hätte. Ein Kumpel hat vor einigen Tagen die Bestellung eines Krein-Kooperationsmodells storniert, weil ihm einfach nach Monaten der Geduldsfaden gerissen ist. Der wird das Messer dann wohl auch nicht mehr kaufen, wenn es dann endlich wirklich verfügbar ist.


    Ich halte noch ein wenig durch und hoffe auf Bilder des "Bob" und des "PSK", einschließlich Scheiden, um eine Kaufentscheidung zu treffen. Aber auch hier kann es gut sein, daß neue Modelle wie das interessante Wilkins-Semi-Custom die Gunst der Stunde nutzen und es für das arme "Bob" dann heißt "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben".


    Altbekannte Probleme - bei Böker wohl auch bemerkt und angegangen, aber noch nicht wirklich gelöst.
    Trotzdem sehe ich die Firma mit der neuen Modellpolitik auf dem richtigen Weg. Ich habe in ihren Katalogen, vor allem aber auch im Direktvergleich in den Präsentationen großer US-Hersteller, in einer Saison noch nie so viele interessante Modelle gesehen wie hier in den letzten beiden. Und man hat bestimmte Verspätungen bei der Markteinführung auch ne Zeitlang zähneknirschend hingenommen, weil dahinter der verdienstvolle Versuch steht, die oftgescholtene China-Kydex durch höherwertige und den tollen Modellen angemessene Produkte (aus US-Fertigung) zu ersetzen. Das läßt doch hoffen...


    Wer sich für die neuen Modelle interessiert, dem sei ein regelmäßiger Blick in Bastian "Xpedition"s UF angeraten: Dort findet man über Modelle wie das Rold und jetzt brandaktuell auch über das "Shark" viel umfangreicher und aussagekräftiger bebilderte Produktinformation. Man sollte ihn - ohne Ironie!! - für ein "BVK" vorschlagen, ein Böker-Verdienst-Kreuz :)

    Ging mir wie Markus, bislang ebenfalls übersehen - aber jetzt glücklicherweise gefunden!


    Sehr schöne Arbeit, das Messer gefällt mir richtig gut!
    Ein leicht gebogener und/oder geneigter Griff wär' natürlich erst recht "meins" - aber diese Lösung hier mit der "Machetennase" hinten und der Möglichkeit für verschiedene Handschlaufen-Montagen ist ebenfalls sehr gelungen.
    Bei der Kydex fände ich ein paar Montagelöcher zwischen den Verschraubungen praktisch, dann könnte man die Scheide bedarfsweise auch mal außen an den Rucksack ohne große Bastelei mit Paracord anschlaufen...


    Eine Bitte: Gib doch noch das Nettogewicht an und auch den Balancepunkt (? mm vor dem PE?? So 30-40??)

    Hallo, Basti!


    Es ist sehr ungünstig, zwei komplett verschiedene Themen in EINEM Thread zu behandeln - das findet man dann im Regelfall NIE wieder, wenn man z.B. so wie Du ältere Threads nach gesuchten Informationen durchsucht.


    Und wer etwas zum SEK-M beitragen könnte, schaut vielleicht gar nicht in Deinen "Gartenmesser-Thread".


    Zur DLC-Beschichtung auf dem SEK-M findest Du z.B. hier etwas:
    SEK II - neu eingekleidet von Blade Systems

    Ja, die Wärmebehandlung ist bei derart großen D2-Klingen sozusagen der "Knackpunkt" :)


    Aber man kann das ja industriell z.B. so gut machen wie beim Eickhorn GEK 2000.


    Wird auch interessant zu sehen, wie die gestrahlte Oberfläche nach einigem Outdoorbereich ausschauen wird...


    Der Griff ist imo sehr gelungen geformt, über meine Eindrücke mit 3D-geformten Griffschalen hab ich ja erst kürzlich in der Vorstellung des Eickhorn Hunter was geschrieben.

    Nach langer Ankündigungszeit hat ja nun das Rold auch seinen Weg nach Deutschland gefunden.
    Zunächst auf US-Seiten gefunden, hat das Messer auf Anhieb Aufmerksamkeit und Neugier erregt - zurecht, finde ich.
    Xpedition hat freundlicherweise in seinem UF schon ein paar In-Hand-Bilder vorgestellt.


    Einen recht guten Eindruck von Fertigungsqualität und Proportionen kann man sich in diesem Desktop-Review machen, das ich auf Youtube gefunden habe:


    http://www.youtube.com/watch?v=f9U6hJWHHLU


    Angekündigt ist ein weiteres Review über jagdlichen Gebrauch / Outdoorgebrauch des Rold.....

    Hochgeholt aus aktuellem Anlaß:


    Nach angekündigter Auslieferung "ab November" ist das Rold offenbar jetzt aktuell in der Böker-Auslieferung.


    Xpedition hat ja zwischenzeitlich das Messer in seinem UF kurz vorgestellt.
    Mal wieder ist es ihm zu danken, auch noch sehen zu können, wie die Scheide aussieht - das gibt ja leider die Böker-HP regelmäßig nicht her...


    Habe gestern einen SEHR angetanen Ersteindruck von einem sehr messererfahrenen Kumpel mitgeteilt bekommen, der das Messer toll findet und das Preis-Leistungs-Verhältnis ausgesprochen lobt.
    Ebenfalls positiv hervorgehoben wird die Haptik, das Rold liegt ausgesprochen gut in der Hand mit seinen dreidimensional geformten Schalen, die hinten in einem "Schwalbenschwanz" enden.


    Die Bedenken wegen der Scheide sind wohl nicht ganz ausgeräumt - da mußte wieder mal ne Nachbearbeitung erfolgen.....

    Ach sooo!


    Aber diese Handwerker-Zunfthosen kenn ich auch:


    Am Anfang ist man drin ein "Leer"-ling, ne Zeitlang ist man dann in Sachen Genuß und Völlerei ein munterer Geselle -und am Ende muß man ein Meister sein, um den Knopf am Bund noch zuzukriegen...


    Davon hab ich viele, fürchte ich....

    Meinten Sie:
    cord bei Münster
    Cord, Independence County, AR 72579, USA
    Cord, Shamrock, Wheeler, TX 79079, USA
    Cord, Uintah, UT, USA
    Cord, Vernal, Uintah, UT 84078, USA
    Cord, Troy, Doniphan, KS 66087, USA
    Cord, Huttig, Union, AR 71747, USA
    Cord, Severy, Greenwood, KS 67137, USA
    Cord, West Plains, Howell, MO 65775, USA
    Cord, Madisonville, Hopkins, KY 42431, USA